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	<title>Angela Merkel &#8211; Salam  Plan</title>
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	<description>Journalismus gegen Hass</description>
	<lastBuildDate>Fri, 11 Mar 2022 21:19:31 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Angela Merkel &#8211; Salam  Plan</title>
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		<title>Die Liebeskraft eines ukrainisch-syrischen Paares in Deutschland</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Maria Torrens]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Mar 2022 16:13:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Flüchtlinge]]></category>
		<category><![CDATA[Alternative für Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Anas Modamani]]></category>
		<category><![CDATA[Angela Merkel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der fast identische Klang ihrer Namen, ruft die Fantasie hervor, sie wären vielleicht schon dazu bestimmt zusammen zu kommen. Anas ist der junge Mann aus Syrien, der 2015 in Deutschland als Asylbewerber angekommen ist und gleich ein Selfie mit Angela Merkel gemacht hat, obwohl er damals nicht einmal wusste wer diese Dame war, die von Leuten umringt war als wäre sie ein Superstar. Anna ist eine junge Frau aus der Ukraine, die 2019 im selben Land angekommen ist, um weiter zu studieren, und die -bis vor kurzem- noch jede drei Monate nach Kiev zurückflog um ihre Familie und Freunde zu besuchen. Er ist jetzt 24 Jahre alt und arbeitet bei einer Produktionsfirma während er sein Wirtschaftskommunikationsstudium beendet. Sie ist 28...</p>
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<p>Der fast identische Klang ihrer Namen, ruft die Fantasie hervor, sie wären vielleicht schon dazu bestimmt zusammen zu kommen. Anas ist der junge Mann aus Syrien, der 2015 in <strong>Deutschland </strong>als Asylbewerber angekommen ist und gleich ein <a rel="noreferrer noopener" href="https://salamplan.com/de/fluechtlinge/der-syrische-fluechtling-mit-merkel-selfie-man-muss-mehr-die-grenzen-kontrollieren/20171001" target="_blank"><strong><em>Selfie</em> mit</strong> <strong>Angela Merkel</strong></a> gemacht hat, obwohl er damals nicht einmal wusste wer diese Dame war, die von Leuten umringt war als wäre sie ein Superstar. Anna ist eine junge Frau aus der Ukraine, die 2019 im selben Land angekommen ist, um weiter zu studieren, und die -bis vor kurzem- noch jede drei Monate nach <strong>Kiev </strong>zurückflog um ihre Familie und Freunde zu besuchen.</p>



<span id="more-7028"></span>



<p>Er ist jetzt 24 Jahre alt und arbeitet bei einer Produktionsfirma während er sein Wirtschaftskommunikationsstudium beendet. Sie ist 28 Jahre alt und es fehlt ihr kaum ein Monat um ihre Magisterarbeit in Maschinenbau abzugeben. Sie reden abends mit <a href="https://salamplan.com/de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Salam Plan</a> per Videoanruf. Sie lächeln während sie es sich auf dem Sofa in ihrer kleinen Berliner Wohnung gemütlich machen. Anna hat ein Moment ihr Computer und Lernmaterial zur Seite gelegt, um ihre Geschichte zu teilen.</p>



<p>Nur ein paar Tage bevor die russische Invasion der ganzen Ukraine anfing, hat Annas Mutter noch einen der letzten Flüge nehmen können, die sie von der Haupstadt ihres Landes bis <strong>Berlin </strong>brachte. Dort warteten ihre Tochter und Anas auf sie. „Alle haben darüber gesprochen, dass vielleicht Krieg kommt. Und wir haben gelernt, dass die Lage sich sehr dramatisch ändern kann. Zum Glück ist Mama zwei oder drei Tage vor dem Krieg gekommen“, erklärt Anna erleichtert.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-style-large"><p>„Ich versuche nützlich zu sein. Ich kenne die Regeln hier in Deutschland und kann Deutsch. Es freut mich, dass ich helfen kann“</p><cite>Anna, Studentin aus der Ukraine in Berlin</cite></blockquote>



<p>Diese Studentin ist schon ein paar Mal zum Hauptbahnhof gegangen, wo die Flüchtlinge aus der Ukraine ankommen. Es tröstet sie, als <strong>Übersetzungsvolontärin </strong>behilflich sein zu können, eine der meistbnachgefragten Aushilfen, die diese Tage beim ersten Empfang in der Hauptstadt benötigt werden. „Ich versuche nützlich zu sein. Ich kenne die Regeln hier in Deutschland und kann Deutsch. Es freut mich, dass ich helfen kann“, gibt sie mit einem Lächeln zu. Sie plant auch zur Ankunftsstelle zu gehen, um dort zu helfen. „Mein Land braucht mich, und ich helfe so wie ich kann“.</p>



<p>Sie erzählt, dass die Mutter einer ukrainischen Freundin, die vor ein paar Tagen in Deutschland angekommen ist, lauter blaue Flecken auf ihrem Körper hat. Die seien wegen der Menschenaufläufe an den Zugängen der Grenze entstanden. Ein Freund, der in <strong>Kiev </strong>ist, tut sein Bestes, um den dort verbliebenen Tieren Futter zu bringen und anderswo, zusammen mit anderen Leuten, zu helfen.</p>



<p>Dort ist die Verbindung noch gut, aber Anna kann kaum mit ihren Verwandten, in den kleinen Städten nördlich der Hauptstadt, Kontakt halten. „<strong>Viele Verwandte sitzen jetzt einfach im Keller, jeden Tag, und jede Nacht.</strong> Sie haben Probleme mit der Elektrizität. Manchmal haben sie die Möglichkeit ihr Akku zu laden, manchmal nicht. Sie gehen kaum raus. Deswegen, wenn es solche Gespräche gibt, sind sie sehr knapp.“</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-style-large"><p>„Mit dem Krieg so in der Nähe von uns, habe ich schon Angst. Anna war Studentin und jetzt ist sie Flüchtling“</p><cite>Anas, Student und Arbeiter aus Syrien, der als Flüchtling in Deutschland ankam</cite></blockquote>



<p>Ihr Partner, Anas, hört aufmerksam zu. Er sagt, es ginge ihm genauso wie ihr. „Mit dem Krieg so in der Nähe von uns, habe ich schon Angst“. Er betrachtet die Szenen von Menschen, die fliehen um ihr Leben zu retten, und er weiss, dass es „natürlich nicht so einfach“ ist. „Man verliert alles. Man hat ja die Wohnung verlassen, man hat die wichtigsten Sachen mitgenommen, um schnell zu fliehen. <strong>Das ist echt hart. Stell dir mal vor, jemand hat gerade seine Wohnung gebaut, oder eine gute Arbeit&#8230; und auf einmal, zacka, ist das weg.</strong>“ Er weiß Bescheid. Aber Anas will lieber nicht darüber reden.</p>



<p>Anna hat niemandem verloren, im Moment. Aber es ist ihr klar, dass sie nicht zurück in ihr Land kann. Sie hat nicht nur ihre Wohnung und ihr Auto verloren, sondern ihr Leben dort. „In einem Monat muss ich meine Magisterarbeit abgeben. Ich wollte danach denken, was ich weiter mache: entweder ich suche nach Arbeit hier oder komme in die <strong>Ukraine</strong>. Das war nicht klar.“ Jetzt kommt es nicht in Frage.</p>



<p>„Sie war Studentin und jetzt ist sie Flüchtling, weil sie nicht mehr in ihre Heimat zurückkehren kann“, deutet Anas an. Dieser junge Syrer, der kaum volljährig war als er in Deutschland ankam nachdem er vom heute noch andauernden Krieg in seinem Heimatland geflüchtet war, hätte nie gedacht, dass er jetzt mit seiner Freundin das Erlebnis eines Krieges auf eigener Haut teilen würde. „Es ist gar nicht einfach“, gibt er zu.</p>



<h2 class="has-text-color" style="color:#027315">Liebe auf den ersten Blick in einer <em>Uniparty</em></h2>



<p>Sie haben sich, wie soviele andere Paare, in einer Studentenparty kennengelernt. Es war vor ein Paar Jahren, kurz nachdem Anna von Kiev angekommen war. Die Universität an der beide studieren, hat damals eine Feier für die internationale Studenten organisiert, damit sie sich kennenlernen konnten.</p>



<p>„Wir haben uns so kennengelernt, wie einfach normale Studenten“, erinnert sich Anna mit einem breiten Lächeln im Gesicht. „Ja, das ist alles so gut gelaufen“, bestätigt Anas.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-style-large"><p>„Ich mag, dass Anas sehr offen und freundlich ist. Ich denke nie, &#8218;wie langweilig ist das&#8216;.</p><cite>Anna</cite></blockquote>



<p>Anna ist bald zu seiner Wohnung umgezogen. Und alles scheint sehr einfach gelaufen zu sein. Sie geniessen es zusammen zum Fitnessstudio zu gehen, joggen&#8230; und sie teilen viele Lernstunden zusammen in der Bibliothek. Aber was sie am besten mögen, ist dass sie sich gut verstehen. Und man merkt es ihnen an.</p>



<p>„Ich mag, dass Anas sehr, sehr offen und freundlich ist. Man kann sich immer mit ihm wohl fühlen beim Gespräch, er findet immer interessante Themen. Ich denke nie, &#8218;wie langweilig ist das&#8216;. Es ist immer eine spannende Zeit mit ihm“, beschreibt Anna. „<strong>Wir kommen aus unterschiedlichen Kulturen, aber man merkt das nicht. Er macht mich glücklich</strong>.“</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-style-large"><p>„Mir war wichtig, dass sie mit mir offen ist. Ich habe mich einfach wohl gefühlt“</p><cite>Anas</cite></blockquote>



<p>„Ich habe mir kein Gedanke darüber gemacht, welche Nationalität sie hat, welche Religion&#8230; hat keine grosse Rolle gespielt. Mir war wichtig, dass sie mit mir offen ist, dass sie mit mir offen spricht. Ich habe mich einfach wohl gefühlt“, erklärt Anas. Gerade das, mag er von Anna am liebsten, dass sie „eine offene Person“ ist.</p>



<p>Er mag auch besonders wie geduldig Anna ist, „manchmal auch nicht“, fügt er anscheinend ernst hinzu während Anna neben ihm lächelt. „Sie hört zu. Sie unterstützt mich, wenn ich mich schlecht fühle, und gibt mir Tipps. Sie hat Erfahrung, die ich in meinem Leben nicht habe; und ich habe Erfahrung, die sie nicht hat“, erzählt er weiter. Sie nickt. „Der Austausch zwischen uns klappt immer gut.“</p>



<h2 class="has-text-color" style="color:#027315">Beihilfe um den Schmerz des Krieges die Stirn zu bieten</h2>



<p>Es ist schon mehr als sechs Jahre her seitdem Anas aus seinem Land ankam und sein Gesicht weltweit bekannt wurde, nach dem <em>Selfie</em> mit der Kanzlerin des europäischen Landes, das in einem Jahr alle Flüchtlinge annahm die ankamen, meistens Landsleute von Anas. Es waren ungefähr eine Million Personen.</p>



<p>Jetzt, mit dem vorlaufenden Krieg in der Ukraine, der im ganzen Land vor zwei Wochen ausbrach, sind es schon zwei Millionen Flüchtlinge in Ländern der Europäischen Union, dank der Politik der offenen Tür, zu der sich die 27 Mitgliedsstaaten zum ersten Mal entschieden haben. &nbsp;</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-style-large"><p>„Wir haben uns in Deutschland kennengelernt. Das ist doch kein Zufall, weil die Leute aus unterschiedliche Kulturen sich hier wohl fühlen“</p><cite>Anna</cite></blockquote>



<p>„Früher war ja alles so schwierig“, bedenkt Anas über seinem Anfang in Deutschland. Jetzt fühlt er sich seinem Aufnahmeland an verpflichtet, und sowohl er als auch Anna schauen mit Hoffnung in die Zukunft.</p>



<p>„Wir haben uns in Deutschland kennengelernt. Das ist doch kein Zufall, weil die Leute aus unterschiedliche Kulturen sich wohl fühlen in Deutschland“, meint Anna. „Deutsche Leute sind sehr bereit auch andere Kulturen zu akzeptieren. Jeder kann sich sehr gut fühlen. Ich will auch mitmachen.“</p>



<p>Die rechtsextreme Partei <strong>Alternative für Deutschland</strong> hat einen relevanten Platz in der deutschen Politik gerade im Kontext der Flüchtlingsaufnahme in 2015 erreicht, <a href="https://salamplan.com/de/fluechtlinge/der-syrische-fluechtling-mit-merkel-selfie-man-muss-mehr-die-grenzen-kontrollieren/20171001" target="_blank" rel="noreferrer noopener">als Anas ankam</a>. Aber Anna und Anas erwähnen sie gar nicht in diesem Interview.</p>



<p>Sie fühlen sich angenommen und Teil der Gesellschaft ihrer neuen Stadt. Sie zeigen sich bereit ihr Bestes zu tuen. Währenddessen, nehmen sie die Kriege in ihrer geliebten Ukraine und Syrien in Angriff so gut sie können, und zwar zusammen.</p>



<p class="has-text-color" style="color:#027315"><strong>Es könnte ihnen auch interessieren:</strong></p>



<ul><li><a href="https://salamplan.com/de/wie-du/ein-imam-und-eine-judische-theologin-vom-mehrreligionenhaus-das-berlin-revolutioniert-dem-anderen-zuzuhoren-ist-ein-wesentlicher-bestandteil-fur-ein-friedliches-miteinander/20210527" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ein Imam und eine jüdische Theologin vom Mehrreligionenhaus das Berlin revolutioniert: „Dem Anderen zuzuhören ist ein wesentlicher Bestandteil für ein friedliches Miteinander“</a></li><li><a href="https://salamplan.com/de/islamfeindlichkeit/47-der-muslime-in-deutschland-sind-deutsche/20210429" target="_blank" rel="noreferrer noopener">47% der Muslime in Deutschland sind Deutsche</a></li><li><a href="https://salamplan.com/de/islamfeindlichkeit/die-imamin-die-eine-moschee-in-berlin-gruendete-und-unter-morddrohungen-lebt-seyran-ates-ibn-rushd-goethe/20190527" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Die Imamin die eine Moschee in Berlin gründete und unter Morddrohungen lebt</a></li></ul>



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		<title>Deutschland schliesst die Rückführung von Flüchtlingen mit Italien ab</title>
		<link>https://salamplan.com/de/fluechtlinge/deutschland-schliesst-die-rueckfuehrung-von-fluechtlingen-mit-italien-ab/20180913</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Maria Torrens]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Sep 2018 09:09:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Flüchtlinge]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bundesinnenminister Seehofer hat das Abkommen mit Italien im Bundestag bekannt gegeben. Es fehlen zwar noch die Unterschriften von ihm und Salvini, dies würde aber in den kommenden paar Tagen erledigt werden. &#8222;Ich habe gerade erfahren, das Abkommen mit Italien ist auch abgeschlossen&#8220;, hat Horst Seehofer (CSU) verkündet während Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ernst dazu nickte. Es soll ein Abkommen wie die mit Spanien und Griechenland abgeschlossene Dokumente sein. &#8222;Es fehlen nur noch die zwei Unterschriften vom italienischen Kollegen und von mir&#8220;, hat er versichert. Es wird kein gemeinsames Foto dazu von Seehofer mit Matteo Salvini geben, da sie die Papiere &#8222;austauschen&#8220; werden um sich die Reisekosten zu ersparen, so Seehofer. Der Bundesinnenminister hat das Abkommen als &#8222;Erfolg&#8220; beschrieben. Dieses Abkommen soll...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Bundesinnenminister Seehofer hat das Abkommen mit Italien im Bundestag bekannt gegeben. Es fehlen zwar noch die Unterschriften von ihm und Salvini, dies würde aber in den kommenden paar Tagen erledigt werden.</p>
<p><span id="more-1768"></span></p>
<p>&#8222;Ich habe gerade erfahren, das Abkommen mit Italien ist auch abgeschlossen&#8220;, hat <strong>Horst Seehofer</strong> (CSU) verkündet während Kanzlerin <strong>Angela Merkel</strong> (CDU) ernst dazu nickte. Es soll ein Abkommen wie die mit Spanien und Griechenland abgeschlossene Dokumente sein. &#8222;Es fehlen nur noch die zwei Unterschriften vom italienischen Kollegen und von mir&#8220;, hat er versichert.</p>
<p>Es wird kein gemeinsames Foto dazu von Seehofer mit <strong>Matteo Salvini</strong> geben, da sie die Papiere &#8222;austauschen&#8220; werden um sich die Reisekosten zu ersparen, so Seehofer. Der Bundesinnenminister hat das Abkommen als &#8222;Erfolg&#8220; beschrieben. Dieses Abkommen soll ähnlich wie die Vereinbarung mit Spanien und Griechenland laufen. Weitere Details hat er nicht verkündet.</p>
<p>&#8222;Wir haben die Zurückweisung an der deutsch-österreichischen Grenze für Menschen die eine Einreisesperre haben, die Durchsetzung dieser Einreisesperre durch Zurückweisung an der Grenze. Auch das funktioniert&#8220;, hat Seehofer über die Flüchtlings- und Migrationspolitik hinzugefügt.</p>
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		<title>Der syrische Flüchtling mit Merkel-Selfie: „Man muss mehr die Grenzen kontrollieren&#8220;</title>
		<link>https://salamplan.com/de/fluechtlinge/der-syrische-fluechtling-mit-merkel-selfie-man-muss-mehr-die-grenzen-kontrollieren/20171001</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Maria Torrens]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Oct 2017 10:37:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Flüchtlinge]]></category>
		<category><![CDATA[Islamfeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Alternative für Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Amnesty International]]></category>
		<category><![CDATA[Anas Modamani]]></category>
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		<category><![CDATA[Bundestagswahlen 2017]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Europäische Union (EU)]]></category>
		<category><![CDATA[Islamophobie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Anas Modamani ist traurig über das gute Ergebnis von der AfD in der Bundestagswahl, aber er fühlt sich nicht beängstigt. Andererseits bittet er um Wachsamkeit gegenüber einigen Asylsuchenden, die seiner Meinung nach die Flüchtlingskrise ungerecht ausnutzen. An der Wand seines Raumes in Berlin hat Modamani das Selfie aufgehängt, das er mit Angela Merkel kurz nach seiner Ankunft in Deutschland im August 2015 gemacht hat. Die Begegnung mit der Kanzlerin war für ihn „eine ganz grosse Erfahrung&#8220;, wie im Telefongespräch Salamplan.com erzählt. Damals war er 18 Jahre alt und war dem Krieg in Syrien entflohen. Er hatte noch in seiner Heimatstadt von Darayya (ein Vorort von Damaskus) sein Abitur abgeschlossen und hätte dort gerne an der Universität studiert. Aber der Weg...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Anas Modamani ist traurig über das gute Ergebnis von der AfD in der Bundestagswahl, aber er fühlt sich nicht beängstigt. Andererseits bittet er um Wachsamkeit gegenüber einigen Asylsuchenden, die seiner Meinung nach die Flüchtlingskrise ungerecht ausnutzen.</strong><span id="more-171"></span></p>
<p>An der Wand seines Raumes in Berlin hat Modamani das Selfie aufgehängt, das er mit <strong>Angela Merkel</strong> kurz nach seiner Ankunft in Deutschland im August 2015 gemacht hat. Die Begegnung mit der Kanzlerin war für ihn „eine ganz grosse Erfahrung&#8220;, wie im Telefongespräch Salamplan.com erzählt. Damals war er 18 Jahre alt und war dem Krieg in Syrien entflohen. Er hatte noch in seiner Heimatstadt von Darayya (ein Vorort von <strong>Damaskus</strong>) sein Abitur abgeschlossen und hätte dort gerne an der Universität studiert. Aber der Weg dorthin war lang und gefährlich, behauptet er. Als das Haus, in dem er mit seinen Eltern und Geschwistern wohnte, durch die Bombenanschläge zum Schutt verurteilt wurde, entschied er sich dafür zu fliehen.</p>
<p>Er kam nach einem kurzen Aufenthalt in der Türkei in Deutschland an, nicht ohne davor sein Leben in der Ägäis riskiert zu haben und die sogenannte „Balkanroute&#8220; zusammen mit vielen anderen Asylsuchenden überwunden zu haben. Aber das Selfie mit Frau Merkel spielte ihm einen schlechten und unerwarteten Streich: einige Leute benutzten das Bild um zu behaupten, dass er ein Terrorist war. Heute ist klar, dass es einfach nur Fake News waren und Modamani brachte <strong>Facebook</strong> sogar vor Gericht, weil er das Unternehmen für die Verbreitung der falschen Information für verantwortlich hielt. Er verlor den Fall im März dieses Jahres, obwohl zwei Monate davor &#8211; und nur ein paar Tage nachdem es bekannt wurde, dass der Flüchtling Facebook verklagen hatte- versprach Mark Zuckerbergs Firma, gegen falsche Nachrichten in Deutschland zu kämpfen.</p>
<blockquote><p><em><span style="color: #008000;">Es ist sehr, sehr Schade, dass die AfD schon im Bundestag (vertreten) ist, mit 13%. Aber Angst habe ich nicht</span></em></p></blockquote>
<p>Modamani erwartete nicht, dass <strong>Alternative für Deutschland</strong> „so viele“ Sitze (94 von 709) im Parlament mit 13% der Stimmen erhalten würde. Trotz der schlechten Erfahrungen mit Bedrohungen in seinem Facebook-Konto fühlte er sich in Deutschland willkommen, auch jetzt. „Na ja, das ist sehr, sehr Schade, dass sie schon im Bundestag sind, mit 13%. Das ist schon ganz viel. Ich fühle mich ganz schlecht. Ich hab‘ nie gedacht, dass AfD schon ganz viel (Unterstützung) hat“, gesteht er mit einer guten Aussprache am Telefon. Hat er Angst? „Angst, also&#8230; eigentlich nein“. Er erklärt, dass er sich sehr gut integriert fühlt, als Kassierer in einem McDonalds arbeitet und sich an der Humboldt Universität angemeldet hat, um sein Informatikstudium nächsten Wintersemester anzufangen. „Ich habe viele Freundschaften in Berlin angebaut: ganz, ganz viele Araber (die in Deutschland geboren wurden aber von Irak, Jordan&#8230; stammen), mit Deutschen, bei meinem Arbeitgeber auch&#8230;“</p>
<p>Die AfD betonte während ihrer Kampagne, dass die deutsche Sprache der Schlüssel wäre, um die nationale Identität zu versichern; allein im Jahre 2015 kamen mehr als eine Million Asylsuchende nach offiziellen Angaben der deutschen Behörden im Land an. Modamani, der jetzt 20 Jahre alt ist, interessiert sich dafür sich zu integrieren und hat bereits das Niveau B2 der deutschen Sprache erreicht. Dies bedeutet, dass er mit den Muttersprachlern ohne große Schwierigkeiten ein Gespräch führen kann, so die Definition des <strong>Goethe Instituts</strong>. In dieser Woche verzögerte er das Interview mit Salamplan.com, weil er für einen Leveltest lernen musste, um sich für ein Stipendium zu bewerben. In diesem Interview fällt sein reicher Wortschatz auf, was einige grammatikalische Fehler im Hintergrund lässt.</p>
<blockquote><p><em><span style="color: #008000;">Natürlich gibt es viele extremistische Leute, wie Daesh (ISIS), aber wenn du ein Muslim in deinem Herzen bist, stellst du keine Probleme</span></em></p></blockquote>
<p>Sätze wie „Islam passt nicht zu unserer Küche“ oder „Burkas? Wir steh’n auf Bikinis“ auf den Plakaten der AfD wollten während der Wahlkampagne zeigen, dass Islam und Demokratie nicht zusammen passen. Damit ist Modamani auf keinen Fall einverstanden und betont er habe wegen seines Glaubens als Muslim in Deutschland kein Problem bekommen. „Es gibt natürlich sehr viele extremistische Leute, wie <strong>Daesh</strong> (der sogennante „Islamischer Staat“), aber wenn man Muslim zu Hause, im Gedanken, im Herzen ist, muss man das nicht allen zeigen, also macht es keine Probleme, kein Stress. Das Wort <strong>Islam</strong> heisst Frieden, und ich habe auch den <strong>Q’ran</strong> gelesen: er sagt man muss immer friedlich, höflich, nett sein&#8220;, meint der syrische Flüchtling.</p>
<p>Er spricht in keinem Moment mit Groll; er erwähnt im Gegenteil, dass er sich durch diese Vision von Alternative für Deutschland und deren Unterstützer sich „wirklich traurig&#8220; fühlt. „Wegen ganz viele falsche Nachrichten, haben sie jetzt die schlimmsten Bilder des Islams über ganz Deutschland (verbreitet). Das finde ich sehr Schade. Und sie passen Islam mit Terrorismus ein (SIC), aber nein. Diese Terroristen haben vielleicht einen behinderten Kopf, sie sind dumme Leute. Sie sind keine richtige Muslime“.</p>
<blockquote><p><em><span style="color: #008000;">Mein bester Freund Mounir wurde ins Gefängnis in Syrien gebracht. Wir haben seit Langem keine Information und wissen nicht ob er noch am Leben ist</span></em></p></blockquote>
<p>Er erinnert sich daran, dass er vor dem Krieg mit Kindern – egal ob Muslim oder christlich- in seiner Schule von Darayya gespielt hat. Sie gingen oft in den Park, obwohl er damals auch seinem Vater bei der Arbeit half, Motoren zu reparieren. Mit dem Krieg kamen die Bombenanschläge, die nicht nur sein Haus zerstörten, sondern auch drei Onkel von Modamani töteten. „Wir haben keine Waffe genommen, nichts&#8220;, sagt er. Er denkt oft an seinen besten Freund Mounir, der vor langer Zeit ins Gefängnis in Syrien gebracht wurde. „Wir haben seit sehr Langem keine Information (von ihm und wissen nicht) ob lebt oder nicht“, erklärt er über diesen Fall, der an die tausenden von Fällen erinnert über die Amnesty International berichtet hat (<a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/syrien-das-foltergefaengnis-von-sednaja-a-1108315.html">Syrische Foltergefängnisse</a>, August 2016, <a href="https://www.amnesty.org/en/press-releases/2017/02/syria-investigation-uncovers-governments-secret-campaign-of-mass-hangings-and-extermination-at-saydnaya-prison/">Massive Erhängen und Vernichtung</a>, Februar 2017).</p>
<p><div id="attachment_172" style="width: 1034px" class="wp-caption aligncenter"><img aria-describedby="caption-attachment-172" loading="lazy" class="wp-image-172 size-large" src="https://salamplan.com/wp-content/uploads/2017/10/IMG-20170927-WA0010-1024x682.jpg" alt="" width="1024" height="682" srcset="https://salamplan.com/wp-content/uploads/2017/10/IMG-20170927-WA0010-1024x682.jpg 1024w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2017/10/IMG-20170927-WA0010-300x200.jpg 300w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2017/10/IMG-20170927-WA0010-768x511.jpg 768w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2017/10/IMG-20170927-WA0010.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><p id="caption-attachment-172" class="wp-caption-text">Anas Modamani posiert am heutigen Symbol für den Fall der Berliner Mauer. Urheberrecht: A. Modamani</p></div></p>
<p>In dieser Woche hätten die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union nach einer zweijährigen Frist 180.000 Flüchtlinge umsiedeln müssen, aber sie haben nur 25% davon erreicht. Modamani ist der Auffassung, dass die Lösung darin besteht, die Asylanträge in den Zwischenländern zu kontrollieren und dann eine sichere Passage für diejenigen zu schaffen, die eine Genehmigung erhalten.</p>
<p>Gleichzeitig ist er für die Verschärfung der Kontrolle über die deutschen Grenzen, genau wie die AfD will (obwohl die Partei auch vom Aufbau von Zäunen im Schengen-Raum spricht). Nicht nur das. Modamani besteht auch darauf vorsichtig mit einigen Flüchtlingen und Migranten zu sein, die seiner Meinung nach die Flüchtlingskrise ungerecht ausnutzen.</p>
<blockquote><p><em><span style="color: #008000;">Wir Flüchtlinge wollen nur in Frieden leben, wir wollen auch arbeiten. (Aber) man muss die Grenzen in Deutschland mehr kontrollieren</span></em></p></blockquote>
<p>„Mehr Grenzen kontrollieren&#8230; ich bin auch damit. Hier in Berlin gibt es sehr viele Leute die 6 Jahre hier sind und nix machen und bekommen nur Geld von Hartz IV und (vom) Jobcenter. Ich bin dagegen. Arbeit gibt’s in Deutschland, ganz viel Arbeit. Man braucht nicht so viel Erfahrung, man kann sich bewerben, man bekommt die Stelle. Aber sie wollen nicht arbeiten, finde ich“. Er klärt, dass er seit einem Jahr arbeitet und etwa 1.200 Euro im Monat verdient hat, obwohl er auch eine Ergänzung aus dem Staat erhalten hat, als das Gehalt niedriger war.</p>
<p>Dieser Syrer -dem kein Asyl gewährt wurde, sondern einen vorübergehenden Schutz- ist der Meinung, dass eine größere Kontrolle nicht nur für die Sicherheit oder die Sozialhilfe notwendig ist, sondern auch als Instrument zur Bekämpfung von Angst und Hass gegen den Islam in Europa. „Die deutsche Polizei muss wissen woher jeder Mensch kommt, was macht er in Deutschland, hat er Arbeit, gelernt, was macht er jeden Tag&#8230;“.</p>
<blockquote><p><span style="color: #008000;"><em>Ich habe keinen besonderen Traum, (sondern wünsche mir) ein ganz normales Leben: einen Job mit einem besseren Lohn zu finden, um Geld an meine Familie zu schicken, eine große Wohnung, heiraten&#8230;</em></span></p></blockquote>
<p>Gleichzeitig warnt er deutsche Staatsbürger vor falschen Nachrichten im Internet und bittet sie direkt mit Flüchtlingen Kontakt zu halten um die Wahrheit zu kennen. So werden sie entdecken, meint Modamani, dass sie alle „nur in Frieden leben (möchten), wir wollen auch arbeiten“.</p>
<p>Obwohl sich dieser 20-Jährige in seiner Berliner Umgebung integriert fühlt, vermisst er seine Familie sehr: „Ich fühle mich nicht zu Hause hier, immer Ausländer. Ausland bleibt immer Ausland“. Dennoch hat er „überhaupt nicht“ die Absicht, nach Syrien zurückzukehren, wenn der Krieg vorbei ist. „Ich habe hier viel (auf)gebaut: Arbeit, Studium &#8230; und vielleicht wird es dann besser, dann fühle ich mich zu Hause, aber später“. Anas Modamani erzählt, dass er nicht „einen besonderen Traum (hat, sondern sich) ein ganz normales Leben“ erwünscht: einen Job mit einem besseren Lohn zu finden, um Geld an seine Familie zu schicken, eine große Wohnung, heiraten&#8230; Im Moment, ist er aber glücklich, sein Studium in ein paar Monaten zu beginnen und gleichzeitig weiter im McDonald’s zu arbeiten.</p>
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