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	<title>Flüchtlinge &#8211; Salam  Plan</title>
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	<description>Journalismus gegen Hass</description>
	<lastBuildDate>Fri, 11 Mar 2022 21:19:31 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Flüchtlinge &#8211; Salam  Plan</title>
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		<title>Die Liebeskraft eines ukrainisch-syrischen Paares in Deutschland</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Maria Torrens]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Mar 2022 16:13:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Flüchtlinge]]></category>
		<category><![CDATA[Alternative für Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Anas Modamani]]></category>
		<category><![CDATA[Angela Merkel]]></category>
		<category><![CDATA[Migranten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der fast identische Klang ihrer Namen, ruft die Fantasie hervor, sie wären vielleicht schon dazu bestimmt zusammen zu kommen. Anas ist der junge Mann aus Syrien, der 2015 in Deutschland als Asylbewerber angekommen ist und gleich ein Selfie mit Angela Merkel gemacht hat, obwohl er damals nicht einmal wusste wer diese Dame war, die von Leuten umringt war als wäre sie ein Superstar. Anna ist eine junge Frau aus der Ukraine, die 2019 im selben Land angekommen ist, um weiter zu studieren, und die -bis vor kurzem- noch jede drei Monate nach Kiev zurückflog um ihre Familie und Freunde zu besuchen. Er ist jetzt 24 Jahre alt und arbeitet bei einer Produktionsfirma während er sein Wirtschaftskommunikationsstudium beendet. Sie ist 28...</p>
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<p>Der fast identische Klang ihrer Namen, ruft die Fantasie hervor, sie wären vielleicht schon dazu bestimmt zusammen zu kommen. Anas ist der junge Mann aus Syrien, der 2015 in <strong>Deutschland </strong>als Asylbewerber angekommen ist und gleich ein <a rel="noreferrer noopener" href="https://salamplan.com/de/fluechtlinge/der-syrische-fluechtling-mit-merkel-selfie-man-muss-mehr-die-grenzen-kontrollieren/20171001" target="_blank"><strong><em>Selfie</em> mit</strong> <strong>Angela Merkel</strong></a> gemacht hat, obwohl er damals nicht einmal wusste wer diese Dame war, die von Leuten umringt war als wäre sie ein Superstar. Anna ist eine junge Frau aus der Ukraine, die 2019 im selben Land angekommen ist, um weiter zu studieren, und die -bis vor kurzem- noch jede drei Monate nach <strong>Kiev </strong>zurückflog um ihre Familie und Freunde zu besuchen.</p>



<span id="more-7028"></span>



<p>Er ist jetzt 24 Jahre alt und arbeitet bei einer Produktionsfirma während er sein Wirtschaftskommunikationsstudium beendet. Sie ist 28 Jahre alt und es fehlt ihr kaum ein Monat um ihre Magisterarbeit in Maschinenbau abzugeben. Sie reden abends mit <a href="https://salamplan.com/de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Salam Plan</a> per Videoanruf. Sie lächeln während sie es sich auf dem Sofa in ihrer kleinen Berliner Wohnung gemütlich machen. Anna hat ein Moment ihr Computer und Lernmaterial zur Seite gelegt, um ihre Geschichte zu teilen.</p>



<p>Nur ein paar Tage bevor die russische Invasion der ganzen Ukraine anfing, hat Annas Mutter noch einen der letzten Flüge nehmen können, die sie von der Haupstadt ihres Landes bis <strong>Berlin </strong>brachte. Dort warteten ihre Tochter und Anas auf sie. „Alle haben darüber gesprochen, dass vielleicht Krieg kommt. Und wir haben gelernt, dass die Lage sich sehr dramatisch ändern kann. Zum Glück ist Mama zwei oder drei Tage vor dem Krieg gekommen“, erklärt Anna erleichtert.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-style-large"><p>„Ich versuche nützlich zu sein. Ich kenne die Regeln hier in Deutschland und kann Deutsch. Es freut mich, dass ich helfen kann“</p><cite>Anna, Studentin aus der Ukraine in Berlin</cite></blockquote>



<p>Diese Studentin ist schon ein paar Mal zum Hauptbahnhof gegangen, wo die Flüchtlinge aus der Ukraine ankommen. Es tröstet sie, als <strong>Übersetzungsvolontärin </strong>behilflich sein zu können, eine der meistbnachgefragten Aushilfen, die diese Tage beim ersten Empfang in der Hauptstadt benötigt werden. „Ich versuche nützlich zu sein. Ich kenne die Regeln hier in Deutschland und kann Deutsch. Es freut mich, dass ich helfen kann“, gibt sie mit einem Lächeln zu. Sie plant auch zur Ankunftsstelle zu gehen, um dort zu helfen. „Mein Land braucht mich, und ich helfe so wie ich kann“.</p>



<p>Sie erzählt, dass die Mutter einer ukrainischen Freundin, die vor ein paar Tagen in Deutschland angekommen ist, lauter blaue Flecken auf ihrem Körper hat. Die seien wegen der Menschenaufläufe an den Zugängen der Grenze entstanden. Ein Freund, der in <strong>Kiev </strong>ist, tut sein Bestes, um den dort verbliebenen Tieren Futter zu bringen und anderswo, zusammen mit anderen Leuten, zu helfen.</p>



<p>Dort ist die Verbindung noch gut, aber Anna kann kaum mit ihren Verwandten, in den kleinen Städten nördlich der Hauptstadt, Kontakt halten. „<strong>Viele Verwandte sitzen jetzt einfach im Keller, jeden Tag, und jede Nacht.</strong> Sie haben Probleme mit der Elektrizität. Manchmal haben sie die Möglichkeit ihr Akku zu laden, manchmal nicht. Sie gehen kaum raus. Deswegen, wenn es solche Gespräche gibt, sind sie sehr knapp.“</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-style-large"><p>„Mit dem Krieg so in der Nähe von uns, habe ich schon Angst. Anna war Studentin und jetzt ist sie Flüchtling“</p><cite>Anas, Student und Arbeiter aus Syrien, der als Flüchtling in Deutschland ankam</cite></blockquote>



<p>Ihr Partner, Anas, hört aufmerksam zu. Er sagt, es ginge ihm genauso wie ihr. „Mit dem Krieg so in der Nähe von uns, habe ich schon Angst“. Er betrachtet die Szenen von Menschen, die fliehen um ihr Leben zu retten, und er weiss, dass es „natürlich nicht so einfach“ ist. „Man verliert alles. Man hat ja die Wohnung verlassen, man hat die wichtigsten Sachen mitgenommen, um schnell zu fliehen. <strong>Das ist echt hart. Stell dir mal vor, jemand hat gerade seine Wohnung gebaut, oder eine gute Arbeit&#8230; und auf einmal, zacka, ist das weg.</strong>“ Er weiß Bescheid. Aber Anas will lieber nicht darüber reden.</p>



<p>Anna hat niemandem verloren, im Moment. Aber es ist ihr klar, dass sie nicht zurück in ihr Land kann. Sie hat nicht nur ihre Wohnung und ihr Auto verloren, sondern ihr Leben dort. „In einem Monat muss ich meine Magisterarbeit abgeben. Ich wollte danach denken, was ich weiter mache: entweder ich suche nach Arbeit hier oder komme in die <strong>Ukraine</strong>. Das war nicht klar.“ Jetzt kommt es nicht in Frage.</p>



<p>„Sie war Studentin und jetzt ist sie Flüchtling, weil sie nicht mehr in ihre Heimat zurückkehren kann“, deutet Anas an. Dieser junge Syrer, der kaum volljährig war als er in Deutschland ankam nachdem er vom heute noch andauernden Krieg in seinem Heimatland geflüchtet war, hätte nie gedacht, dass er jetzt mit seiner Freundin das Erlebnis eines Krieges auf eigener Haut teilen würde. „Es ist gar nicht einfach“, gibt er zu.</p>



<h2 class="has-text-color" style="color:#027315">Liebe auf den ersten Blick in einer <em>Uniparty</em></h2>



<p>Sie haben sich, wie soviele andere Paare, in einer Studentenparty kennengelernt. Es war vor ein Paar Jahren, kurz nachdem Anna von Kiev angekommen war. Die Universität an der beide studieren, hat damals eine Feier für die internationale Studenten organisiert, damit sie sich kennenlernen konnten.</p>



<p>„Wir haben uns so kennengelernt, wie einfach normale Studenten“, erinnert sich Anna mit einem breiten Lächeln im Gesicht. „Ja, das ist alles so gut gelaufen“, bestätigt Anas.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-style-large"><p>„Ich mag, dass Anas sehr offen und freundlich ist. Ich denke nie, &#8218;wie langweilig ist das&#8216;.</p><cite>Anna</cite></blockquote>



<p>Anna ist bald zu seiner Wohnung umgezogen. Und alles scheint sehr einfach gelaufen zu sein. Sie geniessen es zusammen zum Fitnessstudio zu gehen, joggen&#8230; und sie teilen viele Lernstunden zusammen in der Bibliothek. Aber was sie am besten mögen, ist dass sie sich gut verstehen. Und man merkt es ihnen an.</p>



<p>„Ich mag, dass Anas sehr, sehr offen und freundlich ist. Man kann sich immer mit ihm wohl fühlen beim Gespräch, er findet immer interessante Themen. Ich denke nie, &#8218;wie langweilig ist das&#8216;. Es ist immer eine spannende Zeit mit ihm“, beschreibt Anna. „<strong>Wir kommen aus unterschiedlichen Kulturen, aber man merkt das nicht. Er macht mich glücklich</strong>.“</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-style-large"><p>„Mir war wichtig, dass sie mit mir offen ist. Ich habe mich einfach wohl gefühlt“</p><cite>Anas</cite></blockquote>



<p>„Ich habe mir kein Gedanke darüber gemacht, welche Nationalität sie hat, welche Religion&#8230; hat keine grosse Rolle gespielt. Mir war wichtig, dass sie mit mir offen ist, dass sie mit mir offen spricht. Ich habe mich einfach wohl gefühlt“, erklärt Anas. Gerade das, mag er von Anna am liebsten, dass sie „eine offene Person“ ist.</p>



<p>Er mag auch besonders wie geduldig Anna ist, „manchmal auch nicht“, fügt er anscheinend ernst hinzu während Anna neben ihm lächelt. „Sie hört zu. Sie unterstützt mich, wenn ich mich schlecht fühle, und gibt mir Tipps. Sie hat Erfahrung, die ich in meinem Leben nicht habe; und ich habe Erfahrung, die sie nicht hat“, erzählt er weiter. Sie nickt. „Der Austausch zwischen uns klappt immer gut.“</p>



<h2 class="has-text-color" style="color:#027315">Beihilfe um den Schmerz des Krieges die Stirn zu bieten</h2>



<p>Es ist schon mehr als sechs Jahre her seitdem Anas aus seinem Land ankam und sein Gesicht weltweit bekannt wurde, nach dem <em>Selfie</em> mit der Kanzlerin des europäischen Landes, das in einem Jahr alle Flüchtlinge annahm die ankamen, meistens Landsleute von Anas. Es waren ungefähr eine Million Personen.</p>



<p>Jetzt, mit dem vorlaufenden Krieg in der Ukraine, der im ganzen Land vor zwei Wochen ausbrach, sind es schon zwei Millionen Flüchtlinge in Ländern der Europäischen Union, dank der Politik der offenen Tür, zu der sich die 27 Mitgliedsstaaten zum ersten Mal entschieden haben. &nbsp;</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-style-large"><p>„Wir haben uns in Deutschland kennengelernt. Das ist doch kein Zufall, weil die Leute aus unterschiedliche Kulturen sich hier wohl fühlen“</p><cite>Anna</cite></blockquote>



<p>„Früher war ja alles so schwierig“, bedenkt Anas über seinem Anfang in Deutschland. Jetzt fühlt er sich seinem Aufnahmeland an verpflichtet, und sowohl er als auch Anna schauen mit Hoffnung in die Zukunft.</p>



<p>„Wir haben uns in Deutschland kennengelernt. Das ist doch kein Zufall, weil die Leute aus unterschiedliche Kulturen sich wohl fühlen in Deutschland“, meint Anna. „Deutsche Leute sind sehr bereit auch andere Kulturen zu akzeptieren. Jeder kann sich sehr gut fühlen. Ich will auch mitmachen.“</p>



<p>Die rechtsextreme Partei <strong>Alternative für Deutschland</strong> hat einen relevanten Platz in der deutschen Politik gerade im Kontext der Flüchtlingsaufnahme in 2015 erreicht, <a href="https://salamplan.com/de/fluechtlinge/der-syrische-fluechtling-mit-merkel-selfie-man-muss-mehr-die-grenzen-kontrollieren/20171001" target="_blank" rel="noreferrer noopener">als Anas ankam</a>. Aber Anna und Anas erwähnen sie gar nicht in diesem Interview.</p>



<p>Sie fühlen sich angenommen und Teil der Gesellschaft ihrer neuen Stadt. Sie zeigen sich bereit ihr Bestes zu tuen. Währenddessen, nehmen sie die Kriege in ihrer geliebten Ukraine und Syrien in Angriff so gut sie können, und zwar zusammen.</p>



<p class="has-text-color" style="color:#027315"><strong>Es könnte ihnen auch interessieren:</strong></p>



<ul><li><a href="https://salamplan.com/de/wie-du/ein-imam-und-eine-judische-theologin-vom-mehrreligionenhaus-das-berlin-revolutioniert-dem-anderen-zuzuhoren-ist-ein-wesentlicher-bestandteil-fur-ein-friedliches-miteinander/20210527" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ein Imam und eine jüdische Theologin vom Mehrreligionenhaus das Berlin revolutioniert: „Dem Anderen zuzuhören ist ein wesentlicher Bestandteil für ein friedliches Miteinander“</a></li><li><a href="https://salamplan.com/de/islamfeindlichkeit/47-der-muslime-in-deutschland-sind-deutsche/20210429" target="_blank" rel="noreferrer noopener">47% der Muslime in Deutschland sind Deutsche</a></li><li><a href="https://salamplan.com/de/islamfeindlichkeit/die-imamin-die-eine-moschee-in-berlin-gruendete-und-unter-morddrohungen-lebt-seyran-ates-ibn-rushd-goethe/20190527" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Die Imamin die eine Moschee in Berlin gründete und unter Morddrohungen lebt</a></li></ul>



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		<title>Deutschland schliesst die Rückführung von Flüchtlingen mit Italien ab</title>
		<link>https://salamplan.com/de/fluechtlinge/deutschland-schliesst-die-rueckfuehrung-von-fluechtlingen-mit-italien-ab/20180913</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Maria Torrens]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Sep 2018 09:09:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Flüchtlinge]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bundesinnenminister Seehofer hat das Abkommen mit Italien im Bundestag bekannt gegeben. Es fehlen zwar noch die Unterschriften von ihm und Salvini, dies würde aber in den kommenden paar Tagen erledigt werden. &#8222;Ich habe gerade erfahren, das Abkommen mit Italien ist auch abgeschlossen&#8220;, hat Horst Seehofer (CSU) verkündet während Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ernst dazu nickte. Es soll ein Abkommen wie die mit Spanien und Griechenland abgeschlossene Dokumente sein. &#8222;Es fehlen nur noch die zwei Unterschriften vom italienischen Kollegen und von mir&#8220;, hat er versichert. Es wird kein gemeinsames Foto dazu von Seehofer mit Matteo Salvini geben, da sie die Papiere &#8222;austauschen&#8220; werden um sich die Reisekosten zu ersparen, so Seehofer. Der Bundesinnenminister hat das Abkommen als &#8222;Erfolg&#8220; beschrieben. Dieses Abkommen soll...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Bundesinnenminister Seehofer hat das Abkommen mit Italien im Bundestag bekannt gegeben. Es fehlen zwar noch die Unterschriften von ihm und Salvini, dies würde aber in den kommenden paar Tagen erledigt werden.</p>
<p><span id="more-1768"></span></p>
<p>&#8222;Ich habe gerade erfahren, das Abkommen mit Italien ist auch abgeschlossen&#8220;, hat <strong>Horst Seehofer</strong> (CSU) verkündet während Kanzlerin <strong>Angela Merkel</strong> (CDU) ernst dazu nickte. Es soll ein Abkommen wie die mit Spanien und Griechenland abgeschlossene Dokumente sein. &#8222;Es fehlen nur noch die zwei Unterschriften vom italienischen Kollegen und von mir&#8220;, hat er versichert.</p>
<p>Es wird kein gemeinsames Foto dazu von Seehofer mit <strong>Matteo Salvini</strong> geben, da sie die Papiere &#8222;austauschen&#8220; werden um sich die Reisekosten zu ersparen, so Seehofer. Der Bundesinnenminister hat das Abkommen als &#8222;Erfolg&#8220; beschrieben. Dieses Abkommen soll ähnlich wie die Vereinbarung mit Spanien und Griechenland laufen. Weitere Details hat er nicht verkündet.</p>
<p>&#8222;Wir haben die Zurückweisung an der deutsch-österreichischen Grenze für Menschen die eine Einreisesperre haben, die Durchsetzung dieser Einreisesperre durch Zurückweisung an der Grenze. Auch das funktioniert&#8220;, hat Seehofer über die Flüchtlings- und Migrationspolitik hinzugefügt.</p>
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		<title>Österreich Wahl: Was die Spitzenkandidaten über den Islam meinen- Kurzs Ansichten sind nicht so weit enfernt von Straches</title>
		<link>https://salamplan.com/de/islamfeindlichkeit/oesterreich-nationalratswahl-parlamentswahl-was-die-spitzenkandidaten-ueber-islam-meinen-kurz-strache-kern/20171015</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Maria Torrens]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Oct 2017 10:47:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Islamfeindlichkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In der Wahl Österreichs vom 15. Oktober befürworten die meisten Wähler eine schwarz-blaue Koalition von der konservativen ÖVP mit der rechtspopulistischen FPÖ. Die Äusserungen zum Islam von Strache sind seit langem bekannt, nicht so sehr aber die vom Aussen- und Integrationsminister Kurz. Sebastian Kurz (Österreichische Volkspartei, ÖVP), der laut allen Umfragen die Wahl gewinnen wird, hat eine einzige Hauptbedingung für eine Zusammenarbeit mit Heinz-Christian Strache (Freiheitliche Partei Österreichs, FPÖ) in der Regierung angesagt, und die hat nichts mit mehr Offenheit zur Rolle des Islams in Österreich zu tun: die ‚Freiheitlichen‘ sollten die Europäische Union und dem Euro unterstützen. Was die Muslime und Zuwanderer oder Asylbewerber angeht, haben beide Spitzenkandidaten dieser Parteien für umstrittene Aussagen gesorgt. Bundeskanzler und Spitzenkandidat der Sozialdemokratischen Partei...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>In der <strong>Wahl Österreichs</strong> vom 15. Oktober befürworten die meisten Wähler eine schwarz-blaue Koalition von der konservativen ÖVP mit der rechtspopulistischen FPÖ. Die Äusserungen zum Islam von Strache sind seit langem bekannt, nicht so sehr aber die vom Aussen- und Integrationsminister Kurz.<span id="more-215"></span></p>
<p><strong>Sebastian Kurz (Österreichische Volkspartei, ÖVP)</strong>, der laut allen Umfragen die Wahl gewinnen wird, hat eine einzige Hauptbedingung für eine Zusammenarbeit mit <strong>Heinz-Christian Strache (Freiheitliche Partei Österreichs, FPÖ)</strong> in der Regierung angesagt, und die hat nichts mit mehr Offenheit zur Rolle des Islams in Österreich zu tun: die ‚Freiheitlichen‘ sollten die Europäische Union und dem Euro unterstützen. Was die Muslime und Zuwanderer oder Asylbewerber angeht, haben beide Spitzenkandidaten dieser Parteien für umstrittene Aussagen gesorgt.</p>
<p>Bundeskanzler und Spitzenkandidat der <strong>Sozialdemokratischen Partei Österreichs (SPÖ) Christian Kern</strong> -an zweiter oder dritter Stelle in den Umfragen- hat die rote Linie für eine Koalition mit der FPÖ auch an einem ,Ja‘ für die EU bedingt, aber sie ebenfalls um einen Kompromiss gegen ,Faschismus‘ und für die „Gleichstellung“ gefragt, wie die Zeitung <a href="https://www.merkur.de/politik/wahl-in-oesterreich-2017-will-fpoe-eine-koalition-mit-oevp-oder-spoe-zr-8770660.html"><em>Merkur</em></a> daran erinnert. Kern blieb aber auch nicht immer ausserhalb der Kontroverse bezüglich der Zuwanderung; doch mehr bezüglich des Islams. Dies ist eine Zusammenfassung deren Meinungen in diesem Zusammenhang:</p>
<blockquote><p><span style="color: #008000;"><strong>KURZ (ÖVP): „Die muslimische Gemeinde und Islam sind ein Teil Europas“ aber man muss die Islamkindergärten schliessen und die Migration „massiv reduzieren“</strong></span></p></blockquote>
<p>Kurzs <a href="https://www.sebastian-kurz.at/programm/artikel">Wahlprogramm</a> steht für „Nulltoleranz gegenüber dem politischen Islam“ und „Respekt und Vielfalt, aber keine falsche Toleranz gegenüber Religionen zeigen“. Das Programm behauptet „der politische Islam ist eine Kombination aus religiösem Fundamentalismus und politischem Extremismus und als solcher Nährboden für Gewalt und Terrorismus. Er hat das Ziel, unsere Werte und Lebensweisen zu untergraben und Parallelgesellschaften aufzubauen. Das müssen wir mit allen Mitteln verhindern”.</p>
<p>Politischer Islam, was das ÖVP Programm auch als „totalitäres System“ bezeichnet, hat aber sehr viele verschiedene Sichten und nicht alle können für extrem gehalten werden, noch weniger als gewaltig. So wird zum Beispiel heutzutage die Arbeit für den Übergang zur Demokratie in Tunesien weltweit gepriesen, wobei diese unter einer Koalistionsregierung die auch Islamisten miteinbeschliesst, geführt wird. Andererseits, hat der Nahostexperte des Think Tanks Real Instituto Elcano, Haizam Amirah Fernández, in seiner <a href="https://twitter.com/HaizamAmirah/status/898440241547067392">Twitter-Account</a> nach dem Anschlag in Barcelona darauf hingewiesen das es sogar unter den Salafisten (dem konservativsten Zweig des Islams) nicht in allen Fällen eine intolerante Haltung gefordert wird.</p>
<p>2015 sorgte die <strong>Reform des Islamgesetzes</strong> was Österreich schon seit Anfangs des vorigen Jahrhunderts hatte für Umstrittenheit unter der muslimischen Gemeinde. Das neue Gesetz, was unter der Leitung vom Aussen- und Integrationsminister durchgeführt wurde, begrenzte die Finanzierung der Moscheen vom Ausland, etablierte die meisten Imame sollten in Österreich gebildet werden und Deutsch solle die Sprache des Gebets in den Tempeln sein, wie die Medien damals berichteten. Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ) zeigte Besorgnis für Diskriminierung, da das Gesetz alle Muslime unter Generalverdacht stelle, informierte <em><a href="https://www.welt.de/politik/ausland/article137832244/Oesterreich-beschliesst-ein-eigenes-Islamgesetz.html">Die Welt</a></em>. Generell war aber diese Organisation doch für so eine Regelung.</p>
<p>„Es ist wichtig klar zu sagen, dass die <strong>muslimische Gemeinde und Islam ein Teil Europas sind</strong> und es ist notwendig für die muslimischen Gemeinden einen klaren legalen Status zu haben&#8230; Sonst werden sich viele Muslime von unseren Gesellschaften ausgeschlossen fühlen“, behauptete Kurz damals in einem Interview im britischen <em><a href="https://www.theguardian.com/world/2015/mar/08/austria-foreign-minister-islam-funding-law-restricting">The Guardian</a></em>.</p>
<p>In den letzten Monaten hat der Aussen- und Integrationsminister für drei umstrittene Studien bezüglich des Islams gesorgt. Eine über islamische Kindergärten, eine über die Moscheen und eine andere über Muslime in Österreich generell.</p>
<p>Nach der ersten, meinte er die <strong>islamische Kindergärten</strong> <strong>sollten schliessen</strong>. Auf die Frage in einem <a href="https://kurier.at/politik/inland/sebastian-kurz-im-kurier-gespraech-islamische-kindergaerten-abschaffen/271.008.503">Kurier Event</a> ob diese Zentren abgeschafft werden sollten, antwortete Kurz: &#8222;Natürlich. Es braucht sie nicht. Es soll keine islamischen Kindergärten geben.&#8220; Seiner Meinung nach sorgen diese nicht für Integration, teilweise wegen schlechtem Deutsch-Niveau der Erzieher. „Um den interreligiösen Dialog zu fördern, soll ein Beirat der anerkannten Kirchen und Religionsgemeinschaften eingerichtet werden“, fügt ÖVPs Wahlprogramm dazu.</p>
<p>Das Ministerium veröffentlichte auch eine <strong>Moschee Studie</strong> <strong>die 16 von insgesamt 400 Tempeln nach möglichen radikalen Lehren untersuchte</strong>. „Nur zwei der ausgewählten Moscheen unterstützen die Integration in die österreichische Gesellschaft und fordern diese auch ein. In mehr als einem Drittel der untersuchten Gebetshäuser werde der Integration entgegengewirkt, insbesondere in türkischen Moscheen seien fundamentalistische Tendenzen zu erkennen, vielfach werde dort ein offener Nationalismus gepredigt“, informierte <em><a href="http://derstandard.at/2000065166197/Kurz-will-Aufloesung-von-Moscheen-bei-Verstoss-gegen-Islamgesetz">Der Standard</a></em>.</p>
<p>Diese Schlussfolgerungen der Studie und von Kurz sorgten für Kritik, da wie ihre zwei Autoren selber im <em>Standard</em> behaupteten, die Forschung zu klein war um deren Ergebnisse für repräsentativ halten zu können. Dennoch sagte Kurz: &#8222;Man darf nicht wegsehen, wenn es Kultusgemeinden gibt, die sich nicht an das Islamgesetz halten.&#8220; Es gibt auch Islamexperten in Europa die eine Kontrolle der Moscheenfinanzierung befürworten, wie Amirah Fernández. Nach dem Terroranschlag in Barcelona öffnete sich die Debatte in Spanien und er warnte vor dem Geld derjenige Salafisten „die Intoleranz fördern“ was an einigen Moscheen und Predigern überwiesen wird.</p>
<p>Ausserdem, wurden laut der <em><a href="https://cms.falter.at/falter/2017/07/04/frisiersalon-kurz/">Falter</a></em> Zeitung Korrekturen zu den Endergebnissen der Moschee Studie hinzugefügt die die Resultate zuspitzten. So nannte sie zum Beispiel einen Paragraphen wo der Religionswissenschaftler Ednan Aslan feststellte, dass Eltern ihre Kinder in Islamkindergärten „selbstständig, respektvoll und liebevoll erzogen&#8220; haben wollten. Dies wurde, so Falter, zur Formulierung geändert: Die Eltern wollen ihre Kinder „vor dem moralischen Einfluss der Mehrheitsgesellschaft schützen&#8220;. Aslan zeigte sich zuerst überrascht als er diese Änderungen vom Falter mitgeteilt kriegte, äusserte sich aber einige Tage danach wieder und sagte alle Behauptungen der Studie seien korrekt. Jetzt hat er Falter angeklagt.</p>
<p>Die dritte Studie die vom Minister angeordnet wurde und im August bekannt gegeben wurde, <strong>befragte mehr als 1.000 Muslime (von 700.000 Muslimen die heute in Österreich wohnen)</strong>: „Flüchtlinge, die eben erst kamen, ebenso wie Türken, die schon Jahrzehnte im Land sind, Bosnier oder Tschetschenen“, wie <em><a href="http://www.oe24.at/oesterreich/politik/Kurz-schockt-mit-Islam-Studie/294580416">OE24</a></em> beschrieb. So stellte man fest 40% der Türken könnten verstehen, dass ein Vater sich dem Handschlag mit einer Lehrerin seines Kindes weigert. Ein Drittel der Flüchtlinge und der Türken befürworten die gewaltsame Verteidigung der Familienehre, obwohl ein Ehrenmord von nur 10% unterstützt wurde. 25% der befragten Flüchtlingen findet, dass neben dem österreichischen Recht auch islamisches gelten sollte, aber nicht als einzige Rechtsgrundlage.</p>
<p>Sebastian Kurz argumentierte demnach im Interview mit OE24: „Es zeigt sich klar, dass wir besonders große Probleme bei der Wertehaltung der Tschetschenen und auch der Afghanen haben. Ich fühle mich durch die Studie in meiner Linie bestätigt, die Migration aus anderen Kulturkreisen, insbesondere von bildungsfernen Schichten, massiv zu reduzieren“. Er bestand auch auf die Schliessung der islamische Kindergärten: „Wir brauchen konsequente Frühförderung für die Kinder statt der Islamkindergärten“.</p>
<p>Andererseits will Kurz laut seinem Wahlprogramm eine <strong>„Mindestsicherung light“</strong> für Asylberechtigte einführen, die die Leistungen für diese Personen zu maximal 560 Euro pro Einzelperson reduzieren. Wenn in den ersten fünf Jahren die Flüchtlinge mindestens 12 Monate vollzeitig arbeiten, werden sie das Recht für dieselbe Mindestsicherung wie alle Österreicher haben.</p>
<blockquote><p><strong><span style="color: #008000;">Strache: „Die Islamisierung gehört gestoppt (&#8230;). Wir brauchen Nullzuwanderung“</span></strong></p></blockquote>
<p>„Asylwerber und Asylberechtigte sollen in der Grundversorgung bleiben, für Asylwerber will die FPÖ keine Arbeitserlaubnis,“ erläutert das <a href="https://www.fpoe.at/themen/wahlprogramm-2017/">Wahlprogramm</a> der FPÖ, was an erster Stelle das Kapitel „Unsere Grenzen sichern- Österreich ist kein Einwanderungsland“ stellt. Im Kapitel zur „Sicherung“ behaupten die „Freiheitlichen“, dass „im Zuge der illegalen Massen- migration, des Zustromes an Wirtschaftsﬂüchtlingen und Scheinasylanten, verstärkt seit September 2015, hat Österreich ein massives Problem mit der Ausländerkriminalität, das sich auch in völlig neuen Bedrohungsszenarien wie dem islamischen Terrorismus zeigt“.</p>
<p>Im Gegenteil zu Kurzs Aussage Islam gehöre zu Europa, hat Strache oft behauptet <strong>„Islam gehört nicht zu Österreich“</strong> und hat von der <strong>„Bedrohung Europas durch die Islamisierung“</strong> eine spezifische <a href="https://www.facebook.com/HCStrache/videos/10152922218068591/">Rede in 2015</a> gehalten bei der er vom holländischen anti-Muslimen Geert Wilders begleitet wurde. In einem seiner Wahlplakate steht er auch Kurzsaussage entgegen und behauptet: „Die Islamisierung gehört gestoppt&#8220;. In einer <a href="https://kurier.at/chronik/wien/spitzenkandidaten-beziehen-stellung-zum-islam/289.067.501">Kurierumfrage</a> an den Spitzenkandidaten über ihre Stellung zum Islam, behauptete die FPÖ jedoch, dass die muslimische Mitbürger doch zu Österreich gehören.</p>
<p>Im Zusammenhang mit der europäischen Flüchtlingsquote, sagte Strache im Bundesparteitag von März: &#8222;Wir brauchen eine Nullzuwanderung, sogar eine Minuszuwanderung, wenn es um Straffällige geht,&#8220; wie die <a href="http://www.krone.at/557250"><em>Kronen Zeitung</em></a> informierte.</p>
<p>Strache befürwortet die äussere Finanzierung islamischer Einrichtungen zu stoppen und das Islam auf Deutsch gezeigt werden soll. Er besteht auf einem Kopftuchverbot an öffentlichen Ämtern und Erziehungszentren; es reiche nicht mit dem schon existierenden Vollverschleierungsverbot (Burka und Niqab), der ausserdem -seiner Meinung nach- nicht wirklich im Gang gesetzt worden sei, informierte <em><a href="http://diepresse.com/home/innenpolitik/5227837/FPOeChef-Strache-verschaerft-Gangart-gegen-Islam">Die Presse</a></em>. Moscheen, islamische Kindergärten und Vereine dienen, seiner Meinung nach, zur Radikalisierung von Muslimen.</p>
<p><strong>„Nicht jeder Moslem ist ein Terrorist“</strong>, gab der Politiker in einer Veranstaltung seiner Partei diesen Oktober zu. Und fügte gleich hinzu „aber fast jeder Terrorist in den letzten Jahren quer durch Europa war leider ein radikaler Islamist“, eine Behauptung die die Fakten seit 2015 bestätigen. An dem Jahr machte er aber schon eine ähnliche Aussage in seiner <a href="https://www.facebook.com/HCStrache/posts/10153501944008591">Facebook-Account</a>, wo er aber anstatt von Europa von der ganzen Welt und von den letzten 20 Jahren redete. Damals endete er den Satz mit „war leider ein radikaler Moslem“. Jetzt scheint er sein Diskurs moderiert zu haben und in diesem Fall versuchte er Religion vom politischem Islam zu unterscheiden um politisch korrekter zu klingen.</p>
<p>Strache warnt aber zugleich über die „Islamisierung Europas“ und hält <strong>„islamischen Terror als Folge einer hemmungslose Zuwanderung“</strong>. Was er aber nicht erwähnt ist, dass die meisten Terroranschlägen seit 2015 von europäischen Bürgern ausgeübt wurden, die nicht unter den Asylbewerbern gerade angekommen waren (einige doch). Ausserdem stellt er islamisch und islamistisch gleich, wobei islamisch religiös ist und islamistisch zum politischen Unfeld -also auch zur gewaltigen politischen Fehlinterpretation der Dschihad, wie <a href="https://salamplan.com/en/terrorism/islam-qa-the-true-meaning-of-jihad-and-how-isis-so-called-islamic-state-fails-to-accomplish-it-step-by-step/20171014">SalamPlan</a> demonstriert hat- gehört.</p>
<blockquote><p><strong><span style="color: #008000;">SPÖ Kern: „Selbstverständlich“ gehört Islam zu Österreich aber das Islamgesetz ist nötig</span></strong></p></blockquote>
<p>Für ihn gehört Islam „selbsverständlich“ zu Österreich, laut der erwähnten <a href="https://kurier.at/chronik/wien/spitzenkandidaten-beziehen-stellung-zum-islam/289.067.501">Kurierumfrage</a> an den Spitzenkandidaten der Wahlen 2017. Kern ist im Prinzip gegen ein generalisiertes <strong>Kopftuchverbot</strong> im Land, da er dies für diskriminierend hält, doch Kern er befürwortet ein „Neutralitätsgebot für Polizistinnen, Richterinnen und Staatsanwältinnen“.</p>
<p>Die <strong>Reform des Islamgesetzes</strong> wurde während der präsenten Koalitionsregierung SPÖ-ÖVP in Gange gebracht. Deshalb unterstütz Kern sie auch und beharrt -sowie Kurz- darauf, dass sie in Zusammenarbeit mit der IGGiÖ geschrieben wurde.</p>
<p>Was den Zuwanderern und Asylbewerber die durch das Mittelmeer an Europa ankommen, steht Kern auf einer ähnlichen Ebene wie die EU in der Maltakonferenz von Februar entschloss: <strong>mehr Zusammenarbeit mit afrikanischen Ländern</strong> um dort Asylzentren zu verschaffen. Kern hat auf Niger hingewiesen, die EU auf Lybien -wo es aber keine stabile Regierung existiert.</p>
<p>Was dem Wahlprogramm der SPÖ konkret angeht, steht zwischen den <a href="https://spoe.at/sites/default/files/eckpunkte_spoe_wahlprogramm.pdf">„Eckpunkten“ der Partei</a> keiner über Islam und wenn es um Sicherheit geht ist die Rede über „mehr PolizistInnen). Es existiert doch ein Punkt unter dem Titel <strong>„Integration beginnt gestern“</strong>. Da klärt die regierende SPÖ sie stehe für „klare Zuständigkeiten bei Asylverfahren und im Integrationsprozess“, was eine „Beschleunigung der Asylverfahren“ entspreche, sowie ebenfalls „eine Behörde, vom Asylantrag bis hin zur Integrationsbegleitung oder zur Rückführung“.</p>
<p>Die neue Regierung die von der <strong>Wahl in Österreich an diesem 15. Oktober 2017</strong> entstehen wird, wird mit aller Sicherheit eine Koalition benötigen die mindestens eine dieser drei Parteien miteinbezieht. Sowohl SPÖ wie ÖVP haben sich für eine Zusammenarbeit mit der FPÖ offen gehalten.</p>
<p>La entrada <a rel="nofollow" href="https://salamplan.com/de/islamfeindlichkeit/oesterreich-nationalratswahl-parlamentswahl-was-die-spitzenkandidaten-ueber-islam-meinen-kurz-strache-kern/20171015">Österreich Wahl: Was die Spitzenkandidaten über den Islam meinen- Kurzs Ansichten sind nicht so weit enfernt von Straches</a> se publicó primero en <a rel="nofollow" href="https://salamplan.com/de">Salam  Plan</a>.</p>
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		<title>Der syrische Flüchtling mit Merkel-Selfie: „Man muss mehr die Grenzen kontrollieren&#8220;</title>
		<link>https://salamplan.com/de/fluechtlinge/der-syrische-fluechtling-mit-merkel-selfie-man-muss-mehr-die-grenzen-kontrollieren/20171001</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Maria Torrens]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Oct 2017 10:37:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Flüchtlinge]]></category>
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		<category><![CDATA[Amnesty International]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Anas Modamani ist traurig über das gute Ergebnis von der AfD in der Bundestagswahl, aber er fühlt sich nicht beängstigt. Andererseits bittet er um Wachsamkeit gegenüber einigen Asylsuchenden, die seiner Meinung nach die Flüchtlingskrise ungerecht ausnutzen. An der Wand seines Raumes in Berlin hat Modamani das Selfie aufgehängt, das er mit Angela Merkel kurz nach seiner Ankunft in Deutschland im August 2015 gemacht hat. Die Begegnung mit der Kanzlerin war für ihn „eine ganz grosse Erfahrung&#8220;, wie im Telefongespräch Salamplan.com erzählt. Damals war er 18 Jahre alt und war dem Krieg in Syrien entflohen. Er hatte noch in seiner Heimatstadt von Darayya (ein Vorort von Damaskus) sein Abitur abgeschlossen und hätte dort gerne an der Universität studiert. Aber der Weg...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Anas Modamani ist traurig über das gute Ergebnis von der AfD in der Bundestagswahl, aber er fühlt sich nicht beängstigt. Andererseits bittet er um Wachsamkeit gegenüber einigen Asylsuchenden, die seiner Meinung nach die Flüchtlingskrise ungerecht ausnutzen.</strong><span id="more-171"></span></p>
<p>An der Wand seines Raumes in Berlin hat Modamani das Selfie aufgehängt, das er mit <strong>Angela Merkel</strong> kurz nach seiner Ankunft in Deutschland im August 2015 gemacht hat. Die Begegnung mit der Kanzlerin war für ihn „eine ganz grosse Erfahrung&#8220;, wie im Telefongespräch Salamplan.com erzählt. Damals war er 18 Jahre alt und war dem Krieg in Syrien entflohen. Er hatte noch in seiner Heimatstadt von Darayya (ein Vorort von <strong>Damaskus</strong>) sein Abitur abgeschlossen und hätte dort gerne an der Universität studiert. Aber der Weg dorthin war lang und gefährlich, behauptet er. Als das Haus, in dem er mit seinen Eltern und Geschwistern wohnte, durch die Bombenanschläge zum Schutt verurteilt wurde, entschied er sich dafür zu fliehen.</p>
<p>Er kam nach einem kurzen Aufenthalt in der Türkei in Deutschland an, nicht ohne davor sein Leben in der Ägäis riskiert zu haben und die sogenannte „Balkanroute&#8220; zusammen mit vielen anderen Asylsuchenden überwunden zu haben. Aber das Selfie mit Frau Merkel spielte ihm einen schlechten und unerwarteten Streich: einige Leute benutzten das Bild um zu behaupten, dass er ein Terrorist war. Heute ist klar, dass es einfach nur Fake News waren und Modamani brachte <strong>Facebook</strong> sogar vor Gericht, weil er das Unternehmen für die Verbreitung der falschen Information für verantwortlich hielt. Er verlor den Fall im März dieses Jahres, obwohl zwei Monate davor &#8211; und nur ein paar Tage nachdem es bekannt wurde, dass der Flüchtling Facebook verklagen hatte- versprach Mark Zuckerbergs Firma, gegen falsche Nachrichten in Deutschland zu kämpfen.</p>
<blockquote><p><em><span style="color: #008000;">Es ist sehr, sehr Schade, dass die AfD schon im Bundestag (vertreten) ist, mit 13%. Aber Angst habe ich nicht</span></em></p></blockquote>
<p>Modamani erwartete nicht, dass <strong>Alternative für Deutschland</strong> „so viele“ Sitze (94 von 709) im Parlament mit 13% der Stimmen erhalten würde. Trotz der schlechten Erfahrungen mit Bedrohungen in seinem Facebook-Konto fühlte er sich in Deutschland willkommen, auch jetzt. „Na ja, das ist sehr, sehr Schade, dass sie schon im Bundestag sind, mit 13%. Das ist schon ganz viel. Ich fühle mich ganz schlecht. Ich hab‘ nie gedacht, dass AfD schon ganz viel (Unterstützung) hat“, gesteht er mit einer guten Aussprache am Telefon. Hat er Angst? „Angst, also&#8230; eigentlich nein“. Er erklärt, dass er sich sehr gut integriert fühlt, als Kassierer in einem McDonalds arbeitet und sich an der Humboldt Universität angemeldet hat, um sein Informatikstudium nächsten Wintersemester anzufangen. „Ich habe viele Freundschaften in Berlin angebaut: ganz, ganz viele Araber (die in Deutschland geboren wurden aber von Irak, Jordan&#8230; stammen), mit Deutschen, bei meinem Arbeitgeber auch&#8230;“</p>
<p>Die AfD betonte während ihrer Kampagne, dass die deutsche Sprache der Schlüssel wäre, um die nationale Identität zu versichern; allein im Jahre 2015 kamen mehr als eine Million Asylsuchende nach offiziellen Angaben der deutschen Behörden im Land an. Modamani, der jetzt 20 Jahre alt ist, interessiert sich dafür sich zu integrieren und hat bereits das Niveau B2 der deutschen Sprache erreicht. Dies bedeutet, dass er mit den Muttersprachlern ohne große Schwierigkeiten ein Gespräch führen kann, so die Definition des <strong>Goethe Instituts</strong>. In dieser Woche verzögerte er das Interview mit Salamplan.com, weil er für einen Leveltest lernen musste, um sich für ein Stipendium zu bewerben. In diesem Interview fällt sein reicher Wortschatz auf, was einige grammatikalische Fehler im Hintergrund lässt.</p>
<blockquote><p><em><span style="color: #008000;">Natürlich gibt es viele extremistische Leute, wie Daesh (ISIS), aber wenn du ein Muslim in deinem Herzen bist, stellst du keine Probleme</span></em></p></blockquote>
<p>Sätze wie „Islam passt nicht zu unserer Küche“ oder „Burkas? Wir steh’n auf Bikinis“ auf den Plakaten der AfD wollten während der Wahlkampagne zeigen, dass Islam und Demokratie nicht zusammen passen. Damit ist Modamani auf keinen Fall einverstanden und betont er habe wegen seines Glaubens als Muslim in Deutschland kein Problem bekommen. „Es gibt natürlich sehr viele extremistische Leute, wie <strong>Daesh</strong> (der sogennante „Islamischer Staat“), aber wenn man Muslim zu Hause, im Gedanken, im Herzen ist, muss man das nicht allen zeigen, also macht es keine Probleme, kein Stress. Das Wort <strong>Islam</strong> heisst Frieden, und ich habe auch den <strong>Q’ran</strong> gelesen: er sagt man muss immer friedlich, höflich, nett sein&#8220;, meint der syrische Flüchtling.</p>
<p>Er spricht in keinem Moment mit Groll; er erwähnt im Gegenteil, dass er sich durch diese Vision von Alternative für Deutschland und deren Unterstützer sich „wirklich traurig&#8220; fühlt. „Wegen ganz viele falsche Nachrichten, haben sie jetzt die schlimmsten Bilder des Islams über ganz Deutschland (verbreitet). Das finde ich sehr Schade. Und sie passen Islam mit Terrorismus ein (SIC), aber nein. Diese Terroristen haben vielleicht einen behinderten Kopf, sie sind dumme Leute. Sie sind keine richtige Muslime“.</p>
<blockquote><p><em><span style="color: #008000;">Mein bester Freund Mounir wurde ins Gefängnis in Syrien gebracht. Wir haben seit Langem keine Information und wissen nicht ob er noch am Leben ist</span></em></p></blockquote>
<p>Er erinnert sich daran, dass er vor dem Krieg mit Kindern – egal ob Muslim oder christlich- in seiner Schule von Darayya gespielt hat. Sie gingen oft in den Park, obwohl er damals auch seinem Vater bei der Arbeit half, Motoren zu reparieren. Mit dem Krieg kamen die Bombenanschläge, die nicht nur sein Haus zerstörten, sondern auch drei Onkel von Modamani töteten. „Wir haben keine Waffe genommen, nichts&#8220;, sagt er. Er denkt oft an seinen besten Freund Mounir, der vor langer Zeit ins Gefängnis in Syrien gebracht wurde. „Wir haben seit sehr Langem keine Information (von ihm und wissen nicht) ob lebt oder nicht“, erklärt er über diesen Fall, der an die tausenden von Fällen erinnert über die Amnesty International berichtet hat (<a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/syrien-das-foltergefaengnis-von-sednaja-a-1108315.html">Syrische Foltergefängnisse</a>, August 2016, <a href="https://www.amnesty.org/en/press-releases/2017/02/syria-investigation-uncovers-governments-secret-campaign-of-mass-hangings-and-extermination-at-saydnaya-prison/">Massive Erhängen und Vernichtung</a>, Februar 2017).</p>
<p><div id="attachment_172" style="width: 1034px" class="wp-caption aligncenter"><img aria-describedby="caption-attachment-172" loading="lazy" class="wp-image-172 size-large" src="https://salamplan.com/wp-content/uploads/2017/10/IMG-20170927-WA0010-1024x682.jpg" alt="" width="1024" height="682" srcset="https://salamplan.com/wp-content/uploads/2017/10/IMG-20170927-WA0010-1024x682.jpg 1024w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2017/10/IMG-20170927-WA0010-300x200.jpg 300w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2017/10/IMG-20170927-WA0010-768x511.jpg 768w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2017/10/IMG-20170927-WA0010.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><p id="caption-attachment-172" class="wp-caption-text">Anas Modamani posiert am heutigen Symbol für den Fall der Berliner Mauer. Urheberrecht: A. Modamani</p></div></p>
<p>In dieser Woche hätten die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union nach einer zweijährigen Frist 180.000 Flüchtlinge umsiedeln müssen, aber sie haben nur 25% davon erreicht. Modamani ist der Auffassung, dass die Lösung darin besteht, die Asylanträge in den Zwischenländern zu kontrollieren und dann eine sichere Passage für diejenigen zu schaffen, die eine Genehmigung erhalten.</p>
<p>Gleichzeitig ist er für die Verschärfung der Kontrolle über die deutschen Grenzen, genau wie die AfD will (obwohl die Partei auch vom Aufbau von Zäunen im Schengen-Raum spricht). Nicht nur das. Modamani besteht auch darauf vorsichtig mit einigen Flüchtlingen und Migranten zu sein, die seiner Meinung nach die Flüchtlingskrise ungerecht ausnutzen.</p>
<blockquote><p><em><span style="color: #008000;">Wir Flüchtlinge wollen nur in Frieden leben, wir wollen auch arbeiten. (Aber) man muss die Grenzen in Deutschland mehr kontrollieren</span></em></p></blockquote>
<p>„Mehr Grenzen kontrollieren&#8230; ich bin auch damit. Hier in Berlin gibt es sehr viele Leute die 6 Jahre hier sind und nix machen und bekommen nur Geld von Hartz IV und (vom) Jobcenter. Ich bin dagegen. Arbeit gibt’s in Deutschland, ganz viel Arbeit. Man braucht nicht so viel Erfahrung, man kann sich bewerben, man bekommt die Stelle. Aber sie wollen nicht arbeiten, finde ich“. Er klärt, dass er seit einem Jahr arbeitet und etwa 1.200 Euro im Monat verdient hat, obwohl er auch eine Ergänzung aus dem Staat erhalten hat, als das Gehalt niedriger war.</p>
<p>Dieser Syrer -dem kein Asyl gewährt wurde, sondern einen vorübergehenden Schutz- ist der Meinung, dass eine größere Kontrolle nicht nur für die Sicherheit oder die Sozialhilfe notwendig ist, sondern auch als Instrument zur Bekämpfung von Angst und Hass gegen den Islam in Europa. „Die deutsche Polizei muss wissen woher jeder Mensch kommt, was macht er in Deutschland, hat er Arbeit, gelernt, was macht er jeden Tag&#8230;“.</p>
<blockquote><p><span style="color: #008000;"><em>Ich habe keinen besonderen Traum, (sondern wünsche mir) ein ganz normales Leben: einen Job mit einem besseren Lohn zu finden, um Geld an meine Familie zu schicken, eine große Wohnung, heiraten&#8230;</em></span></p></blockquote>
<p>Gleichzeitig warnt er deutsche Staatsbürger vor falschen Nachrichten im Internet und bittet sie direkt mit Flüchtlingen Kontakt zu halten um die Wahrheit zu kennen. So werden sie entdecken, meint Modamani, dass sie alle „nur in Frieden leben (möchten), wir wollen auch arbeiten“.</p>
<p>Obwohl sich dieser 20-Jährige in seiner Berliner Umgebung integriert fühlt, vermisst er seine Familie sehr: „Ich fühle mich nicht zu Hause hier, immer Ausländer. Ausland bleibt immer Ausland“. Dennoch hat er „überhaupt nicht“ die Absicht, nach Syrien zurückzukehren, wenn der Krieg vorbei ist. „Ich habe hier viel (auf)gebaut: Arbeit, Studium &#8230; und vielleicht wird es dann besser, dann fühle ich mich zu Hause, aber später“. Anas Modamani erzählt, dass er nicht „einen besonderen Traum (hat, sondern sich) ein ganz normales Leben“ erwünscht: einen Job mit einem besseren Lohn zu finden, um Geld an seine Familie zu schicken, eine große Wohnung, heiraten&#8230; Im Moment, ist er aber glücklich, sein Studium in ein paar Monaten zu beginnen und gleichzeitig weiter im McDonald’s zu arbeiten.</p>
<p>La entrada <a rel="nofollow" href="https://salamplan.com/de/fluechtlinge/der-syrische-fluechtling-mit-merkel-selfie-man-muss-mehr-die-grenzen-kontrollieren/20171001">Der syrische Flüchtling mit Merkel-Selfie: „Man muss mehr die Grenzen kontrollieren&#8220;</a> se publicó primero en <a rel="nofollow" href="https://salamplan.com/de">Salam  Plan</a>.</p>
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