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	<title>Islamfeindlichkeit &#8211; Salam  Plan</title>
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	<description>Journalismus gegen Hass</description>
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	<title>Islamfeindlichkeit &#8211; Salam  Plan</title>
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		<title>47% der Muslime in Deutschland sind Deutsche</title>
		<link>https://salamplan.com/de/islamfeindlichkeit/47-der-muslime-in-deutschland-sind-deutsche/20210429</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Maria Torrens]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Apr 2021 11:20:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Islamfeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Islam Konferenz (DIK)]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die debattierte „Integration“ der Muslime in Deutschland hängt kaum von der Religion ab, sonder eher von Faktoren wie die soziale Situation, so eine Studie vom Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge. In Deutschland leben zwischen 5,3 und 5,6 Millionen muslimische Bürger, was etwa dem 6,5% der totalen Bevölkerung entspricht. 47% davon, sind Deutsche. Muslimische Religionsangehörige mit einem sogennanten „Migrationshintergrund“ aus der Türkei bilden mit 2,5 Millionen Personen weiterhin die größte Herkunftsgruppe, stellen mit einem Anteil von 45% aber nicht mehr die „absolute Mehrheit“. Dies habe sich mit der Ankunft von Flüchtlingen aus Ländern im Krieg, wie Syrien, um das Jahr 2015 herum geändert, nach den Angaben der Studie „Muslimisches Leben in Deutchland“ im Auftrag der Deutschen Islam Konferenz (DIK). Seit 2015,...</p>
<p>La entrada <a rel="nofollow" href="https://salamplan.com/de/islamfeindlichkeit/47-der-muslime-in-deutschland-sind-deutsche/20210429">47% der Muslime in Deutschland sind Deutsche</a> se publicó primero en <a rel="nofollow" href="https://salamplan.com/de">Salam  Plan</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Die debattierte „Integration“ der Muslime in Deutschland hängt kaum von der Religion ab, sonder eher von Faktoren wie die soziale Situation, so eine Studie vom <strong>Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge</strong>.</p>



<span id="more-6675"></span>



<p>In Deutschland leben zwischen 5,3 und 5,6 Millionen muslimische Bürger, was etwa dem <strong>6,5% der totalen Bevölkerung</strong> entspricht. 47% davon, sind Deutsche.</p>



<p>Muslimische Religionsangehörige mit einem sogennanten <strong>„Migrationshintergrund“ aus der Türkei</strong> bilden mit 2,5 Millionen Personen weiterhin die größte Herkunftsgruppe, stellen mit einem Anteil von 45% aber nicht mehr die „absolute Mehrheit“. Dies habe sich mit der Ankunft von Flüchtlingen aus Ländern im Krieg, wie Syrien, um das Jahr 2015 herum geändert, nach den Angaben der Studie „Muslimisches Leben in Deutchland“ im Auftrag der <strong>Deutschen Islam Konferenz</strong> <strong>(DIK)</strong>. Seit 2015, ist die muslimische Bevölkerung um 900.000 Personen gestiegen, obwohl seit 2017 sich dies kaum verändert hat.</p>



<p>„Die Analysen zeigen zudem, dass der Einfluss der Religion auf die Integration häufig überschätzt wird. Aspekte wie die Aufenthaltsdauer, Migrationsgründe oder die soziale Lage prägen den Integrationsprozess in einem weitaus größeren Ausmaß als die Religionszugehörigkeit“,<em> </em>signalisierte <strong>Hans-Eckhard Sommer</strong>, Präsident des <strong>Bundesamts für Migration und Flüchtlinge</strong> <strong>(BAMF)</strong> während der Vostellung der Studie am Mittwoch.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-style-large"><p>„Der Einfluss der Religion auf die Integration häufig überschätzt wird. Aspekte wie die Aufenthaltsdauer, Migrationsgründe oder die soziale Lage prägen den Integrationsprozess in einem weitaus größeren Ausmaß“</p><cite>Hans-Eckhard Sommer, Bundesamt für Migration und Flüchtlinge</cite></blockquote>



<p>Es wurden mehr als 4.500 Personen im Alter ab 16 Jahren befragt, sowohl Zugewanderte aus 23 verschiedenen muslimisch geprägten Herkunftsregionen als auch deren in Deutschland geborene Nachkommen. Die Anzahl an deutsche Muslime ohne den sogenannten „Migrationshintergrund“ sei so klein, dass sie statistisch in der Studie miteinzubeziehen nicht aussagekräftig gewesen wäre, hat die Forscherin <strong>Anja Stichs</strong> <a href="https://salamplan.com" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Salam Plan</a> erklärt.</p>



<p>Was der <strong>Sprache </strong>angeht, fühlen sich 70% der muslimische Bürger sicher oder sehr sicher mit ihren Kentnissen. Die Studie weist auch darauf hin, dass zwei Drittel deutsche Freunde haben; bei denen es nicht der Fall ist, wünschten sie es sich aber doch.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-style-large"><p>„Muslimische Religionsangehörige unterscheiden sich in denen von uns untersuchten Aspekten so gut wie überhaupt nicht von sonstigen Religionsangehörigen“</p><cite>Anja Stichs, Forscherin BAMF</cite></blockquote>



<p>Der Glauben wird im Alltag unterschiedlich erlebt: <strong>39% betet täglich, 25% betet nie</strong>. Andererseits, sind die Personen die zugewandert sind generell religiöser, egal ob muslimisch, christlich oder Angehörgiger anderer Religionen. 20% der Personen mit Migrationsgrund in den Ländern von muslimischer Mehrheit, folgen nicht dem Islam sondern einen anderen Glauben oder gar keinen.</p>



<p>Die Studie hat auch nach dem Kopftuch gefragt. <strong>„Ob ein Kopftuch getragen wird, hängt stark vom Alter ab”</strong>, so Stichs. 30% der muslimische Bürgerinnen tragen ihn. Am meisten, sind es die Frauen die älter als 66 sind. In dem Fall, tragen 62% von ihnen den Kopftuch. Zwischen dem Alter von 26 und 65 Jahren, tragen ihn etwa 41%. Ein 26% trägt den Kopftuch zwischen den 16. und 25. Lebensjahr. Was den Mädchen betrifft, trägt 0,9% von den kleineren als 10 Jahren den Kopftuch. 11,5% der Mädchen von 11 bis 15 Jahren tragen den Kopftuch.</p>



<p>Forscherin <strong>Anja Stichs</strong> stellte fest: „Muslimische Religionsangehörige unterscheiden sich in denen von uns untersuchten Aspekten so gut wie überhaupt nicht von sonstigen Religionsangehörigen aus den gleichen Herkunftsländern“.</p>



<p class="has-text-color" style="color:#028f2c"><strong>ES INTERESSIERT IHNEN VIELLEICHT AUCH:</strong></p>



<ul><li><a href="https://salamplan.com/de/wie-du/drei-religionen-eine-gemeinde-auch-offen-fuer-atheisten-das-ist-die-naechste-revolution-in-berlin-house-of-one/20190518" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Drei Religionen, eine Gemeinde (auch offen für Atheisten): das ist die nächste Revolution in Berlin</a></li><li><a href="https://salamplan.com/de/islamfeindlichkeit/die-imamin-die-eine-moschee-in-berlin-gruendete-und-unter-morddrohungen-lebt-seyran-ates-ibn-rushd-goethe/20190527">Die Imamin die eine Moschee in Berlin gründete und unter Morddrohungen lebt</a></li></ul>



<h4 class="has-text-align-center has-light-green-cyan-background-color has-background"><em>&gt;&gt;&gt;Folgen Sie SALAM PLAN- Journalismus gegen Hass auf <a href="https://twitter.com/SalamPlan" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Twitter</a> und <a href="https://www.facebook.com/SalamPlanCommunity" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Facebook</a> <em>&lt;&lt;&lt;</em></em></h4>



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			</item>
		<item>
		<title>Marwa El Sherbini, 10 Jahre seit dem ersten islamfeindlich motivierten Mordes in Deutschland</title>
		<link>https://salamplan.com/de/islamfeindlichkeit/marwa-sherbini-10-jahre-seit-dem-ersten-islamfeindlich-motivierten-mordes-in-deutschland/20190701</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Maria Torrens]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Jul 2019 21:41:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Islamfeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Christchurch]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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		<category><![CDATA[Hasskriminalität]]></category>
		<category><![CDATA[Marwa El Sherbini]]></category>
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		<category><![CDATA[Zentralrat der Muslime in Deutschland]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Marwa El Sherbini war eine 32-jährige Apothekerin in Dresden, die am 1. Juli 2009 ermordet wurde als sie vor Gericht trat um als Zeugin gegen einem Angeklagten auszusagen, der sie beschimpft hatte weil sie einen muslimischen Koptuch trug. Er wiederholte diese schriftlich vor dem Amstrichter und stach sie 18 Mal zu Tode. &#62;&#62;&#62; Folgen Sie Salam Plan &#8211; &#8222;Journalismus gegen Hass&#8220; auf Twitter und Facebook &#60;&#60;&#60; Der Morderer tat dies vor dem Richter selber in den Räumigkeiten des Landesgerichts Dresden, wo auch ihr Mann und ihr damals drei-jähriger Sohn anwesend waren. Sie war im dritten Monat einer neuen Schwangerschaft. Das Landgericht beurteilte ihn zu lebenslanger Haft wegen ein fremdenfeindliches -sie kam aus Ägypten- und islamophobisches Mordes. Seit dem, gilt sie...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Marwa El Sherbini</strong> war eine 32-jährige Apothekerin in Dresden, die am <strong>1. Juli 2009</strong> ermordet wurde als sie vor Gericht trat um als Zeugin gegen einem Angeklagten auszusagen, der sie beschimpft hatte weil sie einen muslimischen Koptuch trug. Er wiederholte diese schriftlich vor dem Amstrichter und <strong>stach sie 18 Mal zu Tode.</strong><span id="more-4255"></span></p>
<h4 style="text-align: center;"><span style="color: #008000;"><em>&gt;&gt;&gt; Folgen Sie Salam Plan &#8211; &#8222;Journalismus gegen Hass&#8220; auf <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://twitter.com/SalamPlan">Twitter</a></span> und <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://www.facebook.com/SalamPlanCommunity">Facebook</a></span> &lt;&lt;&lt;</em></span></h4>
<p><strong>Der Morderer tat dies vor dem Richter</strong> selber in den Räumigkeiten des Landesgerichts Dresden, wo auch ihr Mann und ihr damals drei-jähriger Sohn anwesend waren. Sie war im dritten Monat einer neuen Schwangerschaft. Das Landgericht beurteilte ihn zu lebenslanger Haft wegen ein fremdenfeindliches -sie kam aus Ägypten- und islamophobisches Mordes. Seit dem, gilt sie als erstes <span class="css-901oao css-16my406 r-1qd0xha r-ad9z0x r-bcqeeo r-qvutc0">Opfer eines klar islamfeindlich motivierten Mordes in Deutschland und deswegen ist der 1. Juli der <strong>Tag gegen Islam- und Muslimfeindlichkeit</strong> bundesweit.</span></p>
<p>Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) vergibt erstmals anlässlich des 10. Jahrestags des islamfeindlichen Mordes an Marwa El-Sherbini den „Internationalen <strong>Marwa El-Sherbini-Preis</strong> für Zivilcourage“ an zwei Akteuren, <strong>Mevlüde Genç aus Deutschland und Farid Ahmed aus Neuseeland</strong>. „Den PreisträgerInnen [ist] nicht nur gemeinsam , dass sie durch antimuslimischen Rassismus und Hass ihnen geliebte Menschen verloren haben, sondern vor allem, dass sie diesem Rassismus und Hass mit Versöhnung und Zusammenhalt in ihren jeweiligen Gesellschaften geantwortet haben“, hat der ZMD in einer Pressemitteilung hervogehoben.</p>
<p>Die damals 50-Jährige <strong>Mevlüde Genç</strong> verlor zwei Töchter, zwei Enkelinnen und eine Nichte bei einem Brandanschlag am 29. Mai 1993 auf ihr Haus in <strong>Solingen</strong>. Es stellte sich heraus, die Täter hatten Verbindungen mit der rechtsextremen Szene. Die deutsche Familie aus türkischer Herkunft war muslimisch, und die Morde werden deswegen auch heutzutage von mehreren Akteuren für islamfeindlich gehalten.</p>
<p>Die Frau von <strong>Farid Ahmed</strong> wurde beim Terroranschlag in <strong>Christchurch (Neuseeland)</strong> am 15. März dieses Jahres ermordet, neben anderen 50 Personen. Sie hatte geholfen Frauen und Kinder in Sicherheit ausserhalb der attackierten Moschee zu bringen und wurde erschossen als sie zurückging um ihren Mann, im Rollstuhl, zu helfen. „Ich vergebe den Mörder meiner Frau. Ich wünschte, ich könnte ihn umarmen“, waren <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://salamplan.com/en/terrorism/new-zealand-attack-survivor-i-forgive-the-person-who-killed-my-wife-i-wish-i-could-give-him-hug/20190318">seine Worte</a></span> danach.</p>
<p>Im Jahre 2018 gab es <strong>910 islamfeindliche Straftaten in Deutschland</strong>, die offiziell als solche vom Bundesministerium des Innern unter den <a href="https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/downloads/DE/veroeffentlichungen/2019/pmk-2018-hasskriminalitaet.pdf;jsessionid=EDE173FE24A0F4A20D69CCB6F6E039C4.1_cid373?__blob=publicationFile&amp;v=3"><span style="color: #0000ff;">Daten der Hasskriminalität</span></a> registriert wurden. „<span class="css-901oao css-16my406 r-1qd0xha r-ad9z0x r-bcqeeo r-qvutc0">Wir sind EINE Gesellschaft &amp; zu uns gehören rund fünf Millionen Menschen muslimischen Glaubens“, sagte an diesem 1. Juli die Regierungsabteilung für Integration im <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://twitter.com/IntegrationBund/status/1145655071381905408">Twitter</a></span>. </span></p>
<h4 style="text-align: center;"><span style="color: #008000;"><em>&gt;&gt;&gt; Folgen Sie Salam Plan &#8211; &#8222;Journalismus gegen Hass&#8220; auf <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://twitter.com/SalamPlan">Twitter</a></span> und <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://www.facebook.com/SalamPlanCommunity">Facebook</a></span> &lt;&lt;&lt;</em></span></h4>
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		<title>Die Imamin die eine Moschee in Berlin gründete und unter Morddrohungen lebt</title>
		<link>https://salamplan.com/de/islamfeindlichkeit/die-imamin-die-eine-moschee-in-berlin-gruendete-und-unter-morddrohungen-lebt-seyran-ates-ibn-rushd-goethe/20190527</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Maria Torrens]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 May 2019 13:27:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Islamfeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seyran Ates wäre fast in einem Anschlag in 1984 umgekommen, als sie eine Beratungsstelle von Frauen aus der Türkei mit nur 21 Jahren führte. 2006 wurde diese Rechtsanwältin nach einem Gerichtstermin angegriffen und sie erlitt erneut Morddrohungen. Seitdem steht sie unter Personenschutz. Die Drohungen stiegen aber als sie vor zwei Jahren eine Moschee in der deutschen Hauptstadt gründete. &#62;&#62;&#62; Folgen Sie Salam Plan &#8211; &#8222;Journalismus gegen Hass&#8220; auf Twitter und Facebook &#60;&#60;&#60; Sie ist die erste Imamin Deutschlands. Ist das denn möglich? Traditionnell machen nur Männer diesen Job, aber es gibt Muslime, die dafür stehen Frauen seien ebenfalls dazu berechtigt. Es existieren auch andere Einzelfälle von Imaminen in Ländern wie Dänemark oder den Vereinigten Staaten die sich in den letzten...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Seyran Ates</strong> wäre fast in einem Anschlag in 1984 umgekommen, als sie eine Beratungsstelle von Frauen aus der Türkei mit nur 21 Jahren führte. 2006 wurde diese Rechtsanwältin nach einem Gerichtstermin angegriffen und sie erlitt erneut Morddrohungen. Seitdem steht sie unter Personenschutz. Die Drohungen stiegen aber als sie vor zwei Jahren eine Moschee in der deutschen Hauptstadt gründete.<span id="more-4057"></span></p>
<h4 style="text-align: center;"><span style="color: #008000;"><em>&gt;&gt;&gt; Folgen Sie Salam Plan &#8211; &#8222;Journalismus gegen Hass&#8220; auf <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://twitter.com/SalamPlan">Twitter</a></span> und <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://www.facebook.com/SalamPlanCommunity">Facebook</a></span> &lt;&lt;&lt;</em></span></h4>
<p>Sie ist die erste Imamin Deutschlands. Ist das denn möglich? Traditionnell machen nur Männer diesen Job, aber es gibt Muslime, die dafür stehen Frauen seien ebenfalls dazu berechtigt. Es existieren auch andere <strong>Einzelfälle von Imaminen</strong> in Ländern wie Dänemark oder den Vereinigten Staaten die sich in den letzten Jahren gegen diesem <em>Statu Quo</em> rebellierten.</p>
<p>Ates unterstreicht ihre Moschee sei für alle Muslime offen, auch für Dialog mit anderen Religionen und Atheisten. Denn Teil ihres Zieles ist für den <strong>Frieden unter Religionen</strong> und verschiedener Weltanschaungen zu arbeiten. In der Tat, habe sie vor Kurzem den katholischen Sankt Jakobspilgerweg mit einer gemischten Gruppe angefangen und wolle bald weiter damit machen.</p>
<p>Ihre Moschee, die ihren Platz <strong>in einem freien, sekulären Raum einer evangelischen Gemeinde</strong> gefunden hat, war Ziel einer Fatwa (islamische Rechtsauskunft) aus Ägypten, die sie für nicht muslimisch gesprochen hat. Dagegen sagt Ates ihre Ansicht sei nicht etwas aussergewöhnliches innerhalb der muslimischen Gesellschaft, gibt dennoch zu sie könnte in einen neuen Zweig des Islams münden.</p>
<p>Islam sei für sie auf jeden Fall ein Teil Deutschlands, sie sei aber gegen dem „politischen Islam“, der Religion und Staat mischt und den sie für gleich gefährlich wie Rechts- oder Linksextremisten hält. <span style="color: #008000;"><a style="color: #008000;" href="http://salamplan.com">Salam Plan</a></span> trifft sie in der <strong>Ibn Rushd -Goethe Moschee</strong> im Berlinerbezirk von Alt Moabit kurz vor den Europawahlen. Den „etablierten Parteien“ in Europa bittet sie sich in den Spiegel zu schauen bevor sie die „Rechtspopulisten“ für ihre Meinungen zum Islam oder Migration zu kritisieren.</p>
<p><div id="attachment_4065" style="width: 1034px" class="wp-caption aligncenter"><img aria-describedby="caption-attachment-4065" loading="lazy" class="wp-image-4065 size-large" src="https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/05/Berlin-Moschee-Treppen-1024x718.jpg" alt="" width="1024" height="718" srcset="https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/05/Berlin-Moschee-Treppen-1024x718.jpg 1024w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/05/Berlin-Moschee-Treppen-300x210.jpg 300w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/05/Berlin-Moschee-Treppen-768x538.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><p id="caption-attachment-4065" class="wp-caption-text">Eingang zur Ibn Rushd-Goethe Moschee, die in einem freien Raum einer evangelischen Gemeinde in Berlin Platz fand. © Salam Plan</p></div></p>
<p><strong>Ihre Moschee stellt sich als ein Projekt vor, das einen „progressiven und inklusiven Islam“ erlebt. Was sollen wir genau darunter verstehen?</strong></p>
<p>Der Begriff „zeigtgemässer Islam“ fasst das -glaube ich- besser zusammen, unter einem Dach. „Zeitgemäss“ in dem Sinne, dass wir den Koran und auch die Hadizen, [also] die Überlieferungen über die Aussprüche und die Taten des Propheten [Muhammads], historisch- kritisch betrachten.</p>
<p>Wir lesen all die Texte, und stellen uns die Frage: Welchen Sinn und Zweck hat das Ganze? In welcher Zeit ist es entstanden und warum? Und gilt das heute noch?</p>
<p>Und das gilt als fortführend und „liberal“, weil wir entspannter mit unserer Religion umgehen, wie vielleicht andere Menschen, die sehr orthodox ihr Leben extrem reglamentiert einrichten nach <em>halal</em> [erlaubt] und <em>haram </em>[nicht erlaubt], und sehr angstbeladen und mit vielen Verboten leben, das Diesseits eher vernachlässigen, und sich zu stark auf das Jenseits konzentrieren und entsprechend ein Druck ausüben auf Menschen, wie sie zu leben haben.</p>
<p>Wir mischen uns nicht ein. So verstehen wir den Islam, wie eine Religion ist, die sehr individualistisch ist, die darauf ausgerichtet ist, dass keine Institution, kein Mensch zwischen dem Gläubigen und Gott steht. Jeder Moslem ist für sich selbst und für sein Leben selber verantwortlich.</p>
<p>Wir setzen auf Mündigkeit und Eigenverantwortung, und das sind alles Attribute die man als „liberal“ beschreibt. Nun muss ich nicht „liberal“ genannt werden, man kann mich auch gerne „konservative“ nennen; das finde ich ja auch in Teilen: ich finde es gut Traditionen und Rituale zu haben, wenn sie uns für heute das Zusammenleben gut machen. Alles was dem Guten dient, den Frieden dient, da bin ich auf der Seite.</p>
<blockquote>
<h4><em><span style="color: #008000;">„Jeder Moslem ist für sich selbst und für sein Leben selber verantwortlich. Wir setzen auf Mündigkeit und Eigenverantwortung“</span></em></h4>
</blockquote>
<p><strong>Welche Traditionen sind nicht gut, ihrer Meinung nach?</strong></p>
<p>Die Tradition, dass Männer und Frauen nicht zusammen beten dürfen, finde ich nicht in Ordnung. Die ist eine Tradition, die das Patriarchat eingeführt hat. In Mekka, zum Beispiel, pilgern Frauen und Männer zusammen. Da laufen sie um die Kaaba gemeinsam herum und beten auch gemeinsam. Da kommen Männer und Frauen sehr oft körperlich auch zueinander. Sie berühren sich, weil es sehr eng ist und es ist gar nicht anders möglich und es gibt trotzdem nicht diese extreme Sexualisierung.</p>
<p>Ich wünschte Muslime könnten es schaffen diese ganze Spiritualität und diese ganze Selbstverständlichkeit die sie in Mekka erleben, zwischen den Geschlechtern, dass sie das auch in sonstigen Moscheen überall erleben. Das tuen wir hier. Nicht nur wir, sondern viele andere Menschen in der Welt auch.</p>
<p>Wir akzeptieren auch nicht die Tradition des Kopftuchtragens als eine Pflicht; wir akzeptieren auch nicht, dass Menschen nicht schwul oder lesbisch oder transgender sein dürfen.</p>
<p><strong>Einerseits gibt es viele Muslime in Europa, die wie sie in diesem Sinne denken. Andererseits gibt es auch viele die das Gegenteil denken und sie sind sogar deswegen unter Polizeischutz.</strong></p>
<p>Genau. Das muss man sich mal anschauen, wie traurig das ist. Ich stehe unter Personenschutz, weil wir hier Männer und Frauen zusammen beten, weil ich gegen das Kopftuchtragen als religiöse Pflicht in öffentlichen Ämtern argumentiere. Wir werden angefeindet, dass wir ein Ort geschaffen haben, wo eine Frau zum Gebet ruft; wo eine Frau vorbetet, vor einer gemischten Gruppe, und predigt. Wir machen das abwechselnd, mal ist es ein Mann, mal ist es eine Frau (&#8230;). Und dafür bekommen wir Morddrohungen. Und [auch] dafür, dass ich einen interreligiösen Dialog hier führe, also suchen wir den Frieden zwischen Religionen. Das ist schon Absurd.</p>
<p><strong>Morddrohungen.</strong></p>
<p>Morddrohungen, <em>supercommon</em>, dafür, dass man sich für den Frieden zwischen den Religionen einsetzt.</p>
<blockquote>
<h4><span style="color: #008000;"><em>„Die Tradition, dass Männer und Frauen nicht zusammen beten dürfen, finde ich nicht in Ordnung. Die ist eine Tradition, die das Patriarchat eingeführt hat. In Mekka, zum Beispiel, pilgern Frauen und Männer zusammen“</em></span></h4>
</blockquote>
<p><strong>Hatten sie erwartet, dass es so weit reichen würde?</strong></p>
<p>In Teilen schon. Ich stehe seit 2006 unter Personenschutz. Ich habe erlebt, mit 21 Jahren, dass Männer in der Lage sind eine Frau zu töten, auf Menschen zu schiessen, auf mich zu schiessen -ich bin ja schwer verletzt worden-, nur weil wir uns für Frauenrecht eingesetzt haben.</p>
<p>Das heisst, ich wusste, das es radikale, nationalistische und religiös extremistische Muslime gibt, die nicht einverstanden damit sind, dass die Geschlechter gleichberechtigt sind. Ich wusste, dass es Extremisten gibt, die ein Problem mit Homosexualität haben, und ich wusste, dass es Muslime gibt, die nicht akzeptieren, dass eine Moschee in dem Gebäude einer Kirche beziehungsweise im interreligiösen Dialog gründet.</p>
<p>Das wusste ich, und habe es geahnt, aber am Ende habe ich nicht geahnt, dass sogar ein Land wie die Türkei, Ägypten und der Iran, diese Länder regelrecht über ihre jeweiligen Kanäle -dass sie tatsächlich über Presseerklärungen unsere kleine Mosche defamieren würden. Das war schon ein Schritt weiter und hat mich am Ende aber darin bestätigt, dass ich richtig bin.</p>
<p>Ganze Länder interessieren sich für diese Moschee. Sehen sie sich das an, sie sind hier, im Raum, 100 Quadratmetern ungefähr: ein heller, friedlicher Raum, in dem Männer und Frauen zusammen kommen, Menschen zusammenkommen!</p>
<p>Gläubige und nicht Gläubige. Hier kommen Atheisten und Agnostiker, weil sie sich interessieren für das Friedensprojekt. Es ist ein Friedensprojekt. Es kommen Juden und Christen, mit denen wir hier schöne Veranstaltungen machen und (&#8230;) jeden Freitag findet hier ein Dialogzirkel statt, von alleine. Jeden Freitag, um 14 Uhr, kann jeder kommen.</p>
<p><div id="attachment_4063" style="width: 1034px" class="wp-caption alignnone"><img aria-describedby="caption-attachment-4063" loading="lazy" class="wp-image-4063 size-large" src="https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/05/Berlin-Moschee-Kirche-1024x681.jpg" alt="" width="1024" height="681" srcset="https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/05/Berlin-Moschee-Kirche-1024x681.jpg 1024w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/05/Berlin-Moschee-Kirche-300x200.jpg 300w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/05/Berlin-Moschee-Kirche-768x511.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><p id="caption-attachment-4063" class="wp-caption-text">Die Ibn Rushd-Goethe Moschee wurde in einem freien Raum dieser evangelischen Gemeinde in Berlin gegründet. © Salam Plan</p></div></p>
<p><strong>Wie ist es dazu gekommen eine Moschee hier zu gründen, im Gebäude einer evangelischen Kirche?</strong></p>
<p>Das war ein sehr glücklicher Zufall, dass ich vor einer Pfarrerkonvention einen Vortrag gehalten habe über diese Idee und am Ende, wie bei jedem Vortrag den ich zu dieser Zeit gehalten habe, gesagt habe: „Wenn sie von Räumen wissen, sagen sie mir Bescheid. Ich suche einen kleinen Raum, den ich alleine finanzieren kann“. Und da waren einige Pfarrer sofort bereit mir zu helfen und haben mir mehrere Angebote gemacht. Dieser Raum war am Ende der schönste.</p>
<p>Leider ist er nicht barrierefrei, wir sind im dritten Stock, aber wir haben jetzt ein anderes Gebäude in Aussicht [im berlinerischen Moabit Bezirk] wo wir hinkönnen, das adequat ist. Da freuen wir uns sehr.</p>
<h4 style="text-align: center;"><span style="color: #008000;"><em>&gt;&gt;&gt;Lesen sie auch: <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://salamplan.com/de/wie-du/drei-religionen-eine-gemeinde-auch-offen-fuer-atheisten-das-ist-die-naechste-revolution-in-berlin-house-of-one/20190518">Drei Religionen, eine Gemeinde (auch offen für Atheisten): das ist die nächste Revolution in Berlin</a></span>&lt;&lt;&lt;</em></span></h4>
<p><strong>Sie haben vorhin Ägypten, Türkei und Iran erwähnt. Als diese Mosche gegründet wurde, gab es eine Fatwabehörde in Ägypten die sie als Nicht-Muslime beurteilt hat. Diese Fatwa-Behörde, Dar al Ifta, ist mit der Universität von Al Azhar verbunden und der Grosse Imam von Al Azhar hat vor nur einigen Monaten ein Dokument über die „Brüderlichkeit aller Menschen“ zusammen mit dem Papst unterschrieben, wo sie für Dialog standen. Aber anscheinend ist es in diesem Fall überhaupt nicht dazu gekommen.</strong></p>
<p>Ich halte ihn für einen sehr verlogenen, schlechten Menschen.</p>
<p><strong>Warum?</strong></p>
<p>Weil er nicht ehrlich ist, denn er wünscht sich keine Aufklärung und keinen Frieden in der islamischen Welt. Denn wenn er das wünschen würde, würde er nicht solchen Menschen wie uns so Schlechtes tuen.</p>
<p>Ich akzeptiere ihn nicht als Autorität. Diese Fatwa hat dazu geführt, dass viele Menschen in den sozialen Medien sich ihm angeschlossen haben und uns Drohungen geschickt haben. Wenn er ein herzensguter Imam wäre, ein Mensch der fest im Glauben ist, dann würde er versuchen Licht und Liebe zu verbreiten; was er verbreitet hat ist Hass und Dunkelheit.</p>
<p>Und wenn er dann zum Papst geht und so eine Verbindung sucht oder so was verkündet, dann ist es für mich gelogen (&#8230;). Dann höre ich sowieso nur noch „Brüderlichkeit“. (&#8230;) Ich sehe da zwei Männer, die in der Orthodoxie sich verbinden, aber nicht in dem Weltfrieden, den ich mir vorstelle.</p>
<blockquote>
<h4><em><span style="color: #008000;">„Die Enstehungsgeschichte des Islams war viel progressiver als das was die Orthodoxen gerade leben. Da wir die Gleichberechtigung von Mann und Frau vorantreiben, sind wir sehr stark bei Martin Luther, sind wir bei den Protestanten, und auch den liberalen Juden“</span></em></h4>
</blockquote>
<p><strong>Sie stehen für eine Reform des Islams und ihre Moschee liegt in diesem Gebäude. Das erinnert daran wie Martin Luther mit der Reformierung der christlichen Kirche angefangen hat und eine neue Religion, oder in ein neuer Zweig der Religion, enstanden ist. Denken sie dies kann auch dazu führen?</strong></p>
<p>Man kann es teilweise tatsächlich aus dieser Perspektive betrachten und das wird vielleicht auch so entstehen, beziehungsweise wenn wir uns theologisch auseinandersetzen, das im Grunde was die Gleichberechtigung der Geschlechter anbelangt, das praktizieren was am Anfang des Islams war.</p>
<p>Die Enstehungsgeschichte des Islams war viel liberaler, viel offener, viel progressiver als das was die Orthodoxen gerade leben (&#8230;). Da wir auch die Gleichberechtigung vor Allem von Mann und Frau vorantreiben, sind wir sehr stark bei Martin Luther, sind wir bei den Protestanten, und auch den liberalen Juden.</p>
<p><div id="attachment_4067" style="width: 1034px" class="wp-caption aligncenter"><img aria-describedby="caption-attachment-4067" loading="lazy" class="wp-image-4067 size-large" src="https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/05/Berlin-Moschee-Gebetsraum-1024x682.jpg" alt="" width="1024" height="682" srcset="https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/05/Berlin-Moschee-Gebetsraum-1024x682.jpg 1024w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/05/Berlin-Moschee-Gebetsraum-300x200.jpg 300w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/05/Berlin-Moschee-Gebetsraum-768x511.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><p id="caption-attachment-4067" class="wp-caption-text">Seyran Ates lässt sich ungern fotografieren. Ihr ist es lieber die Moschee zu zeigen. © Salam Plan</p></div></p>
<p><strong>Koran auf Deutsch oder auf Arabisch?</strong></p>
<p>Auf Deutsch. Ich studiere jetzt gerade Islamwissenschaften, versuche Arabisch zu lernen.</p>
<p>Wir geben hier Arabisch Unterricht und wir sind darauf bedacht, dass jeder auf Arabisch den Text lesen kann und versuchen ihn so gut wie möglich mit vielen Übersetzungen zu erarbeiten, damit wir sehr nahe am original sind (&#8230;). Wir fördern und wünschen uns, dass die Menschen von der Unmündigkeit herausgeholt werden und ihnen die Chance gegeben wird zu verstehen woran sie glauben.</p>
<p><strong>In der Deutschen Islamkonferenz dieses Jahres behauptete Bundesinnenminister Seehofer Muslime seien ein Teil Deutschlands, im Gegenteil zu dem was er selber in der Bild Zeitung einige Monate davor gesagt hatte. Fühlen sie sich in Deutschland akzeptiert? </strong></p>
<p>Ja, absolut. Ich bin eine deutsche Staatsangehörige. Ich habe zwei Heimaten: die Türkei und Deutschland und besitze eine transkulturelle Identität. Es ist dieses Land, Deutschland, das mir den Personenschutz zur Verfügung stellt. Es ist dieses Land, Deutschland, dass mir keine Probleme macht, dass ich solch eine Moschee eröffne.</p>
<p>Insofern, bin ich stolz und glücklich in Deutschland zu sein und das der Rechststaat hier funktioniert, noch, und die Demokratie [funktioniert], und Europäerin zu sein. Deshalb fühle ich mich sehr wohl, noch, hier und ich kämpfe gegen alle Menschen die versuchen dieses Friedensprojekt Europa zu zerstören. Egal ob es von links, von rechts oder von Islamisten kommt.</p>
<blockquote>
<h4><em><span style="color: #008000;">„Ich kämpfe gegen alle Menschen die versuchen dieses Friedensprojekt Europa zu zerstören. Egal ob es von links, von rechts oder von Islamisten kommt“</span></em></h4>
</blockquote>
<p><strong>Was würden sie gerne zu den Standpunkten der AfD antworten die dafür stehen „Islam gehört nicht zu Deutschland“ oder „Islamisierung stoppen“ oder „Islamfreie Schulen“?</strong></p>
<p>Wir müssen Extremismus stoppen, egal ob er von links, von rechts oder ob er vom politischen Islam kommt, und da gehört die AfD dazu. Die AfD ist eine riesengrosse Enttäuschung für sehr viele Wähler, auch für ihre Mitglieder. Man hat tatsächlich gedacht, dass sie versuchen werden das Thema der Migration auf eine vernünftige Ebene zu bringen, aber inzwischen ist das ein Hort von Rechtsradikalen und die Menschen die für diese Partei vorne an der Front stehen, stehen nicht unbedingt als Sympathieträger dort.</p>
<p>Sie sind in ihrer ganzen Erscheinung auch sehr menschenverachtend und bringen vielleicht Inhalte die politisch eventuell sogar diskutierbar wären nicht akzeptabel rüber. Und die Thematik mit der Migration und dem Islam haben sie am Ende, leider Gottes, so weit gebracht, dass sie es nur als Wahlkampfthema benutzen, sehr populistisch und menschenverachtend. Da tuen sie sich kein Gefallen, da werden sie einfach als rechte und Nazipartei bezeichnet werden.</p>
<blockquote>
<h4><em><span style="color: #008000;">„Selbstverständlich gehört auch ein konservativer Islam zu Deutschland. Wir sagen nie, dass wir den abschaffen wollen. Der politische Islam gehört nicht zu Deutschland. Es ist nicht in Ordnung, wenn Qatar, die Türkei und die Muslimbrüder hier eine Bildungsoffensive betreiben“</span> </em></h4>
</blockquote>
<p><strong>Gehört, ihrer Ansicht nach, auch der konservative Islam zu Deutschland?</strong></p>
<p>Selbstverständlich gehört auch ein konservativer Islam zu Deutschland. Wir sagen nie, dass wir den abschaffen wollen, sondern wir wollen nur gesehen werden als ein Teil des Islam[s] in der ganzen Welt. Der Islam ist extrem plural, viel pluraler vielleicht als in der christlichen Kirche, weil wir diese Institutionalisierung nicht haben, und wir haben von Marokko bis Indonesien unglaublich viele Ausrichtungen wie der Islam praktiziert und gelebt wird.</p>
<p>Der politische Islam gehört nicht zu Deutschland. Es ist nicht in Ordnung, wenn Qatar, die Türkei und die Muslimbrüder hier eine Bildungsoffensive betreiben und einen unmündigen Islam verbreiten und lehren.</p>
<p><strong>Stehen sie dann auch für „Islamfreie Schulen“, zum Beispiel?</strong></p>
<p>Ich stehe für Schulen in denen Religion und Ethik gemeinsam unterrichtet wird. Deshalb bin ich sehr für ein Gemeinschaftsunterricht, wo unsere Kinder vielleicht unter dem Dach oder dem Titel „Humanismus“ alle religiösen und Weltanschaungen lernen die es gibt, die Menschen dazu führen eine gewisse Haltung zu haben.</p>
<p><strong>Das passiert schon teilweise, davon abhängend in welcher Jahrgangstufe man ist.</strong></p>
<p>Es passiert nicht konsequent und nicht in jedem Bundesland. Wir haben das hier in Berlin, und ich wünschte mir das in einer stärkeren Ausrichtung, denn wir haben, meine Ansicht nach, 2019 nun festgestellt, dass das Thema der Religion und der Weltanschaung ein wichtiges Thema ist für unsere Kinder, für unsere Gesellschaft.</p>
<p>Ich bin dafür, dass Menschen erzogen werden, die mit 18 freiwillig entschliessen, mit einer entsprechenden Auseinandersetzung, an welchem Gott sie glauben wollen oder ob sie überhaupt an einem Gott glauben wollen.</p>
<blockquote>
<h4><em><span style="color: #008000;">„Den etablierten Parteien kann ich nur sagen: sie sollen aufhören sich nur mit dem Rechtspopulismus zu beschäftigen und immer nur mit dem Finger auf die zu zeigen, dass sie unser Europa zerstören, sondern in den Spiegel gucken und dann an die eigene Nase fassen, was sie alles falsch gemacht haben“ </span></em></h4>
</blockquote>
<p><strong>Islam und Migration sind zwei Themen die in Europa in Verbindung gesetzt werden -egal ob man über deutsche Muslime, zum Beispiel redet, oder von Ausländern- und die vielen Wählern beunruhigen.</strong></p>
<p>Zurückblickend und auch jetzt aktuell, kann ich den etablierten Parteien nur sagen: sie sollen aufhören sich nur mit den rechten und dem Rechtspopulismus zu beschäftigen und immer nur mit dem Finger auf die zu zeigen, dass sie unser Europa zerstören, sondern in den Spiegel gucken und dann an die eigene Nase fassen, was sie alles falsch gemacht haben, in den letzten 20, 30 Jahren, dass wir nach wie vor diese Thematik und Diskussion über Migration und Islam haben. Sie sind für mich die Hauptverantwortlichen.</p>
<p>(&#8230;) Für mich ist das Problem an den etablierten Parteien zu suchen, weil sie einfach weggeguckt haben und ignoriert haben, und gemeint haben sie sind tolerant, dabei die ganze Zeit aber ignorant gewesen. Der Islam hätte schon längst eine andere Stufe der Integration und Akzeptanz in Deutschland erlebt, wenn sie sich damit vernünftig beschäftigt hätten und es nicht den radikalen in die Hände gegeben hätten. Die ganzen extremkonservativen und orthodoxen Verbände haben dazu geführt, dass es ein Islambild gibt, welches von vielen Europäern abgelehnt wird.</p>
<p>Und wir, als liberale, haben genau damit zu kämpfen. Wir waren nicht sichtbar, wir wurden gar nicht von der etablierten Politik gesehen (&#8230;)</p>
<blockquote>
<h4><em><span style="color: #008000;">„Liberale Muslime haben Angst ihre Art des Islams auch nach aussen hin zu erzählen oder Haltung dazu zu behalten. Lieber behalten sie dass heimlich“.</span></em></h4>
</blockquote>
<p><strong>Denken sie Ihre Sicht des Islams ist die einer Minderheit oder die einer Mehrheit in Europa?</strong></p>
<p>Die ist ganz sicher nicht die einer Minderheit. Die aktuell existierenden angeblich grossen Verbände repräsentieren maximal 15% der Muslim beispielsweise in Deutschland oder Europa. Alle andere haben Angst.</p>
<p>Liberale Muslime haben Angst ihre Art des Islams auch nach aussen hin zu erzählen oder Haltung dazu zu behalten. Lieber behalten sie dass heimlich.</p>
<p><div id="attachment_4068" style="width: 1034px" class="wp-caption aligncenter"><img aria-describedby="caption-attachment-4068" loading="lazy" class="wp-image-4068 size-large" src="https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/05/Berlin-Moschee-Fenster-1024x681.jpg" alt="" width="1024" height="681" srcset="https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/05/Berlin-Moschee-Fenster-1024x681.jpg 1024w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/05/Berlin-Moschee-Fenster-300x200.jpg 300w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/05/Berlin-Moschee-Fenster-768x511.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><p id="caption-attachment-4068" class="wp-caption-text">Detail der Fenster in der Ibn Rushd-Goethe Moschee. © Salam Plan</p></div></p>
<h4 style="text-align: center;"><span style="color: #008000;"><em>&gt;&gt;&gt; Folgen Sie Salam Plan &#8211; &#8222;Journalismus gegen Hass&#8220; auf <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://twitter.com/SalamPlan">Twitter</a></span> und <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://www.facebook.com/SalamPlanCommunity">Facebook</a></span> &lt;&lt;&lt;</em></span></h4>
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			</item>
		<item>
		<title>Seehofer sagt jetzt: „Muslime gehören selbstverständlich zu Deutschland&#8220;</title>
		<link>https://salamplan.com/de/islamfeindlichkeit/seehofer-sagt-jetzt-muslime-gehoeren-selbstverstaendlich-zu-deutschland/20181128</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Maria Torrens]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Nov 2018 21:47:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Islamfeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Aiman Mazyek]]></category>
		<category><![CDATA[CSU]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Islam Konferenz (DIK)]]></category>
		<category><![CDATA[Ercan Karakoyun]]></category>
		<category><![CDATA[Gülenbewegung]]></category>
		<category><![CDATA[Horst Seehofer]]></category>
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		<category><![CDATA[Zentralrat der Muslime in Deutschland]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bundesinnenminister Horst Seehofer betonte dies in der Deutschen Islam Konferenz (DIK) die zwischen diesen Mittwoch und Donnerstag stattfindet. Nur vor acht Monaten hatte er genau das Gegenteil behauptet.„Eines habe ich allerdings immer sehr deutlich betont: Die hier lebenden Muslime gehören selbstverständlich zu Deutschland. Muslime haben selbstverständlich die gleichen Rechte und die gleichen Pflichten wie alle Bürger dieses Landes. Daran kann es doch gar keinen vernünftigen Zweifel geben&#8220;, sagte Seehofer zur Eröffnung der DIK. „Muslime haben selbstverständlich die gleichen Rechte und die gleichen Pflichten wie alle Bürger dieses Landes. Daran kann es doch gar keinen vernünftigen Zweifel geben&#8220; Der CSU- Politiker hatte im März dieses Jahres der Bild Zeitung noch gesagt: „Muslime gehören nicht zu Deutschland&#8220;. Vor Jahrzenten gibt es in...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Bundesinnenminister Horst Seehofer betonte dies in der <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="http://www.deutsche-islam-konferenz.de/DIK/DE/Startseite/startseite-node.html"><strong>Deutschen Islam Konferenz (DIK)</strong></a></span> die zwischen diesen Mittwoch und Donnerstag stattfindet. Nur vor acht Monaten hatte er genau das Gegenteil behauptet.<span id="more-2561"></span>„Eines habe ich allerdings immer sehr deutlich betont: Die hier lebenden Muslime gehören selbstverständlich zu Deutschland. Muslime haben selbstverständlich die gleichen Rechte und die gleichen Pflichten wie alle Bürger dieses Landes. Daran kann es doch gar keinen vernünftigen Zweifel geben&#8220;, sagte Seehofer zur <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/reden/DE/2018/11/rede-dik-20181128.html;jsessionid=889A723C62EC66DD34E4408AAA6A54D5.2_cid287">Eröffnung der DIK</a></span>.</p>
<blockquote>
<h4><span style="color: #008000;">„<em>Muslime haben selbstverständlich die gleichen Rechte und die gleichen Pflichten wie alle Bürger dieses Landes. Daran kann es doch gar keinen vernünftigen Zweifel geben&#8220;</em></span></h4>
</blockquote>
<p>Der CSU- Politiker hatte im März dieses Jahres der <em>Bild</em> Zeitung noch gesagt: „Muslime gehören nicht zu Deutschland&#8220;. Vor Jahrzenten gibt es in Deutschland eine zahlreiche muslimische Bevölkerung und viele von ihnen sind deutsche Staatsbürger.</p>
<p>2015 gab es zwischen 4,4 und 4,7 Millionen <strong>Muslime in Deutschland und deutsche Muslime</strong>, laut einer Umfrage des Bundesministerium für Migration. Viele von ihnen sind Türken oder aus türkischer Stammung, da sie der grössten Minderheitsgruppe in Deutschland zugehören: 2,8 Mio Einwohner, von denen fast die Hälfte Deutsche sind. Eine Studie des amerikanischen <strong>Pew Research Center</strong> von 2016 zeigte es gäbe rund um die 5 Mio muslimische Einwohner.</p>
<blockquote>
<h4><em><span style="color: #008000;">&#8222;Zu schnell werden Integrationsprobleme oder Konflikte im Zusammenleben mit neu Zugewanderten dem Islam insgesamt zugerechnet.</span> <span style="color: #008000;">Sorgfältige Differenzierung ist aber dringend notwendig&#8220;</span></em></h4>
</blockquote>
<p>„Es sind aber nicht nur die reinen Zahlen: Zu schnell werden Integrationsprobleme oder Konflikte im Zusammenleben mit neu Zugewanderten dem Islam insgesamt zugerechnet. Auch schwere Straftaten, die von einzelnen Zuwandern begangen worden sind, werden zum Teil sehr undifferenziert thematisiert&#8220;, argumentierte Seehofer. Er fügte hinzu: „Sorgfältige Differenzierung ist aber dringend notwendig: Zwischen den Taten Einzelner, die mit allen Mitteln des Rechtsstaates verfolgt werden müssen, und der weit überwiegenden Mehrzahl der Muslime in unserem Land&#8220;.</p>
<p>Der Vorsitzende des <strong>Zentralrates der Muslime in Deutschland (ZMD), Aiman Mazyek</strong>, betonte im Interview mit <em>Bayern 2- Radio Welt</em>: „Wir sind ein Teil dieser Gesellschaft und wir lassen uns nicht von den Ewiggestrigen, von Extremisten, übrigens auch muslimischen Extremisten, auseinander dividieren&#8220;. Mazyek nahm am öffentlichen Auftakt Podium der DIK Teil.</p>
<h4 style="text-align: center;"><em><span style="color: #008000;">&gt;&gt;&gt; Folgen Sie Salam Plan- &#8218;Journalismus gegen Hass&#8216;- auf  <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://twitter.com/salamplan">Twitter</a></span> oder <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://www.facebook.com/SalamPlanCommunity/">Facebook</a></span> &lt;&lt;&lt;</span></em></h4>
<p>Die Regierung sei „<strong>nicht Vormund, sondern Brückenbauer&#8220;</strong>, betonte Bundesinnenminister und rief sogleich die Muslimischen Gemeinden dazu auf ausländische Finanzierung und Einfluss zu verzichten. Etwa 970 Imame in Deutschland werden von der Türkei bezahlt, laut einer Reportage von Welt am Sonntag.</p>
<p>Der extraoffizielle Sprecher der <strong>Gülenbewegung</strong> in Deutschland, <strong>Ercan Karakoyun</strong>, betonte diese Woche während einer Reise nach Madrid, dass „der lange Arm Erdogans&#8220; und seine „Hexenjagd&#8220; nach dem Putschversuch bis Deutschland angekommen sei. Folger dieser Bewegung, die als „Terroristen&#8220; vom türkischen Präsidenten bezeichnet werden, <strong>dürften nicht in mehr als 1.000 Moschen zum Gebet gehen</strong>. Sie leiden auch an Boykottaufrufe oder Erpressung, so Karakoyun, ein Deutscher türkischer Herkunft. 60% der Türken in Deutschland (1,5 Mio) haben in der letzten Präsidentschaftswahl Recep Tayyip Erdogan gewählt.</p>
<blockquote>
<h4><span style="color: #008000;">&#8222;<em>Deutschlands Muslime müssen nicht nur Organisation und Finanzierung ihrer Gemeinden selbst in die Hand nehmen, sondern auch die Ausbildung von Imamen an ihre Bedürfnisse anpassen&#8220;</em></span></h4>
</blockquote>
<p>Seehofer sprach in der DIK über einer <strong>notwendigen Ersetzung der „ausländische(n) Einflussnahme</strong> (&#8230;): Deutschlands Muslime müssen nicht nur Organisation und Finanzierung ihrer Gemeinden selbst in die Hand nehmen, sondern auch die Ausbildung von Imamen an ihre Bedürfnisse anpassen&#8220;. Der <strong>Haushalt für 2019 hat einen Förderansat für „Moschen zur Integration&#8220;</strong> verabschiedet, unter dem Motto „Öffnen, Vernetzen, Kooperieren&#8220;, betonte Seehofer.</p>
<h2><span style="color: #008000;">Zentralrat der Muslime: „Höchste Zeit selbst aktiv zu werden&#8220;</span></h2>
<p>„Ich glaube, es ist höchste Zeit, dass die Muslime in Deutschland selbst aktiv werden. Nach dem Vorbild des jüdischen Zukunftskongresses könnte man einen islamischen Zukunftskongress organisieren&#8220;, hatte <strong>Mazyek</strong> schon am Tag davor in einem anderen Interview mit der <em>Neuen Osnabrücker Zeitung</em> signalisiert.</p>
<p>Ein ökumenischer Tempel für Juden, Muslime und Christen wird zurzeit auf dem Petriplatz von Berlin erbaut. Der „<strong>House of One&#8220;</strong> soll zum interreligiösen aber auch zu intrareligiösen Dialog dienen, und habe vor Kurzem 10 Mio Euro vom deutschen Staat dazu erhalten. Diese kommen zu anderen 8 Mio dazu, die per Crowdfunding eingesammelt worden waren um unabhängig zu bleiben, erklärte Karakoyun vom Arco Forum in Madrid eingeladen. Die Gülenbewegung ist im Moment der muslimische Bestandteil dieses Projektes.</p>
<p>Zur Frage ob auch Befürworter Erdogans willkommen sein, lächelte er und behauptete: „<strong>Wir versuchen das Haus jeden zu öffnen</strong>, das ist ein zentraler Bestandteil der Karta des Hauses. Das heisst, wir wollen Shiiten einbinden, Aleviten, afrikanische Muslime, deutsche Muslime einbinden. Wir wollen auch andere Religionen miteinbinden&#8220;.</p>
<p>Was der DIK betrifft, hat Seehofer darauf am Mittwoch hingewiesen, dass die Konferenz von nun an auch muslimischen Vertretern und Aktivisten offen steht, die nicht unbedingt einer großen Organisation angehören und auch christliche und jüdische Sprecher in die Debatten einbezogen werden.</p>
<h4 style="text-align: center;"><span style="color: #008000;"><em>&gt;&gt;&gt; Folgen Sie Salam Plan- &#8218;Journalismus gegen Hass&#8216;- auf  <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://twitter.com/salamplan">Twitter</a></span> oder <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://www.facebook.com/SalamPlanCommunity/">Facebook</a></span> &lt;&lt;&lt;</em></span></h4>
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			</item>
		<item>
		<title>Muslimin und Feministin? Diese Frauen zeigen, dass es möglich ist</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Maria Torrens]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Mar 2018 21:03:14 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Amparo Sánchez ist Unternehmerin. Gabriele Boos-Niazy ist Sozialwissenschaftlerin. Nessrin E. Bensaid ist Rechtsanwältin und Journalistin. Fatima Tahiri schreibt ihre Doktorarbeit. Faeeza Vaid ist die Generaldirektorin einer NGO. Sie sind alle muslimische Frauen. Keine ist unterwürfig. Und alle fordern Gleichberechtigung mit Männern &#8230; und mit den anderen Frauen. Als Amparo Sánchez das Kopftuch bei der Arbeit aufgeben musste, um nicht in Arbeitslosigkeit zu geraten, begann sie, eine Lösung zu planen, um nicht auf sich selbst verzichten zu müssen. „Ich musste wählen: entweder meinen Hidschab ausziehen oder arbeiten&#8220;, erzählt sie Salam Plan. Heute ist es nicht mehr nötig: Sie ist Unternehmerin und hat ihr eigenes Restaurant in Valencia (Spanien). Sie ist auch Präsidentin der Bürgerplattform gegen Islamophobie in dem Land (Plataforma Ciudadana...</p>
<p>La entrada <a rel="nofollow" href="https://salamplan.com/de/islamfeindlichkeit/muslimin-und-feministin-diese-frauen-zeigen-dass-moeglich-ist/20180308">Muslimin und Feministin? &lt;br&gt;Diese Frauen zeigen, dass es möglich ist</a> se publicó primero en <a rel="nofollow" href="https://salamplan.com/de">Salam  Plan</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Amparo Sánchez ist Unternehmerin. Gabriele Boos-Niazy ist Sozialwissenschaftlerin. Nessrin E. Bensaid ist Rechtsanwältin und Journalistin. Fatima Tahiri schreibt ihre Doktorarbeit. Faeeza Vaid ist die Generaldirektorin einer NGO. Sie sind alle muslimische Frauen. Keine ist unterwürfig. Und alle fordern Gleichberechtigung mit Männern &#8230; und mit den anderen Frauen.<span id="more-664"></span></p>
<p>Als <strong>Amparo Sánchez </strong>das Kopftuch bei der Arbeit aufgeben musste, um nicht in Arbeitslosigkeit zu geraten, begann sie, eine Lösung zu planen, um nicht auf sich selbst verzichten zu müssen. „Ich musste wählen: entweder meinen Hidschab ausziehen oder arbeiten&#8220;, erzählt sie <a href="http://salamplan.com/de">Salam Plan</a>. Heute ist es nicht mehr nötig: Sie ist Unternehmerin und hat ihr eigenes Restaurant in Valencia (Spanien).</p>
<p>Sie ist auch Präsidentin der Bürgerplattform gegen Islamophobie in dem Land (<a href="http://plataformaciudadanacontralaislamofobia.org/">Plataforma Ciudadana Contra la Islamofobia</a>) und bittet am 8. März um die gleichen Rechte wie andere Frauen, wie zum Beispiel das Ende des Lohngefälles. Aber sie weist darauf hin, dass sie als Muslimin gezwungen ist, zusätzliche Ansprüche im Zusammenhang mit der sogenannten <strong>„Gender-Islamophobie&#8220;</strong> zu stellen: „Wenn Frauen im Allgemeinen die Chancenungleichheit gegenüber Männern leiden, da leiden muslimische Frauen mehr daran, und wenn sie Hidschab tragen, sogar mehr.&#8220;</p>
<p>Die Vorsitzende des <a href="http://www.muslimische-frauen.de">Aktionsbündnisses muslimischer Frauen</a> in Deutschland, <strong>Gabriele Boos-Niazy</strong>, bedauert, dass für sie und ihre Kolleginnen im Verband heute -der Weltfrauentag– „ein Tag wie jeder andere&#8220; ist, an dem sie sich der Arbeit gegen die Diskriminierung von muslimischen Frauen widmen, „insbesondere von denjenigen, die ein Kopftuch tragen und trotzdem den gleichen Wunsch haben, wie die meisten Frauen: beruflich erfolgreich zu sein und nach ihren Fähigkeiten und nicht nach ihrem Aussehen beurteilt zu werden“. Sie betont: „Leider können wir nicht auf eine vergleichbare Erfolgsgeschichte zurückblicken, wie sie die deutsche Frauenbewegung vorzuweisen hat“.</p>
<p><strong>Faeeza Vaid </strong>ist Generaldirektorin des <a href="http://www.mwnuk.co.uk/">Muslim Women&#8217;s Network UK</a>. Sie ging bereits letzten Sonntag in London auf die Straße, als die große britische feministische Demonstration organisiert wurde. Sie war eine der Frauen, die eine <a href="https://www.stylist.co.uk/visible-women/faeeza-vaid-womens-rights-muslim-womens-network-islam-feminism-march4women/193530">Rede</a> auf der Bühne hielt und erklärte, dass sie „marschiere, weil so viele aufgrund ihres Geschlechts, ihrer Rasse, ihrer Religion, ihres Alters und ihrer Sexualität Diskriminierung und sexuelle Gewalt erfahren.&#8220;</p>
<h2><span style="color: #800080;">Die Gleichheit der Frauen im Islam</span></h2>
<p>Für Dolors Bramon, eine nicht-muslimische Islamologin, ist es auch klar, dass der bekennende Islam überhaupt nicht im Widerspruch zur Forderung nach Gleichheit zwischen Frauen und Männern steht. „Offensichtlich&#8220; sind Feminismus und Islam vereinbar, sagt sie. Darüber hinaus &#8222;wurden die ersten Regelungen, die Frauen förderten, im Grundbuch des Islam geboren&#8220;, behauptet die Autorin von <em>Ser mujer y musulmana</em> (Eine muslimische Frau sein), Ediciones Bellaterra. Sie gibt zu, dass „das die Theorie ist&#8220; und die Praxis von der Interpretation eines jeden abhängt: „Danach ist jeder Moslem, besonders männliche Muslime, dafür verantwortlich , nicht zu erkennen, was im Koran feministisch ist.&#8220;</p>
<p>Bramon glaubt, dass der Islam „<strong>absolute Gleichheit vom religiösen Sichtpunkt her etabliert</strong>: Frauen haben das Recht auf Leben -früher hatten sie es nicht-, Frauen können erben -frühe wurden sie vererbt- Frauen haben das Recht auf eine Mitgift und ohne sie es gibt keine Ehe, der Brauch der Polygamie (vor dem Islam) wird praktisch aufgehoben, weil der Koran von Polygamie spricht, aber dann sagt, dass es unmöglich ist, die Anforderungen zu erfüllen&#8230;&#8220;</p>
<blockquote><p><span style="color: #800080;"><em>&#8222;Die ersten Regelungen, die Frauen förderten, wurden im Grundbuch des Islam geboren. Danach ist jeder Moslem, besonders männliche Muslime, dafür verantwortlich, nicht zu erkennen, was im Koran feministisch ist&#8220;</em></span></p></blockquote>
<p>Fátima Tahiri schreibt ihre Doktorarbeit an der Autónoma Universität von Madrid (UAM) über „die Entwicklung von Religiosität und religiösen Überzeugungen junger Muslime in Spanien: der Fall von Jugendlichen marokkanischer Herkunft&#8220;. Sie ist auch Muslimin und Feministin und hat keinen Zweifel daran, dass <strong>der Glaube, dass die muslimische Frau unterdrückt ist, „sehr weit von der Realität&#8220;</strong> sei. Sie erklärt, dass in der Geschichte „der Islam eine Rettung für Frauen darstellt, die im vorislamischen Arabien als Objekte betrachtet wurden und mit dem Islam unabhängige politische Individuen mit dem Recht auf freie Ehe, Eigentum, Erbschaft, Scheidung und Partizipation, unter Anderem, geworden sind.&#8220;</p>
<p>Einer von Sánchez Rosells Lieblingszitaten über die Gleichheit von Frauen und Männern besagt, dass „<strong>die gläubigen Männer und die gläubigen Frauen sind einer des anderen Freund/Alliierte&#8220; (Koran 9:71)</strong>. Sie erinnert auch daran, dass „es Frauen gab, die Macht hatten, sowohl während des Lebens des Propheten Muhammad als auch mit den ersten Kalifen. Was passiert ist, ist dass später das Patriarchat stärker wurde als diese Lehren und all das in einigen Ländern absorbiert hat.&#8220;</p>
<h2><span style="color: #800080;">Patriarchat im islamischen Konservatismus</span></h2>
<p><strong>María Dolores Algora</strong>, Professorin für Zeitgeschichte an der katholischen Universität CEU-San Pablo in Madrid und Spezialistin für die arabisch-islamische Welt, erklärt, dass in Ländern, in denen die Scharia (oder das islamische Recht) regiert, aus einer konservativen Perspektive von Männern interpretiert werden. „Die arabische Gesellschaft ist eine solche, die dem Modell des Patriarchats, einem konfessionellen System mit einem radikalen Gebrauch der Scharia, wo Frauen wie minderjährige Menschen behandelt werden, enorm unterworfen ist&#8220;, bedauert sie. Bevor der sogenannte &#8222;Arabischer Frühling&#8220; ausbrach, war sie überzeugt, dass die Revolution in dieser Region von den Frauen ausgehen würde.</p>
<p><strong>Sonia Moreno</strong>, seit acht Jahren Auslandskorrespondentin für mehrere Medien in Rabat (<strong>Marokko</strong>), erklärt, dass sie für diesen 8. März „keine Pressemitteilung einer Demonstration auf dem Tisch hat&#8220;, weil es keine muslimischen feministischen Vereine als solche im Land gibt. Es gibt jedoch einige marokkanische Feministinnen, die trotz der Strafgesetze des alawitischen Königreichs Protestaktionen ab und zu durchführen, wie Springbrunnen der Strasse rot zu malen, um wegen der Gewalt gegen Frauen zu protestieren. Es gibt auch Frauen in <strong>Iran</strong>, die gegen die Unterdrückung des Ajatollah-Regimes demonstrieren, indem sie den Hidschab ausziehen, weil sie dort gezwungen sind, ihn zu tragen&#8230;</p>
<p>In <strong>Europa</strong> behaupten auch einige muslimische Frauen, Opfer diese Macho-Lektüre des islamischen Glaubens zu sein. Und in einigen Fällen leiden sie auf ungeahntem Niveau daran. „Zwangsverheiratung, <em>Ehrengewalt</em> und weibliche Genitalverstümmelung passieren Frauen im Vereinigten Königreich. Wir wissen das, weil wir Anrufe bei der Helpline des (britischen) muslimischen Frauennetzwerks erhalten&#8220;, erklärte Vaid in ihrer Rede des 4. März.</p>
<h2><span style="color: #800080;">Das Kopftuch, eine anhaltende Kontroverse</span></h2>
<p>„In Bezug auf kopftuchtragende Frauen müssen wir leider Rückschritte konstatieren. Viele muslimische Frauen haben ihre ‚Bringschuld‘, nämlich sich zu bilden, beglichen und erwarten jetzt selbstverständlich, dass sie am <strong>Arbeitsmarkt</strong> entsprechend teilhaben können“, sagt Boos-Niazy. „Doch wir mussten feststellen, dass es Widerstände hervorruft, sobald diese Frauen in Berufsbereichen auftauchen, die gesellschaftlich anerkannter sind als der klassische Reinigungssektor – um das einmal nett zu formulieren. Ist das der Fall, dauert es nicht lange, bis im Namen der Neutralität oder aus anderen vorgeschobenen Gründen nach gesetzlichen Kopftuchverboten gerufen wird“.</p>
<p>Die Sprecherin des Aktionsbündnisses muslimischer Frauen in Deutschland bedauert weiterhin: „Wenn die Frauen dann klagen, wird ihnen nicht etwa zu ihrem Mut und Einsatz für ihre Rechte gratuliert, wie man das bei jeder anderen Frau, die sich gegen Diskriminierung wehrt, tun würde, sondern ihnen wird entweder unterstellt, sie seien <strong>Marionetten</strong> in den Händen von muslimischen Männern, also Opfer, oder sie seien selbst Täterinnen, weil sie politische Motive verfolgten“.</p>
<p>In diesem Sinne, sagte der <a href="http://www.zentralrat.de"><strong>Zentralrat der Muslime in Deutschland</strong></a> in einer Pressemitteilung „es (sei) ein schier falsches Zeichen (zum Weltfrauentag), einer deutschen muslimischen Bürgerin, die mit Bestzeugnis sich anschickt eine juristische Karriere in Augsburg zu machen, das Kopftuch im Gerichtssaal zu verwehren“.</p>
<p>„So wird ein normales Glaubensmerkmal unter Vorwand der Neutralitätsachtung erst zum Politikum und zur Voreingenommenheit gemacht, das Selbstbestimmungsrecht der muslimischen Frau mit Füssen getreten, die Einschränkung ihrer Berufswahl einfach so hingenommen und zudem unsere im Grundgesetz verankerte Religionsfreiheit eingeschränkt&#8220;, sagte die Stellvertretende Vorsitzende des Zentralrates, <strong>Nurhan Soykan</strong> in Köln.</p>
<p>Die Diskriminierung wegen des Hidschabs läuft aber auch in die entgegengesetzte Richtung: „Ich fühle mich von muslimischen Männern stärker diskriminiert als von Nicht-Muslimen&#8220;, gibt die Anwältin für Hassverbrechen, Nessrin E. Bensaid, zu. Obwohl diese Madriderin betont, dass dies nur ab und zu geschieht. „Ich bin eine Muslimin, aber ich trage keinen Hidschab. Religion scheint mir eine Frage der Privatsphäre zu sein und es ist schockierend für die Menschen, dass ich eine praktizierende Muslimin bin, aber keinen Hidschab trage. Das hat mich dazu geführt anekdotische Konflikte mit muslimischen Männern zu haben.&#8220;</p>
<p>Sie erkennt, dass die konservativsten Muslime „Angst bekommen&#8220;, wenn sie sie mit dem, was sie „das ganze Paket&#8220; nennt, treffen: Frau, Muslimin, Feministin und Anwältin. „Ihre Welt bricht zusammen: Sie haben noch mehr Angst&#8220;, sagt sie sarkastisch. Sie betont jedoch schnell, dass &#8222;wir diejenigen unterscheiden müssen, die sich kulturell als Muslime betrachten, von denen ich Ablehnung erfahren habe. Mit den echten muslimischen Männern und den echten muslimischen Frauen hatte ich immer eine außergewöhnliche gute Beziehung.&#8220;</p>
<p>„Die Männer, die unterdrücken, tun dies aufgrund eines <strong>kulturellen Zusammenhangs</strong>. Im Koran werden Männer gebeten, so bescheiden zu sein wie Frauen&#8220;, versichert Bensaid. Tahiri stimmt dem zu: &#8222;Ich fühle mich vom Islam nicht herabgesetzt. Ich fühle mich von einer patriarchalischen und frauenfeindlichen Interpretation davon herabgesetzt, die manchmal von einigen weisen Männern und von einigen politischen Regimen gemacht wurde.&#8220;</p>
<p>„Wir brauchen im Deutschland der Vielfalt im Jahre 2018 weder Kopftuchverbotszwänge noch einen Zwang das Kopftuch zu tragen. Wir sind ein freies Land und das sollte auch so bleiben&#8220;, sagte Soykan zum gennanten Fall der Augsburgerin.</p>
<h2><span style="color: #800080;">Fördert der Islam das Schlagen von Frauen?</span></h2>
<p>Bensaid lacht, als sie nach einem <strong>umstrittenen Vers im Koran</strong> gefragt wird, in dem &#8211; je nachdem, welche Übersetzung gelesen wird &#8211; Gott gesagt hätte, dass die Männer „Autorität&#8220; über die Frauen haben und sogar ermutigt werden, sie körperlich zu misshandeln. Sie hält dies für eine Fehlinterpretation.</p>
<p>„Die Männer stehen den Frauen in Verantwortung vor/haben Autorität über/beraten sie (<em>qawwamuna ala)</em>, weil Gott die einen vor den anderen ausgezeichnet hat und weil sie von ihrem Vermögen hingeben. Darum sind tugendhafte Frauen die Gehorsamen und diejenigen, die (ihrer Gatten) Geheimnisse mit Allahs Hilfe wahren. Und jene, deren Widerspenstigkeit ihr befürchtet: ermahnt sie, meidet sie im Ehebett und schlagt sie <em>(daraba)</em>!&#8220;, Koran 4:34.</p>
<p>Zunächst sollte angemerkt werden, dass Muslime immer die arabische Version des Korans bevorzugen, da es sich um die ursprüngliche Version handelt und sie verstehen, dass es sich um Worte handelt, die direkt von Gott kommen und dazu nicht immer eine angemessene Übersetzung finden. So empfinden Sánchez und Bensaid diesen Absatz. In der Tat hat dieses Zitat des Korans mehrere Versionen in Deutsch, wie gezeigt und noch mehr. Die Anwältin erklärt, dass „<strong>daraba</strong>&#8220; im Arabischen verschiedene Bedeutungen hat und unter ihnen, neben dem Schlagen, zum Beispiel auch Sex hat.</p>
<p>Was Bramons Sichtweise angeht, erklärt sie in ihrem Buch detalliert, dass das, was einige als „Autorität&#8220; übersetzen, andere als „Verantwortung&#8220;, „begleiten&#8220; oder „beraten&#8220; verstehen. Was die Übersetzung des „Schlagens&#8220; angeht, so die Islamologin, kann man das nicht anders verstehen, da dies die am weitesten verbreitete Bedeutung für das arabische Wort „daraba&#8220; ist. Trotzdem weist sie darauf hin, dass es viele Hadithen gibt (in der Sunna, dem anderen heiligen Text des Islam, der das Leben des Propheten Muhammad erzählt), die „die Misshandlung von Frauen kritisieren&#8220; und argumentieren, dass der <strong>Prophet des Islams sagte, dass der beste Muslim derjenige sei, der die Frauen gut behandelt</strong>.</p>
<p>„Der Koran wurde im mittelalterlichen Arabisch geschrieben. Dies, zusätzlich zu all der patriarchalen Kontamination, bedeutet, dass es unter sehr falschen Sichtpunkten interpretiert wird&#8220;, argumentiert Sánchez. &#8222;Eine der Forderungen, die wir haben -Muslimische Männer und Frauen- ist, dass wir all das überprüfen müssen. Was man nicht tun kann, ist mit einer Erklärung des Korans zu arbeiten, die vor mehr als tausend Jahren gestellt wurde.&#8220;</p>
<p>Für Boos-Niazy ist es wichtig, darauf hinzuweisen, dass „<strong>diese Vorurteile eine Funktion erfüllen</strong>: Sie sind der einfachste und bequemste Weg, auf dem sich bestimmte Gruppen selbst vergewissern können, dass sie ‚das richtige‘ Leben führen und andere das falsche. Das erspart ihnen, ihr Selbstbild in Frage zu stellen“, meint sie.</p>
<h2><span style="color: #800080;">Feminismus kann auch einen Hidschab tragen</span></h2>
<p>„Ich bin hier, weil meine Religion mich dazu motiviert, (&#8230;) für Gerechtigkeit und Frieden zu kämpfen&#8220;, sagte Vaiz den Londoner Demonstranten. Sie rief dazu auf, &#8222;eine Bewegung aufzubauen, die schwarze Feministinnen, Feministinnen der Arbeiterklasse und von den Religionen inspirierte Feministinnen einbezieht. Ich sage nur, entweder wir kämpfen für alle oder wir fallen alle&#8220;.</p>
<p>Ein Anspruch, dem alle befragten muslimischen Frauen zustimmen. Tahiri glaubt, dass auch muslimische Frauen vom Machismus anderer Frauen betroffen sind, „wie es beim Verbot des Hidschabs in Frankreich der Fall war, das von französischen Feministinnen unterstützt wurde.&#8220; Die Forscherin glaubt, dass <strong>einige Frauen andere Frauen auf diese Weise als &#8222;kulturell minderwertig&#8220; betrachten</strong>.</p>
<blockquote><p><em><span style="color: #800080;">„Der westliche Feminismus schaut muslimische Feministinnen und Feministinnen aus anderen Ländern mit ihrer violetten feministischen Brille so zu, als wollten sie sie retten. Aber sie brauchen nicht gerettet zu werden&#8220;</span></em></p></blockquote>
<p>Sowohl Tahiri -die den islamischen Kopftuch trägt- als auch Bensaid -die das nicht trägt- denken, dass der Hidschab als Unterdrückung in einer Gesellschaft widersprüchlich ist, in der „Minishorts getragen werden, wo die Hosentaschen länger sind als die Hose selbst&#8220;. Bensaid erinnert daran, dass <strong>FEMEN-Aktivisten</strong> „Freiheit mit ihren Körpern beanspruchen können und wir nicht dasselbe zum Beispiel mit dem Hidschab machen können.&#8220;</p>
<p>Boos-Niazy, die Vorsitzende des Aktionsbündnisses muslimischer Frauen in Deutschland, erklärt: „In unserer Beratungspraxis hat sich gezeigt, dass nicht-muslimische Männer z.B. mit dem Kopftuch weit weniger Probleme haben, als nicht-muslimische Frauen eines bestimmten Alters und Hintergrundes, die gleich um die Errungenschaften ihres jahrzehntelangen feministischen Kampfes fürchten, sobald sie einer Frau mit Kopftuch Rechte zugestehen sollen&#8220;. <strong>Sie wirft der Haltung einiger nicht-muslimischen Frauen vor, „im Namen der Freiheit anderen Frauen, die eine andere Wahl treffen, Freiheitsrechte zu beschneiden</strong>; dies basiert auf einem Menschenbild -‚ich weiß besser, was für dich gut ist, als du selbst&#8216;-, das wir längst hinter uns gelassen haben sollten“.</p>
<p>Die Expertin für Hassverbrechen, Bensaid, fasst diesen Appell an andere Feministinnen zusammen: „Europa und der westliche Feminismus schauen muslimische Feministinnen und Feministinnen aus anderen Ländern mit ihrer violetten feministischen Brille so zu, als wollten sie sie retten. Aber sie brauchen nicht gerettet zu werden.&#8220;</p>
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		<title>Das erste Baby des Jahres in Wien wird zum staatlichen Thema&#8230; weil es Muslim ist</title>
		<link>https://salamplan.com/de/islamfeindlichkeit/das-erste-baby-des-jahres-in-wien-wird-zum-staatlichen-thema-weil-es-muslim-ist/20180111</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Maria Torrens]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Jan 2018 20:25:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Islamfeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Alexander Van der Bellen]]></category>
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		<category><![CDATA[Christoph Schönborn]]></category>
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		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Asel war das erste Baby des Jahres in Wien. Der Hass gegen ihr und ihren Eltern in den sozialen Netzwerken stieg so schnell, dass sogar der Bundespräsident Österreichs und der Kardinal der Hauptstadt für sie öffentlich eintreten mussten. Der Bundeskanzler aber hält Abstand. Das Baby wurde um 00:47 Uhr am 1. Januar 2018 in der österreichischen Hauptstadt geboren, maß 51 Centimeter und wog 3.460 Gramm, berichteten lokale Medien, die die Nachrichten mit einem Bild von ihr mit ihren Eltern veröffentlichten. Die glückliche Mutter, Naime, posierte mit einem Kopftuch, ohne zu vermuten, was auf sie zukam, wie sie in einem späteren Interview auf OE24 erkannte. Zusammen mit den guten Wünschen für die Familie begannen sich feindselige Kommentare gegen die Familie in...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Asel war das erste Baby des Jahres in Wien. Der Hass gegen ihr und ihren Eltern in den sozialen Netzwerken stieg so schnell, dass sogar der Bundespräsident Österreichs und der Kardinal der Hauptstadt für sie öffentlich eintreten mussten. Der Bundeskanzler aber hält Abstand.<span id="more-521"></span></p>
<p>Das Baby wurde um 00:47 Uhr am 1. Januar 2018 in der österreichischen Hauptstadt geboren, maß 51 Centimeter und wog 3.460 Gramm, berichteten lokale Medien, die die Nachrichten mit einem Bild von ihr mit ihren Eltern veröffentlichten. Die glückliche Mutter, Naime, posierte mit einem <strong>Kopftuch</strong>, ohne zu vermuten, was auf sie zukam, wie sie in einem späteren <a href="http://www.oe24.at/oesterreich/chronik/Baby-Hassopfer-Jetzt-spricht-die-Mutter/315618243">Interview</a> auf OE24 erkannte.</p>
<p>Zusammen mit den guten Wünschen für die Familie begannen sich feindselige Kommentare gegen die Familie in den sozialen Netzwerken anzusammeln, weil sie Muslime sind. &#8222;Hat diese Frau Krebs oder warum trägt sie ein Kopftuch?&#8220; oder &#8222;der nächste Terrorist ist geboren&#8220; sind ein Beispiel für die <strong>Hassbotschaften</strong>, die laut den österreichischen Medien hinterlassen wurden. <a href="https://www.facebook.com/heute/posts/10155945256599402"><em>Heute</em></a> musste einen Kommentar auf ihrem Facebook-Account schreiben, um die Beleidigungen zu stoppen.</p>
<p style="text-align: center;"><strong><span style="color: #008000;">[Sie könnten auch an diesem Artikel interessiert sein:<em> <a href="https://salamplan.com/en/terrorism/islam-qa-the-true-meaning-of-jihad-and-how-isis-so-called-islamic-state-fails-to-accomplish-it-step-by-step/20171014">Die echte Bedeutung von ,Jihad&#8216; und warum die Terroristen sie nicht ausüben</a></em>]</span></strong></p>
<p><strong>Caritas</strong> Generalsekretär Österreichs, <strong>Klaus Schwertner</strong>, reagierte als erste öffentliche Person auf die Welle der Beleidigungen. Er veröffentlichte einen Post auf Facebook, um Asel willkommen zu heißen und einen virtuellen <em>Blumenregen</em> für die Familie unter dem <em>Hashtag</em> <a href="https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10155602315744807&amp;set=a.76312384806.77224.745609806&amp;type=3&amp;theater"><strong>#flowerrain</strong></a> vorzuschlagen. Das soziale Netzwerk löschte es, was schnell wieder korrigiert werden musste nachdem Schwertner das an die Öffentlichkeit brachte.</p>
<div align="center"><iframe style="border: none; overflow: hidden;" src="https://www.facebook.com/plugins/post.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2Fklaus.schwertner%2Fposts%2F10155606708529807&amp;width=500" width="500" height="760" frameborder="0" scrolling="no"></iframe></div>
<p>Andere pazifistische Organisationen und Juristen haben auch Beleidigungen aus religiösen Gründen angeprangert. Der <strong>Kardinal von Wien, Christoph Schönborn</strong>, ist auch zur Verteidigung der kleinen Asel und ihrer Eltern öffentlich vorgekommen. &#8222;Jedes Kind ist ein Zeichen der Hoffnung! Herzlich willkommen und Gottes Segen, liebe Asel&#8220;, veröffentlichte er auf seiner Facebookseite am 6. Januar.</p>
<div align="center"><iframe style="border: none; overflow: hidden;" src="https://www.facebook.com/plugins/post.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2FKardinalWien%2Fposts%2F1662231980503127&amp;width=500" width="500" height="429" frameborder="0" scrolling="no"></iframe></div>
<p>Selbst der Bundespräsident, <strong>Alexander Van der Bellen</strong> (Die Grünen), wollte seine Position in demselben sozialen Netzwerk deutlich machen, wo viele die muslimische Familie angegriffen haben: &#8222;&#8218;Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.&#8216; Zuversicht und Zusammenhalt sind größer als Hass und Hetze. Herzlich willkommen, liebe Asel!&#8220;, schrieb er.</p>
<div align="center"><iframe style="border: none; overflow: hidden;" src="https://www.facebook.com/plugins/post.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2Falexandervanderbellen%2Fposts%2F1787209537990747&amp;width=500" width="500" height="441" frameborder="0" scrolling="no"></iframe></div>
<p>In Österreich wurde gerade die Koalitionsregierung unter dem Bundeskanzler <strong>Sebastian Kurz </strong>(ÖVP), der sich mit dem ultrakonservativen <strong>Heinz-Christian Strache</strong> (FPÖ) abgesprochen hat, verabschiedet. Obwohl das Alarm international wegen der Rückkehr der ultrakonservativen an die Macht explodierten (sie hatten bereits zuvor an einer Regierungskoalition teilgenommen), sind die islamophobischen Ideen von Strache nicht so weit von der von Kurz entfernt, <a href="https://salamplan.com/de/islamophobie/oesterreich-nationalratswahl-parlamentswahl-was-die-spitzenkandidaten-ueber-islam-meinen-kurz-strache-kern/20171015">wie Salam Plan vor Kurzem darauf hinwies</a>. In der Tat ist keiner von beiden bisher öffentlich für Asel und ihre Familie eingetreten.</p>
<p>Trotz der starken Beleidigungen und Hassäusserungen versicherte Naime OE24, dass weder sie noch ihr Ehemann, Alper, traurig waren, sondern dass sie auf ihre Tochter konzentriert waren. Sie waren aber sehr dankbar für die tausenden Beglückwünsche und liebe Worte die sie dank dem <a href="https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10155602315744807&amp;set=a.76312384806.77224.745609806&amp;type=3&amp;theater">#flowerrain</a> erhalten haben.</p>
<p>La entrada <a rel="nofollow" href="https://salamplan.com/de/islamfeindlichkeit/das-erste-baby-des-jahres-in-wien-wird-zum-staatlichen-thema-weil-es-muslim-ist/20180111">Das erste Baby des Jahres in Wien wird zum staatlichen Thema&#8230; weil es Muslim ist</a> se publicó primero en <a rel="nofollow" href="https://salamplan.com/de">Salam  Plan</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Erste Barbie mit Hidschab in 2018 erhältlich</title>
		<link>https://salamplan.com/de/islamfeindlichkeit/erste-barbie-mit-hidschab-in-2018-erhaeltlich/20171115</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Maria Torrens]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Nov 2017 08:54:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Islamfeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Barbie]]></category>
		<category><![CDATA[Hidschab]]></category>
		<category><![CDATA[Ibtihaj Muhammad]]></category>
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		<category><![CDATA[Kopftuch]]></category>
		<category><![CDATA[Mattel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ibtihaj Muhammad war die erste Muslimin, die die USA bei den Olympischen Spielen mit Kopftuch vertrat. Es passierte in Rio de Janeiro in 2016 und sie gewann eine Bronzemedaille zusammen mit ihrem Fechter Team. Nun hat sich die Barbie-Firma Mattel bei ihr inspirieren lassen und ihre erste Puppe mit Hidschab präsentiert. &#8222;In meiner Kindheit, hatte ich nicht viele Puppenoptionen, die wie ich aussahen&#8220;, erinnerte sich Ibtihaj Muhammad in einem Video für die Vorstellung dieser neuen Barbie-Version. &#8222;Das ist so ein großer Moment, nicht nur für mich, sondern für kleine Mädchen weltweit&#8220;, versicherte sie. Puppen mit Hidschab sind in Ländern mit einer großen muslimischen Bevölkerung nicht ungewöhnlich, aber Barbie hatte diese Option bisher nicht angeboten. Puppen mit Hidschab sind in Ländern...</p>
<p>La entrada <a rel="nofollow" href="https://salamplan.com/de/islamfeindlichkeit/erste-barbie-mit-hidschab-in-2018-erhaeltlich/20171115">Erste Barbie mit Hidschab in 2018 erhältlich</a> se publicó primero en <a rel="nofollow" href="https://salamplan.com/de">Salam  Plan</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ibtihaj Muhammad war die erste Muslimin, die die USA bei den Olympischen Spielen mit Kopftuch vertrat. Es passierte in Rio de Janeiro in 2016 und sie gewann eine Bronzemedaille zusammen mit ihrem Fechter Team. Nun hat sich die Barbie-Firma Mattel bei ihr inspirieren lassen und ihre erste Puppe mit Hidschab präsentiert.<span id="more-432"></span></p>
<p>&#8222;In meiner Kindheit, hatte ich nicht viele Puppenoptionen, die wie ich aussahen&#8220;, erinnerte sich <strong>Ibtihaj Muhammad</strong> in einem <a href="https://www.youtube.com/watch?v=yK-t1j-Xumc">Video</a> für die Vorstellung dieser neuen <strong>Barbie</strong>-Version. &#8222;Das ist so ein großer Moment, nicht nur für mich, sondern für kleine Mädchen weltweit&#8220;, versicherte sie. Puppen mit Hidschab sind in Ländern mit einer großen muslimischen Bevölkerung nicht ungewöhnlich, aber Barbie hatte diese Option bisher nicht angeboten.</p>
<blockquote><p><span style="color: #008000;">Puppen mit Hidschab sind in Ländern mit einer großen muslimischen Bevölkerung nicht ungewöhnlich, aber Barbie hatte diese Option bisher nicht angeboten.</span></p></blockquote>
<p>Die Puppe wurde am vergangenen Montag offiziell bei einer Glamour Magazin-Gala präsentiert, die den &#8222;Frauen des Jahres&#8220; gewidmet ist, aber es wird nicht vor 2018 sein, dass sie auf den Markt kommt. &#8222;Wenn ich an meine eigene Erfahrung als muslimisches Mädchen in London denke, <strong>(da) gab es Leute, die mich fühlen liessen, ich gehöre nicht dazu</strong>&#8230; Für all die Leute, die nicht an mich geglaubt haben, ist dieses Barbie-Mädchen jetzt&#8220;, sagte Muhammad.</p>
<p><strong>&#8222;Ibtihaj inspiriert Frauen und Mädchen überall, Grenzen zu überschreiten&#8220;</strong>, sagte Mattel im Instagram Account der Puppe.</p>
<div align="center">
<blockquote class="instagram-media" style="background: #FFF; border: 0; border-radius: 3px; box-shadow: 0 0 1px 0 rgba(0,0,0,0.5),0 1px 10px 0 rgba(0,0,0,0.15); margin: 1px; max-width: 658px; padding: 0; width: calc(100% - 2px);" data-instgrm-captioned="" data-instgrm-version="7">
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<div style="background: #F8F8F8; line-height: 0; margin-top: 40px; padding: 62.5% 0; text-align: center; width: 100%;"></div>
<p style="margin: 8px 0 0 0; padding: 0 4px;"><a style="color: #000; font-family: Arial,sans-serif; font-size: 14px; font-style: normal; font-weight: normal; line-height: 17px; text-decoration: none; word-wrap: break-word;" href="https://www.instagram.com/p/BbcW30QD8Q7/" target="_blank" rel="noopener">We are so excited to honor @IbtihajMuhammad with a one-of-a-kind #Barbie doll! Ibtihaj continues to inspire women and girls everywhere to break boundaries. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/13.0.0/72x72/1f93a.png" alt="🤺" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> #Shero #YouCanBeAnything #GlamourWOTY</a></p>
<p style="color: #c9c8cd; font-family: Arial,sans-serif; font-size: 14px; line-height: 17px; margin-bottom: 0; margin-top: 8px; overflow: hidden; padding: 8px 0 7px; text-align: center; text-overflow: ellipsis; white-space: nowrap;">Una publicación compartida de Barbie (@barbie) el <time style="font-family: Arial,sans-serif; font-size: 14px; line-height: 17px;" datetime="2017-11-13T17:02:29+00:00">13 de Nov de 2017 a la(s) 9:02 PST</time></p>
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		<title>Österreich Wahl: Was die Spitzenkandidaten über den Islam meinen- Kurzs Ansichten sind nicht so weit enfernt von Straches</title>
		<link>https://salamplan.com/de/islamfeindlichkeit/oesterreich-nationalratswahl-parlamentswahl-was-die-spitzenkandidaten-ueber-islam-meinen-kurz-strache-kern/20171015</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Maria Torrens]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Oct 2017 10:47:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Islamfeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Asylbewerber]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Kern]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In der Wahl Österreichs vom 15. Oktober befürworten die meisten Wähler eine schwarz-blaue Koalition von der konservativen ÖVP mit der rechtspopulistischen FPÖ. Die Äusserungen zum Islam von Strache sind seit langem bekannt, nicht so sehr aber die vom Aussen- und Integrationsminister Kurz. Sebastian Kurz (Österreichische Volkspartei, ÖVP), der laut allen Umfragen die Wahl gewinnen wird, hat eine einzige Hauptbedingung für eine Zusammenarbeit mit Heinz-Christian Strache (Freiheitliche Partei Österreichs, FPÖ) in der Regierung angesagt, und die hat nichts mit mehr Offenheit zur Rolle des Islams in Österreich zu tun: die ‚Freiheitlichen‘ sollten die Europäische Union und dem Euro unterstützen. Was die Muslime und Zuwanderer oder Asylbewerber angeht, haben beide Spitzenkandidaten dieser Parteien für umstrittene Aussagen gesorgt. Bundeskanzler und Spitzenkandidat der Sozialdemokratischen Partei...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>In der <strong>Wahl Österreichs</strong> vom 15. Oktober befürworten die meisten Wähler eine schwarz-blaue Koalition von der konservativen ÖVP mit der rechtspopulistischen FPÖ. Die Äusserungen zum Islam von Strache sind seit langem bekannt, nicht so sehr aber die vom Aussen- und Integrationsminister Kurz.<span id="more-215"></span></p>
<p><strong>Sebastian Kurz (Österreichische Volkspartei, ÖVP)</strong>, der laut allen Umfragen die Wahl gewinnen wird, hat eine einzige Hauptbedingung für eine Zusammenarbeit mit <strong>Heinz-Christian Strache (Freiheitliche Partei Österreichs, FPÖ)</strong> in der Regierung angesagt, und die hat nichts mit mehr Offenheit zur Rolle des Islams in Österreich zu tun: die ‚Freiheitlichen‘ sollten die Europäische Union und dem Euro unterstützen. Was die Muslime und Zuwanderer oder Asylbewerber angeht, haben beide Spitzenkandidaten dieser Parteien für umstrittene Aussagen gesorgt.</p>
<p>Bundeskanzler und Spitzenkandidat der <strong>Sozialdemokratischen Partei Österreichs (SPÖ) Christian Kern</strong> -an zweiter oder dritter Stelle in den Umfragen- hat die rote Linie für eine Koalition mit der FPÖ auch an einem ,Ja‘ für die EU bedingt, aber sie ebenfalls um einen Kompromiss gegen ,Faschismus‘ und für die „Gleichstellung“ gefragt, wie die Zeitung <a href="https://www.merkur.de/politik/wahl-in-oesterreich-2017-will-fpoe-eine-koalition-mit-oevp-oder-spoe-zr-8770660.html"><em>Merkur</em></a> daran erinnert. Kern blieb aber auch nicht immer ausserhalb der Kontroverse bezüglich der Zuwanderung; doch mehr bezüglich des Islams. Dies ist eine Zusammenfassung deren Meinungen in diesem Zusammenhang:</p>
<blockquote><p><span style="color: #008000;"><strong>KURZ (ÖVP): „Die muslimische Gemeinde und Islam sind ein Teil Europas“ aber man muss die Islamkindergärten schliessen und die Migration „massiv reduzieren“</strong></span></p></blockquote>
<p>Kurzs <a href="https://www.sebastian-kurz.at/programm/artikel">Wahlprogramm</a> steht für „Nulltoleranz gegenüber dem politischen Islam“ und „Respekt und Vielfalt, aber keine falsche Toleranz gegenüber Religionen zeigen“. Das Programm behauptet „der politische Islam ist eine Kombination aus religiösem Fundamentalismus und politischem Extremismus und als solcher Nährboden für Gewalt und Terrorismus. Er hat das Ziel, unsere Werte und Lebensweisen zu untergraben und Parallelgesellschaften aufzubauen. Das müssen wir mit allen Mitteln verhindern”.</p>
<p>Politischer Islam, was das ÖVP Programm auch als „totalitäres System“ bezeichnet, hat aber sehr viele verschiedene Sichten und nicht alle können für extrem gehalten werden, noch weniger als gewaltig. So wird zum Beispiel heutzutage die Arbeit für den Übergang zur Demokratie in Tunesien weltweit gepriesen, wobei diese unter einer Koalistionsregierung die auch Islamisten miteinbeschliesst, geführt wird. Andererseits, hat der Nahostexperte des Think Tanks Real Instituto Elcano, Haizam Amirah Fernández, in seiner <a href="https://twitter.com/HaizamAmirah/status/898440241547067392">Twitter-Account</a> nach dem Anschlag in Barcelona darauf hingewiesen das es sogar unter den Salafisten (dem konservativsten Zweig des Islams) nicht in allen Fällen eine intolerante Haltung gefordert wird.</p>
<p>2015 sorgte die <strong>Reform des Islamgesetzes</strong> was Österreich schon seit Anfangs des vorigen Jahrhunderts hatte für Umstrittenheit unter der muslimischen Gemeinde. Das neue Gesetz, was unter der Leitung vom Aussen- und Integrationsminister durchgeführt wurde, begrenzte die Finanzierung der Moscheen vom Ausland, etablierte die meisten Imame sollten in Österreich gebildet werden und Deutsch solle die Sprache des Gebets in den Tempeln sein, wie die Medien damals berichteten. Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ) zeigte Besorgnis für Diskriminierung, da das Gesetz alle Muslime unter Generalverdacht stelle, informierte <em><a href="https://www.welt.de/politik/ausland/article137832244/Oesterreich-beschliesst-ein-eigenes-Islamgesetz.html">Die Welt</a></em>. Generell war aber diese Organisation doch für so eine Regelung.</p>
<p>„Es ist wichtig klar zu sagen, dass die <strong>muslimische Gemeinde und Islam ein Teil Europas sind</strong> und es ist notwendig für die muslimischen Gemeinden einen klaren legalen Status zu haben&#8230; Sonst werden sich viele Muslime von unseren Gesellschaften ausgeschlossen fühlen“, behauptete Kurz damals in einem Interview im britischen <em><a href="https://www.theguardian.com/world/2015/mar/08/austria-foreign-minister-islam-funding-law-restricting">The Guardian</a></em>.</p>
<p>In den letzten Monaten hat der Aussen- und Integrationsminister für drei umstrittene Studien bezüglich des Islams gesorgt. Eine über islamische Kindergärten, eine über die Moscheen und eine andere über Muslime in Österreich generell.</p>
<p>Nach der ersten, meinte er die <strong>islamische Kindergärten</strong> <strong>sollten schliessen</strong>. Auf die Frage in einem <a href="https://kurier.at/politik/inland/sebastian-kurz-im-kurier-gespraech-islamische-kindergaerten-abschaffen/271.008.503">Kurier Event</a> ob diese Zentren abgeschafft werden sollten, antwortete Kurz: &#8222;Natürlich. Es braucht sie nicht. Es soll keine islamischen Kindergärten geben.&#8220; Seiner Meinung nach sorgen diese nicht für Integration, teilweise wegen schlechtem Deutsch-Niveau der Erzieher. „Um den interreligiösen Dialog zu fördern, soll ein Beirat der anerkannten Kirchen und Religionsgemeinschaften eingerichtet werden“, fügt ÖVPs Wahlprogramm dazu.</p>
<p>Das Ministerium veröffentlichte auch eine <strong>Moschee Studie</strong> <strong>die 16 von insgesamt 400 Tempeln nach möglichen radikalen Lehren untersuchte</strong>. „Nur zwei der ausgewählten Moscheen unterstützen die Integration in die österreichische Gesellschaft und fordern diese auch ein. In mehr als einem Drittel der untersuchten Gebetshäuser werde der Integration entgegengewirkt, insbesondere in türkischen Moscheen seien fundamentalistische Tendenzen zu erkennen, vielfach werde dort ein offener Nationalismus gepredigt“, informierte <em><a href="http://derstandard.at/2000065166197/Kurz-will-Aufloesung-von-Moscheen-bei-Verstoss-gegen-Islamgesetz">Der Standard</a></em>.</p>
<p>Diese Schlussfolgerungen der Studie und von Kurz sorgten für Kritik, da wie ihre zwei Autoren selber im <em>Standard</em> behaupteten, die Forschung zu klein war um deren Ergebnisse für repräsentativ halten zu können. Dennoch sagte Kurz: &#8222;Man darf nicht wegsehen, wenn es Kultusgemeinden gibt, die sich nicht an das Islamgesetz halten.&#8220; Es gibt auch Islamexperten in Europa die eine Kontrolle der Moscheenfinanzierung befürworten, wie Amirah Fernández. Nach dem Terroranschlag in Barcelona öffnete sich die Debatte in Spanien und er warnte vor dem Geld derjenige Salafisten „die Intoleranz fördern“ was an einigen Moscheen und Predigern überwiesen wird.</p>
<p>Ausserdem, wurden laut der <em><a href="https://cms.falter.at/falter/2017/07/04/frisiersalon-kurz/">Falter</a></em> Zeitung Korrekturen zu den Endergebnissen der Moschee Studie hinzugefügt die die Resultate zuspitzten. So nannte sie zum Beispiel einen Paragraphen wo der Religionswissenschaftler Ednan Aslan feststellte, dass Eltern ihre Kinder in Islamkindergärten „selbstständig, respektvoll und liebevoll erzogen&#8220; haben wollten. Dies wurde, so Falter, zur Formulierung geändert: Die Eltern wollen ihre Kinder „vor dem moralischen Einfluss der Mehrheitsgesellschaft schützen&#8220;. Aslan zeigte sich zuerst überrascht als er diese Änderungen vom Falter mitgeteilt kriegte, äusserte sich aber einige Tage danach wieder und sagte alle Behauptungen der Studie seien korrekt. Jetzt hat er Falter angeklagt.</p>
<p>Die dritte Studie die vom Minister angeordnet wurde und im August bekannt gegeben wurde, <strong>befragte mehr als 1.000 Muslime (von 700.000 Muslimen die heute in Österreich wohnen)</strong>: „Flüchtlinge, die eben erst kamen, ebenso wie Türken, die schon Jahrzehnte im Land sind, Bosnier oder Tschetschenen“, wie <em><a href="http://www.oe24.at/oesterreich/politik/Kurz-schockt-mit-Islam-Studie/294580416">OE24</a></em> beschrieb. So stellte man fest 40% der Türken könnten verstehen, dass ein Vater sich dem Handschlag mit einer Lehrerin seines Kindes weigert. Ein Drittel der Flüchtlinge und der Türken befürworten die gewaltsame Verteidigung der Familienehre, obwohl ein Ehrenmord von nur 10% unterstützt wurde. 25% der befragten Flüchtlingen findet, dass neben dem österreichischen Recht auch islamisches gelten sollte, aber nicht als einzige Rechtsgrundlage.</p>
<p>Sebastian Kurz argumentierte demnach im Interview mit OE24: „Es zeigt sich klar, dass wir besonders große Probleme bei der Wertehaltung der Tschetschenen und auch der Afghanen haben. Ich fühle mich durch die Studie in meiner Linie bestätigt, die Migration aus anderen Kulturkreisen, insbesondere von bildungsfernen Schichten, massiv zu reduzieren“. Er bestand auch auf die Schliessung der islamische Kindergärten: „Wir brauchen konsequente Frühförderung für die Kinder statt der Islamkindergärten“.</p>
<p>Andererseits will Kurz laut seinem Wahlprogramm eine <strong>„Mindestsicherung light“</strong> für Asylberechtigte einführen, die die Leistungen für diese Personen zu maximal 560 Euro pro Einzelperson reduzieren. Wenn in den ersten fünf Jahren die Flüchtlinge mindestens 12 Monate vollzeitig arbeiten, werden sie das Recht für dieselbe Mindestsicherung wie alle Österreicher haben.</p>
<blockquote><p><strong><span style="color: #008000;">Strache: „Die Islamisierung gehört gestoppt (&#8230;). Wir brauchen Nullzuwanderung“</span></strong></p></blockquote>
<p>„Asylwerber und Asylberechtigte sollen in der Grundversorgung bleiben, für Asylwerber will die FPÖ keine Arbeitserlaubnis,“ erläutert das <a href="https://www.fpoe.at/themen/wahlprogramm-2017/">Wahlprogramm</a> der FPÖ, was an erster Stelle das Kapitel „Unsere Grenzen sichern- Österreich ist kein Einwanderungsland“ stellt. Im Kapitel zur „Sicherung“ behaupten die „Freiheitlichen“, dass „im Zuge der illegalen Massen- migration, des Zustromes an Wirtschaftsﬂüchtlingen und Scheinasylanten, verstärkt seit September 2015, hat Österreich ein massives Problem mit der Ausländerkriminalität, das sich auch in völlig neuen Bedrohungsszenarien wie dem islamischen Terrorismus zeigt“.</p>
<p>Im Gegenteil zu Kurzs Aussage Islam gehöre zu Europa, hat Strache oft behauptet <strong>„Islam gehört nicht zu Österreich“</strong> und hat von der <strong>„Bedrohung Europas durch die Islamisierung“</strong> eine spezifische <a href="https://www.facebook.com/HCStrache/videos/10152922218068591/">Rede in 2015</a> gehalten bei der er vom holländischen anti-Muslimen Geert Wilders begleitet wurde. In einem seiner Wahlplakate steht er auch Kurzsaussage entgegen und behauptet: „Die Islamisierung gehört gestoppt&#8220;. In einer <a href="https://kurier.at/chronik/wien/spitzenkandidaten-beziehen-stellung-zum-islam/289.067.501">Kurierumfrage</a> an den Spitzenkandidaten über ihre Stellung zum Islam, behauptete die FPÖ jedoch, dass die muslimische Mitbürger doch zu Österreich gehören.</p>
<p>Im Zusammenhang mit der europäischen Flüchtlingsquote, sagte Strache im Bundesparteitag von März: &#8222;Wir brauchen eine Nullzuwanderung, sogar eine Minuszuwanderung, wenn es um Straffällige geht,&#8220; wie die <a href="http://www.krone.at/557250"><em>Kronen Zeitung</em></a> informierte.</p>
<p>Strache befürwortet die äussere Finanzierung islamischer Einrichtungen zu stoppen und das Islam auf Deutsch gezeigt werden soll. Er besteht auf einem Kopftuchverbot an öffentlichen Ämtern und Erziehungszentren; es reiche nicht mit dem schon existierenden Vollverschleierungsverbot (Burka und Niqab), der ausserdem -seiner Meinung nach- nicht wirklich im Gang gesetzt worden sei, informierte <em><a href="http://diepresse.com/home/innenpolitik/5227837/FPOeChef-Strache-verschaerft-Gangart-gegen-Islam">Die Presse</a></em>. Moscheen, islamische Kindergärten und Vereine dienen, seiner Meinung nach, zur Radikalisierung von Muslimen.</p>
<p><strong>„Nicht jeder Moslem ist ein Terrorist“</strong>, gab der Politiker in einer Veranstaltung seiner Partei diesen Oktober zu. Und fügte gleich hinzu „aber fast jeder Terrorist in den letzten Jahren quer durch Europa war leider ein radikaler Islamist“, eine Behauptung die die Fakten seit 2015 bestätigen. An dem Jahr machte er aber schon eine ähnliche Aussage in seiner <a href="https://www.facebook.com/HCStrache/posts/10153501944008591">Facebook-Account</a>, wo er aber anstatt von Europa von der ganzen Welt und von den letzten 20 Jahren redete. Damals endete er den Satz mit „war leider ein radikaler Moslem“. Jetzt scheint er sein Diskurs moderiert zu haben und in diesem Fall versuchte er Religion vom politischem Islam zu unterscheiden um politisch korrekter zu klingen.</p>
<p>Strache warnt aber zugleich über die „Islamisierung Europas“ und hält <strong>„islamischen Terror als Folge einer hemmungslose Zuwanderung“</strong>. Was er aber nicht erwähnt ist, dass die meisten Terroranschlägen seit 2015 von europäischen Bürgern ausgeübt wurden, die nicht unter den Asylbewerbern gerade angekommen waren (einige doch). Ausserdem stellt er islamisch und islamistisch gleich, wobei islamisch religiös ist und islamistisch zum politischen Unfeld -also auch zur gewaltigen politischen Fehlinterpretation der Dschihad, wie <a href="https://salamplan.com/en/terrorism/islam-qa-the-true-meaning-of-jihad-and-how-isis-so-called-islamic-state-fails-to-accomplish-it-step-by-step/20171014">SalamPlan</a> demonstriert hat- gehört.</p>
<blockquote><p><strong><span style="color: #008000;">SPÖ Kern: „Selbstverständlich“ gehört Islam zu Österreich aber das Islamgesetz ist nötig</span></strong></p></blockquote>
<p>Für ihn gehört Islam „selbsverständlich“ zu Österreich, laut der erwähnten <a href="https://kurier.at/chronik/wien/spitzenkandidaten-beziehen-stellung-zum-islam/289.067.501">Kurierumfrage</a> an den Spitzenkandidaten der Wahlen 2017. Kern ist im Prinzip gegen ein generalisiertes <strong>Kopftuchverbot</strong> im Land, da er dies für diskriminierend hält, doch Kern er befürwortet ein „Neutralitätsgebot für Polizistinnen, Richterinnen und Staatsanwältinnen“.</p>
<p>Die <strong>Reform des Islamgesetzes</strong> wurde während der präsenten Koalitionsregierung SPÖ-ÖVP in Gange gebracht. Deshalb unterstütz Kern sie auch und beharrt -sowie Kurz- darauf, dass sie in Zusammenarbeit mit der IGGiÖ geschrieben wurde.</p>
<p>Was den Zuwanderern und Asylbewerber die durch das Mittelmeer an Europa ankommen, steht Kern auf einer ähnlichen Ebene wie die EU in der Maltakonferenz von Februar entschloss: <strong>mehr Zusammenarbeit mit afrikanischen Ländern</strong> um dort Asylzentren zu verschaffen. Kern hat auf Niger hingewiesen, die EU auf Lybien -wo es aber keine stabile Regierung existiert.</p>
<p>Was dem Wahlprogramm der SPÖ konkret angeht, steht zwischen den <a href="https://spoe.at/sites/default/files/eckpunkte_spoe_wahlprogramm.pdf">„Eckpunkten“ der Partei</a> keiner über Islam und wenn es um Sicherheit geht ist die Rede über „mehr PolizistInnen). Es existiert doch ein Punkt unter dem Titel <strong>„Integration beginnt gestern“</strong>. Da klärt die regierende SPÖ sie stehe für „klare Zuständigkeiten bei Asylverfahren und im Integrationsprozess“, was eine „Beschleunigung der Asylverfahren“ entspreche, sowie ebenfalls „eine Behörde, vom Asylantrag bis hin zur Integrationsbegleitung oder zur Rückführung“.</p>
<p>Die neue Regierung die von der <strong>Wahl in Österreich an diesem 15. Oktober 2017</strong> entstehen wird, wird mit aller Sicherheit eine Koalition benötigen die mindestens eine dieser drei Parteien miteinbezieht. Sowohl SPÖ wie ÖVP haben sich für eine Zusammenarbeit mit der FPÖ offen gehalten.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Der syrische Flüchtling mit Merkel-Selfie: „Man muss mehr die Grenzen kontrollieren&#8220;</title>
		<link>https://salamplan.com/de/fluechtlinge/der-syrische-fluechtling-mit-merkel-selfie-man-muss-mehr-die-grenzen-kontrollieren/20171001</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Maria Torrens]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Oct 2017 10:37:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Flüchtlinge]]></category>
		<category><![CDATA[Islamfeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Alternative für Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Amnesty International]]></category>
		<category><![CDATA[Anas Modamani]]></category>
		<category><![CDATA[Angela Merkel]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahlen 2017]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Europäische Union (EU)]]></category>
		<category><![CDATA[Islamophobie]]></category>
		<category><![CDATA[Syrien]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Anas Modamani ist traurig über das gute Ergebnis von der AfD in der Bundestagswahl, aber er fühlt sich nicht beängstigt. Andererseits bittet er um Wachsamkeit gegenüber einigen Asylsuchenden, die seiner Meinung nach die Flüchtlingskrise ungerecht ausnutzen. An der Wand seines Raumes in Berlin hat Modamani das Selfie aufgehängt, das er mit Angela Merkel kurz nach seiner Ankunft in Deutschland im August 2015 gemacht hat. Die Begegnung mit der Kanzlerin war für ihn „eine ganz grosse Erfahrung&#8220;, wie im Telefongespräch Salamplan.com erzählt. Damals war er 18 Jahre alt und war dem Krieg in Syrien entflohen. Er hatte noch in seiner Heimatstadt von Darayya (ein Vorort von Damaskus) sein Abitur abgeschlossen und hätte dort gerne an der Universität studiert. Aber der Weg...</p>
<p>La entrada <a rel="nofollow" href="https://salamplan.com/de/fluechtlinge/der-syrische-fluechtling-mit-merkel-selfie-man-muss-mehr-die-grenzen-kontrollieren/20171001">Der syrische Flüchtling mit Merkel-Selfie: „Man muss mehr die Grenzen kontrollieren&#8220;</a> se publicó primero en <a rel="nofollow" href="https://salamplan.com/de">Salam  Plan</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Anas Modamani ist traurig über das gute Ergebnis von der AfD in der Bundestagswahl, aber er fühlt sich nicht beängstigt. Andererseits bittet er um Wachsamkeit gegenüber einigen Asylsuchenden, die seiner Meinung nach die Flüchtlingskrise ungerecht ausnutzen.</strong><span id="more-171"></span></p>
<p>An der Wand seines Raumes in Berlin hat Modamani das Selfie aufgehängt, das er mit <strong>Angela Merkel</strong> kurz nach seiner Ankunft in Deutschland im August 2015 gemacht hat. Die Begegnung mit der Kanzlerin war für ihn „eine ganz grosse Erfahrung&#8220;, wie im Telefongespräch Salamplan.com erzählt. Damals war er 18 Jahre alt und war dem Krieg in Syrien entflohen. Er hatte noch in seiner Heimatstadt von Darayya (ein Vorort von <strong>Damaskus</strong>) sein Abitur abgeschlossen und hätte dort gerne an der Universität studiert. Aber der Weg dorthin war lang und gefährlich, behauptet er. Als das Haus, in dem er mit seinen Eltern und Geschwistern wohnte, durch die Bombenanschläge zum Schutt verurteilt wurde, entschied er sich dafür zu fliehen.</p>
<p>Er kam nach einem kurzen Aufenthalt in der Türkei in Deutschland an, nicht ohne davor sein Leben in der Ägäis riskiert zu haben und die sogenannte „Balkanroute&#8220; zusammen mit vielen anderen Asylsuchenden überwunden zu haben. Aber das Selfie mit Frau Merkel spielte ihm einen schlechten und unerwarteten Streich: einige Leute benutzten das Bild um zu behaupten, dass er ein Terrorist war. Heute ist klar, dass es einfach nur Fake News waren und Modamani brachte <strong>Facebook</strong> sogar vor Gericht, weil er das Unternehmen für die Verbreitung der falschen Information für verantwortlich hielt. Er verlor den Fall im März dieses Jahres, obwohl zwei Monate davor &#8211; und nur ein paar Tage nachdem es bekannt wurde, dass der Flüchtling Facebook verklagen hatte- versprach Mark Zuckerbergs Firma, gegen falsche Nachrichten in Deutschland zu kämpfen.</p>
<blockquote><p><em><span style="color: #008000;">Es ist sehr, sehr Schade, dass die AfD schon im Bundestag (vertreten) ist, mit 13%. Aber Angst habe ich nicht</span></em></p></blockquote>
<p>Modamani erwartete nicht, dass <strong>Alternative für Deutschland</strong> „so viele“ Sitze (94 von 709) im Parlament mit 13% der Stimmen erhalten würde. Trotz der schlechten Erfahrungen mit Bedrohungen in seinem Facebook-Konto fühlte er sich in Deutschland willkommen, auch jetzt. „Na ja, das ist sehr, sehr Schade, dass sie schon im Bundestag sind, mit 13%. Das ist schon ganz viel. Ich fühle mich ganz schlecht. Ich hab‘ nie gedacht, dass AfD schon ganz viel (Unterstützung) hat“, gesteht er mit einer guten Aussprache am Telefon. Hat er Angst? „Angst, also&#8230; eigentlich nein“. Er erklärt, dass er sich sehr gut integriert fühlt, als Kassierer in einem McDonalds arbeitet und sich an der Humboldt Universität angemeldet hat, um sein Informatikstudium nächsten Wintersemester anzufangen. „Ich habe viele Freundschaften in Berlin angebaut: ganz, ganz viele Araber (die in Deutschland geboren wurden aber von Irak, Jordan&#8230; stammen), mit Deutschen, bei meinem Arbeitgeber auch&#8230;“</p>
<p>Die AfD betonte während ihrer Kampagne, dass die deutsche Sprache der Schlüssel wäre, um die nationale Identität zu versichern; allein im Jahre 2015 kamen mehr als eine Million Asylsuchende nach offiziellen Angaben der deutschen Behörden im Land an. Modamani, der jetzt 20 Jahre alt ist, interessiert sich dafür sich zu integrieren und hat bereits das Niveau B2 der deutschen Sprache erreicht. Dies bedeutet, dass er mit den Muttersprachlern ohne große Schwierigkeiten ein Gespräch führen kann, so die Definition des <strong>Goethe Instituts</strong>. In dieser Woche verzögerte er das Interview mit Salamplan.com, weil er für einen Leveltest lernen musste, um sich für ein Stipendium zu bewerben. In diesem Interview fällt sein reicher Wortschatz auf, was einige grammatikalische Fehler im Hintergrund lässt.</p>
<blockquote><p><em><span style="color: #008000;">Natürlich gibt es viele extremistische Leute, wie Daesh (ISIS), aber wenn du ein Muslim in deinem Herzen bist, stellst du keine Probleme</span></em></p></blockquote>
<p>Sätze wie „Islam passt nicht zu unserer Küche“ oder „Burkas? Wir steh’n auf Bikinis“ auf den Plakaten der AfD wollten während der Wahlkampagne zeigen, dass Islam und Demokratie nicht zusammen passen. Damit ist Modamani auf keinen Fall einverstanden und betont er habe wegen seines Glaubens als Muslim in Deutschland kein Problem bekommen. „Es gibt natürlich sehr viele extremistische Leute, wie <strong>Daesh</strong> (der sogennante „Islamischer Staat“), aber wenn man Muslim zu Hause, im Gedanken, im Herzen ist, muss man das nicht allen zeigen, also macht es keine Probleme, kein Stress. Das Wort <strong>Islam</strong> heisst Frieden, und ich habe auch den <strong>Q’ran</strong> gelesen: er sagt man muss immer friedlich, höflich, nett sein&#8220;, meint der syrische Flüchtling.</p>
<p>Er spricht in keinem Moment mit Groll; er erwähnt im Gegenteil, dass er sich durch diese Vision von Alternative für Deutschland und deren Unterstützer sich „wirklich traurig&#8220; fühlt. „Wegen ganz viele falsche Nachrichten, haben sie jetzt die schlimmsten Bilder des Islams über ganz Deutschland (verbreitet). Das finde ich sehr Schade. Und sie passen Islam mit Terrorismus ein (SIC), aber nein. Diese Terroristen haben vielleicht einen behinderten Kopf, sie sind dumme Leute. Sie sind keine richtige Muslime“.</p>
<blockquote><p><em><span style="color: #008000;">Mein bester Freund Mounir wurde ins Gefängnis in Syrien gebracht. Wir haben seit Langem keine Information und wissen nicht ob er noch am Leben ist</span></em></p></blockquote>
<p>Er erinnert sich daran, dass er vor dem Krieg mit Kindern – egal ob Muslim oder christlich- in seiner Schule von Darayya gespielt hat. Sie gingen oft in den Park, obwohl er damals auch seinem Vater bei der Arbeit half, Motoren zu reparieren. Mit dem Krieg kamen die Bombenanschläge, die nicht nur sein Haus zerstörten, sondern auch drei Onkel von Modamani töteten. „Wir haben keine Waffe genommen, nichts&#8220;, sagt er. Er denkt oft an seinen besten Freund Mounir, der vor langer Zeit ins Gefängnis in Syrien gebracht wurde. „Wir haben seit sehr Langem keine Information (von ihm und wissen nicht) ob lebt oder nicht“, erklärt er über diesen Fall, der an die tausenden von Fällen erinnert über die Amnesty International berichtet hat (<a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/syrien-das-foltergefaengnis-von-sednaja-a-1108315.html">Syrische Foltergefängnisse</a>, August 2016, <a href="https://www.amnesty.org/en/press-releases/2017/02/syria-investigation-uncovers-governments-secret-campaign-of-mass-hangings-and-extermination-at-saydnaya-prison/">Massive Erhängen und Vernichtung</a>, Februar 2017).</p>
<p><div id="attachment_172" style="width: 1034px" class="wp-caption aligncenter"><img aria-describedby="caption-attachment-172" loading="lazy" class="wp-image-172 size-large" src="https://salamplan.com/wp-content/uploads/2017/10/IMG-20170927-WA0010-1024x682.jpg" alt="" width="1024" height="682" srcset="https://salamplan.com/wp-content/uploads/2017/10/IMG-20170927-WA0010-1024x682.jpg 1024w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2017/10/IMG-20170927-WA0010-300x200.jpg 300w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2017/10/IMG-20170927-WA0010-768x511.jpg 768w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2017/10/IMG-20170927-WA0010.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><p id="caption-attachment-172" class="wp-caption-text">Anas Modamani posiert am heutigen Symbol für den Fall der Berliner Mauer. Urheberrecht: A. Modamani</p></div></p>
<p>In dieser Woche hätten die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union nach einer zweijährigen Frist 180.000 Flüchtlinge umsiedeln müssen, aber sie haben nur 25% davon erreicht. Modamani ist der Auffassung, dass die Lösung darin besteht, die Asylanträge in den Zwischenländern zu kontrollieren und dann eine sichere Passage für diejenigen zu schaffen, die eine Genehmigung erhalten.</p>
<p>Gleichzeitig ist er für die Verschärfung der Kontrolle über die deutschen Grenzen, genau wie die AfD will (obwohl die Partei auch vom Aufbau von Zäunen im Schengen-Raum spricht). Nicht nur das. Modamani besteht auch darauf vorsichtig mit einigen Flüchtlingen und Migranten zu sein, die seiner Meinung nach die Flüchtlingskrise ungerecht ausnutzen.</p>
<blockquote><p><em><span style="color: #008000;">Wir Flüchtlinge wollen nur in Frieden leben, wir wollen auch arbeiten. (Aber) man muss die Grenzen in Deutschland mehr kontrollieren</span></em></p></blockquote>
<p>„Mehr Grenzen kontrollieren&#8230; ich bin auch damit. Hier in Berlin gibt es sehr viele Leute die 6 Jahre hier sind und nix machen und bekommen nur Geld von Hartz IV und (vom) Jobcenter. Ich bin dagegen. Arbeit gibt’s in Deutschland, ganz viel Arbeit. Man braucht nicht so viel Erfahrung, man kann sich bewerben, man bekommt die Stelle. Aber sie wollen nicht arbeiten, finde ich“. Er klärt, dass er seit einem Jahr arbeitet und etwa 1.200 Euro im Monat verdient hat, obwohl er auch eine Ergänzung aus dem Staat erhalten hat, als das Gehalt niedriger war.</p>
<p>Dieser Syrer -dem kein Asyl gewährt wurde, sondern einen vorübergehenden Schutz- ist der Meinung, dass eine größere Kontrolle nicht nur für die Sicherheit oder die Sozialhilfe notwendig ist, sondern auch als Instrument zur Bekämpfung von Angst und Hass gegen den Islam in Europa. „Die deutsche Polizei muss wissen woher jeder Mensch kommt, was macht er in Deutschland, hat er Arbeit, gelernt, was macht er jeden Tag&#8230;“.</p>
<blockquote><p><span style="color: #008000;"><em>Ich habe keinen besonderen Traum, (sondern wünsche mir) ein ganz normales Leben: einen Job mit einem besseren Lohn zu finden, um Geld an meine Familie zu schicken, eine große Wohnung, heiraten&#8230;</em></span></p></blockquote>
<p>Gleichzeitig warnt er deutsche Staatsbürger vor falschen Nachrichten im Internet und bittet sie direkt mit Flüchtlingen Kontakt zu halten um die Wahrheit zu kennen. So werden sie entdecken, meint Modamani, dass sie alle „nur in Frieden leben (möchten), wir wollen auch arbeiten“.</p>
<p>Obwohl sich dieser 20-Jährige in seiner Berliner Umgebung integriert fühlt, vermisst er seine Familie sehr: „Ich fühle mich nicht zu Hause hier, immer Ausländer. Ausland bleibt immer Ausland“. Dennoch hat er „überhaupt nicht“ die Absicht, nach Syrien zurückzukehren, wenn der Krieg vorbei ist. „Ich habe hier viel (auf)gebaut: Arbeit, Studium &#8230; und vielleicht wird es dann besser, dann fühle ich mich zu Hause, aber später“. Anas Modamani erzählt, dass er nicht „einen besonderen Traum (hat, sondern sich) ein ganz normales Leben“ erwünscht: einen Job mit einem besseren Lohn zu finden, um Geld an seine Familie zu schicken, eine große Wohnung, heiraten&#8230; Im Moment, ist er aber glücklich, sein Studium in ein paar Monaten zu beginnen und gleichzeitig weiter im McDonald’s zu arbeiten.</p>
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