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	<title>Deutschland &#8211; Salam  Plan</title>
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	<description>Journalismus gegen Hass</description>
	<lastBuildDate>Thu, 27 May 2021 10:17:56 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Deutschland &#8211; Salam  Plan</title>
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		<title>Ein Imam und eine jüdische Theologin vom Mehrreligionenhaus das Berlin revolutioniert: „Dem Anderen zuzuhören ist ein wesentlicher Bestandteil für ein friedliches Miteinander“</title>
		<link>https://salamplan.com/de/wie-du/ein-imam-und-eine-judische-theologin-vom-mehrreligionenhaus-das-berlin-revolutioniert-dem-anderen-zuzuhoren-ist-ein-wesentlicher-bestandteil-fur-ein-friedliches-miteinander/20210527</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Maria Torrens]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 May 2021 07:31:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wie Du]]></category>
		<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[Christen]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Esther Hirsch strahlt über das ganze Gesicht. Osman Örs vemittelt eine friedliche Ruhe. Sie ist Jüdin, er ist Muslim. Sie sind seit Jahren Arbeitskollegen in einem aussergewöhnlichen Friedensprojekt in Berlin: dem Bau eines Mehrreligionenhaus für die Begegnung unddas Einanderkennenlernen zwischen Personen verschiedener Weltanschaungen, auch nicht Gläubige. Osman Örs ist Imam und theologischer Referent des House of One, das Haus des Einen. Esther Hirsch, ist die jüdische theologische Referentin des Projektes, der diesen Donnerstag die Grundsteinlegung erlebt. Es erfüllt sich endlich der Traum der vor mehr als zehn Jahren im Kopf eines evangelischen Priesters namens Gregor Hohberg begann. Bundespräsident Wolfgang Schäuble und Berlin Bürgermeister Michael Müller sind zur speziellen Angelegenheit auch mit dabei. Jahrelang arbeiten schon christliche, muslimische und jüdische Menschen...</p>
<p>La entrada <a rel="nofollow" href="https://salamplan.com/de/wie-du/ein-imam-und-eine-judische-theologin-vom-mehrreligionenhaus-das-berlin-revolutioniert-dem-anderen-zuzuhoren-ist-ein-wesentlicher-bestandteil-fur-ein-friedliches-miteinander/20210527">Ein Imam und eine jüdische Theologin vom Mehrreligionenhaus das Berlin revolutioniert: „Dem Anderen zuzuhören ist ein wesentlicher Bestandteil für ein friedliches Miteinander“</a> se publicó primero en <a rel="nofollow" href="https://salamplan.com/de">Salam  Plan</a>.</p>
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<p>Esther Hirsch strahlt über das ganze Gesicht. Osman Örs vemittelt eine friedliche Ruhe. Sie ist Jüdin, er ist Muslim. Sie sind seit Jahren Arbeitskollegen in einem aussergewöhnlichen Friedensprojekt in <strong>Berlin</strong>: dem Bau eines Mehrreligionenhaus für die Begegnung unddas Einanderkennenlernen zwischen Personen verschiedener Weltanschaungen, auch nicht Gläubige.</p>



<span id="more-6783"></span>



<p><strong>Osman Örs</strong> ist Imam und theologischer Referent des <a href="https://salamplan.com/de/wie-du/drei-religionen-eine-gemeinde-auch-offen-fuer-atheisten-das-ist-die-naechste-revolution-in-berlin-house-of-one/20190518" target="_blank" rel="noreferrer noopener">House of One</a>, das Haus des Einen. <strong>Esther Hirsch</strong>, ist die jüdische theologische Referentin des Projektes, der diesen Donnerstag die Grundsteinlegung erlebt. Es erfüllt sich endlich der Traum der vor mehr als zehn Jahren im Kopf eines evangelischen Priesters namens <strong>Gregor Hohberg</strong> begann. Bundespräsident Wolfgang Schäuble und Berlin Bürgermeister Michael Müller sind zur speziellen Angelegenheit auch mit dabei.</p>



<p>Jahrelang arbeiten schon christliche, muslimische und jüdische Menschen zusammen in einem Projekt, der der Begegnung unter Menschen verschiedener Glauben dienen soll. <strong>Zuhören und „dem Anderen Raum zu schenken“</strong> sind der Schlüssel zum echten Kennenlernen, meinen sowohl Örs als auch Hirsch. Es ist auch der nötige Schritt um ein „friedliches Miteinander“ aufzubauen, wie der Imam es formuliert.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-style-large"><p>House of One wird ein Mehrreligionenhaus im Zentrum Berlins sein, mit einer Kirche, einer Synagoge und einer Moschee plus einen vierten Raum zur Begegnung, der grösste und im Mittelpunkt des Baus</p></blockquote>



<p>Man hört die Glocken der Kirche neben Esther Hirschs Wohnung, als sie Örs im Dialog per Videoanruf für dieses Interview mit <a href="http://salamplan.com/de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Salam Plan</a> trifft. Sie erzählt wie bereichernd sie es findet, die Stimmung der Gebete und Räumlichkeiten von den anderen Religionen als Gast mitzuerleben.</p>



<p>Das <a href="https://house-of-one.org/de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">House of One</a> wird auf dem Petriplatz <strong>in der Nähe vom Roten Rathaus</strong> in den nächsten 4 bis 6 Jahren erbaut werden. Ein Mehrreligionenhaus, mit einer Kirche, einer Synagoge und einer Moschee plus einen vierten Raum zur Begegnung, der grösste und im Mittelpunkt des Baus. Alle unter einem selben Dach, in dem sich <strong>Muslime, Christen und Juden</strong> treffen und zusammenfeiern können, aber auch Platz haben werden um ihre eigene Gebete und Rituale durchzuführen. Ein Haus, <strong>wo auch andere Besucher willkommen heissen werden</strong>, seien sie gläubig oder nicht. Es geht darum sich kennenzulernen und zu teilen, um dadurch einen „konstruktiven Dialog“ und Zusammenleben miteinander aufbauen zu können.</p>



<p>Osman Örs und Esther Hirsch sind glücklich und aufgeregt endlich, nach mehr als zehn Jahren seitdem Gregor Hohberg auf die Idee kam, etwas „greifbares“ zu haben. <strong>„Zusammen, nebeneinander beten, in einem Haus füreinander da sein, und doch jeder in seiner eigenen Traditionen“</strong>, so beschreibt Hirsch den Traum dieses Projektes. </p>



<figure class="wp-block-gallery columns-1 is-cropped"><ul class="blocks-gallery-grid"><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" width="1024" height="683" src="https://salamplan.com/wp-content/uploads/2021/05/House-of-One-Kuehn-Malvezzi-House-of-One-Modellfoto-©-Michel-Koczy-Stiftung-House-of-One-1024x683.jpg" alt="" data-id="6787" data-full-url="https://salamplan.com/wp-content/uploads/2021/05/House-of-One-Kuehn-Malvezzi-House-of-One-Modellfoto-©-Michel-Koczy-Stiftung-House-of-One-scaled.jpg" data-link="https://salamplan.com/?attachment_id=6787" class="wp-image-6787" srcset="https://salamplan.com/wp-content/uploads/2021/05/House-of-One-Kuehn-Malvezzi-House-of-One-Modellfoto-©-Michel-Koczy-Stiftung-House-of-One-1024x683.jpg 1024w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2021/05/House-of-One-Kuehn-Malvezzi-House-of-One-Modellfoto-©-Michel-Koczy-Stiftung-House-of-One-300x200.jpg 300w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2021/05/House-of-One-Kuehn-Malvezzi-House-of-One-Modellfoto-©-Michel-Koczy-Stiftung-House-of-One-768x512.jpg 768w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2021/05/House-of-One-Kuehn-Malvezzi-House-of-One-Modellfoto-©-Michel-Koczy-Stiftung-House-of-One-1536x1024.jpg 1536w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2021/05/House-of-One-Kuehn-Malvezzi-House-of-One-Modellfoto-©-Michel-Koczy-Stiftung-House-of-One-2048x1365.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="blocks-gallery-item__caption"> House of OneHouse of One Projekt © Michel Koczy/ House of One</figcaption></figure></li></ul></figure>



<p><strong>Nach mehr als zehn Jahren beginnt der Bau des House of One endlich an. Was gefällt ihnen am Besten von diesem Friedensprojekt?</strong></p>



<p><strong>EH</strong>: Es ist ein Platz für Juden, Christen und Muslime, in dem jeder ein Raum haben wird. Aber wir haben ja vier Räume, das ist auch was uns so besonders macht und was unserem Gedanken und spirituellen Raum so erweitert. (So dass,) der vierte Raum nicht nur der Begegnung dient, sondern auch der Raum für die Gesellschaft, für andere Religionen, für -ganz wichtig- nicht religiöse Menschen ist, also dieser mittlerer Raum, der auch der grösste sein wird. Dass das unser Zentrum ist, dass das wirklich wie die Welt, wie die Gesellschaft ist. Da können wir uns Treffen und sind auf Augenhöhe, niemand steht über dem Anderen. Wir sind wirklich dort zu gleichen Teilen. In der Gesellschaft sind wir doch nicht zu gleichen Teilen vorhanden, prozentual, aber das ist ein Raum in dem jeder gleich viel zählt.</p>



<p>Es ist wirklich dieses Kennenlernen. Ich kann sehr viel lesen, ich kann auch an Meetings teilnehmen und es wird nie das Gleiche sein. Da kommen wir zurück auf das wirkliche Haus, warum ist es wichtig ein Haus zu haben: weil wir uns in der Realität kennenlernen müssen.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-style-large"><p>„Ein Begegnusraum für alle Religionen und nicht religiöse Menschen ist unser Zentrum. Da können wir uns Treffen und sind auf Augenhöhe, niemand steht über dem Anderen“</p><cite>Esther Hirsch, jüdische theologische Referentin des House of One</cite></blockquote>



<p><strong>OÖ:</strong> Mir gefällt es am Besten, dass ich im selben Haus tatsächlich Menschen jüdischen Glaubens, als auch christlichen Glaubens habe, und auch Menschen anderer Weltanschaungen haben werde. Dass wir tatsächlich so nah beieinander sein können, und gleichzeitig aber auch unseren eigenen Faden treu sein können und voneinander lernen können, in unmittelbarer Nachbarschaft.</p>



<p>Ich freue mich insbesondere auf die Erfahrungen die uns dann erwarten wenn das Haus steht. Wenn dann die religiöse Feiern und Gebete und Gottesdienste in seiner eigenen Tradition in den Räumen stattfinden und sich Menschen in dem ein-aus treffen werden und was uns da erwartet, das finde ich ganz spannend.</p>



<p><strong>EH</strong>: Ja, dann lade ich dich da zum Kaffeetrinken ein [sie lacht].</p>



<p><strong>OÖ</strong>: Ja, eben. Gern [er lächelt zurück].</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-style-large"><p>„Als Muslim, weiss man, dass Judentum und Christentum als Buchreligionen auch im Islam erwähnt werden. Aber es ist ein sehr oberflächliches Wissen. Dass man sich ein tiefgründiges Wissen aneignen kann, das ist sehr, sehr bereichernd“.</p><cite>Osman Örs, Imam und theologischer Referent des House of One</cite></blockquote>



<p><strong>Was hat ihnen in all diesen Jahren Zusammenarbeit von den anderen Religionen überrascht? Und was haben sie gelernt?</strong></p>



<p><strong>OÖ:</strong> Überrascht bin ich eigentlich immer wieder wenn ich etwas näher im Detail erfahre, über die jüdische Glaubenswelt, und auch über die christliche Glaubenswelt. Denn, man weiss natürlich als Muslim, dass Judentum und Christentum als Buchreligionen auch im Islam erwähnt werden und auch diese Traditionen für uns auch an <a href="https://salamplan.com/en/islam-qa/jesus-in-the-quran-muslims-also-believe-he-was-sent-by-god-and-celebrate-he-was-born/20181224" target="_blank" rel="noreferrer noopener">besonderen Stellen</a> Wert haben, die wir schätzen. Aber gleichzeitig wissen wir, oder ich weiss relativ wenig darüber, es ist ein sehr oberflächliches Wissen. Dass man sich ein tiefgründiges Wissen aneignen kann, das ist sehr, sehr bereichernd.</p>



<p><strong>Können sie sich an eine Situation in diesen Jahren Zusammenarbeit erinnern wo sie dachten: ‚Oh, das wusste ich nicht‘ oder ‚Das mag ich besonders‘?</strong></p>



<p><strong>EH</strong>: Ich habe davon unglaublich viele Erlebnisse gehabt. Zum Beispiel, als wir uns sowohl mit Hinduisten als auch mit Buddisten unterhalten haben. Natürlich glaubt man diese Religionen zu kennen, man liest es in Zeitungen, ich habe buddistische Freunde&#8230; In dem Augenblick wo wir uns auseinandergesetzt haben, wir haben sie zu einem Gesprächsabend eingeladen, wir haben uns ganz viel angehört und ich habe gemerkt, dass ich gar keine Ahnung von ihrer Religion hatte. Was sie bewegt dort zu sein, wie sie denken, die Geschichte ihrer Religion&#8230; von Allem, nichts. Das ist so, wie Osman eben gesagt hat, so oberflächlich&#8230; Und das ist noch so nachvollziehbar, weil das sind ja Religionen noch weniger gibt hier in unserer Geselllschaft als Juden, aber das sind auch die die man glaubt so gut zu kennen.</p>



<p>Ich überrasche mich da immer selber, dass ich Dinge höre, aus dem Islam oder Christentum, von denen ich nicht die geringste Ahnung hatte. Ich war [letzten Sonntag als Gast] im Pfingstgottesdienst und Imam Kadir Sanci [einer der Initiatoren des House of One] hat aus dem Koran gelesen, und ich dachte: „Das ist meine Geschichte“. Er hat vom Auszug des Volkes Israel aus Ägypten aus dem Koran erzählt, und das war so geschrieben, dass das hätte bei uns sein können. Dass der Koran von so vielen Völkern Geschichten wiedergibt, die mir völlig vertraut sind, das gibt einen völlig anderen Zugang zu einer anderen Religion. Da weiss ich: „Die kennen mich ja“ (sie lächelt). Das ist doch unglaublich. Das habe ich nicht gewusst, dass es wirklich so genau geschrieben steht wie ich es auch kenne.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-style-large"><p>„Ich überrasche mich da immer selber, dass ich Dinge höre, aus dem Islam oder Christentum, von denen ich nicht die geringste Ahnung hatte. Ich war im Gottesdienst zu Gast und es wurde aus dem Koran gelesen, vom Auszug des Volkes Israel aus Ägypten. Das war so geschrieben, dass das hätte bei uns sein können“</p><cite>Esther Hirsch</cite></blockquote>



<p><strong>OÖ</strong>: Was mich immer besonders überrascht, ist wenn ich einen jüdischen Gottesdienst mal horche, dabei bin als Gast, und dann über die jeweilige Texte schaue und dann erkennt man tatsächlich wie sehr eben die Gottesvorstellung, die Gotteswahrnehmung als auch der Lobpreis Gottes&#8230; wie sehr sich da Dinge tatsächlich überschneiden, es Parallelen gibt, Gemeinsamkeiten. Auch wenn Gott jetzt als Name, zum Beispiel, anders ausgesprochen wird, in der jüdischen Tradition, bei uns in der islamischen Tradition. Aber der Lobpreis gilt dem Einen, und die Ehre gilt dem Einen. Ich finde es ganz bereichernd wirklich zu sehen wie das auch ausgedrückt wird in der jüdischen Tradition. Dieser Ausdruck könnte genauso gut aus der islamischen Tradition kommen, könnte auch in meinem Gottesdienst quasi stattfinden und er würde seine Berechtigung haben.</p>



<p><strong>Sie weisen beiden auf das Zuhören hin. Fehlt das vielleicht normalerweise in unserer Gesellschaft?</strong></p>



<p><strong>EH:</strong> Absolut. Und ich muss sagen, ich muss mich gleich miteingemeinden. Ich bin in vielen Teilen meines Lebens völlig ignorant durch die Welt gelaufen. Das Tolle ist wenn man irgendwann die Erkenntnis hat und merkt, dass man viele Dinge verpasst hat. Dass man immer wieder an sich arbeitet und merkt wie schnell man ein Vorurteil gefasst hat. Das muss gar nicht so negativ sein, sondern ein Vorurteil, dass ich glaube den Anderen zu kennen, sein Gebet zu kennen, seine Welt zu kennen, obwohl ich mich gar nicht intensiv damit beschäftigt habe. Dass man immer wieder bereit ist diesen Schritt zu tun, die Welt des Anderen sich zuzuhören. Ob man es gut findet oder nicht, das bleibt einem immernoch überlassen. Aber das auf einfach schon mal auf sich wirken zu lassen, und das so neben sich zu stellen. Ich muss es nicht annehmen, aber akzeptieren dass es da ist.</p>



<p><strong>OÖ:</strong> Ich glaube auch, das Zuhören ist ein wesentlicher Bestandteil für ein friedliches Miteinander. Das gehört zu einem konstruktivem Dialog, das man einander zuhört, einander sieht und sich begegnet, und sich unser Wissen darauf gründet. Und nicht einfach leere Informationen oder Informationsschnipsel sind mit denen sich unsere Bilder dann in den Köpfen festigen.</p>



<p>Man kann nicht das eigene Bild über dem Anderen einfach dadurch bilden in dem man ganz oberflächlich sich Informationen aneignet. Da ruhen auch normalerweise gewisse Vorurteile oder verzerrte Bilder in unseren Köpfen, und ich glaube die kann man nur tatsächlich zerbrechen in dem man dem Anderen zuhört, das man in Gespräch kommt und man auch der Stimme des Anderen Raum gibt. Das ist entscheidend. Die Architektur des House of One spiegelt das auch wieder. Letztenendes, gilt es da den Raum dem Anderen zu geben. Und zu diesem Raumgeben gehört aber auch Gehör schenken, aneinander sehen, nicht <em>übersehen</em>. Nicht von oben oder auch nicht herabblickend, sondern auf Augenhöhe begegnen.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-style-large"><p>„Wir sollten nicht einen blinden Hass folgen, oder aus Hass quasi blind werden vor dem Menschen der uns gegenüber steht“</p><cite>Osman Örs</cite></blockquote>



<p><strong>Die Grundsteinlegung vom House of One kommt gerade nachdem der Nahost Konflikt erneut aufflammte, was in Europa gleichzeitig zu <a href="https://salamplan.com/en/like-u/john-bell-former-mediator-in-the-israeli-palestinian-conflict-there-is-a-kind-of-hijack-of-religion/20210523" target="_blank" rel="noreferrer noopener">steigende antisemitische und antimuslimische Konfrontation</a> führte. Welche Botschaft würden sie gerne für ein friedliches Zusammenleben verschiedener Religionen vermitteln?</strong></p>



<p><strong>EH</strong>: Das ist schwierig das von da auf hier zu vermitteln, denn was mir ja auch so leidtut -abgesehn davon, dass ich keine Lösung des Nahostkonflikts parat habe-, wie sehr sich das hier auf unser Zusammenleben auswirkt. Es ist schön wenn die Menschen dazu eine Meinung haben und bereit sind ihre Meinung immer wieder zu ändern, wenn man neue Erkenntnisse hat, auch zu politischen Themen. Aber wenn wir das nicht unmittelbar hier auf uns übertragen würden&#8230;</p>



<p>Denn, wenn wir hier zusammen leben, als Juden, Muslime, Christen, und die vielen anderen Religionen und Sekularen, haben wir nicht die Probleme die sich im Nahostkonflikt abspielen. Wir sollten zuerst mal auf uns zukommen, und dann können wir uns gerne über die Probleme im nahen Osten unterhalten. Und da werden wir wahrscheinlich auch ganz verschiedene Meinungen haben, nicht nur Juden und Muslime, sondern innerhalb der Juden auch und innerhalb der Muslime auch. Aber dann kann man sich ein Problem nähern. Aber nicht das als unser Problem antizipieren, wir haben genug eigene. Nicht blind sein für die Anderen, aber trotzdem es nicht als unseres annehmen.</p>



<p><strong>OÖ</strong>: Wir sollten nicht einen blinden Hass folgen, oder aus Hass quasi blind werden vor dem Menschen der uns gegenüber steht. Wir alle tragen, egal wo wir leben, die Verantwortung für ein friedliches Miteinander. Und in erster Linie, wir Menschen die hier miteinander leben. Konflikte die ganz weit weg sind, hier herein zu tragen ist auch nicht wirklich ratsam. Erst Recht darf, meines Erachtens, nicht Hass daraus entstehen und Antisemitismus entstehen. Wenn wir ein Vorbild sein können hier vor Ort, dann kann dieses Vorbild des friedlichen Miteinanders auch woanders hinstrahlen, auch in den nahen Osten und überall hin.</p>



<p><em>Das Crowdfunding des House of One steht weiterhin <a href="https://house-of-one.org/de/spenden" target="_blank" rel="noreferrer noopener">offen</a>. Es werden noch 8 Millionen Euro benötigt um den Bau vervollständigen zu können.</em></p>



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			</item>
		<item>
		<title>47% der Muslime in Deutschland sind Deutsche</title>
		<link>https://salamplan.com/de/islamfeindlichkeit/47-der-muslime-in-deutschland-sind-deutsche/20210429</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Maria Torrens]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Apr 2021 11:20:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Islamfeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Islam Konferenz (DIK)]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Islam]]></category>
		<category><![CDATA[Islamophobie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die debattierte „Integration“ der Muslime in Deutschland hängt kaum von der Religion ab, sonder eher von Faktoren wie die soziale Situation, so eine Studie vom Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge. In Deutschland leben zwischen 5,3 und 5,6 Millionen muslimische Bürger, was etwa dem 6,5% der totalen Bevölkerung entspricht. 47% davon, sind Deutsche. Muslimische Religionsangehörige mit einem sogennanten „Migrationshintergrund“ aus der Türkei bilden mit 2,5 Millionen Personen weiterhin die größte Herkunftsgruppe, stellen mit einem Anteil von 45% aber nicht mehr die „absolute Mehrheit“. Dies habe sich mit der Ankunft von Flüchtlingen aus Ländern im Krieg, wie Syrien, um das Jahr 2015 herum geändert, nach den Angaben der Studie „Muslimisches Leben in Deutchland“ im Auftrag der Deutschen Islam Konferenz (DIK). Seit 2015,...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Die debattierte „Integration“ der Muslime in Deutschland hängt kaum von der Religion ab, sonder eher von Faktoren wie die soziale Situation, so eine Studie vom <strong>Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge</strong>.</p>



<span id="more-6675"></span>



<p>In Deutschland leben zwischen 5,3 und 5,6 Millionen muslimische Bürger, was etwa dem <strong>6,5% der totalen Bevölkerung</strong> entspricht. 47% davon, sind Deutsche.</p>



<p>Muslimische Religionsangehörige mit einem sogennanten <strong>„Migrationshintergrund“ aus der Türkei</strong> bilden mit 2,5 Millionen Personen weiterhin die größte Herkunftsgruppe, stellen mit einem Anteil von 45% aber nicht mehr die „absolute Mehrheit“. Dies habe sich mit der Ankunft von Flüchtlingen aus Ländern im Krieg, wie Syrien, um das Jahr 2015 herum geändert, nach den Angaben der Studie „Muslimisches Leben in Deutchland“ im Auftrag der <strong>Deutschen Islam Konferenz</strong> <strong>(DIK)</strong>. Seit 2015, ist die muslimische Bevölkerung um 900.000 Personen gestiegen, obwohl seit 2017 sich dies kaum verändert hat.</p>



<p>„Die Analysen zeigen zudem, dass der Einfluss der Religion auf die Integration häufig überschätzt wird. Aspekte wie die Aufenthaltsdauer, Migrationsgründe oder die soziale Lage prägen den Integrationsprozess in einem weitaus größeren Ausmaß als die Religionszugehörigkeit“,<em> </em>signalisierte <strong>Hans-Eckhard Sommer</strong>, Präsident des <strong>Bundesamts für Migration und Flüchtlinge</strong> <strong>(BAMF)</strong> während der Vostellung der Studie am Mittwoch.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-style-large"><p>„Der Einfluss der Religion auf die Integration häufig überschätzt wird. Aspekte wie die Aufenthaltsdauer, Migrationsgründe oder die soziale Lage prägen den Integrationsprozess in einem weitaus größeren Ausmaß“</p><cite>Hans-Eckhard Sommer, Bundesamt für Migration und Flüchtlinge</cite></blockquote>



<p>Es wurden mehr als 4.500 Personen im Alter ab 16 Jahren befragt, sowohl Zugewanderte aus 23 verschiedenen muslimisch geprägten Herkunftsregionen als auch deren in Deutschland geborene Nachkommen. Die Anzahl an deutsche Muslime ohne den sogenannten „Migrationshintergrund“ sei so klein, dass sie statistisch in der Studie miteinzubeziehen nicht aussagekräftig gewesen wäre, hat die Forscherin <strong>Anja Stichs</strong> <a href="https://salamplan.com" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Salam Plan</a> erklärt.</p>



<p>Was der <strong>Sprache </strong>angeht, fühlen sich 70% der muslimische Bürger sicher oder sehr sicher mit ihren Kentnissen. Die Studie weist auch darauf hin, dass zwei Drittel deutsche Freunde haben; bei denen es nicht der Fall ist, wünschten sie es sich aber doch.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-style-large"><p>„Muslimische Religionsangehörige unterscheiden sich in denen von uns untersuchten Aspekten so gut wie überhaupt nicht von sonstigen Religionsangehörigen“</p><cite>Anja Stichs, Forscherin BAMF</cite></blockquote>



<p>Der Glauben wird im Alltag unterschiedlich erlebt: <strong>39% betet täglich, 25% betet nie</strong>. Andererseits, sind die Personen die zugewandert sind generell religiöser, egal ob muslimisch, christlich oder Angehörgiger anderer Religionen. 20% der Personen mit Migrationsgrund in den Ländern von muslimischer Mehrheit, folgen nicht dem Islam sondern einen anderen Glauben oder gar keinen.</p>



<p>Die Studie hat auch nach dem Kopftuch gefragt. <strong>„Ob ein Kopftuch getragen wird, hängt stark vom Alter ab”</strong>, so Stichs. 30% der muslimische Bürgerinnen tragen ihn. Am meisten, sind es die Frauen die älter als 66 sind. In dem Fall, tragen 62% von ihnen den Kopftuch. Zwischen dem Alter von 26 und 65 Jahren, tragen ihn etwa 41%. Ein 26% trägt den Kopftuch zwischen den 16. und 25. Lebensjahr. Was den Mädchen betrifft, trägt 0,9% von den kleineren als 10 Jahren den Kopftuch. 11,5% der Mädchen von 11 bis 15 Jahren tragen den Kopftuch.</p>



<p>Forscherin <strong>Anja Stichs</strong> stellte fest: „Muslimische Religionsangehörige unterscheiden sich in denen von uns untersuchten Aspekten so gut wie überhaupt nicht von sonstigen Religionsangehörigen aus den gleichen Herkunftsländern“.</p>



<p class="has-text-color" style="color:#028f2c"><strong>ES INTERESSIERT IHNEN VIELLEICHT AUCH:</strong></p>



<ul><li><a href="https://salamplan.com/de/wie-du/drei-religionen-eine-gemeinde-auch-offen-fuer-atheisten-das-ist-die-naechste-revolution-in-berlin-house-of-one/20190518" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Drei Religionen, eine Gemeinde (auch offen für Atheisten): das ist die nächste Revolution in Berlin</a></li><li><a href="https://salamplan.com/de/islamfeindlichkeit/die-imamin-die-eine-moschee-in-berlin-gruendete-und-unter-morddrohungen-lebt-seyran-ates-ibn-rushd-goethe/20190527">Die Imamin die eine Moschee in Berlin gründete und unter Morddrohungen lebt</a></li></ul>



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		<title>Mitarbeiterin vom Dönerladen in Halle: „Der Täter hat nichts gesagt. Es war wahllos“</title>
		<link>https://salamplan.com/de/terrorismus/mitarbeiterin-vom-doenerladen-in-halle-der-taeter-hat-nichts-gesagt-war-wahllos/20191010</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Maria Torrens]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Oct 2019 09:59:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<category><![CDATA[Anschlag]]></category>
		<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[Ayman Mazyek]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Dönerladen]]></category>
		<category><![CDATA[Halle]]></category>
		<category><![CDATA[Horst Seehofer]]></category>
		<category><![CDATA[Synagoge]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralrat der Muslime in Deutschland]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine Mitarbeiterin vom angegriffenen Dönerbistro in Halle kam am Laden gerade an als der mutmasslicher Täter sich von der Polizei hinter seinem Auto versteckte. Sie erzählt Salam Plan wie er  kein Wort gesagt hat und findet keinen offensichtlichen Motiv. Er hat gezielt auf einen Stammkunden geschossen, hat aber verzichtet abzudrücken als er die Waffe zu einem Mitarbeiter gerichtet hat. Er war einer der beiden Opfer, nach dem Versuch in die naheliegenden Synagoge reinzugehen. &#62;&#62;&#62; Folgen Sie Salam Plan &#8211; &#8222;Journalismus gegen Hass&#8220; auf Twitter und Facebook . Mehr Inhalte auf Englisch und Spanisch&#60;&#60;&#60; Sie war nicht da als die Schüsse angefangen haben. Ein Mitarbeiter hat sie angerufen und sie ist dorthin mit dem Auto „gerast“, erzählt sie ein Tag danach...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Mitarbeiterin vom angegriffenen Dönerbistro in <strong>Halle</strong> kam am Laden gerade an als der mutmasslicher Täter sich von der Polizei hinter seinem Auto versteckte. Sie erzählt <a href="http://salamplan.com"><span style="color: #008000;">Salam Plan</span></a> wie er  kein Wort gesagt hat und findet keinen offensichtlichen Motiv. Er hat gezielt auf einen Stammkunden geschossen, hat aber verzichtet abzudrücken als er die Waffe zu einem Mitarbeiter gerichtet hat. Er war einer der beiden Opfer, nach dem Versuch in die naheliegenden Synagoge reinzugehen.<span id="more-4671"></span></p>
<h4 style="text-align: center;"><span style="color: #008000;"><em>&gt;&gt;&gt; Folgen Sie Salam Plan &#8211; &#8222;Journalismus gegen Hass&#8220; auf <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://twitter.com/SalamPlan">Twitter</a></span> und <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://www.facebook.com/SalamPlanCommunity">Facebook</a></span> . Mehr Inhalte auf Englisch und Spanisch&lt;&lt;&lt;</em></span></h4>
<p>Sie war nicht da als die Schüsse angefangen haben. Ein Mitarbeiter hat sie angerufen und sie ist dorthin mit dem Auto „gerast“, erzählt sie ein Tag danach am Telefon. Als sie parkte, versuchte der Täter gerade von der Polizei zu fliehen. <strong>„Ich war 15-20 Meter hinter ihm (&#8230;) Ich konnte da nichts machen. (&#8230;) Ich habe überlegt ob ich nicht Vollgas gebe und an ihm ziele. Den Gedanken habe ich aber dann verworfen“</strong>. Die Polizei war schon da und der Mann schoss gegen die Agenten.</p>
<p>Als der angebliche Mörder weggefahren war, von der Polizei gefolgt, ging sie in den Dönerbistro rein. Da hat sie die „Mitarbeiter vort Ort in den Arm genommen und getröstet“. <strong>Den verunglückten Kunden hat sie versucht zu helfen</strong>, „der Notruf war schon am Apparat“. Aber man konnte nichts mehr für ihn tun: er war schon tot, ein <strong>Stammkunde in seinen dreissigern</strong>, erzählt diese Mitarbeiterin, die lieber Anonym bleiben will. Sie schätzt der Krankenwagen ist erst nach 20 Minuten angekommen, die Polizei war nur einige Minuten früher bei ihnen im Geschäft.</p>
<p>Zum Glück hat die Fensterscheibe des Ladens ein doppeltes Glas, fügt sie dazu. „Ich wusste auch gar nicht womit wir es hier zu tun haben. Ich dachte erstmal, dass es irgendwie Stress gibt. Eigentlich ist normalerweise alles friedlich und dadurch, dass keiner von uns verletzt wurde, dachte ich: ‚Ok, es ist zielgerichtet auf diese Person‘“.</p>
<p>Erst später hat sie erfahren, dass der Täter versucht hatte mit Schüssen, Molotovcocktails und Granaten in die <strong>naheliegenden Synagoge</strong> einzutreten und dass er auch <strong>eine Frau neben dem jüdischen Friedhof getötet</strong> hatte.</p>
<p>Bundesinnenminister <strong>Horst Seehofer</strong> hat den Angriff, der mit einem Versuch in die naheliegenden Synagoge begann, als <strong>„zumindest antisemitisch“</strong> bezeichnet und die Generalstaatsanwaltschaft behandelt die Ermittlungen unter dem Verdacht eines <strong>rechtsextremen Motiv</strong>. Einige Augenzeugen behaupten der Täter, ein 27 jähriger Deutscher nach Medienangaben, hätte auch Hassaussagen gegen Juden gemacht. Der Vorsitzende des Zentralrat der Muslime in Deutschland, Ayman Mazyek, zeigte gestern seine „Solidarität mit unseren jüdischen Geschwistern“.</p>
<p>Ihre Mitarbeiter haben ihr erzählt, <strong>der Täter hätte auch „nichts gesagt“</strong> bevor sie ankam, obwohl sie darauf hinweist, dass es vielleicht auch mit der persönlichen Wahrnehmung war während sie unter Schock leideten. <strong>Der Angriff im Bistro passt für sie aber nicht ganz zur Beschreibung eines „antisemitischen“ oder rassistischen Amocklaufs</strong>: dem deutschen Opfer im Laden könnte man keine Konfession an äusserlichen Details erkennen können und ihre unverletzte Mitarbeiter seien „südlicher Abstammung“, erklärt sie. „Er hat auch eine Waffe meinem Mitarbeiter gehalten, er hat aber nicht abgedrückt (&#8230;). <strong>Es war einfach wahllos</strong>“.</p>
<p>Der Dönerbistro bleibt im Moment geschlossen, während die Ermittlungen weiterlaufen. Die Mitarbeiter wurden nicht verletzt, aber brauchen auch Zeit um sich vom Schock zu erholen.</p>
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		<title>Marwa El Sherbini, 10 Jahre seit dem ersten islamfeindlich motivierten Mordes in Deutschland</title>
		<link>https://salamplan.com/de/islamfeindlichkeit/marwa-sherbini-10-jahre-seit-dem-ersten-islamfeindlich-motivierten-mordes-in-deutschland/20190701</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Maria Torrens]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Jul 2019 21:41:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Islamfeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Christchurch]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Dresden]]></category>
		<category><![CDATA[Farid Ahmed]]></category>
		<category><![CDATA[Hasskriminalität]]></category>
		<category><![CDATA[Marwa El Sherbini]]></category>
		<category><![CDATA[Mevlüde Genç]]></category>
		<category><![CDATA[Muslime]]></category>
		<category><![CDATA[Neuseeland]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>
		<category><![CDATA[Solingen]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralrat der Muslime in Deutschland]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Marwa El Sherbini war eine 32-jährige Apothekerin in Dresden, die am 1. Juli 2009 ermordet wurde als sie vor Gericht trat um als Zeugin gegen einem Angeklagten auszusagen, der sie beschimpft hatte weil sie einen muslimischen Koptuch trug. Er wiederholte diese schriftlich vor dem Amstrichter und stach sie 18 Mal zu Tode. &#62;&#62;&#62; Folgen Sie Salam Plan &#8211; &#8222;Journalismus gegen Hass&#8220; auf Twitter und Facebook &#60;&#60;&#60; Der Morderer tat dies vor dem Richter selber in den Räumigkeiten des Landesgerichts Dresden, wo auch ihr Mann und ihr damals drei-jähriger Sohn anwesend waren. Sie war im dritten Monat einer neuen Schwangerschaft. Das Landgericht beurteilte ihn zu lebenslanger Haft wegen ein fremdenfeindliches -sie kam aus Ägypten- und islamophobisches Mordes. Seit dem, gilt sie...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Marwa El Sherbini</strong> war eine 32-jährige Apothekerin in Dresden, die am <strong>1. Juli 2009</strong> ermordet wurde als sie vor Gericht trat um als Zeugin gegen einem Angeklagten auszusagen, der sie beschimpft hatte weil sie einen muslimischen Koptuch trug. Er wiederholte diese schriftlich vor dem Amstrichter und <strong>stach sie 18 Mal zu Tode.</strong><span id="more-4255"></span></p>
<h4 style="text-align: center;"><span style="color: #008000;"><em>&gt;&gt;&gt; Folgen Sie Salam Plan &#8211; &#8222;Journalismus gegen Hass&#8220; auf <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://twitter.com/SalamPlan">Twitter</a></span> und <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://www.facebook.com/SalamPlanCommunity">Facebook</a></span> &lt;&lt;&lt;</em></span></h4>
<p><strong>Der Morderer tat dies vor dem Richter</strong> selber in den Räumigkeiten des Landesgerichts Dresden, wo auch ihr Mann und ihr damals drei-jähriger Sohn anwesend waren. Sie war im dritten Monat einer neuen Schwangerschaft. Das Landgericht beurteilte ihn zu lebenslanger Haft wegen ein fremdenfeindliches -sie kam aus Ägypten- und islamophobisches Mordes. Seit dem, gilt sie als erstes <span class="css-901oao css-16my406 r-1qd0xha r-ad9z0x r-bcqeeo r-qvutc0">Opfer eines klar islamfeindlich motivierten Mordes in Deutschland und deswegen ist der 1. Juli der <strong>Tag gegen Islam- und Muslimfeindlichkeit</strong> bundesweit.</span></p>
<p>Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) vergibt erstmals anlässlich des 10. Jahrestags des islamfeindlichen Mordes an Marwa El-Sherbini den „Internationalen <strong>Marwa El-Sherbini-Preis</strong> für Zivilcourage“ an zwei Akteuren, <strong>Mevlüde Genç aus Deutschland und Farid Ahmed aus Neuseeland</strong>. „Den PreisträgerInnen [ist] nicht nur gemeinsam , dass sie durch antimuslimischen Rassismus und Hass ihnen geliebte Menschen verloren haben, sondern vor allem, dass sie diesem Rassismus und Hass mit Versöhnung und Zusammenhalt in ihren jeweiligen Gesellschaften geantwortet haben“, hat der ZMD in einer Pressemitteilung hervogehoben.</p>
<p>Die damals 50-Jährige <strong>Mevlüde Genç</strong> verlor zwei Töchter, zwei Enkelinnen und eine Nichte bei einem Brandanschlag am 29. Mai 1993 auf ihr Haus in <strong>Solingen</strong>. Es stellte sich heraus, die Täter hatten Verbindungen mit der rechtsextremen Szene. Die deutsche Familie aus türkischer Herkunft war muslimisch, und die Morde werden deswegen auch heutzutage von mehreren Akteuren für islamfeindlich gehalten.</p>
<p>Die Frau von <strong>Farid Ahmed</strong> wurde beim Terroranschlag in <strong>Christchurch (Neuseeland)</strong> am 15. März dieses Jahres ermordet, neben anderen 50 Personen. Sie hatte geholfen Frauen und Kinder in Sicherheit ausserhalb der attackierten Moschee zu bringen und wurde erschossen als sie zurückging um ihren Mann, im Rollstuhl, zu helfen. „Ich vergebe den Mörder meiner Frau. Ich wünschte, ich könnte ihn umarmen“, waren <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://salamplan.com/en/terrorism/new-zealand-attack-survivor-i-forgive-the-person-who-killed-my-wife-i-wish-i-could-give-him-hug/20190318">seine Worte</a></span> danach.</p>
<p>Im Jahre 2018 gab es <strong>910 islamfeindliche Straftaten in Deutschland</strong>, die offiziell als solche vom Bundesministerium des Innern unter den <a href="https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/downloads/DE/veroeffentlichungen/2019/pmk-2018-hasskriminalitaet.pdf;jsessionid=EDE173FE24A0F4A20D69CCB6F6E039C4.1_cid373?__blob=publicationFile&amp;v=3"><span style="color: #0000ff;">Daten der Hasskriminalität</span></a> registriert wurden. „<span class="css-901oao css-16my406 r-1qd0xha r-ad9z0x r-bcqeeo r-qvutc0">Wir sind EINE Gesellschaft &amp; zu uns gehören rund fünf Millionen Menschen muslimischen Glaubens“, sagte an diesem 1. Juli die Regierungsabteilung für Integration im <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://twitter.com/IntegrationBund/status/1145655071381905408">Twitter</a></span>. </span></p>
<h4 style="text-align: center;"><span style="color: #008000;"><em>&gt;&gt;&gt; Folgen Sie Salam Plan &#8211; &#8222;Journalismus gegen Hass&#8220; auf <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://twitter.com/SalamPlan">Twitter</a></span> und <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://www.facebook.com/SalamPlanCommunity">Facebook</a></span> &lt;&lt;&lt;</em></span></h4>
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		<title>Die Imamin die eine Moschee in Berlin gründete und unter Morddrohungen lebt</title>
		<link>https://salamplan.com/de/islamfeindlichkeit/die-imamin-die-eine-moschee-in-berlin-gruendete-und-unter-morddrohungen-lebt-seyran-ates-ibn-rushd-goethe/20190527</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Maria Torrens]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 May 2019 13:27:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Islamfeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Alternative für Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Berlín]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Islam Konferenz (DIK)]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen im Islam]]></category>
		<category><![CDATA[Grosser Imam von Al Azhar]]></category>
		<category><![CDATA[Horst Seehofer]]></category>
		<category><![CDATA[Ibn Rushd Goethe Moschee]]></category>
		<category><![CDATA[Islam]]></category>
		<category><![CDATA[Juden]]></category>
		<category><![CDATA[Katholiken]]></category>
		<category><![CDATA[Moabit]]></category>
		<category><![CDATA[Muslimische Feministen]]></category>
		<category><![CDATA[Papst Franziskus]]></category>
		<category><![CDATA[Seyran Ates]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seyran Ates wäre fast in einem Anschlag in 1984 umgekommen, als sie eine Beratungsstelle von Frauen aus der Türkei mit nur 21 Jahren führte. 2006 wurde diese Rechtsanwältin nach einem Gerichtstermin angegriffen und sie erlitt erneut Morddrohungen. Seitdem steht sie unter Personenschutz. Die Drohungen stiegen aber als sie vor zwei Jahren eine Moschee in der deutschen Hauptstadt gründete. &#62;&#62;&#62; Folgen Sie Salam Plan &#8211; &#8222;Journalismus gegen Hass&#8220; auf Twitter und Facebook &#60;&#60;&#60; Sie ist die erste Imamin Deutschlands. Ist das denn möglich? Traditionnell machen nur Männer diesen Job, aber es gibt Muslime, die dafür stehen Frauen seien ebenfalls dazu berechtigt. Es existieren auch andere Einzelfälle von Imaminen in Ländern wie Dänemark oder den Vereinigten Staaten die sich in den letzten...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Seyran Ates</strong> wäre fast in einem Anschlag in 1984 umgekommen, als sie eine Beratungsstelle von Frauen aus der Türkei mit nur 21 Jahren führte. 2006 wurde diese Rechtsanwältin nach einem Gerichtstermin angegriffen und sie erlitt erneut Morddrohungen. Seitdem steht sie unter Personenschutz. Die Drohungen stiegen aber als sie vor zwei Jahren eine Moschee in der deutschen Hauptstadt gründete.<span id="more-4057"></span></p>
<h4 style="text-align: center;"><span style="color: #008000;"><em>&gt;&gt;&gt; Folgen Sie Salam Plan &#8211; &#8222;Journalismus gegen Hass&#8220; auf <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://twitter.com/SalamPlan">Twitter</a></span> und <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://www.facebook.com/SalamPlanCommunity">Facebook</a></span> &lt;&lt;&lt;</em></span></h4>
<p>Sie ist die erste Imamin Deutschlands. Ist das denn möglich? Traditionnell machen nur Männer diesen Job, aber es gibt Muslime, die dafür stehen Frauen seien ebenfalls dazu berechtigt. Es existieren auch andere <strong>Einzelfälle von Imaminen</strong> in Ländern wie Dänemark oder den Vereinigten Staaten die sich in den letzten Jahren gegen diesem <em>Statu Quo</em> rebellierten.</p>
<p>Ates unterstreicht ihre Moschee sei für alle Muslime offen, auch für Dialog mit anderen Religionen und Atheisten. Denn Teil ihres Zieles ist für den <strong>Frieden unter Religionen</strong> und verschiedener Weltanschaungen zu arbeiten. In der Tat, habe sie vor Kurzem den katholischen Sankt Jakobspilgerweg mit einer gemischten Gruppe angefangen und wolle bald weiter damit machen.</p>
<p>Ihre Moschee, die ihren Platz <strong>in einem freien, sekulären Raum einer evangelischen Gemeinde</strong> gefunden hat, war Ziel einer Fatwa (islamische Rechtsauskunft) aus Ägypten, die sie für nicht muslimisch gesprochen hat. Dagegen sagt Ates ihre Ansicht sei nicht etwas aussergewöhnliches innerhalb der muslimischen Gesellschaft, gibt dennoch zu sie könnte in einen neuen Zweig des Islams münden.</p>
<p>Islam sei für sie auf jeden Fall ein Teil Deutschlands, sie sei aber gegen dem „politischen Islam“, der Religion und Staat mischt und den sie für gleich gefährlich wie Rechts- oder Linksextremisten hält. <span style="color: #008000;"><a style="color: #008000;" href="http://salamplan.com">Salam Plan</a></span> trifft sie in der <strong>Ibn Rushd -Goethe Moschee</strong> im Berlinerbezirk von Alt Moabit kurz vor den Europawahlen. Den „etablierten Parteien“ in Europa bittet sie sich in den Spiegel zu schauen bevor sie die „Rechtspopulisten“ für ihre Meinungen zum Islam oder Migration zu kritisieren.</p>
<p><div id="attachment_4065" style="width: 1034px" class="wp-caption aligncenter"><img aria-describedby="caption-attachment-4065" loading="lazy" class="wp-image-4065 size-large" src="https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/05/Berlin-Moschee-Treppen-1024x718.jpg" alt="" width="1024" height="718" srcset="https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/05/Berlin-Moschee-Treppen-1024x718.jpg 1024w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/05/Berlin-Moschee-Treppen-300x210.jpg 300w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/05/Berlin-Moschee-Treppen-768x538.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><p id="caption-attachment-4065" class="wp-caption-text">Eingang zur Ibn Rushd-Goethe Moschee, die in einem freien Raum einer evangelischen Gemeinde in Berlin Platz fand. © Salam Plan</p></div></p>
<p><strong>Ihre Moschee stellt sich als ein Projekt vor, das einen „progressiven und inklusiven Islam“ erlebt. Was sollen wir genau darunter verstehen?</strong></p>
<p>Der Begriff „zeigtgemässer Islam“ fasst das -glaube ich- besser zusammen, unter einem Dach. „Zeitgemäss“ in dem Sinne, dass wir den Koran und auch die Hadizen, [also] die Überlieferungen über die Aussprüche und die Taten des Propheten [Muhammads], historisch- kritisch betrachten.</p>
<p>Wir lesen all die Texte, und stellen uns die Frage: Welchen Sinn und Zweck hat das Ganze? In welcher Zeit ist es entstanden und warum? Und gilt das heute noch?</p>
<p>Und das gilt als fortführend und „liberal“, weil wir entspannter mit unserer Religion umgehen, wie vielleicht andere Menschen, die sehr orthodox ihr Leben extrem reglamentiert einrichten nach <em>halal</em> [erlaubt] und <em>haram </em>[nicht erlaubt], und sehr angstbeladen und mit vielen Verboten leben, das Diesseits eher vernachlässigen, und sich zu stark auf das Jenseits konzentrieren und entsprechend ein Druck ausüben auf Menschen, wie sie zu leben haben.</p>
<p>Wir mischen uns nicht ein. So verstehen wir den Islam, wie eine Religion ist, die sehr individualistisch ist, die darauf ausgerichtet ist, dass keine Institution, kein Mensch zwischen dem Gläubigen und Gott steht. Jeder Moslem ist für sich selbst und für sein Leben selber verantwortlich.</p>
<p>Wir setzen auf Mündigkeit und Eigenverantwortung, und das sind alles Attribute die man als „liberal“ beschreibt. Nun muss ich nicht „liberal“ genannt werden, man kann mich auch gerne „konservative“ nennen; das finde ich ja auch in Teilen: ich finde es gut Traditionen und Rituale zu haben, wenn sie uns für heute das Zusammenleben gut machen. Alles was dem Guten dient, den Frieden dient, da bin ich auf der Seite.</p>
<blockquote>
<h4><em><span style="color: #008000;">„Jeder Moslem ist für sich selbst und für sein Leben selber verantwortlich. Wir setzen auf Mündigkeit und Eigenverantwortung“</span></em></h4>
</blockquote>
<p><strong>Welche Traditionen sind nicht gut, ihrer Meinung nach?</strong></p>
<p>Die Tradition, dass Männer und Frauen nicht zusammen beten dürfen, finde ich nicht in Ordnung. Die ist eine Tradition, die das Patriarchat eingeführt hat. In Mekka, zum Beispiel, pilgern Frauen und Männer zusammen. Da laufen sie um die Kaaba gemeinsam herum und beten auch gemeinsam. Da kommen Männer und Frauen sehr oft körperlich auch zueinander. Sie berühren sich, weil es sehr eng ist und es ist gar nicht anders möglich und es gibt trotzdem nicht diese extreme Sexualisierung.</p>
<p>Ich wünschte Muslime könnten es schaffen diese ganze Spiritualität und diese ganze Selbstverständlichkeit die sie in Mekka erleben, zwischen den Geschlechtern, dass sie das auch in sonstigen Moscheen überall erleben. Das tuen wir hier. Nicht nur wir, sondern viele andere Menschen in der Welt auch.</p>
<p>Wir akzeptieren auch nicht die Tradition des Kopftuchtragens als eine Pflicht; wir akzeptieren auch nicht, dass Menschen nicht schwul oder lesbisch oder transgender sein dürfen.</p>
<p><strong>Einerseits gibt es viele Muslime in Europa, die wie sie in diesem Sinne denken. Andererseits gibt es auch viele die das Gegenteil denken und sie sind sogar deswegen unter Polizeischutz.</strong></p>
<p>Genau. Das muss man sich mal anschauen, wie traurig das ist. Ich stehe unter Personenschutz, weil wir hier Männer und Frauen zusammen beten, weil ich gegen das Kopftuchtragen als religiöse Pflicht in öffentlichen Ämtern argumentiere. Wir werden angefeindet, dass wir ein Ort geschaffen haben, wo eine Frau zum Gebet ruft; wo eine Frau vorbetet, vor einer gemischten Gruppe, und predigt. Wir machen das abwechselnd, mal ist es ein Mann, mal ist es eine Frau (&#8230;). Und dafür bekommen wir Morddrohungen. Und [auch] dafür, dass ich einen interreligiösen Dialog hier führe, also suchen wir den Frieden zwischen Religionen. Das ist schon Absurd.</p>
<p><strong>Morddrohungen.</strong></p>
<p>Morddrohungen, <em>supercommon</em>, dafür, dass man sich für den Frieden zwischen den Religionen einsetzt.</p>
<blockquote>
<h4><span style="color: #008000;"><em>„Die Tradition, dass Männer und Frauen nicht zusammen beten dürfen, finde ich nicht in Ordnung. Die ist eine Tradition, die das Patriarchat eingeführt hat. In Mekka, zum Beispiel, pilgern Frauen und Männer zusammen“</em></span></h4>
</blockquote>
<p><strong>Hatten sie erwartet, dass es so weit reichen würde?</strong></p>
<p>In Teilen schon. Ich stehe seit 2006 unter Personenschutz. Ich habe erlebt, mit 21 Jahren, dass Männer in der Lage sind eine Frau zu töten, auf Menschen zu schiessen, auf mich zu schiessen -ich bin ja schwer verletzt worden-, nur weil wir uns für Frauenrecht eingesetzt haben.</p>
<p>Das heisst, ich wusste, das es radikale, nationalistische und religiös extremistische Muslime gibt, die nicht einverstanden damit sind, dass die Geschlechter gleichberechtigt sind. Ich wusste, dass es Extremisten gibt, die ein Problem mit Homosexualität haben, und ich wusste, dass es Muslime gibt, die nicht akzeptieren, dass eine Moschee in dem Gebäude einer Kirche beziehungsweise im interreligiösen Dialog gründet.</p>
<p>Das wusste ich, und habe es geahnt, aber am Ende habe ich nicht geahnt, dass sogar ein Land wie die Türkei, Ägypten und der Iran, diese Länder regelrecht über ihre jeweiligen Kanäle -dass sie tatsächlich über Presseerklärungen unsere kleine Mosche defamieren würden. Das war schon ein Schritt weiter und hat mich am Ende aber darin bestätigt, dass ich richtig bin.</p>
<p>Ganze Länder interessieren sich für diese Moschee. Sehen sie sich das an, sie sind hier, im Raum, 100 Quadratmetern ungefähr: ein heller, friedlicher Raum, in dem Männer und Frauen zusammen kommen, Menschen zusammenkommen!</p>
<p>Gläubige und nicht Gläubige. Hier kommen Atheisten und Agnostiker, weil sie sich interessieren für das Friedensprojekt. Es ist ein Friedensprojekt. Es kommen Juden und Christen, mit denen wir hier schöne Veranstaltungen machen und (&#8230;) jeden Freitag findet hier ein Dialogzirkel statt, von alleine. Jeden Freitag, um 14 Uhr, kann jeder kommen.</p>
<p><div id="attachment_4063" style="width: 1034px" class="wp-caption alignnone"><img aria-describedby="caption-attachment-4063" loading="lazy" class="wp-image-4063 size-large" src="https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/05/Berlin-Moschee-Kirche-1024x681.jpg" alt="" width="1024" height="681" srcset="https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/05/Berlin-Moschee-Kirche-1024x681.jpg 1024w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/05/Berlin-Moschee-Kirche-300x200.jpg 300w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/05/Berlin-Moschee-Kirche-768x511.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><p id="caption-attachment-4063" class="wp-caption-text">Die Ibn Rushd-Goethe Moschee wurde in einem freien Raum dieser evangelischen Gemeinde in Berlin gegründet. © Salam Plan</p></div></p>
<p><strong>Wie ist es dazu gekommen eine Moschee hier zu gründen, im Gebäude einer evangelischen Kirche?</strong></p>
<p>Das war ein sehr glücklicher Zufall, dass ich vor einer Pfarrerkonvention einen Vortrag gehalten habe über diese Idee und am Ende, wie bei jedem Vortrag den ich zu dieser Zeit gehalten habe, gesagt habe: „Wenn sie von Räumen wissen, sagen sie mir Bescheid. Ich suche einen kleinen Raum, den ich alleine finanzieren kann“. Und da waren einige Pfarrer sofort bereit mir zu helfen und haben mir mehrere Angebote gemacht. Dieser Raum war am Ende der schönste.</p>
<p>Leider ist er nicht barrierefrei, wir sind im dritten Stock, aber wir haben jetzt ein anderes Gebäude in Aussicht [im berlinerischen Moabit Bezirk] wo wir hinkönnen, das adequat ist. Da freuen wir uns sehr.</p>
<h4 style="text-align: center;"><span style="color: #008000;"><em>&gt;&gt;&gt;Lesen sie auch: <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://salamplan.com/de/wie-du/drei-religionen-eine-gemeinde-auch-offen-fuer-atheisten-das-ist-die-naechste-revolution-in-berlin-house-of-one/20190518">Drei Religionen, eine Gemeinde (auch offen für Atheisten): das ist die nächste Revolution in Berlin</a></span>&lt;&lt;&lt;</em></span></h4>
<p><strong>Sie haben vorhin Ägypten, Türkei und Iran erwähnt. Als diese Mosche gegründet wurde, gab es eine Fatwabehörde in Ägypten die sie als Nicht-Muslime beurteilt hat. Diese Fatwa-Behörde, Dar al Ifta, ist mit der Universität von Al Azhar verbunden und der Grosse Imam von Al Azhar hat vor nur einigen Monaten ein Dokument über die „Brüderlichkeit aller Menschen“ zusammen mit dem Papst unterschrieben, wo sie für Dialog standen. Aber anscheinend ist es in diesem Fall überhaupt nicht dazu gekommen.</strong></p>
<p>Ich halte ihn für einen sehr verlogenen, schlechten Menschen.</p>
<p><strong>Warum?</strong></p>
<p>Weil er nicht ehrlich ist, denn er wünscht sich keine Aufklärung und keinen Frieden in der islamischen Welt. Denn wenn er das wünschen würde, würde er nicht solchen Menschen wie uns so Schlechtes tuen.</p>
<p>Ich akzeptiere ihn nicht als Autorität. Diese Fatwa hat dazu geführt, dass viele Menschen in den sozialen Medien sich ihm angeschlossen haben und uns Drohungen geschickt haben. Wenn er ein herzensguter Imam wäre, ein Mensch der fest im Glauben ist, dann würde er versuchen Licht und Liebe zu verbreiten; was er verbreitet hat ist Hass und Dunkelheit.</p>
<p>Und wenn er dann zum Papst geht und so eine Verbindung sucht oder so was verkündet, dann ist es für mich gelogen (&#8230;). Dann höre ich sowieso nur noch „Brüderlichkeit“. (&#8230;) Ich sehe da zwei Männer, die in der Orthodoxie sich verbinden, aber nicht in dem Weltfrieden, den ich mir vorstelle.</p>
<blockquote>
<h4><em><span style="color: #008000;">„Die Enstehungsgeschichte des Islams war viel progressiver als das was die Orthodoxen gerade leben. Da wir die Gleichberechtigung von Mann und Frau vorantreiben, sind wir sehr stark bei Martin Luther, sind wir bei den Protestanten, und auch den liberalen Juden“</span></em></h4>
</blockquote>
<p><strong>Sie stehen für eine Reform des Islams und ihre Moschee liegt in diesem Gebäude. Das erinnert daran wie Martin Luther mit der Reformierung der christlichen Kirche angefangen hat und eine neue Religion, oder in ein neuer Zweig der Religion, enstanden ist. Denken sie dies kann auch dazu führen?</strong></p>
<p>Man kann es teilweise tatsächlich aus dieser Perspektive betrachten und das wird vielleicht auch so entstehen, beziehungsweise wenn wir uns theologisch auseinandersetzen, das im Grunde was die Gleichberechtigung der Geschlechter anbelangt, das praktizieren was am Anfang des Islams war.</p>
<p>Die Enstehungsgeschichte des Islams war viel liberaler, viel offener, viel progressiver als das was die Orthodoxen gerade leben (&#8230;). Da wir auch die Gleichberechtigung vor Allem von Mann und Frau vorantreiben, sind wir sehr stark bei Martin Luther, sind wir bei den Protestanten, und auch den liberalen Juden.</p>
<p><div id="attachment_4067" style="width: 1034px" class="wp-caption aligncenter"><img aria-describedby="caption-attachment-4067" loading="lazy" class="wp-image-4067 size-large" src="https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/05/Berlin-Moschee-Gebetsraum-1024x682.jpg" alt="" width="1024" height="682" srcset="https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/05/Berlin-Moschee-Gebetsraum-1024x682.jpg 1024w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/05/Berlin-Moschee-Gebetsraum-300x200.jpg 300w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/05/Berlin-Moschee-Gebetsraum-768x511.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><p id="caption-attachment-4067" class="wp-caption-text">Seyran Ates lässt sich ungern fotografieren. Ihr ist es lieber die Moschee zu zeigen. © Salam Plan</p></div></p>
<p><strong>Koran auf Deutsch oder auf Arabisch?</strong></p>
<p>Auf Deutsch. Ich studiere jetzt gerade Islamwissenschaften, versuche Arabisch zu lernen.</p>
<p>Wir geben hier Arabisch Unterricht und wir sind darauf bedacht, dass jeder auf Arabisch den Text lesen kann und versuchen ihn so gut wie möglich mit vielen Übersetzungen zu erarbeiten, damit wir sehr nahe am original sind (&#8230;). Wir fördern und wünschen uns, dass die Menschen von der Unmündigkeit herausgeholt werden und ihnen die Chance gegeben wird zu verstehen woran sie glauben.</p>
<p><strong>In der Deutschen Islamkonferenz dieses Jahres behauptete Bundesinnenminister Seehofer Muslime seien ein Teil Deutschlands, im Gegenteil zu dem was er selber in der Bild Zeitung einige Monate davor gesagt hatte. Fühlen sie sich in Deutschland akzeptiert? </strong></p>
<p>Ja, absolut. Ich bin eine deutsche Staatsangehörige. Ich habe zwei Heimaten: die Türkei und Deutschland und besitze eine transkulturelle Identität. Es ist dieses Land, Deutschland, das mir den Personenschutz zur Verfügung stellt. Es ist dieses Land, Deutschland, dass mir keine Probleme macht, dass ich solch eine Moschee eröffne.</p>
<p>Insofern, bin ich stolz und glücklich in Deutschland zu sein und das der Rechststaat hier funktioniert, noch, und die Demokratie [funktioniert], und Europäerin zu sein. Deshalb fühle ich mich sehr wohl, noch, hier und ich kämpfe gegen alle Menschen die versuchen dieses Friedensprojekt Europa zu zerstören. Egal ob es von links, von rechts oder von Islamisten kommt.</p>
<blockquote>
<h4><em><span style="color: #008000;">„Ich kämpfe gegen alle Menschen die versuchen dieses Friedensprojekt Europa zu zerstören. Egal ob es von links, von rechts oder von Islamisten kommt“</span></em></h4>
</blockquote>
<p><strong>Was würden sie gerne zu den Standpunkten der AfD antworten die dafür stehen „Islam gehört nicht zu Deutschland“ oder „Islamisierung stoppen“ oder „Islamfreie Schulen“?</strong></p>
<p>Wir müssen Extremismus stoppen, egal ob er von links, von rechts oder ob er vom politischen Islam kommt, und da gehört die AfD dazu. Die AfD ist eine riesengrosse Enttäuschung für sehr viele Wähler, auch für ihre Mitglieder. Man hat tatsächlich gedacht, dass sie versuchen werden das Thema der Migration auf eine vernünftige Ebene zu bringen, aber inzwischen ist das ein Hort von Rechtsradikalen und die Menschen die für diese Partei vorne an der Front stehen, stehen nicht unbedingt als Sympathieträger dort.</p>
<p>Sie sind in ihrer ganzen Erscheinung auch sehr menschenverachtend und bringen vielleicht Inhalte die politisch eventuell sogar diskutierbar wären nicht akzeptabel rüber. Und die Thematik mit der Migration und dem Islam haben sie am Ende, leider Gottes, so weit gebracht, dass sie es nur als Wahlkampfthema benutzen, sehr populistisch und menschenverachtend. Da tuen sie sich kein Gefallen, da werden sie einfach als rechte und Nazipartei bezeichnet werden.</p>
<blockquote>
<h4><em><span style="color: #008000;">„Selbstverständlich gehört auch ein konservativer Islam zu Deutschland. Wir sagen nie, dass wir den abschaffen wollen. Der politische Islam gehört nicht zu Deutschland. Es ist nicht in Ordnung, wenn Qatar, die Türkei und die Muslimbrüder hier eine Bildungsoffensive betreiben“</span> </em></h4>
</blockquote>
<p><strong>Gehört, ihrer Ansicht nach, auch der konservative Islam zu Deutschland?</strong></p>
<p>Selbstverständlich gehört auch ein konservativer Islam zu Deutschland. Wir sagen nie, dass wir den abschaffen wollen, sondern wir wollen nur gesehen werden als ein Teil des Islam[s] in der ganzen Welt. Der Islam ist extrem plural, viel pluraler vielleicht als in der christlichen Kirche, weil wir diese Institutionalisierung nicht haben, und wir haben von Marokko bis Indonesien unglaublich viele Ausrichtungen wie der Islam praktiziert und gelebt wird.</p>
<p>Der politische Islam gehört nicht zu Deutschland. Es ist nicht in Ordnung, wenn Qatar, die Türkei und die Muslimbrüder hier eine Bildungsoffensive betreiben und einen unmündigen Islam verbreiten und lehren.</p>
<p><strong>Stehen sie dann auch für „Islamfreie Schulen“, zum Beispiel?</strong></p>
<p>Ich stehe für Schulen in denen Religion und Ethik gemeinsam unterrichtet wird. Deshalb bin ich sehr für ein Gemeinschaftsunterricht, wo unsere Kinder vielleicht unter dem Dach oder dem Titel „Humanismus“ alle religiösen und Weltanschaungen lernen die es gibt, die Menschen dazu führen eine gewisse Haltung zu haben.</p>
<p><strong>Das passiert schon teilweise, davon abhängend in welcher Jahrgangstufe man ist.</strong></p>
<p>Es passiert nicht konsequent und nicht in jedem Bundesland. Wir haben das hier in Berlin, und ich wünschte mir das in einer stärkeren Ausrichtung, denn wir haben, meine Ansicht nach, 2019 nun festgestellt, dass das Thema der Religion und der Weltanschaung ein wichtiges Thema ist für unsere Kinder, für unsere Gesellschaft.</p>
<p>Ich bin dafür, dass Menschen erzogen werden, die mit 18 freiwillig entschliessen, mit einer entsprechenden Auseinandersetzung, an welchem Gott sie glauben wollen oder ob sie überhaupt an einem Gott glauben wollen.</p>
<blockquote>
<h4><em><span style="color: #008000;">„Den etablierten Parteien kann ich nur sagen: sie sollen aufhören sich nur mit dem Rechtspopulismus zu beschäftigen und immer nur mit dem Finger auf die zu zeigen, dass sie unser Europa zerstören, sondern in den Spiegel gucken und dann an die eigene Nase fassen, was sie alles falsch gemacht haben“ </span></em></h4>
</blockquote>
<p><strong>Islam und Migration sind zwei Themen die in Europa in Verbindung gesetzt werden -egal ob man über deutsche Muslime, zum Beispiel redet, oder von Ausländern- und die vielen Wählern beunruhigen.</strong></p>
<p>Zurückblickend und auch jetzt aktuell, kann ich den etablierten Parteien nur sagen: sie sollen aufhören sich nur mit den rechten und dem Rechtspopulismus zu beschäftigen und immer nur mit dem Finger auf die zu zeigen, dass sie unser Europa zerstören, sondern in den Spiegel gucken und dann an die eigene Nase fassen, was sie alles falsch gemacht haben, in den letzten 20, 30 Jahren, dass wir nach wie vor diese Thematik und Diskussion über Migration und Islam haben. Sie sind für mich die Hauptverantwortlichen.</p>
<p>(&#8230;) Für mich ist das Problem an den etablierten Parteien zu suchen, weil sie einfach weggeguckt haben und ignoriert haben, und gemeint haben sie sind tolerant, dabei die ganze Zeit aber ignorant gewesen. Der Islam hätte schon längst eine andere Stufe der Integration und Akzeptanz in Deutschland erlebt, wenn sie sich damit vernünftig beschäftigt hätten und es nicht den radikalen in die Hände gegeben hätten. Die ganzen extremkonservativen und orthodoxen Verbände haben dazu geführt, dass es ein Islambild gibt, welches von vielen Europäern abgelehnt wird.</p>
<p>Und wir, als liberale, haben genau damit zu kämpfen. Wir waren nicht sichtbar, wir wurden gar nicht von der etablierten Politik gesehen (&#8230;)</p>
<blockquote>
<h4><em><span style="color: #008000;">„Liberale Muslime haben Angst ihre Art des Islams auch nach aussen hin zu erzählen oder Haltung dazu zu behalten. Lieber behalten sie dass heimlich“.</span></em></h4>
</blockquote>
<p><strong>Denken sie Ihre Sicht des Islams ist die einer Minderheit oder die einer Mehrheit in Europa?</strong></p>
<p>Die ist ganz sicher nicht die einer Minderheit. Die aktuell existierenden angeblich grossen Verbände repräsentieren maximal 15% der Muslim beispielsweise in Deutschland oder Europa. Alle andere haben Angst.</p>
<p>Liberale Muslime haben Angst ihre Art des Islams auch nach aussen hin zu erzählen oder Haltung dazu zu behalten. Lieber behalten sie dass heimlich.</p>
<p><div id="attachment_4068" style="width: 1034px" class="wp-caption aligncenter"><img aria-describedby="caption-attachment-4068" loading="lazy" class="wp-image-4068 size-large" src="https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/05/Berlin-Moschee-Fenster-1024x681.jpg" alt="" width="1024" height="681" srcset="https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/05/Berlin-Moschee-Fenster-1024x681.jpg 1024w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/05/Berlin-Moschee-Fenster-300x200.jpg 300w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/05/Berlin-Moschee-Fenster-768x511.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><p id="caption-attachment-4068" class="wp-caption-text">Detail der Fenster in der Ibn Rushd-Goethe Moschee. © Salam Plan</p></div></p>
<h4 style="text-align: center;"><span style="color: #008000;"><em>&gt;&gt;&gt; Folgen Sie Salam Plan &#8211; &#8222;Journalismus gegen Hass&#8220; auf <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://twitter.com/SalamPlan">Twitter</a></span> und <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://www.facebook.com/SalamPlanCommunity">Facebook</a></span> &lt;&lt;&lt;</em></span></h4>
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		<title>Deutschland schliesst die Rückführung von Flüchtlingen mit Italien ab</title>
		<link>https://salamplan.com/de/fluechtlinge/deutschland-schliesst-die-rueckfuehrung-von-fluechtlingen-mit-italien-ab/20180913</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Maria Torrens]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Sep 2018 09:09:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Flüchtlinge]]></category>
		<category><![CDATA[Angela Merkel]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlingsabkommen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bundesinnenminister Seehofer hat das Abkommen mit Italien im Bundestag bekannt gegeben. Es fehlen zwar noch die Unterschriften von ihm und Salvini, dies würde aber in den kommenden paar Tagen erledigt werden. &#8222;Ich habe gerade erfahren, das Abkommen mit Italien ist auch abgeschlossen&#8220;, hat Horst Seehofer (CSU) verkündet während Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ernst dazu nickte. Es soll ein Abkommen wie die mit Spanien und Griechenland abgeschlossene Dokumente sein. &#8222;Es fehlen nur noch die zwei Unterschriften vom italienischen Kollegen und von mir&#8220;, hat er versichert. Es wird kein gemeinsames Foto dazu von Seehofer mit Matteo Salvini geben, da sie die Papiere &#8222;austauschen&#8220; werden um sich die Reisekosten zu ersparen, so Seehofer. Der Bundesinnenminister hat das Abkommen als &#8222;Erfolg&#8220; beschrieben. Dieses Abkommen soll...</p>
<p>La entrada <a rel="nofollow" href="https://salamplan.com/de/fluechtlinge/deutschland-schliesst-die-rueckfuehrung-von-fluechtlingen-mit-italien-ab/20180913">Deutschland schliesst die Rückführung von Flüchtlingen mit Italien ab</a> se publicó primero en <a rel="nofollow" href="https://salamplan.com/de">Salam  Plan</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Bundesinnenminister Seehofer hat das Abkommen mit Italien im Bundestag bekannt gegeben. Es fehlen zwar noch die Unterschriften von ihm und Salvini, dies würde aber in den kommenden paar Tagen erledigt werden.</p>
<p><span id="more-1768"></span></p>
<p>&#8222;Ich habe gerade erfahren, das Abkommen mit Italien ist auch abgeschlossen&#8220;, hat <strong>Horst Seehofer</strong> (CSU) verkündet während Kanzlerin <strong>Angela Merkel</strong> (CDU) ernst dazu nickte. Es soll ein Abkommen wie die mit Spanien und Griechenland abgeschlossene Dokumente sein. &#8222;Es fehlen nur noch die zwei Unterschriften vom italienischen Kollegen und von mir&#8220;, hat er versichert.</p>
<p>Es wird kein gemeinsames Foto dazu von Seehofer mit <strong>Matteo Salvini</strong> geben, da sie die Papiere &#8222;austauschen&#8220; werden um sich die Reisekosten zu ersparen, so Seehofer. Der Bundesinnenminister hat das Abkommen als &#8222;Erfolg&#8220; beschrieben. Dieses Abkommen soll ähnlich wie die Vereinbarung mit Spanien und Griechenland laufen. Weitere Details hat er nicht verkündet.</p>
<p>&#8222;Wir haben die Zurückweisung an der deutsch-österreichischen Grenze für Menschen die eine Einreisesperre haben, die Durchsetzung dieser Einreisesperre durch Zurückweisung an der Grenze. Auch das funktioniert&#8220;, hat Seehofer über die Flüchtlings- und Migrationspolitik hinzugefügt.</p>
<p><span style="color: #000080;"><em>** Da Sie hier sind &#8230; möchten wir Sie um einen kleinen Gefallen bitten. Teilen Sie die Arbeit von <span style="color: #008000;"><a style="color: #008000;" href="http://salamplan.com">Salam Plan</a></span> weiter, damit immer mehr Menschen unseren <span style="color: #008000;"><a style="color: #008000;" href="https://salamplan.com/de/ueber-uns">Journalismus gegen Hass</a> </span>kennenlernen. Salam Plan arbeitet ohne Propaganda, ohne Sensationsgier. Sie können uns auch auf <span style="color: #008000;"><a style="color: #008000;" href="https://twitter.com/salamplan">Twitter</a></span> oder <span style="color: #008000;"><a style="color: #008000;" href="https://www.facebook.com/SalamPlanCommunity/">Facebook</a></span> folgen. DANKE!</em></span></p>
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		<title>So feiern Europäische Muslime den Ramadan: viel mehr als fasten</title>
		<link>https://salamplan.com/de/abc-des-islams/so-feiern-europaeische-muslime-den-ramadan-viel-mehr-als-fasten/20180613</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Maria Torrens]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Jun 2018 21:54:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[ABC des Islams]]></category>
		<category><![CDATA[Asif Arif]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Von Großbritannien bis Spanien erzählen europäische Bürger, wie sie ihren heiligen Monat feiern. Elisa will ihren Nachnamen in dieser Geschichte lieber nicht veröffentlichen lassen. Vor sieben Jahren konvertierte sie zum Islam und betrachtet es als &#8222;eine zusätzliche Herausforderung&#8220; eine Muslimin spanischer Eltern zu sein, &#8222;weil es nicht üblich ist&#8220;. &#8222;Das Klischee ist auf beiden Seiten sehr präsent: sowohl auf muslimischer als auch auf nichtmuslimischer Seite&#8220;, sagt die 39-jährige Lehrerin. Festliche Dekoration füllt in diesen Tagen die Straßen der Länder mit muslimischer Mehrheit, denn Ramadan ist &#8211; vor allem &#8211; eine Feier, eine die am Moment erinnern soll wann laut dem Islam der Koran Mohammed offenbart wurde. In der Tat, am Ende dieses Mondmonats &#8211; was an diesem Donnerstag gefeiert wird-...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Von Großbritannien bis Spanien erzählen europäische Bürger, wie sie ihren heiligen Monat feiern.</p>
<p><span id="more-1311"></span></p>
<p>Elisa will ihren Nachnamen in dieser Geschichte lieber nicht veröffentlichen lassen. Vor sieben Jahren konvertierte sie zum Islam und betrachtet es als &#8222;eine zusätzliche Herausforderung&#8220; eine Muslimin spanischer Eltern zu sein, &#8222;weil es nicht üblich ist&#8220;. <strong>&#8222;Das Klischee ist auf beiden Seiten sehr präsent: sowohl auf muslimischer als auch auf nichtmuslimischer Seite&#8220;</strong>, sagt die 39-jährige Lehrerin.</p>
<p>Festliche Dekoration füllt in diesen Tagen die Straßen der Länder mit muslimischer Mehrheit, denn Ramadan ist &#8211; vor allem &#8211; eine Feier, eine die am Moment erinnern soll wann laut dem Islam der Koran Mohammed offenbart wurde. In der Tat, am Ende dieses Mondmonats &#8211; was an diesem Donnerstag gefeiert wird- findet <strong>eine Bescherung bei der <em>Eid al-Fitr</em>-Feier</strong> statt.</p>
<p>In Europa ist es jedoch schwierig, einen Ort zu finden, an dem öffentliche Orte für <a href="http://www.pewresearch.org/fact-tank/2017/11/29/5-facts-about-the-muslim-population-in-europe/">5% ihrer Bevölkerung</a> irgendein Feierzeichen für diesen Monat zeigen. Eine dieser Ecken befindet sich in <strong>Ceuta (Spanien)</strong>. In den Straßen dieser Stadt wird eine <a href="https://elfarodeceuta.es/encendido-luces-ramadan-ceuta-noche-miercoles/">spezielle Straßenbeleuchtung</a> installiert, um der muslimischen Bevölkerung den Ramadan zu beglückwünschen.</p>
<p>Die Anwältin und Stadträtin aus Ceuta, <strong>Fatima Hamed Hossain</strong> (40), sagt, dass sie die Atmosphäre in ihrer Stadt zu dieser Jahreszeit am liebsten mag. &#8222;Glücklicherweise fördert die Tatsache, dass fast die Hälfte der Spanier hier im Ramadan fasten, Interaktion, Koexistenz und gegenseitiges Kennenlernen&#8220;.</p>
<blockquote><p><span style="color: #008000;"><em>&#8222;Der Gemeinschaftsgeist gefällt mir am Ramadan am besten. Es ist wie ein monatelanges Festival &#8222;</em></span></p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #008000;">&#8211; Tez Ilyas, Komiker</span></p>
</blockquote>
<p>Der &#8222;Gemeinschaftsgeist&#8220; ist es auch, was der britische Stand-up-Comedian <strong>Tez Ilyas</strong> (35) am Ramadan am meisten mag. &#8222;Es ist wie ein monatelanges Festival&#8220;, lächelt er. Obwohl dieser Monat der jetzt endet den Nichtmuslimen normalerweise als Fastenmonat bekannt ist, ist für die Muslime, mit denen <a href="http://salamplan.com/de">Salam Plan</a> gesprochen hat, dieser Aspekt am wenigsten wichtig.</p>
<p>Muslimische Gemeinschaften organisieren Aktivitäten wie eine Fußballtournier oder lange Spaziergänge in der spanischen Stadt Melilla. Sie treffen sich oft auch bei <strong>gemeinsamen Abendessen zur Feier des <em>Iftar</em>, wenn sie bei Sonnenuntergang das Fasten brechen</strong>. Manchmal sind diese Treffen sogar interreligiös, um den Dialog zu fördern, wie sie Arco Forum und Casa Turca (&#8222;Türkisches Haus&#8220;) seit sechs Jahren in Madrid organisieren. Oder wie &#8222;The Big Iftar&#8220;, das diese Woche zum ersten Mal im britischen Parlament stattfand.</p>
<p>Das ist so, weil Ramadan auch &#8222;Momente des Austauschs und der Brüderlichkeit&#8220; teilen soll, erklärt <strong>Iaad Ben Diah</strong> (26). Er stammt aus <strong>Toulouse</strong> (Frankreich), lebt aber seit drei Jahren in Paris. Er studiert für einen Doktor in Mathematik und leitet den <strong>Verband der Muslimischen Studenten Frankreichs (EMF)</strong>. Er versichert, dass er weder in seiner Stadt noch in der französischen Hauptstadt jemals ein Problem hatte, den Ramadan zu feiern, trotz der wachsenden Islamophobie und der vielen Unterstützer, die <strong>Marine Le Pen</strong> im Land erntet.</p>
<blockquote><p><span style="color: #008000;"><em>&#8222;Ich lebe sehr gut als französischer Staatsbürger muslimischen Glaubens. Frau Le Pen hat wirklich keinen Einfluss auf mein tägliches Privatleben&#8220;</em></span></p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #008000;">&#8212; Iaad Ben Diah, Verband der Muslimischen Studenten Frankreichs</span></p>
</blockquote>
<p>&#8222;Da ist das Frankreich der Medien und das Frankreich vor Ort. Ich lebe sehr gut als französischer Staatsbürger muslimischen Glaubens (&#8230;). Frankreich ist ein Land der Freiheit und Toleranz, in dem jeder seinen Glauben und seine religiösen Feste mit aller Ruhe erleben kann &#8222;, argumentiert er. &#8222;Frau Le Pen hat wirklich keinen Einfluss auf mein tägliches Privatleben&#8220;.</p>
<p><strong>Asif Arif</strong> (30), ein Pariser Anwalt und regelmäßiger Mitarbeiter verschiedener französischer Medien, stimmt zu: &#8222;Nicht jeder in der <em>Außenwelt</em> versteht den Geist des Ramadans. Der schwierigste Teil ist auch der Medienstreit um den Islam. Aber wir leben in Frankreich, einem freien Land, in dem die Menschen einander respektieren und verstehen, dass wir zusammen leben müssen. &#8220;</p>
<h2><span style="color: #008000;">Ein flexibler Arbeitszeitplan wird geschätzt, nichts mehr wird benötigt</span></h2>
<p>Tez ist ein Komiker, der sich über seine eigenen Umstände als britischer Muslim und die Vorurteile gegenüber denen, die sich zum Islam bekennen, lustig macht. &#8222;Für diejenigen unter Ihnen, die nicht so viel über uns wissen, könnten Sie uns aus solchen Hass-Fernsehshows wie die Nachrichten erkennen&#8220;, sagte er <a href="https://www.facebook.com/tezilyas/videos/1562748963753713/">in einer seiner Shows</a> auf der BBC.</p>
<p>Aber er erwähnt keine schlechten Erfahrungen, wenn er Salam Plans Fragen über Ramadan in Großbritannien beantwortet, bei der Arbeit auch nicht. &#8222;Meiner Erfahrung nach, sind Arbeitgeber in der Regel sehr hilfsbereit&#8220;, sagt er. Seiner Meinung nach sollte es mit einem flexiblen Zeitplan für diesen Monat ausreichen.</p>
<p>&#8222;Ich würde später anfangen und eine kürzere Mittagspause zum Make-up machen; und vielleicht ein bisschen Gewissenhaftigkeit in Bezug auf Essen und Wasser in der Nähe von Schreibtischen haben&#8220;, schlägt er vor.</p>
<p>Die Anwältin von Ceuta, Fatima, hat in diesen Tagen Schwierigkeiten, auf den Wecker zu achten und nutzt deshalb die Mittagszeit, um ein <strong>&#8222;kleines Nickerchen&#8220;</strong> zu machen. Sie nimmt auch &#8222;kaum&#8220; Schwierigkeiten in ihrem Arbeitsumfeld für Muslime wahr um ihren Monat gemeinsamer Spiritualität zu feiern. Fatima arbeitet selbstständig und kann sich selbst organisieren, hat aber auch für Angestellte Arbeiter keine Probleme festgestellt.</p>
<blockquote><p><em><span style="color: #008000;">&#8222;Was in der Regel in verschiedenen Unternehmen geschieht, sind Schichtwechsel, Ferienzeiten usw., um anderen Kollegen die Arbeit zu erleichtern. Das gleiche geschieht zu Weihnachten &#8222;</span></em></p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #008000;">&#8212; Fatima H. ​​Hossain, Rechtsanwältin und Stadträtin</span></p>
</blockquote>
<p>&#8222;Was in der Regel in verschiedenen Unternehmen geschieht, sind Schichtwechsel, Ferienzeiten etc., um anderen Kollegen die Arbeit zu erleichtern. Dasselbe geschieht zum Beispiel zu Weihnachten, wo diejenigen die nicht feiern, versuchen unsere Kollegen zu decken, die das tun &#8222;, erklärt sie.</p>
<p>Elisa stimmt zu, dass ihr üblicher Zeitplan der Hauptunterschied während des Ramadan ist. &#8222;Wir stehen früh auf, also versuche ich mich nachmittags ein bisschen auszuruhen, da es auch viele Stunden Licht gibt.&#8220; Als Lehrerin erlaubt es ihre Arbeit nicht, irgendetwas an ihrem Zeitplan zu ändern, aber sie kann dies in einem anderen praktischen Aspekt ausgleichen: ​​&#8220;Ich muss viel reden und ich kann meine Kehle nicht auffrischen, wie ich es normalerweise tue, also muss ich vermeiden, mich zu verschleißen&#8220;.</p>
<blockquote><p><em><span style="color: #008000;">&#8222;Neugierige und unvoreingenommene Gespräche sind eine Bereicherung und helfen, neue Perspektiven kennenzulernen, ganz gleich ob man am Ende gleicher Meinung ist oder nicht&#8220;</span></em></p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #008000;">&#8212; Naima Niazy, wissenschaftliche Postdoc Mitarbeiterin</span></p>
</blockquote>
<p>In <strong>Deutschland</strong> kann es <strong>Naima Niazy</strong> (28) nicht anders, als sich über dem Kommentar eines Kollegens zu ärgern, der jedes Jahr erneut fragt, ob das Fasten auch nicht trinken zulässt. Diese Frage und die in verschiedenen Stadien der Penetranz zur Schau gestelltes Unverständnis ist so häufig, das man manchmal das Bedürfnis hat, sich einfach ein T-Shirt zu drucken &#8222;Ja, auch nicht trinken&#8220;, gibt sie zu.</p>
<p>Diese wissenschaftliche Postdoc Mitarbeiterin im Fachbereich Molekulare Biomedizin räumt gleichzeitig ein, dass sie <strong>am Ramadan in Deutschland am besten das Interesse von Nicht-Muslimen mag</strong>: &#8222;Menschen, die selbst keinen persönlichen Bezug zu Ramadan haben, sich entsprechende Informationen merken und berücksichtigen, einfach weil sie mich mögen (&#8230;). Neugierige und unvoreingenommene Gespräche sind eine Bereicherung und helfen, neue Perspektiven kennenzulernen, ganz gleich ob man am Ende gleicher Meinung ist oder nicht&#8220;.</p>
<blockquote><p><span style="color: #008000;"><em>&#8222;Mein Fasten sollte meine Mitarbeiter oder mein Universitätsleben überhaupt nicht bedingen&#8220;</em></span></p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #008000;">&#8212; Iaad Ben Diah, Verband der Muslimischen Studenten Frankreichs</span></p>
</blockquote>
<p>Iaad, der Vertreter der muslimischen Studenten Frankreichs, versichert, dass &#8222;diejenigen, die während des Ramadan fasten, ein völlig normales Leben führen. Mein Fasten sollte meine Mitarbeiter oder mein Universitätsleben überhaupt nicht bedingen&#8220;.</p>
<p>Asif, der Pariser Anwalt, sagt, dass er an diesem Monat immer versucht bei der Arbeit &#8222;ruhiger&#8220; zu sein und &#8222;die Nerven zu mildern&#8220;; dies sei Teil des &#8222;Versuchs, sich im Ramadan zu mehr Spiritualität zu entwickeln&#8220;.</p>
<h2><span style="color: #008000;">Kein Ärger und andere Top-Ziele im Ramadan</span></h2>
<p>&#8222;Ich genieße tatsächlich den Hunger und den Durst. Es erinnert mich daran, wie glücklich ich bin, dass ich in einem Teil der Welt lebe, in dem ich generell essen kann, was ich will wann immer ich will&#8220;, behauptet Tez, der Brite. &#8222;Es ist eine wirklich besondere Zeit, in der jeder in die gleiche Richtung zielt, um ein besserer Mensch zu sein.&#8220;</p>
<p>Elisa betont, dass &#8222;<strong>Fasten eine ganze Einstellung mit sich bringt</strong>, die über das Beenden von Essen und Trinken hinausgeht&#8220;. Dazu gehört zum Beispiel, &#8222;sich nicht ärgern zu lassen oder schlecht zu reden; es ist immer so, aber während dieser Zeit, mit noch mehr&#8220;, sagt die Spanierin.</p>
<p>Diese positive Einstellung hindert Naima daran, ihren Wunsch zu erfüllen, das erwähnte T-Shirt auszudrucken. Sie glaubt, dass dieser andere Aspekt des Ramadans oft nicht die notwendige Bedeutung erlangt: <strong>weder wütend zu werden, noch andere zu belästigen oder &#8222;unsinnigen Diskussionen&#8220;</strong> zu führen. &#8222;Jeder sagt mal Dinge, die nicht besonders nett sind oder macht Bemerkungen, die unnötig gewesen wären, tauscht mit Kollegen den neusten Tratsch aus. Das geht irgendwann im Alltag in Gewohnheit über und bringt ja auch keinen um, sodass es etwas ist, das man sich immer wieder bewusst machen und an dem man bewusst arbeiten muss&#8220;, meint sie.</p>
<p><div id="attachment_1320" style="width: 1034px" class="wp-caption aligncenter"><img aria-describedby="caption-attachment-1320" loading="lazy" class="wp-image-1320 size-large" src="https://salamplan.com/wp-content/uploads/2018/06/Iftar-interreligioso-e-intercultural-en-Madrid-3-1024x682.jpg" alt="" width="1024" height="682" srcset="https://salamplan.com/wp-content/uploads/2018/06/Iftar-interreligioso-e-intercultural-en-Madrid-3-1024x682.jpg 1024w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2018/06/Iftar-interreligioso-e-intercultural-en-Madrid-3-300x200.jpg 300w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2018/06/Iftar-interreligioso-e-intercultural-en-Madrid-3-768x511.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><p id="caption-attachment-1320" class="wp-caption-text">Interreligiöser Iftar von Arco Forum in Madrid im Juni 2018. © Salam Plan</p></div></p>
<p>Ein weiterer Grundsatz am Ramadan ist es, den Bedürftigen zu helfen. Der britische Komiker sagt, &#8222;es ist auch ein Monat, in dem wir wirklich an Wohltätigkeit denken: wir Muslime buddeln in diesem Monat wirklich tief in unsere Taschen, um denen mit weniger Glück als uns zu helfen.&#8220; Naima weist darauf hin, dass Nächstenliebe auch darin bestehen kann, Bekannten oder Nachbarn zu helfen, oder &#8222;einfach Anderen ein Lächeln zu schenken&#8220;.</p>
<p>Asif glaubt, dass dies der unbekannteste Aspekt des Ramadans unter den Nicht-Muslimen ist. Er erklärt auch, dass es nicht nur darum geht, materielle Aspekte mit anderen zu teilen. Es gehe auch darum zu <strong>&#8222;debattieren und gemeinsam besser werden&#8220;</strong>. Für ihn hat dieser Monat eine wichtige &#8222;Dimension der Freiheit, Wahl und Altruismus&#8220;.</p>
<h2><span style="color: #008000;">Es ist keine Folter, aber dies fällt am schwersten</span></h2>
<p>&#8222;Ramadan ist kein unüberwindbarer Test, der darin besteht, auf Essen und Trinken zu verzichten&#8220;, betont Iaad. Es dient dazu, &#8222;sich mit dem Wesentlichen (&#8230;), der Frömmigkeit&#8220; gegenüber Gott zu verbinden. Deswegen geht er jede Nacht in die Moschee und der Tag endet gewöhnlich gegen 1 Uhr nachts, sagt er lächelnd.</p>
<p>Die wenigen Stunden Schlaf sind ein Aspekt, der von den Muslimen wiederholt wird, die an dieser Geschichte teilnehmen; genauso viel oder mehr als der Mangel an Essen und Trinken während des Tages. Und wenn der Ramadan im Sommer fällt, <strong>verlangen die kurzen europäischen Nächte manchmal ein 19 Stunden langes Fasten</strong>, betont Tez.</p>
<p>&#8222;Das nächtliche Gebet (<em>Tarawee</em>) in der Moschee&#8220; ist das Schwerste für ihn. Im Laufe des Monats der jetzt endet, betet der Imam den gesamten Koran in der Gemeinde. Es ist anstrengend und dauert jede Nacht etwa eine Stunde&#8220;, erklärt er. Am nächsten Tag müssen die muslimischen Gläubigen aufstehen, bevor die ersten Sonnenstrahlen erscheinen, so dass sie noch essen können und das erste der fünf Gebete des Tages erfüllen. <strong>Manche Leute gehen wieder ins Bett, andere fühlen sich zu satt zum Schlafen</strong>.</p>
<h4 style="text-align: center;"><em><span style="color: #008000;">&gt;&gt;&gt; Vielleicht möchten Sie auch lesen: <a href="https://salamplan.com/de/islamophobie/muslimin-und-feministin-diese-frauen-zeigen-dass-moeglich-ist/20180308">Muslimin und Feministin? Diese Frauen zeigen, dass es möglich ist</a> &lt;&lt;&lt;</span></em></h4>
<p>Die Einsamkeit während des Abendessens ist für Naima diese Tage am schwierigsten, da es normalerweise eine Zeit ist, gesellig zu feiern, entweder mit der Familie oder mit anderen Menschen. Sie wohn alleine, und obwohl sie gesteht, dass sie sich mit anderen Gläubigen in einer Moschee zum <em>Iftar</em> treffen könnte, will sie es nicht tun. Die Familie fehlt ihr.</p>
<p>Für Elisa, die spanische Lehrerin, ist das Schwierigste Teil über den Ramadan in Europa zu feiern, dass &#8222;der übliche Arbeits- und Gesellschaftskalender fortgeht und manchmal nicht einfach zu kombinieren ist&#8220;. <strong>Gleichzeitig betont sie aber, dass sie diesen Monat &#8222;mit viel Freiheit genießt&#8220;</strong>. Sie fügt hinzu: Ramadan &#8222;erzeugt eine immense Freude; er ist keine Folter. &#8220;</p>
<p>Für alle diese europäischen Bürger ist der Ramadan eine Gelegenheit, mehr Zeit für ihren Glauben und ihre Beziehung zu Gott zu verwenden; ebenfalls sich zu bemühen, ein besserer Mensch zu werden und mehr Zeit gemeinschaftlich zu verbringen. Die Essenz scheint sich nicht so sehr von der Bedeutung christlicher Feste wie Ostern oder Weihnachten zu unterscheiden. Muslime glauben übrigens auch an Jesus als &#8222;Gesandten&#8220; Gottes.</p>
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		<title>Der syrische Flüchtling mit Merkel-Selfie: „Man muss mehr die Grenzen kontrollieren&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Maria Torrens]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Oct 2017 10:37:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Flüchtlinge]]></category>
		<category><![CDATA[Islamfeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Alternative für Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Amnesty International]]></category>
		<category><![CDATA[Anas Modamani]]></category>
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		<category><![CDATA[Bundestagswahlen 2017]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Anas Modamani ist traurig über das gute Ergebnis von der AfD in der Bundestagswahl, aber er fühlt sich nicht beängstigt. Andererseits bittet er um Wachsamkeit gegenüber einigen Asylsuchenden, die seiner Meinung nach die Flüchtlingskrise ungerecht ausnutzen. An der Wand seines Raumes in Berlin hat Modamani das Selfie aufgehängt, das er mit Angela Merkel kurz nach seiner Ankunft in Deutschland im August 2015 gemacht hat. Die Begegnung mit der Kanzlerin war für ihn „eine ganz grosse Erfahrung&#8220;, wie im Telefongespräch Salamplan.com erzählt. Damals war er 18 Jahre alt und war dem Krieg in Syrien entflohen. Er hatte noch in seiner Heimatstadt von Darayya (ein Vorort von Damaskus) sein Abitur abgeschlossen und hätte dort gerne an der Universität studiert. Aber der Weg...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Anas Modamani ist traurig über das gute Ergebnis von der AfD in der Bundestagswahl, aber er fühlt sich nicht beängstigt. Andererseits bittet er um Wachsamkeit gegenüber einigen Asylsuchenden, die seiner Meinung nach die Flüchtlingskrise ungerecht ausnutzen.</strong><span id="more-171"></span></p>
<p>An der Wand seines Raumes in Berlin hat Modamani das Selfie aufgehängt, das er mit <strong>Angela Merkel</strong> kurz nach seiner Ankunft in Deutschland im August 2015 gemacht hat. Die Begegnung mit der Kanzlerin war für ihn „eine ganz grosse Erfahrung&#8220;, wie im Telefongespräch Salamplan.com erzählt. Damals war er 18 Jahre alt und war dem Krieg in Syrien entflohen. Er hatte noch in seiner Heimatstadt von Darayya (ein Vorort von <strong>Damaskus</strong>) sein Abitur abgeschlossen und hätte dort gerne an der Universität studiert. Aber der Weg dorthin war lang und gefährlich, behauptet er. Als das Haus, in dem er mit seinen Eltern und Geschwistern wohnte, durch die Bombenanschläge zum Schutt verurteilt wurde, entschied er sich dafür zu fliehen.</p>
<p>Er kam nach einem kurzen Aufenthalt in der Türkei in Deutschland an, nicht ohne davor sein Leben in der Ägäis riskiert zu haben und die sogenannte „Balkanroute&#8220; zusammen mit vielen anderen Asylsuchenden überwunden zu haben. Aber das Selfie mit Frau Merkel spielte ihm einen schlechten und unerwarteten Streich: einige Leute benutzten das Bild um zu behaupten, dass er ein Terrorist war. Heute ist klar, dass es einfach nur Fake News waren und Modamani brachte <strong>Facebook</strong> sogar vor Gericht, weil er das Unternehmen für die Verbreitung der falschen Information für verantwortlich hielt. Er verlor den Fall im März dieses Jahres, obwohl zwei Monate davor &#8211; und nur ein paar Tage nachdem es bekannt wurde, dass der Flüchtling Facebook verklagen hatte- versprach Mark Zuckerbergs Firma, gegen falsche Nachrichten in Deutschland zu kämpfen.</p>
<blockquote><p><em><span style="color: #008000;">Es ist sehr, sehr Schade, dass die AfD schon im Bundestag (vertreten) ist, mit 13%. Aber Angst habe ich nicht</span></em></p></blockquote>
<p>Modamani erwartete nicht, dass <strong>Alternative für Deutschland</strong> „so viele“ Sitze (94 von 709) im Parlament mit 13% der Stimmen erhalten würde. Trotz der schlechten Erfahrungen mit Bedrohungen in seinem Facebook-Konto fühlte er sich in Deutschland willkommen, auch jetzt. „Na ja, das ist sehr, sehr Schade, dass sie schon im Bundestag sind, mit 13%. Das ist schon ganz viel. Ich fühle mich ganz schlecht. Ich hab‘ nie gedacht, dass AfD schon ganz viel (Unterstützung) hat“, gesteht er mit einer guten Aussprache am Telefon. Hat er Angst? „Angst, also&#8230; eigentlich nein“. Er erklärt, dass er sich sehr gut integriert fühlt, als Kassierer in einem McDonalds arbeitet und sich an der Humboldt Universität angemeldet hat, um sein Informatikstudium nächsten Wintersemester anzufangen. „Ich habe viele Freundschaften in Berlin angebaut: ganz, ganz viele Araber (die in Deutschland geboren wurden aber von Irak, Jordan&#8230; stammen), mit Deutschen, bei meinem Arbeitgeber auch&#8230;“</p>
<p>Die AfD betonte während ihrer Kampagne, dass die deutsche Sprache der Schlüssel wäre, um die nationale Identität zu versichern; allein im Jahre 2015 kamen mehr als eine Million Asylsuchende nach offiziellen Angaben der deutschen Behörden im Land an. Modamani, der jetzt 20 Jahre alt ist, interessiert sich dafür sich zu integrieren und hat bereits das Niveau B2 der deutschen Sprache erreicht. Dies bedeutet, dass er mit den Muttersprachlern ohne große Schwierigkeiten ein Gespräch führen kann, so die Definition des <strong>Goethe Instituts</strong>. In dieser Woche verzögerte er das Interview mit Salamplan.com, weil er für einen Leveltest lernen musste, um sich für ein Stipendium zu bewerben. In diesem Interview fällt sein reicher Wortschatz auf, was einige grammatikalische Fehler im Hintergrund lässt.</p>
<blockquote><p><em><span style="color: #008000;">Natürlich gibt es viele extremistische Leute, wie Daesh (ISIS), aber wenn du ein Muslim in deinem Herzen bist, stellst du keine Probleme</span></em></p></blockquote>
<p>Sätze wie „Islam passt nicht zu unserer Küche“ oder „Burkas? Wir steh’n auf Bikinis“ auf den Plakaten der AfD wollten während der Wahlkampagne zeigen, dass Islam und Demokratie nicht zusammen passen. Damit ist Modamani auf keinen Fall einverstanden und betont er habe wegen seines Glaubens als Muslim in Deutschland kein Problem bekommen. „Es gibt natürlich sehr viele extremistische Leute, wie <strong>Daesh</strong> (der sogennante „Islamischer Staat“), aber wenn man Muslim zu Hause, im Gedanken, im Herzen ist, muss man das nicht allen zeigen, also macht es keine Probleme, kein Stress. Das Wort <strong>Islam</strong> heisst Frieden, und ich habe auch den <strong>Q’ran</strong> gelesen: er sagt man muss immer friedlich, höflich, nett sein&#8220;, meint der syrische Flüchtling.</p>
<p>Er spricht in keinem Moment mit Groll; er erwähnt im Gegenteil, dass er sich durch diese Vision von Alternative für Deutschland und deren Unterstützer sich „wirklich traurig&#8220; fühlt. „Wegen ganz viele falsche Nachrichten, haben sie jetzt die schlimmsten Bilder des Islams über ganz Deutschland (verbreitet). Das finde ich sehr Schade. Und sie passen Islam mit Terrorismus ein (SIC), aber nein. Diese Terroristen haben vielleicht einen behinderten Kopf, sie sind dumme Leute. Sie sind keine richtige Muslime“.</p>
<blockquote><p><em><span style="color: #008000;">Mein bester Freund Mounir wurde ins Gefängnis in Syrien gebracht. Wir haben seit Langem keine Information und wissen nicht ob er noch am Leben ist</span></em></p></blockquote>
<p>Er erinnert sich daran, dass er vor dem Krieg mit Kindern – egal ob Muslim oder christlich- in seiner Schule von Darayya gespielt hat. Sie gingen oft in den Park, obwohl er damals auch seinem Vater bei der Arbeit half, Motoren zu reparieren. Mit dem Krieg kamen die Bombenanschläge, die nicht nur sein Haus zerstörten, sondern auch drei Onkel von Modamani töteten. „Wir haben keine Waffe genommen, nichts&#8220;, sagt er. Er denkt oft an seinen besten Freund Mounir, der vor langer Zeit ins Gefängnis in Syrien gebracht wurde. „Wir haben seit sehr Langem keine Information (von ihm und wissen nicht) ob lebt oder nicht“, erklärt er über diesen Fall, der an die tausenden von Fällen erinnert über die Amnesty International berichtet hat (<a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/syrien-das-foltergefaengnis-von-sednaja-a-1108315.html">Syrische Foltergefängnisse</a>, August 2016, <a href="https://www.amnesty.org/en/press-releases/2017/02/syria-investigation-uncovers-governments-secret-campaign-of-mass-hangings-and-extermination-at-saydnaya-prison/">Massive Erhängen und Vernichtung</a>, Februar 2017).</p>
<p><div id="attachment_172" style="width: 1034px" class="wp-caption aligncenter"><img aria-describedby="caption-attachment-172" loading="lazy" class="wp-image-172 size-large" src="https://salamplan.com/wp-content/uploads/2017/10/IMG-20170927-WA0010-1024x682.jpg" alt="" width="1024" height="682" srcset="https://salamplan.com/wp-content/uploads/2017/10/IMG-20170927-WA0010-1024x682.jpg 1024w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2017/10/IMG-20170927-WA0010-300x200.jpg 300w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2017/10/IMG-20170927-WA0010-768x511.jpg 768w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2017/10/IMG-20170927-WA0010.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><p id="caption-attachment-172" class="wp-caption-text">Anas Modamani posiert am heutigen Symbol für den Fall der Berliner Mauer. Urheberrecht: A. Modamani</p></div></p>
<p>In dieser Woche hätten die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union nach einer zweijährigen Frist 180.000 Flüchtlinge umsiedeln müssen, aber sie haben nur 25% davon erreicht. Modamani ist der Auffassung, dass die Lösung darin besteht, die Asylanträge in den Zwischenländern zu kontrollieren und dann eine sichere Passage für diejenigen zu schaffen, die eine Genehmigung erhalten.</p>
<p>Gleichzeitig ist er für die Verschärfung der Kontrolle über die deutschen Grenzen, genau wie die AfD will (obwohl die Partei auch vom Aufbau von Zäunen im Schengen-Raum spricht). Nicht nur das. Modamani besteht auch darauf vorsichtig mit einigen Flüchtlingen und Migranten zu sein, die seiner Meinung nach die Flüchtlingskrise ungerecht ausnutzen.</p>
<blockquote><p><em><span style="color: #008000;">Wir Flüchtlinge wollen nur in Frieden leben, wir wollen auch arbeiten. (Aber) man muss die Grenzen in Deutschland mehr kontrollieren</span></em></p></blockquote>
<p>„Mehr Grenzen kontrollieren&#8230; ich bin auch damit. Hier in Berlin gibt es sehr viele Leute die 6 Jahre hier sind und nix machen und bekommen nur Geld von Hartz IV und (vom) Jobcenter. Ich bin dagegen. Arbeit gibt’s in Deutschland, ganz viel Arbeit. Man braucht nicht so viel Erfahrung, man kann sich bewerben, man bekommt die Stelle. Aber sie wollen nicht arbeiten, finde ich“. Er klärt, dass er seit einem Jahr arbeitet und etwa 1.200 Euro im Monat verdient hat, obwohl er auch eine Ergänzung aus dem Staat erhalten hat, als das Gehalt niedriger war.</p>
<p>Dieser Syrer -dem kein Asyl gewährt wurde, sondern einen vorübergehenden Schutz- ist der Meinung, dass eine größere Kontrolle nicht nur für die Sicherheit oder die Sozialhilfe notwendig ist, sondern auch als Instrument zur Bekämpfung von Angst und Hass gegen den Islam in Europa. „Die deutsche Polizei muss wissen woher jeder Mensch kommt, was macht er in Deutschland, hat er Arbeit, gelernt, was macht er jeden Tag&#8230;“.</p>
<blockquote><p><span style="color: #008000;"><em>Ich habe keinen besonderen Traum, (sondern wünsche mir) ein ganz normales Leben: einen Job mit einem besseren Lohn zu finden, um Geld an meine Familie zu schicken, eine große Wohnung, heiraten&#8230;</em></span></p></blockquote>
<p>Gleichzeitig warnt er deutsche Staatsbürger vor falschen Nachrichten im Internet und bittet sie direkt mit Flüchtlingen Kontakt zu halten um die Wahrheit zu kennen. So werden sie entdecken, meint Modamani, dass sie alle „nur in Frieden leben (möchten), wir wollen auch arbeiten“.</p>
<p>Obwohl sich dieser 20-Jährige in seiner Berliner Umgebung integriert fühlt, vermisst er seine Familie sehr: „Ich fühle mich nicht zu Hause hier, immer Ausländer. Ausland bleibt immer Ausland“. Dennoch hat er „überhaupt nicht“ die Absicht, nach Syrien zurückzukehren, wenn der Krieg vorbei ist. „Ich habe hier viel (auf)gebaut: Arbeit, Studium &#8230; und vielleicht wird es dann besser, dann fühle ich mich zu Hause, aber später“. Anas Modamani erzählt, dass er nicht „einen besonderen Traum (hat, sondern sich) ein ganz normales Leben“ erwünscht: einen Job mit einem besseren Lohn zu finden, um Geld an seine Familie zu schicken, eine große Wohnung, heiraten&#8230; Im Moment, ist er aber glücklich, sein Studium in ein paar Monaten zu beginnen und gleichzeitig weiter im McDonald’s zu arbeiten.</p>
<p>La entrada <a rel="nofollow" href="https://salamplan.com/de/fluechtlinge/der-syrische-fluechtling-mit-merkel-selfie-man-muss-mehr-die-grenzen-kontrollieren/20171001">Der syrische Flüchtling mit Merkel-Selfie: „Man muss mehr die Grenzen kontrollieren&#8220;</a> se publicó primero en <a rel="nofollow" href="https://salamplan.com/de">Salam  Plan</a>.</p>
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