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	<title>Islam &#8211; Salam  Plan</title>
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	<description>Journalismus gegen Hass</description>
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	<title>Islam &#8211; Salam  Plan</title>
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		<title>47% der Muslime in Deutschland sind Deutsche</title>
		<link>https://salamplan.com/de/islamfeindlichkeit/47-der-muslime-in-deutschland-sind-deutsche/20210429</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Maria Torrens]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Apr 2021 11:20:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Islamfeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Islam Konferenz (DIK)]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die debattierte „Integration“ der Muslime in Deutschland hängt kaum von der Religion ab, sonder eher von Faktoren wie die soziale Situation, so eine Studie vom Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge. In Deutschland leben zwischen 5,3 und 5,6 Millionen muslimische Bürger, was etwa dem 6,5% der totalen Bevölkerung entspricht. 47% davon, sind Deutsche. Muslimische Religionsangehörige mit einem sogennanten „Migrationshintergrund“ aus der Türkei bilden mit 2,5 Millionen Personen weiterhin die größte Herkunftsgruppe, stellen mit einem Anteil von 45% aber nicht mehr die „absolute Mehrheit“. Dies habe sich mit der Ankunft von Flüchtlingen aus Ländern im Krieg, wie Syrien, um das Jahr 2015 herum geändert, nach den Angaben der Studie „Muslimisches Leben in Deutchland“ im Auftrag der Deutschen Islam Konferenz (DIK). Seit 2015,...</p>
<p>La entrada <a rel="nofollow" href="https://salamplan.com/de/islamfeindlichkeit/47-der-muslime-in-deutschland-sind-deutsche/20210429">47% der Muslime in Deutschland sind Deutsche</a> se publicó primero en <a rel="nofollow" href="https://salamplan.com/de">Salam  Plan</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Die debattierte „Integration“ der Muslime in Deutschland hängt kaum von der Religion ab, sonder eher von Faktoren wie die soziale Situation, so eine Studie vom <strong>Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge</strong>.</p>



<span id="more-6675"></span>



<p>In Deutschland leben zwischen 5,3 und 5,6 Millionen muslimische Bürger, was etwa dem <strong>6,5% der totalen Bevölkerung</strong> entspricht. 47% davon, sind Deutsche.</p>



<p>Muslimische Religionsangehörige mit einem sogennanten <strong>„Migrationshintergrund“ aus der Türkei</strong> bilden mit 2,5 Millionen Personen weiterhin die größte Herkunftsgruppe, stellen mit einem Anteil von 45% aber nicht mehr die „absolute Mehrheit“. Dies habe sich mit der Ankunft von Flüchtlingen aus Ländern im Krieg, wie Syrien, um das Jahr 2015 herum geändert, nach den Angaben der Studie „Muslimisches Leben in Deutchland“ im Auftrag der <strong>Deutschen Islam Konferenz</strong> <strong>(DIK)</strong>. Seit 2015, ist die muslimische Bevölkerung um 900.000 Personen gestiegen, obwohl seit 2017 sich dies kaum verändert hat.</p>



<p>„Die Analysen zeigen zudem, dass der Einfluss der Religion auf die Integration häufig überschätzt wird. Aspekte wie die Aufenthaltsdauer, Migrationsgründe oder die soziale Lage prägen den Integrationsprozess in einem weitaus größeren Ausmaß als die Religionszugehörigkeit“,<em> </em>signalisierte <strong>Hans-Eckhard Sommer</strong>, Präsident des <strong>Bundesamts für Migration und Flüchtlinge</strong> <strong>(BAMF)</strong> während der Vostellung der Studie am Mittwoch.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-style-large"><p>„Der Einfluss der Religion auf die Integration häufig überschätzt wird. Aspekte wie die Aufenthaltsdauer, Migrationsgründe oder die soziale Lage prägen den Integrationsprozess in einem weitaus größeren Ausmaß“</p><cite>Hans-Eckhard Sommer, Bundesamt für Migration und Flüchtlinge</cite></blockquote>



<p>Es wurden mehr als 4.500 Personen im Alter ab 16 Jahren befragt, sowohl Zugewanderte aus 23 verschiedenen muslimisch geprägten Herkunftsregionen als auch deren in Deutschland geborene Nachkommen. Die Anzahl an deutsche Muslime ohne den sogenannten „Migrationshintergrund“ sei so klein, dass sie statistisch in der Studie miteinzubeziehen nicht aussagekräftig gewesen wäre, hat die Forscherin <strong>Anja Stichs</strong> <a href="https://salamplan.com" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Salam Plan</a> erklärt.</p>



<p>Was der <strong>Sprache </strong>angeht, fühlen sich 70% der muslimische Bürger sicher oder sehr sicher mit ihren Kentnissen. Die Studie weist auch darauf hin, dass zwei Drittel deutsche Freunde haben; bei denen es nicht der Fall ist, wünschten sie es sich aber doch.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-style-large"><p>„Muslimische Religionsangehörige unterscheiden sich in denen von uns untersuchten Aspekten so gut wie überhaupt nicht von sonstigen Religionsangehörigen“</p><cite>Anja Stichs, Forscherin BAMF</cite></blockquote>



<p>Der Glauben wird im Alltag unterschiedlich erlebt: <strong>39% betet täglich, 25% betet nie</strong>. Andererseits, sind die Personen die zugewandert sind generell religiöser, egal ob muslimisch, christlich oder Angehörgiger anderer Religionen. 20% der Personen mit Migrationsgrund in den Ländern von muslimischer Mehrheit, folgen nicht dem Islam sondern einen anderen Glauben oder gar keinen.</p>



<p>Die Studie hat auch nach dem Kopftuch gefragt. <strong>„Ob ein Kopftuch getragen wird, hängt stark vom Alter ab”</strong>, so Stichs. 30% der muslimische Bürgerinnen tragen ihn. Am meisten, sind es die Frauen die älter als 66 sind. In dem Fall, tragen 62% von ihnen den Kopftuch. Zwischen dem Alter von 26 und 65 Jahren, tragen ihn etwa 41%. Ein 26% trägt den Kopftuch zwischen den 16. und 25. Lebensjahr. Was den Mädchen betrifft, trägt 0,9% von den kleineren als 10 Jahren den Kopftuch. 11,5% der Mädchen von 11 bis 15 Jahren tragen den Kopftuch.</p>



<p>Forscherin <strong>Anja Stichs</strong> stellte fest: „Muslimische Religionsangehörige unterscheiden sich in denen von uns untersuchten Aspekten so gut wie überhaupt nicht von sonstigen Religionsangehörigen aus den gleichen Herkunftsländern“.</p>



<p class="has-text-color" style="color:#028f2c"><strong>ES INTERESSIERT IHNEN VIELLEICHT AUCH:</strong></p>



<ul><li><a href="https://salamplan.com/de/wie-du/drei-religionen-eine-gemeinde-auch-offen-fuer-atheisten-das-ist-die-naechste-revolution-in-berlin-house-of-one/20190518" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Drei Religionen, eine Gemeinde (auch offen für Atheisten): das ist die nächste Revolution in Berlin</a></li><li><a href="https://salamplan.com/de/islamfeindlichkeit/die-imamin-die-eine-moschee-in-berlin-gruendete-und-unter-morddrohungen-lebt-seyran-ates-ibn-rushd-goethe/20190527">Die Imamin die eine Moschee in Berlin gründete und unter Morddrohungen lebt</a></li></ul>



<h4 class="has-text-align-center has-light-green-cyan-background-color has-background"><em>&gt;&gt;&gt;Folgen Sie SALAM PLAN- Journalismus gegen Hass auf <a href="https://twitter.com/SalamPlan" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Twitter</a> und <a href="https://www.facebook.com/SalamPlanCommunity" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Facebook</a> <em>&lt;&lt;&lt;</em></em></h4>



<h4 class="has-text-align-center has-light-green-cyan-background-color has-background"><em>&gt;&gt;&gt;Wollen sie dabei auch Spanisch oder andere Sprachen dabei üben? Hier finden sie viel mehr: nur auf die Fahne drücken&lt;&lt;&lt;</em></h4>
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		<item>
		<title>Die Imamin die eine Moschee in Berlin gründete und unter Morddrohungen lebt</title>
		<link>https://salamplan.com/de/islamfeindlichkeit/die-imamin-die-eine-moschee-in-berlin-gruendete-und-unter-morddrohungen-lebt-seyran-ates-ibn-rushd-goethe/20190527</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Maria Torrens]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 May 2019 13:27:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Islamfeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Alternative für Deutschland]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seyran Ates wäre fast in einem Anschlag in 1984 umgekommen, als sie eine Beratungsstelle von Frauen aus der Türkei mit nur 21 Jahren führte. 2006 wurde diese Rechtsanwältin nach einem Gerichtstermin angegriffen und sie erlitt erneut Morddrohungen. Seitdem steht sie unter Personenschutz. Die Drohungen stiegen aber als sie vor zwei Jahren eine Moschee in der deutschen Hauptstadt gründete. &#62;&#62;&#62; Folgen Sie Salam Plan &#8211; &#8222;Journalismus gegen Hass&#8220; auf Twitter und Facebook &#60;&#60;&#60; Sie ist die erste Imamin Deutschlands. Ist das denn möglich? Traditionnell machen nur Männer diesen Job, aber es gibt Muslime, die dafür stehen Frauen seien ebenfalls dazu berechtigt. Es existieren auch andere Einzelfälle von Imaminen in Ländern wie Dänemark oder den Vereinigten Staaten die sich in den letzten...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Seyran Ates</strong> wäre fast in einem Anschlag in 1984 umgekommen, als sie eine Beratungsstelle von Frauen aus der Türkei mit nur 21 Jahren führte. 2006 wurde diese Rechtsanwältin nach einem Gerichtstermin angegriffen und sie erlitt erneut Morddrohungen. Seitdem steht sie unter Personenschutz. Die Drohungen stiegen aber als sie vor zwei Jahren eine Moschee in der deutschen Hauptstadt gründete.<span id="more-4057"></span></p>
<h4 style="text-align: center;"><span style="color: #008000;"><em>&gt;&gt;&gt; Folgen Sie Salam Plan &#8211; &#8222;Journalismus gegen Hass&#8220; auf <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://twitter.com/SalamPlan">Twitter</a></span> und <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://www.facebook.com/SalamPlanCommunity">Facebook</a></span> &lt;&lt;&lt;</em></span></h4>
<p>Sie ist die erste Imamin Deutschlands. Ist das denn möglich? Traditionnell machen nur Männer diesen Job, aber es gibt Muslime, die dafür stehen Frauen seien ebenfalls dazu berechtigt. Es existieren auch andere <strong>Einzelfälle von Imaminen</strong> in Ländern wie Dänemark oder den Vereinigten Staaten die sich in den letzten Jahren gegen diesem <em>Statu Quo</em> rebellierten.</p>
<p>Ates unterstreicht ihre Moschee sei für alle Muslime offen, auch für Dialog mit anderen Religionen und Atheisten. Denn Teil ihres Zieles ist für den <strong>Frieden unter Religionen</strong> und verschiedener Weltanschaungen zu arbeiten. In der Tat, habe sie vor Kurzem den katholischen Sankt Jakobspilgerweg mit einer gemischten Gruppe angefangen und wolle bald weiter damit machen.</p>
<p>Ihre Moschee, die ihren Platz <strong>in einem freien, sekulären Raum einer evangelischen Gemeinde</strong> gefunden hat, war Ziel einer Fatwa (islamische Rechtsauskunft) aus Ägypten, die sie für nicht muslimisch gesprochen hat. Dagegen sagt Ates ihre Ansicht sei nicht etwas aussergewöhnliches innerhalb der muslimischen Gesellschaft, gibt dennoch zu sie könnte in einen neuen Zweig des Islams münden.</p>
<p>Islam sei für sie auf jeden Fall ein Teil Deutschlands, sie sei aber gegen dem „politischen Islam“, der Religion und Staat mischt und den sie für gleich gefährlich wie Rechts- oder Linksextremisten hält. <span style="color: #008000;"><a style="color: #008000;" href="http://salamplan.com">Salam Plan</a></span> trifft sie in der <strong>Ibn Rushd -Goethe Moschee</strong> im Berlinerbezirk von Alt Moabit kurz vor den Europawahlen. Den „etablierten Parteien“ in Europa bittet sie sich in den Spiegel zu schauen bevor sie die „Rechtspopulisten“ für ihre Meinungen zum Islam oder Migration zu kritisieren.</p>
<p><div id="attachment_4065" style="width: 1034px" class="wp-caption aligncenter"><img aria-describedby="caption-attachment-4065" loading="lazy" class="wp-image-4065 size-large" src="https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/05/Berlin-Moschee-Treppen-1024x718.jpg" alt="" width="1024" height="718" srcset="https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/05/Berlin-Moschee-Treppen-1024x718.jpg 1024w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/05/Berlin-Moschee-Treppen-300x210.jpg 300w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/05/Berlin-Moschee-Treppen-768x538.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><p id="caption-attachment-4065" class="wp-caption-text">Eingang zur Ibn Rushd-Goethe Moschee, die in einem freien Raum einer evangelischen Gemeinde in Berlin Platz fand. © Salam Plan</p></div></p>
<p><strong>Ihre Moschee stellt sich als ein Projekt vor, das einen „progressiven und inklusiven Islam“ erlebt. Was sollen wir genau darunter verstehen?</strong></p>
<p>Der Begriff „zeigtgemässer Islam“ fasst das -glaube ich- besser zusammen, unter einem Dach. „Zeitgemäss“ in dem Sinne, dass wir den Koran und auch die Hadizen, [also] die Überlieferungen über die Aussprüche und die Taten des Propheten [Muhammads], historisch- kritisch betrachten.</p>
<p>Wir lesen all die Texte, und stellen uns die Frage: Welchen Sinn und Zweck hat das Ganze? In welcher Zeit ist es entstanden und warum? Und gilt das heute noch?</p>
<p>Und das gilt als fortführend und „liberal“, weil wir entspannter mit unserer Religion umgehen, wie vielleicht andere Menschen, die sehr orthodox ihr Leben extrem reglamentiert einrichten nach <em>halal</em> [erlaubt] und <em>haram </em>[nicht erlaubt], und sehr angstbeladen und mit vielen Verboten leben, das Diesseits eher vernachlässigen, und sich zu stark auf das Jenseits konzentrieren und entsprechend ein Druck ausüben auf Menschen, wie sie zu leben haben.</p>
<p>Wir mischen uns nicht ein. So verstehen wir den Islam, wie eine Religion ist, die sehr individualistisch ist, die darauf ausgerichtet ist, dass keine Institution, kein Mensch zwischen dem Gläubigen und Gott steht. Jeder Moslem ist für sich selbst und für sein Leben selber verantwortlich.</p>
<p>Wir setzen auf Mündigkeit und Eigenverantwortung, und das sind alles Attribute die man als „liberal“ beschreibt. Nun muss ich nicht „liberal“ genannt werden, man kann mich auch gerne „konservative“ nennen; das finde ich ja auch in Teilen: ich finde es gut Traditionen und Rituale zu haben, wenn sie uns für heute das Zusammenleben gut machen. Alles was dem Guten dient, den Frieden dient, da bin ich auf der Seite.</p>
<blockquote>
<h4><em><span style="color: #008000;">„Jeder Moslem ist für sich selbst und für sein Leben selber verantwortlich. Wir setzen auf Mündigkeit und Eigenverantwortung“</span></em></h4>
</blockquote>
<p><strong>Welche Traditionen sind nicht gut, ihrer Meinung nach?</strong></p>
<p>Die Tradition, dass Männer und Frauen nicht zusammen beten dürfen, finde ich nicht in Ordnung. Die ist eine Tradition, die das Patriarchat eingeführt hat. In Mekka, zum Beispiel, pilgern Frauen und Männer zusammen. Da laufen sie um die Kaaba gemeinsam herum und beten auch gemeinsam. Da kommen Männer und Frauen sehr oft körperlich auch zueinander. Sie berühren sich, weil es sehr eng ist und es ist gar nicht anders möglich und es gibt trotzdem nicht diese extreme Sexualisierung.</p>
<p>Ich wünschte Muslime könnten es schaffen diese ganze Spiritualität und diese ganze Selbstverständlichkeit die sie in Mekka erleben, zwischen den Geschlechtern, dass sie das auch in sonstigen Moscheen überall erleben. Das tuen wir hier. Nicht nur wir, sondern viele andere Menschen in der Welt auch.</p>
<p>Wir akzeptieren auch nicht die Tradition des Kopftuchtragens als eine Pflicht; wir akzeptieren auch nicht, dass Menschen nicht schwul oder lesbisch oder transgender sein dürfen.</p>
<p><strong>Einerseits gibt es viele Muslime in Europa, die wie sie in diesem Sinne denken. Andererseits gibt es auch viele die das Gegenteil denken und sie sind sogar deswegen unter Polizeischutz.</strong></p>
<p>Genau. Das muss man sich mal anschauen, wie traurig das ist. Ich stehe unter Personenschutz, weil wir hier Männer und Frauen zusammen beten, weil ich gegen das Kopftuchtragen als religiöse Pflicht in öffentlichen Ämtern argumentiere. Wir werden angefeindet, dass wir ein Ort geschaffen haben, wo eine Frau zum Gebet ruft; wo eine Frau vorbetet, vor einer gemischten Gruppe, und predigt. Wir machen das abwechselnd, mal ist es ein Mann, mal ist es eine Frau (&#8230;). Und dafür bekommen wir Morddrohungen. Und [auch] dafür, dass ich einen interreligiösen Dialog hier führe, also suchen wir den Frieden zwischen Religionen. Das ist schon Absurd.</p>
<p><strong>Morddrohungen.</strong></p>
<p>Morddrohungen, <em>supercommon</em>, dafür, dass man sich für den Frieden zwischen den Religionen einsetzt.</p>
<blockquote>
<h4><span style="color: #008000;"><em>„Die Tradition, dass Männer und Frauen nicht zusammen beten dürfen, finde ich nicht in Ordnung. Die ist eine Tradition, die das Patriarchat eingeführt hat. In Mekka, zum Beispiel, pilgern Frauen und Männer zusammen“</em></span></h4>
</blockquote>
<p><strong>Hatten sie erwartet, dass es so weit reichen würde?</strong></p>
<p>In Teilen schon. Ich stehe seit 2006 unter Personenschutz. Ich habe erlebt, mit 21 Jahren, dass Männer in der Lage sind eine Frau zu töten, auf Menschen zu schiessen, auf mich zu schiessen -ich bin ja schwer verletzt worden-, nur weil wir uns für Frauenrecht eingesetzt haben.</p>
<p>Das heisst, ich wusste, das es radikale, nationalistische und religiös extremistische Muslime gibt, die nicht einverstanden damit sind, dass die Geschlechter gleichberechtigt sind. Ich wusste, dass es Extremisten gibt, die ein Problem mit Homosexualität haben, und ich wusste, dass es Muslime gibt, die nicht akzeptieren, dass eine Moschee in dem Gebäude einer Kirche beziehungsweise im interreligiösen Dialog gründet.</p>
<p>Das wusste ich, und habe es geahnt, aber am Ende habe ich nicht geahnt, dass sogar ein Land wie die Türkei, Ägypten und der Iran, diese Länder regelrecht über ihre jeweiligen Kanäle -dass sie tatsächlich über Presseerklärungen unsere kleine Mosche defamieren würden. Das war schon ein Schritt weiter und hat mich am Ende aber darin bestätigt, dass ich richtig bin.</p>
<p>Ganze Länder interessieren sich für diese Moschee. Sehen sie sich das an, sie sind hier, im Raum, 100 Quadratmetern ungefähr: ein heller, friedlicher Raum, in dem Männer und Frauen zusammen kommen, Menschen zusammenkommen!</p>
<p>Gläubige und nicht Gläubige. Hier kommen Atheisten und Agnostiker, weil sie sich interessieren für das Friedensprojekt. Es ist ein Friedensprojekt. Es kommen Juden und Christen, mit denen wir hier schöne Veranstaltungen machen und (&#8230;) jeden Freitag findet hier ein Dialogzirkel statt, von alleine. Jeden Freitag, um 14 Uhr, kann jeder kommen.</p>
<p><div id="attachment_4063" style="width: 1034px" class="wp-caption alignnone"><img aria-describedby="caption-attachment-4063" loading="lazy" class="wp-image-4063 size-large" src="https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/05/Berlin-Moschee-Kirche-1024x681.jpg" alt="" width="1024" height="681" srcset="https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/05/Berlin-Moschee-Kirche-1024x681.jpg 1024w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/05/Berlin-Moschee-Kirche-300x200.jpg 300w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/05/Berlin-Moschee-Kirche-768x511.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><p id="caption-attachment-4063" class="wp-caption-text">Die Ibn Rushd-Goethe Moschee wurde in einem freien Raum dieser evangelischen Gemeinde in Berlin gegründet. © Salam Plan</p></div></p>
<p><strong>Wie ist es dazu gekommen eine Moschee hier zu gründen, im Gebäude einer evangelischen Kirche?</strong></p>
<p>Das war ein sehr glücklicher Zufall, dass ich vor einer Pfarrerkonvention einen Vortrag gehalten habe über diese Idee und am Ende, wie bei jedem Vortrag den ich zu dieser Zeit gehalten habe, gesagt habe: „Wenn sie von Räumen wissen, sagen sie mir Bescheid. Ich suche einen kleinen Raum, den ich alleine finanzieren kann“. Und da waren einige Pfarrer sofort bereit mir zu helfen und haben mir mehrere Angebote gemacht. Dieser Raum war am Ende der schönste.</p>
<p>Leider ist er nicht barrierefrei, wir sind im dritten Stock, aber wir haben jetzt ein anderes Gebäude in Aussicht [im berlinerischen Moabit Bezirk] wo wir hinkönnen, das adequat ist. Da freuen wir uns sehr.</p>
<h4 style="text-align: center;"><span style="color: #008000;"><em>&gt;&gt;&gt;Lesen sie auch: <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://salamplan.com/de/wie-du/drei-religionen-eine-gemeinde-auch-offen-fuer-atheisten-das-ist-die-naechste-revolution-in-berlin-house-of-one/20190518">Drei Religionen, eine Gemeinde (auch offen für Atheisten): das ist die nächste Revolution in Berlin</a></span>&lt;&lt;&lt;</em></span></h4>
<p><strong>Sie haben vorhin Ägypten, Türkei und Iran erwähnt. Als diese Mosche gegründet wurde, gab es eine Fatwabehörde in Ägypten die sie als Nicht-Muslime beurteilt hat. Diese Fatwa-Behörde, Dar al Ifta, ist mit der Universität von Al Azhar verbunden und der Grosse Imam von Al Azhar hat vor nur einigen Monaten ein Dokument über die „Brüderlichkeit aller Menschen“ zusammen mit dem Papst unterschrieben, wo sie für Dialog standen. Aber anscheinend ist es in diesem Fall überhaupt nicht dazu gekommen.</strong></p>
<p>Ich halte ihn für einen sehr verlogenen, schlechten Menschen.</p>
<p><strong>Warum?</strong></p>
<p>Weil er nicht ehrlich ist, denn er wünscht sich keine Aufklärung und keinen Frieden in der islamischen Welt. Denn wenn er das wünschen würde, würde er nicht solchen Menschen wie uns so Schlechtes tuen.</p>
<p>Ich akzeptiere ihn nicht als Autorität. Diese Fatwa hat dazu geführt, dass viele Menschen in den sozialen Medien sich ihm angeschlossen haben und uns Drohungen geschickt haben. Wenn er ein herzensguter Imam wäre, ein Mensch der fest im Glauben ist, dann würde er versuchen Licht und Liebe zu verbreiten; was er verbreitet hat ist Hass und Dunkelheit.</p>
<p>Und wenn er dann zum Papst geht und so eine Verbindung sucht oder so was verkündet, dann ist es für mich gelogen (&#8230;). Dann höre ich sowieso nur noch „Brüderlichkeit“. (&#8230;) Ich sehe da zwei Männer, die in der Orthodoxie sich verbinden, aber nicht in dem Weltfrieden, den ich mir vorstelle.</p>
<blockquote>
<h4><em><span style="color: #008000;">„Die Enstehungsgeschichte des Islams war viel progressiver als das was die Orthodoxen gerade leben. Da wir die Gleichberechtigung von Mann und Frau vorantreiben, sind wir sehr stark bei Martin Luther, sind wir bei den Protestanten, und auch den liberalen Juden“</span></em></h4>
</blockquote>
<p><strong>Sie stehen für eine Reform des Islams und ihre Moschee liegt in diesem Gebäude. Das erinnert daran wie Martin Luther mit der Reformierung der christlichen Kirche angefangen hat und eine neue Religion, oder in ein neuer Zweig der Religion, enstanden ist. Denken sie dies kann auch dazu führen?</strong></p>
<p>Man kann es teilweise tatsächlich aus dieser Perspektive betrachten und das wird vielleicht auch so entstehen, beziehungsweise wenn wir uns theologisch auseinandersetzen, das im Grunde was die Gleichberechtigung der Geschlechter anbelangt, das praktizieren was am Anfang des Islams war.</p>
<p>Die Enstehungsgeschichte des Islams war viel liberaler, viel offener, viel progressiver als das was die Orthodoxen gerade leben (&#8230;). Da wir auch die Gleichberechtigung vor Allem von Mann und Frau vorantreiben, sind wir sehr stark bei Martin Luther, sind wir bei den Protestanten, und auch den liberalen Juden.</p>
<p><div id="attachment_4067" style="width: 1034px" class="wp-caption aligncenter"><img aria-describedby="caption-attachment-4067" loading="lazy" class="wp-image-4067 size-large" src="https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/05/Berlin-Moschee-Gebetsraum-1024x682.jpg" alt="" width="1024" height="682" srcset="https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/05/Berlin-Moschee-Gebetsraum-1024x682.jpg 1024w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/05/Berlin-Moschee-Gebetsraum-300x200.jpg 300w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/05/Berlin-Moschee-Gebetsraum-768x511.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><p id="caption-attachment-4067" class="wp-caption-text">Seyran Ates lässt sich ungern fotografieren. Ihr ist es lieber die Moschee zu zeigen. © Salam Plan</p></div></p>
<p><strong>Koran auf Deutsch oder auf Arabisch?</strong></p>
<p>Auf Deutsch. Ich studiere jetzt gerade Islamwissenschaften, versuche Arabisch zu lernen.</p>
<p>Wir geben hier Arabisch Unterricht und wir sind darauf bedacht, dass jeder auf Arabisch den Text lesen kann und versuchen ihn so gut wie möglich mit vielen Übersetzungen zu erarbeiten, damit wir sehr nahe am original sind (&#8230;). Wir fördern und wünschen uns, dass die Menschen von der Unmündigkeit herausgeholt werden und ihnen die Chance gegeben wird zu verstehen woran sie glauben.</p>
<p><strong>In der Deutschen Islamkonferenz dieses Jahres behauptete Bundesinnenminister Seehofer Muslime seien ein Teil Deutschlands, im Gegenteil zu dem was er selber in der Bild Zeitung einige Monate davor gesagt hatte. Fühlen sie sich in Deutschland akzeptiert? </strong></p>
<p>Ja, absolut. Ich bin eine deutsche Staatsangehörige. Ich habe zwei Heimaten: die Türkei und Deutschland und besitze eine transkulturelle Identität. Es ist dieses Land, Deutschland, das mir den Personenschutz zur Verfügung stellt. Es ist dieses Land, Deutschland, dass mir keine Probleme macht, dass ich solch eine Moschee eröffne.</p>
<p>Insofern, bin ich stolz und glücklich in Deutschland zu sein und das der Rechststaat hier funktioniert, noch, und die Demokratie [funktioniert], und Europäerin zu sein. Deshalb fühle ich mich sehr wohl, noch, hier und ich kämpfe gegen alle Menschen die versuchen dieses Friedensprojekt Europa zu zerstören. Egal ob es von links, von rechts oder von Islamisten kommt.</p>
<blockquote>
<h4><em><span style="color: #008000;">„Ich kämpfe gegen alle Menschen die versuchen dieses Friedensprojekt Europa zu zerstören. Egal ob es von links, von rechts oder von Islamisten kommt“</span></em></h4>
</blockquote>
<p><strong>Was würden sie gerne zu den Standpunkten der AfD antworten die dafür stehen „Islam gehört nicht zu Deutschland“ oder „Islamisierung stoppen“ oder „Islamfreie Schulen“?</strong></p>
<p>Wir müssen Extremismus stoppen, egal ob er von links, von rechts oder ob er vom politischen Islam kommt, und da gehört die AfD dazu. Die AfD ist eine riesengrosse Enttäuschung für sehr viele Wähler, auch für ihre Mitglieder. Man hat tatsächlich gedacht, dass sie versuchen werden das Thema der Migration auf eine vernünftige Ebene zu bringen, aber inzwischen ist das ein Hort von Rechtsradikalen und die Menschen die für diese Partei vorne an der Front stehen, stehen nicht unbedingt als Sympathieträger dort.</p>
<p>Sie sind in ihrer ganzen Erscheinung auch sehr menschenverachtend und bringen vielleicht Inhalte die politisch eventuell sogar diskutierbar wären nicht akzeptabel rüber. Und die Thematik mit der Migration und dem Islam haben sie am Ende, leider Gottes, so weit gebracht, dass sie es nur als Wahlkampfthema benutzen, sehr populistisch und menschenverachtend. Da tuen sie sich kein Gefallen, da werden sie einfach als rechte und Nazipartei bezeichnet werden.</p>
<blockquote>
<h4><em><span style="color: #008000;">„Selbstverständlich gehört auch ein konservativer Islam zu Deutschland. Wir sagen nie, dass wir den abschaffen wollen. Der politische Islam gehört nicht zu Deutschland. Es ist nicht in Ordnung, wenn Qatar, die Türkei und die Muslimbrüder hier eine Bildungsoffensive betreiben“</span> </em></h4>
</blockquote>
<p><strong>Gehört, ihrer Ansicht nach, auch der konservative Islam zu Deutschland?</strong></p>
<p>Selbstverständlich gehört auch ein konservativer Islam zu Deutschland. Wir sagen nie, dass wir den abschaffen wollen, sondern wir wollen nur gesehen werden als ein Teil des Islam[s] in der ganzen Welt. Der Islam ist extrem plural, viel pluraler vielleicht als in der christlichen Kirche, weil wir diese Institutionalisierung nicht haben, und wir haben von Marokko bis Indonesien unglaublich viele Ausrichtungen wie der Islam praktiziert und gelebt wird.</p>
<p>Der politische Islam gehört nicht zu Deutschland. Es ist nicht in Ordnung, wenn Qatar, die Türkei und die Muslimbrüder hier eine Bildungsoffensive betreiben und einen unmündigen Islam verbreiten und lehren.</p>
<p><strong>Stehen sie dann auch für „Islamfreie Schulen“, zum Beispiel?</strong></p>
<p>Ich stehe für Schulen in denen Religion und Ethik gemeinsam unterrichtet wird. Deshalb bin ich sehr für ein Gemeinschaftsunterricht, wo unsere Kinder vielleicht unter dem Dach oder dem Titel „Humanismus“ alle religiösen und Weltanschaungen lernen die es gibt, die Menschen dazu führen eine gewisse Haltung zu haben.</p>
<p><strong>Das passiert schon teilweise, davon abhängend in welcher Jahrgangstufe man ist.</strong></p>
<p>Es passiert nicht konsequent und nicht in jedem Bundesland. Wir haben das hier in Berlin, und ich wünschte mir das in einer stärkeren Ausrichtung, denn wir haben, meine Ansicht nach, 2019 nun festgestellt, dass das Thema der Religion und der Weltanschaung ein wichtiges Thema ist für unsere Kinder, für unsere Gesellschaft.</p>
<p>Ich bin dafür, dass Menschen erzogen werden, die mit 18 freiwillig entschliessen, mit einer entsprechenden Auseinandersetzung, an welchem Gott sie glauben wollen oder ob sie überhaupt an einem Gott glauben wollen.</p>
<blockquote>
<h4><em><span style="color: #008000;">„Den etablierten Parteien kann ich nur sagen: sie sollen aufhören sich nur mit dem Rechtspopulismus zu beschäftigen und immer nur mit dem Finger auf die zu zeigen, dass sie unser Europa zerstören, sondern in den Spiegel gucken und dann an die eigene Nase fassen, was sie alles falsch gemacht haben“ </span></em></h4>
</blockquote>
<p><strong>Islam und Migration sind zwei Themen die in Europa in Verbindung gesetzt werden -egal ob man über deutsche Muslime, zum Beispiel redet, oder von Ausländern- und die vielen Wählern beunruhigen.</strong></p>
<p>Zurückblickend und auch jetzt aktuell, kann ich den etablierten Parteien nur sagen: sie sollen aufhören sich nur mit den rechten und dem Rechtspopulismus zu beschäftigen und immer nur mit dem Finger auf die zu zeigen, dass sie unser Europa zerstören, sondern in den Spiegel gucken und dann an die eigene Nase fassen, was sie alles falsch gemacht haben, in den letzten 20, 30 Jahren, dass wir nach wie vor diese Thematik und Diskussion über Migration und Islam haben. Sie sind für mich die Hauptverantwortlichen.</p>
<p>(&#8230;) Für mich ist das Problem an den etablierten Parteien zu suchen, weil sie einfach weggeguckt haben und ignoriert haben, und gemeint haben sie sind tolerant, dabei die ganze Zeit aber ignorant gewesen. Der Islam hätte schon längst eine andere Stufe der Integration und Akzeptanz in Deutschland erlebt, wenn sie sich damit vernünftig beschäftigt hätten und es nicht den radikalen in die Hände gegeben hätten. Die ganzen extremkonservativen und orthodoxen Verbände haben dazu geführt, dass es ein Islambild gibt, welches von vielen Europäern abgelehnt wird.</p>
<p>Und wir, als liberale, haben genau damit zu kämpfen. Wir waren nicht sichtbar, wir wurden gar nicht von der etablierten Politik gesehen (&#8230;)</p>
<blockquote>
<h4><em><span style="color: #008000;">„Liberale Muslime haben Angst ihre Art des Islams auch nach aussen hin zu erzählen oder Haltung dazu zu behalten. Lieber behalten sie dass heimlich“.</span></em></h4>
</blockquote>
<p><strong>Denken sie Ihre Sicht des Islams ist die einer Minderheit oder die einer Mehrheit in Europa?</strong></p>
<p>Die ist ganz sicher nicht die einer Minderheit. Die aktuell existierenden angeblich grossen Verbände repräsentieren maximal 15% der Muslim beispielsweise in Deutschland oder Europa. Alle andere haben Angst.</p>
<p>Liberale Muslime haben Angst ihre Art des Islams auch nach aussen hin zu erzählen oder Haltung dazu zu behalten. Lieber behalten sie dass heimlich.</p>
<p><div id="attachment_4068" style="width: 1034px" class="wp-caption aligncenter"><img aria-describedby="caption-attachment-4068" loading="lazy" class="wp-image-4068 size-large" src="https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/05/Berlin-Moschee-Fenster-1024x681.jpg" alt="" width="1024" height="681" srcset="https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/05/Berlin-Moschee-Fenster-1024x681.jpg 1024w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/05/Berlin-Moschee-Fenster-300x200.jpg 300w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/05/Berlin-Moschee-Fenster-768x511.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><p id="caption-attachment-4068" class="wp-caption-text">Detail der Fenster in der Ibn Rushd-Goethe Moschee. © Salam Plan</p></div></p>
<h4 style="text-align: center;"><span style="color: #008000;"><em>&gt;&gt;&gt; Folgen Sie Salam Plan &#8211; &#8222;Journalismus gegen Hass&#8220; auf <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://twitter.com/SalamPlan">Twitter</a></span> und <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://www.facebook.com/SalamPlanCommunity">Facebook</a></span> &lt;&lt;&lt;</em></span></h4>
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]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Alicia und Aladdin, die ehrliche Liebesgeschichte einer Katholikin und einem Muslimen</title>
		<link>https://salamplan.com/de/wie-du/valentinstag-alicia-und-aladdin-die-ehrliche-liebesgeschichte-einer-katholikin-und-einem-muslimen/20190214</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Maria Torrens]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Feb 2019 12:46:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wie Du]]></category>
		<category><![CDATA[Aladdin Bennouna]]></category>
		<category><![CDATA[Alicia López]]></category>
		<category><![CDATA[Casablanca]]></category>
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		<category><![CDATA[Migration]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Alicia kann nicht aufhören zu lächeln. Aladdin macht Witze und lacht freudig. Sie haben soviel Energie, dass niemand sagen würde es seien erst zehn Tage her, seitdem sie Eltern geworden sind. Amelia schläft friedlich neben ihren Eltern, während sie an einem kalten Januarmorgen in einer Cafeteria von Madrid mit Salam Plan reden. Sie teilen gerne ihre Liebesgeschichte zum Valentinstag mit. &#62;&#62;&#62; Folgen Sie Salam Plan- &#8218;Journalismus gegen Hass&#8216;- auf  Twitter oder Facebook ! Und erhalten Sie mehr Inhalte auf Englisch oder Spanisch&#60;&#60;&#60; Sie werden nur einige Wochen in der spanischen Hauptstadt bleiben, wo sie zur Geburt des Babys gekommen sind, um bei Alicias Familie zu sein. Aber das Paar wohnt in Luxemburg, wo beide im Finanzsektor arbeiten. Hätten sie gedacht,...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Alicia kann nicht aufhören zu lächeln. Aladdin macht Witze und lacht freudig. Sie haben soviel Energie, dass niemand sagen würde es seien erst zehn Tage her, seitdem sie Eltern geworden sind. Amelia schläft friedlich neben ihren Eltern, während sie an einem kalten Januarmorgen in einer Cafeteria von <strong>Madrid</strong> mit <a href="http://salamplan.com"><span style="color: #0000ff;">Salam Plan</span></a> reden. Sie teilen gerne ihre Liebesgeschichte zum Valentinstag mit.<span id="more-3095"></span></p>
<h4 style="text-align: center;"><span style="color: #008000;"><em>&gt;&gt;&gt; Folgen Sie Salam Plan- &#8218;Journalismus gegen Hass&#8216;- auf  <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://twitter.com/salamplan">Twitter</a></span> oder <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://www.facebook.com/SalamPlanCommunity/">Facebook</a></span> ! Und erhalten Sie mehr Inhalte auf Englisch oder Spanisch&lt;&lt;&lt;</em></span></h4>
<p>Sie werden nur einige Wochen in der spanischen Hauptstadt bleiben, wo sie zur Geburt des Babys gekommen sind, um bei Alicias Familie zu sein. Aber das Paar wohnt in <strong>Luxemburg</strong>, wo beide im Finanzsektor arbeiten. Hätten sie gedacht, als sie sich kennengelernt haben, dass es hierzu führen würde: verheiratet, mit einer Tochter und im Großherzogtum?, fragt die Journalistin. Sie schauen sich an und lachen. <strong>Dies ist eine echte Liebesgeschichte auf den ersten Blick</strong>. Obwohl eigentlich geplant war in Marokko zu bleiben, wo sie sich trafen und wo Aladdin herstammt.</p>
<p>Alicia kommt aus Madrid (Spanien) und war in <strong>Casablanca</strong> (Marokko), wo sie ihren Master in Bank- und Finanzmärkten studierte und bald abschliessen würde. Ihre ehemalige Dozentin Maite rief sie eines Tages an und fragte, ob sie etwas zu tun habe, erinnert sich Alicia. Glücklicherweise hatte sie für diesen Abend keine Pläne; sonst wäre sie nicht zum Abendessen gegangen das die Lehrerin für ihre Alumni organisiert hatte und sie hätte Aladdin nicht kennengelernt.</p>
<blockquote>
<h4><em><span style="color: #008000;">Alicias ehemalige Dozentin rief sie eines Tages an und fragte, ob sie etwas zu tun habe. Glücklicherweise nicht, denn sonst hätte sie Aladdin nicht kennengelernt</span></em></h4>
</blockquote>
<p>Er war ein ehemaliger Student des ersten Jahres dieses Master-Studiums, den sie sechs Jahre später absolvieren würde. Sobald sie vorgestellt wurden, begann ihre Story. Er wurde von Alicias Lächeln bezaubert&#8230; und von ihrem französischen Akzent, die Sprache die sie miteinander teilen. Sie war fasziniert von der Gelassenheit und Reife eines jungen Mannes, der ihr einen guten Rat gab als sie sich verloren fühlte um sich für ein Praktikum zu entscheiden. „Ich habe ihr geraten, in Marokko zu bleiben“, lacht Aladdin. Er fragte Alicia nach ihrer Telefonnummer und sie haben dann langsam begonnen zusammen auszugehen.</p>
<p>Fast vier Jahre später lachen sie ununterbrochen, wie gute Komplize. Alicia López ist jetzt 29 Jahre alt und Aladdin Bennouna ist 34. Sie ist Katholikin, er ist Muslim.</p>
<p>Während sie sich besser kennenlernten, erinnert sich Alicia daran, dass sie „gern“ über den <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://salamplan.com/de/category/abc-des-islams"><strong>Islam</strong></a></span> „fragte, um zu erfahren, womit ich mich einliess“, weil sie keine „Expertin“ der Religion ihres Partners war und sie nicht vertraute was im Internet darüber zu finden war.</p>
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<h4><em><span style="color: #008000;">Er wurde von Alicias Lächeln bezaubert&#8230; und von ihrem französischen Akzent. Sie war fasziniert von der Gelassenheit und Reife eines jungen Mannes, der ihr einen guten Rat gab als sie sich verloren fühlte</span></em></h4>
</blockquote>
<p>„Wir haben uns auch nach und nach in diesem Aspekt kennengelernt. Beide Religionen können sich gegenseitig ergänzen, sie haben Konvergenzpunkte. Ich habe begriffen, dass das Wichtigste das war, was ich für Aladdin empfand, und seine Werte, die sich meine sehr ähneln. Um unser ganzes Leben zusammen zu sein, so Gott will, muss man den eigenen Seelenverwandten finden, und das geschah gerade mit einer Person einer anderen Religion, aus einem anderen Land, aber (ich bin) <strong>überglücklich</strong>“, sagt sie.</p>
<p>„Respekt für die Eltern und dieFamilie“, Solidarität, nicht lügen, an einem Gott als Schöpfer und Beschützer zu glauben &#8230; sind einige der <strong>Werte</strong>, die von ihnen als Gemeinsamkeiten genannt werden. Sie teilen natürlich auch mehr irdische Dinge. Sie lieben es, sich ab und zu ein Abendessen in einem guten Restaurant zu gönnen und gemeinsam zu verreisen. Sie empfehlen <strong>Peru</strong> und <strong>Chile</strong>, Ziele ihrer Flitterwochen.</p>
<blockquote>
<h4><em><span style="color: #008000;">„ Ich habe begriffen, dass das Wichtigste das war, was ich für Aladdin empfand, und seine Werte, die sich meine sehr ähneln“</span></em></h4>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #008000;">&#8212; Alicia</span></p>
<h4><em><span style="color: #008000;">„ Ich werde dich nicht ändern. Ich werde dich nicht zwingen, zu meiner Religion zu wechseln, das ist auch nicht der Islam“</span></em></h4>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #008000;">&#8212; Aladdin</span></p>
</blockquote>
<p>Aladdin zweifelte nicht an dem Unterschied ihrer Religionen. „Nein, weil ich dich nicht ändern werde. Ich werde dich nicht zwingen, zu meiner Religion zu wechseln, das ist auch nicht der Islam“, erklärt er. „Ich respektiere ihre Religion sehr, wenn sie zu Hause betet oder in die Kirche geht, gehe ich mit ihr, problemlos“. Zuhause betet jeder einzeln und Aladdin liebt es, seine Frau „in der Nähe Gottes“ zu sehen.</p>
<p>Der Heiratsantrag war traditionell, in Anwesenheit beider Familien. „Der <strong>Überraschungseffekt</strong> kam (vorher), als er mich fragte ‚welchen Ring magst du am liebsten?‘“, Lacht Alicia. Zu wissen, warum sie sich treffen würden, machte den Moment nicht weniger emotionsgeladen: „Aladdin hielt eine Rede vor allen und wir haben alle geweint“, erinnert sich seine Frau.</p>
<p><div id="attachment_3102" style="width: 1034px" class="wp-caption aligncenter"><img aria-describedby="caption-attachment-3102" loading="lazy" class="wp-image-3102 size-large" src="https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/02/Boda-Aladin-y-Alicia-collage-3-1024x1024.jpg" alt="" width="1024" height="1024" srcset="https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/02/Boda-Aladin-y-Alicia-collage-3-1024x1024.jpg 1024w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/02/Boda-Aladin-y-Alicia-collage-3-150x150.jpg 150w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/02/Boda-Aladin-y-Alicia-collage-3-300x300.jpg 300w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/02/Boda-Aladin-y-Alicia-collage-3-768x768.jpg 768w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/02/Boda-Aladin-y-Alicia-collage-3.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><p id="caption-attachment-3102" class="wp-caption-text">Fusion der Kulturen in Aladdins und Alicias Hochzeit. Familienfotos</p></div></p>
<p>Alicia erzählt, dass ihre Eltern ihr immer die Freiheit gegeben haben, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen, und sie haben <strong>überhaupt kein Problem</strong> gestellt. „Meine Eltern haben viel in arabischen Ländern gelebt. Mein Vater wurde (auch als Diplomat) in Mauretanien, Senegal, Marokko eingesetzt &#8230; Ich denke, das trägt viel zur Aufgeschlossenheit bei“, sagt sie.</p>
<p>Aladdins Eltern waren auch glücklich mit der Hochzeit. „Und es stimmt: Es gibt einen Unterschied in der Religion, aber in unserer Religion kannst du eine Frau heiraten, die an eine ‚Religion des Himmels‘ glaubt, die keine Atheistin oder Buddhistin ist &#8230; Weil man in der muslimischen Religion auch [gewissermaßen] an den anderen Religionen glauben muss“, erklärt er.</p>
<blockquote>
<h4><span style="color: #008000;">„Der Fehler ist, Politik und Religion zu vermischen. Natürlich müssen sich Migranten an die Gesetze des Landes anpassen. Diese Gesetze sollten auch nicht eine Religion gegenüber einer anderen vorziehen“</span></h4>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #008000;">&#8212; Aladdin</span></p>
</blockquote>
<p>Sie heirateten 2017. Die standesamtliche Trauung fand in Spanien statt, und der festlichste Teil in Marokko. Das Hochzeitsfest teilte „den Reichtum der marokkanischen Kultur&#8220; mit den Gästen, sagt Alicia.</p>
<p>Sie glaubt, die <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://salamplan.com/de/category/islamfeindlichkeit">Hassrede</a></span> von Parteien wie die spanische <strong>Vox</strong> sein hauptsächlich auf ein „Klima der Instabilität&#8220; in den Grenzgebieten von Marokko und Spanien zurückzuführen, was ihrer Ansicht nach ein schlechtes Management der irregulären Einwanderung darstellt. „Der Fehler ist, <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://salamplan.com/de/islamfeindlichkeit/seehofer-sagt-jetzt-muslime-gehoeren-selbstverstaendlich-zu-deutschland/20181128">Politik und Religion</a></span> zu vermischen (&#8230;). Natürlich müssen sich Migranten an die Gesetze des Landes anpassen. Diese Gesetze sollten auch nicht eine Religion gegenüber einer anderen vorziehen“, meint Aladdin.</p>
<p>Er spricht gern mit seine Baby-Tochter über Politik, wenn er sie einschläft, weil Singen nicht sein Ding ist, gibt er zu. „Ich sage zu ihr: ‚Mal sehen, worüber willst du reden? <strong>Brexit</strong>?‘“, lacht der Papa. „Manchmal mag sie‘s nicht und wir wechseln das Thema“, lacht er weiter. Schlaflieder bleiben der Mama überlassen.</p>
<blockquote>
<h4><span style="color: #008000;">„Amelia ist Muslimin, aber sie wird in einem Umfeld aufwachsen, in dem niemand sagen wird: ‚Das ist nicht so‘. Es wird eine Atmosphäre des Respekts und Verständnisses der beiden Religionen geben“</span></h4>
</blockquote>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #008000;">&#8212; Alicia</span></p>
<p>Die kleine Amelia ist Muslimin, etwas, worüber ihre Eltern bereits gesprochen hatten, als sie beschlossen eine <strong>Familie</strong> zu gründen. Weihnachten und das Opferfest werden jedoch gleichermaßen in ihrem Haus gefeiert werden, weil sie zu den Traditionen und Kulturen seiner Großeltern gehören, erklärt ihre Mutter. „Sie wird in einem internationalen Umfeld aufwachsen, in dem niemand sagen wird: ‚Das ist nicht so‘. Es wird eine Atmosphäre des Respekts und Verständnisses der beiden Religionen geben“, sagt Alicia.</p>
<p>Amelia ist während des gesamten Interviews nicht aufgewacht und auch nicht, als ihre Eltern sie in den Arm genommen haben, um mit ihnen auf einigen Bildern zu erscheinen. Sie ist ruhig während ihre fürsorglichen Eltern sie verzaubert anschauen.</p>
<h4 style="text-align: center;"><span style="color: #008000;"><em>&gt;&gt;&gt; Folgen Sie Salam Plan- &#8218;Journalismus gegen Hass&#8216;- auf  <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://twitter.com/salamplan">Twitter</a></span> oder <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://www.facebook.com/SalamPlanCommunity/">Facebook</a></span> ! Und erhalten Sie mehr Inhalte auf Englisch oder Spanisch&lt;&lt;&lt;</em></span></h4>
<p><div id="attachment_3103" style="width: 1034px" class="wp-caption aligncenter"><img aria-describedby="caption-attachment-3103" loading="lazy" class="wp-image-3103 size-large" src="https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/02/cierre-3-1024x697.jpg" alt="" width="1024" height="697" srcset="https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/02/cierre-3-1024x697.jpg 1024w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/02/cierre-3-300x204.jpg 300w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/02/cierre-3-768x523.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><p id="caption-attachment-3103" class="wp-caption-text">Alicia und Aladdin spazieren durch Madrid mit Amelia. © Salam Plan</p></div></p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>So feiern Europäische Muslime den Ramadan: viel mehr als fasten</title>
		<link>https://salamplan.com/de/abc-des-islams/so-feiern-europaeische-muslime-den-ramadan-viel-mehr-als-fasten/20180613</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Maria Torrens]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Jun 2018 21:54:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[ABC des Islams]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Von Großbritannien bis Spanien erzählen europäische Bürger, wie sie ihren heiligen Monat feiern. Elisa will ihren Nachnamen in dieser Geschichte lieber nicht veröffentlichen lassen. Vor sieben Jahren konvertierte sie zum Islam und betrachtet es als &#8222;eine zusätzliche Herausforderung&#8220; eine Muslimin spanischer Eltern zu sein, &#8222;weil es nicht üblich ist&#8220;. &#8222;Das Klischee ist auf beiden Seiten sehr präsent: sowohl auf muslimischer als auch auf nichtmuslimischer Seite&#8220;, sagt die 39-jährige Lehrerin. Festliche Dekoration füllt in diesen Tagen die Straßen der Länder mit muslimischer Mehrheit, denn Ramadan ist &#8211; vor allem &#8211; eine Feier, eine die am Moment erinnern soll wann laut dem Islam der Koran Mohammed offenbart wurde. In der Tat, am Ende dieses Mondmonats &#8211; was an diesem Donnerstag gefeiert wird-...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Von Großbritannien bis Spanien erzählen europäische Bürger, wie sie ihren heiligen Monat feiern.</p>
<p><span id="more-1311"></span></p>
<p>Elisa will ihren Nachnamen in dieser Geschichte lieber nicht veröffentlichen lassen. Vor sieben Jahren konvertierte sie zum Islam und betrachtet es als &#8222;eine zusätzliche Herausforderung&#8220; eine Muslimin spanischer Eltern zu sein, &#8222;weil es nicht üblich ist&#8220;. <strong>&#8222;Das Klischee ist auf beiden Seiten sehr präsent: sowohl auf muslimischer als auch auf nichtmuslimischer Seite&#8220;</strong>, sagt die 39-jährige Lehrerin.</p>
<p>Festliche Dekoration füllt in diesen Tagen die Straßen der Länder mit muslimischer Mehrheit, denn Ramadan ist &#8211; vor allem &#8211; eine Feier, eine die am Moment erinnern soll wann laut dem Islam der Koran Mohammed offenbart wurde. In der Tat, am Ende dieses Mondmonats &#8211; was an diesem Donnerstag gefeiert wird- findet <strong>eine Bescherung bei der <em>Eid al-Fitr</em>-Feier</strong> statt.</p>
<p>In Europa ist es jedoch schwierig, einen Ort zu finden, an dem öffentliche Orte für <a href="http://www.pewresearch.org/fact-tank/2017/11/29/5-facts-about-the-muslim-population-in-europe/">5% ihrer Bevölkerung</a> irgendein Feierzeichen für diesen Monat zeigen. Eine dieser Ecken befindet sich in <strong>Ceuta (Spanien)</strong>. In den Straßen dieser Stadt wird eine <a href="https://elfarodeceuta.es/encendido-luces-ramadan-ceuta-noche-miercoles/">spezielle Straßenbeleuchtung</a> installiert, um der muslimischen Bevölkerung den Ramadan zu beglückwünschen.</p>
<p>Die Anwältin und Stadträtin aus Ceuta, <strong>Fatima Hamed Hossain</strong> (40), sagt, dass sie die Atmosphäre in ihrer Stadt zu dieser Jahreszeit am liebsten mag. &#8222;Glücklicherweise fördert die Tatsache, dass fast die Hälfte der Spanier hier im Ramadan fasten, Interaktion, Koexistenz und gegenseitiges Kennenlernen&#8220;.</p>
<blockquote><p><span style="color: #008000;"><em>&#8222;Der Gemeinschaftsgeist gefällt mir am Ramadan am besten. Es ist wie ein monatelanges Festival &#8222;</em></span></p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #008000;">&#8211; Tez Ilyas, Komiker</span></p>
</blockquote>
<p>Der &#8222;Gemeinschaftsgeist&#8220; ist es auch, was der britische Stand-up-Comedian <strong>Tez Ilyas</strong> (35) am Ramadan am meisten mag. &#8222;Es ist wie ein monatelanges Festival&#8220;, lächelt er. Obwohl dieser Monat der jetzt endet den Nichtmuslimen normalerweise als Fastenmonat bekannt ist, ist für die Muslime, mit denen <a href="http://salamplan.com/de">Salam Plan</a> gesprochen hat, dieser Aspekt am wenigsten wichtig.</p>
<p>Muslimische Gemeinschaften organisieren Aktivitäten wie eine Fußballtournier oder lange Spaziergänge in der spanischen Stadt Melilla. Sie treffen sich oft auch bei <strong>gemeinsamen Abendessen zur Feier des <em>Iftar</em>, wenn sie bei Sonnenuntergang das Fasten brechen</strong>. Manchmal sind diese Treffen sogar interreligiös, um den Dialog zu fördern, wie sie Arco Forum und Casa Turca (&#8222;Türkisches Haus&#8220;) seit sechs Jahren in Madrid organisieren. Oder wie &#8222;The Big Iftar&#8220;, das diese Woche zum ersten Mal im britischen Parlament stattfand.</p>
<p>Das ist so, weil Ramadan auch &#8222;Momente des Austauschs und der Brüderlichkeit&#8220; teilen soll, erklärt <strong>Iaad Ben Diah</strong> (26). Er stammt aus <strong>Toulouse</strong> (Frankreich), lebt aber seit drei Jahren in Paris. Er studiert für einen Doktor in Mathematik und leitet den <strong>Verband der Muslimischen Studenten Frankreichs (EMF)</strong>. Er versichert, dass er weder in seiner Stadt noch in der französischen Hauptstadt jemals ein Problem hatte, den Ramadan zu feiern, trotz der wachsenden Islamophobie und der vielen Unterstützer, die <strong>Marine Le Pen</strong> im Land erntet.</p>
<blockquote><p><span style="color: #008000;"><em>&#8222;Ich lebe sehr gut als französischer Staatsbürger muslimischen Glaubens. Frau Le Pen hat wirklich keinen Einfluss auf mein tägliches Privatleben&#8220;</em></span></p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #008000;">&#8212; Iaad Ben Diah, Verband der Muslimischen Studenten Frankreichs</span></p>
</blockquote>
<p>&#8222;Da ist das Frankreich der Medien und das Frankreich vor Ort. Ich lebe sehr gut als französischer Staatsbürger muslimischen Glaubens (&#8230;). Frankreich ist ein Land der Freiheit und Toleranz, in dem jeder seinen Glauben und seine religiösen Feste mit aller Ruhe erleben kann &#8222;, argumentiert er. &#8222;Frau Le Pen hat wirklich keinen Einfluss auf mein tägliches Privatleben&#8220;.</p>
<p><strong>Asif Arif</strong> (30), ein Pariser Anwalt und regelmäßiger Mitarbeiter verschiedener französischer Medien, stimmt zu: &#8222;Nicht jeder in der <em>Außenwelt</em> versteht den Geist des Ramadans. Der schwierigste Teil ist auch der Medienstreit um den Islam. Aber wir leben in Frankreich, einem freien Land, in dem die Menschen einander respektieren und verstehen, dass wir zusammen leben müssen. &#8220;</p>
<h2><span style="color: #008000;">Ein flexibler Arbeitszeitplan wird geschätzt, nichts mehr wird benötigt</span></h2>
<p>Tez ist ein Komiker, der sich über seine eigenen Umstände als britischer Muslim und die Vorurteile gegenüber denen, die sich zum Islam bekennen, lustig macht. &#8222;Für diejenigen unter Ihnen, die nicht so viel über uns wissen, könnten Sie uns aus solchen Hass-Fernsehshows wie die Nachrichten erkennen&#8220;, sagte er <a href="https://www.facebook.com/tezilyas/videos/1562748963753713/">in einer seiner Shows</a> auf der BBC.</p>
<p>Aber er erwähnt keine schlechten Erfahrungen, wenn er Salam Plans Fragen über Ramadan in Großbritannien beantwortet, bei der Arbeit auch nicht. &#8222;Meiner Erfahrung nach, sind Arbeitgeber in der Regel sehr hilfsbereit&#8220;, sagt er. Seiner Meinung nach sollte es mit einem flexiblen Zeitplan für diesen Monat ausreichen.</p>
<p>&#8222;Ich würde später anfangen und eine kürzere Mittagspause zum Make-up machen; und vielleicht ein bisschen Gewissenhaftigkeit in Bezug auf Essen und Wasser in der Nähe von Schreibtischen haben&#8220;, schlägt er vor.</p>
<p>Die Anwältin von Ceuta, Fatima, hat in diesen Tagen Schwierigkeiten, auf den Wecker zu achten und nutzt deshalb die Mittagszeit, um ein <strong>&#8222;kleines Nickerchen&#8220;</strong> zu machen. Sie nimmt auch &#8222;kaum&#8220; Schwierigkeiten in ihrem Arbeitsumfeld für Muslime wahr um ihren Monat gemeinsamer Spiritualität zu feiern. Fatima arbeitet selbstständig und kann sich selbst organisieren, hat aber auch für Angestellte Arbeiter keine Probleme festgestellt.</p>
<blockquote><p><em><span style="color: #008000;">&#8222;Was in der Regel in verschiedenen Unternehmen geschieht, sind Schichtwechsel, Ferienzeiten usw., um anderen Kollegen die Arbeit zu erleichtern. Das gleiche geschieht zu Weihnachten &#8222;</span></em></p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #008000;">&#8212; Fatima H. ​​Hossain, Rechtsanwältin und Stadträtin</span></p>
</blockquote>
<p>&#8222;Was in der Regel in verschiedenen Unternehmen geschieht, sind Schichtwechsel, Ferienzeiten etc., um anderen Kollegen die Arbeit zu erleichtern. Dasselbe geschieht zum Beispiel zu Weihnachten, wo diejenigen die nicht feiern, versuchen unsere Kollegen zu decken, die das tun &#8222;, erklärt sie.</p>
<p>Elisa stimmt zu, dass ihr üblicher Zeitplan der Hauptunterschied während des Ramadan ist. &#8222;Wir stehen früh auf, also versuche ich mich nachmittags ein bisschen auszuruhen, da es auch viele Stunden Licht gibt.&#8220; Als Lehrerin erlaubt es ihre Arbeit nicht, irgendetwas an ihrem Zeitplan zu ändern, aber sie kann dies in einem anderen praktischen Aspekt ausgleichen: ​​&#8220;Ich muss viel reden und ich kann meine Kehle nicht auffrischen, wie ich es normalerweise tue, also muss ich vermeiden, mich zu verschleißen&#8220;.</p>
<blockquote><p><em><span style="color: #008000;">&#8222;Neugierige und unvoreingenommene Gespräche sind eine Bereicherung und helfen, neue Perspektiven kennenzulernen, ganz gleich ob man am Ende gleicher Meinung ist oder nicht&#8220;</span></em></p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #008000;">&#8212; Naima Niazy, wissenschaftliche Postdoc Mitarbeiterin</span></p>
</blockquote>
<p>In <strong>Deutschland</strong> kann es <strong>Naima Niazy</strong> (28) nicht anders, als sich über dem Kommentar eines Kollegens zu ärgern, der jedes Jahr erneut fragt, ob das Fasten auch nicht trinken zulässt. Diese Frage und die in verschiedenen Stadien der Penetranz zur Schau gestelltes Unverständnis ist so häufig, das man manchmal das Bedürfnis hat, sich einfach ein T-Shirt zu drucken &#8222;Ja, auch nicht trinken&#8220;, gibt sie zu.</p>
<p>Diese wissenschaftliche Postdoc Mitarbeiterin im Fachbereich Molekulare Biomedizin räumt gleichzeitig ein, dass sie <strong>am Ramadan in Deutschland am besten das Interesse von Nicht-Muslimen mag</strong>: &#8222;Menschen, die selbst keinen persönlichen Bezug zu Ramadan haben, sich entsprechende Informationen merken und berücksichtigen, einfach weil sie mich mögen (&#8230;). Neugierige und unvoreingenommene Gespräche sind eine Bereicherung und helfen, neue Perspektiven kennenzulernen, ganz gleich ob man am Ende gleicher Meinung ist oder nicht&#8220;.</p>
<blockquote><p><span style="color: #008000;"><em>&#8222;Mein Fasten sollte meine Mitarbeiter oder mein Universitätsleben überhaupt nicht bedingen&#8220;</em></span></p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #008000;">&#8212; Iaad Ben Diah, Verband der Muslimischen Studenten Frankreichs</span></p>
</blockquote>
<p>Iaad, der Vertreter der muslimischen Studenten Frankreichs, versichert, dass &#8222;diejenigen, die während des Ramadan fasten, ein völlig normales Leben führen. Mein Fasten sollte meine Mitarbeiter oder mein Universitätsleben überhaupt nicht bedingen&#8220;.</p>
<p>Asif, der Pariser Anwalt, sagt, dass er an diesem Monat immer versucht bei der Arbeit &#8222;ruhiger&#8220; zu sein und &#8222;die Nerven zu mildern&#8220;; dies sei Teil des &#8222;Versuchs, sich im Ramadan zu mehr Spiritualität zu entwickeln&#8220;.</p>
<h2><span style="color: #008000;">Kein Ärger und andere Top-Ziele im Ramadan</span></h2>
<p>&#8222;Ich genieße tatsächlich den Hunger und den Durst. Es erinnert mich daran, wie glücklich ich bin, dass ich in einem Teil der Welt lebe, in dem ich generell essen kann, was ich will wann immer ich will&#8220;, behauptet Tez, der Brite. &#8222;Es ist eine wirklich besondere Zeit, in der jeder in die gleiche Richtung zielt, um ein besserer Mensch zu sein.&#8220;</p>
<p>Elisa betont, dass &#8222;<strong>Fasten eine ganze Einstellung mit sich bringt</strong>, die über das Beenden von Essen und Trinken hinausgeht&#8220;. Dazu gehört zum Beispiel, &#8222;sich nicht ärgern zu lassen oder schlecht zu reden; es ist immer so, aber während dieser Zeit, mit noch mehr&#8220;, sagt die Spanierin.</p>
<p>Diese positive Einstellung hindert Naima daran, ihren Wunsch zu erfüllen, das erwähnte T-Shirt auszudrucken. Sie glaubt, dass dieser andere Aspekt des Ramadans oft nicht die notwendige Bedeutung erlangt: <strong>weder wütend zu werden, noch andere zu belästigen oder &#8222;unsinnigen Diskussionen&#8220;</strong> zu führen. &#8222;Jeder sagt mal Dinge, die nicht besonders nett sind oder macht Bemerkungen, die unnötig gewesen wären, tauscht mit Kollegen den neusten Tratsch aus. Das geht irgendwann im Alltag in Gewohnheit über und bringt ja auch keinen um, sodass es etwas ist, das man sich immer wieder bewusst machen und an dem man bewusst arbeiten muss&#8220;, meint sie.</p>
<p><div id="attachment_1320" style="width: 1034px" class="wp-caption aligncenter"><img aria-describedby="caption-attachment-1320" loading="lazy" class="wp-image-1320 size-large" src="https://salamplan.com/wp-content/uploads/2018/06/Iftar-interreligioso-e-intercultural-en-Madrid-3-1024x682.jpg" alt="" width="1024" height="682" srcset="https://salamplan.com/wp-content/uploads/2018/06/Iftar-interreligioso-e-intercultural-en-Madrid-3-1024x682.jpg 1024w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2018/06/Iftar-interreligioso-e-intercultural-en-Madrid-3-300x200.jpg 300w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2018/06/Iftar-interreligioso-e-intercultural-en-Madrid-3-768x511.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><p id="caption-attachment-1320" class="wp-caption-text">Interreligiöser Iftar von Arco Forum in Madrid im Juni 2018. © Salam Plan</p></div></p>
<p>Ein weiterer Grundsatz am Ramadan ist es, den Bedürftigen zu helfen. Der britische Komiker sagt, &#8222;es ist auch ein Monat, in dem wir wirklich an Wohltätigkeit denken: wir Muslime buddeln in diesem Monat wirklich tief in unsere Taschen, um denen mit weniger Glück als uns zu helfen.&#8220; Naima weist darauf hin, dass Nächstenliebe auch darin bestehen kann, Bekannten oder Nachbarn zu helfen, oder &#8222;einfach Anderen ein Lächeln zu schenken&#8220;.</p>
<p>Asif glaubt, dass dies der unbekannteste Aspekt des Ramadans unter den Nicht-Muslimen ist. Er erklärt auch, dass es nicht nur darum geht, materielle Aspekte mit anderen zu teilen. Es gehe auch darum zu <strong>&#8222;debattieren und gemeinsam besser werden&#8220;</strong>. Für ihn hat dieser Monat eine wichtige &#8222;Dimension der Freiheit, Wahl und Altruismus&#8220;.</p>
<h2><span style="color: #008000;">Es ist keine Folter, aber dies fällt am schwersten</span></h2>
<p>&#8222;Ramadan ist kein unüberwindbarer Test, der darin besteht, auf Essen und Trinken zu verzichten&#8220;, betont Iaad. Es dient dazu, &#8222;sich mit dem Wesentlichen (&#8230;), der Frömmigkeit&#8220; gegenüber Gott zu verbinden. Deswegen geht er jede Nacht in die Moschee und der Tag endet gewöhnlich gegen 1 Uhr nachts, sagt er lächelnd.</p>
<p>Die wenigen Stunden Schlaf sind ein Aspekt, der von den Muslimen wiederholt wird, die an dieser Geschichte teilnehmen; genauso viel oder mehr als der Mangel an Essen und Trinken während des Tages. Und wenn der Ramadan im Sommer fällt, <strong>verlangen die kurzen europäischen Nächte manchmal ein 19 Stunden langes Fasten</strong>, betont Tez.</p>
<p>&#8222;Das nächtliche Gebet (<em>Tarawee</em>) in der Moschee&#8220; ist das Schwerste für ihn. Im Laufe des Monats der jetzt endet, betet der Imam den gesamten Koran in der Gemeinde. Es ist anstrengend und dauert jede Nacht etwa eine Stunde&#8220;, erklärt er. Am nächsten Tag müssen die muslimischen Gläubigen aufstehen, bevor die ersten Sonnenstrahlen erscheinen, so dass sie noch essen können und das erste der fünf Gebete des Tages erfüllen. <strong>Manche Leute gehen wieder ins Bett, andere fühlen sich zu satt zum Schlafen</strong>.</p>
<h4 style="text-align: center;"><em><span style="color: #008000;">&gt;&gt;&gt; Vielleicht möchten Sie auch lesen: <a href="https://salamplan.com/de/islamophobie/muslimin-und-feministin-diese-frauen-zeigen-dass-moeglich-ist/20180308">Muslimin und Feministin? Diese Frauen zeigen, dass es möglich ist</a> &lt;&lt;&lt;</span></em></h4>
<p>Die Einsamkeit während des Abendessens ist für Naima diese Tage am schwierigsten, da es normalerweise eine Zeit ist, gesellig zu feiern, entweder mit der Familie oder mit anderen Menschen. Sie wohn alleine, und obwohl sie gesteht, dass sie sich mit anderen Gläubigen in einer Moschee zum <em>Iftar</em> treffen könnte, will sie es nicht tun. Die Familie fehlt ihr.</p>
<p>Für Elisa, die spanische Lehrerin, ist das Schwierigste Teil über den Ramadan in Europa zu feiern, dass &#8222;der übliche Arbeits- und Gesellschaftskalender fortgeht und manchmal nicht einfach zu kombinieren ist&#8220;. <strong>Gleichzeitig betont sie aber, dass sie diesen Monat &#8222;mit viel Freiheit genießt&#8220;</strong>. Sie fügt hinzu: Ramadan &#8222;erzeugt eine immense Freude; er ist keine Folter. &#8220;</p>
<p>Für alle diese europäischen Bürger ist der Ramadan eine Gelegenheit, mehr Zeit für ihren Glauben und ihre Beziehung zu Gott zu verwenden; ebenfalls sich zu bemühen, ein besserer Mensch zu werden und mehr Zeit gemeinschaftlich zu verbringen. Die Essenz scheint sich nicht so sehr von der Bedeutung christlicher Feste wie Ostern oder Weihnachten zu unterscheiden. Muslime glauben übrigens auch an Jesus als &#8222;Gesandten&#8220; Gottes.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Muslimin und Feministin? Diese Frauen zeigen, dass es möglich ist</title>
		<link>https://salamplan.com/de/islamfeindlichkeit/muslimin-und-feministin-diese-frauen-zeigen-dass-moeglich-ist/20180308</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Maria Torrens]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Mar 2018 21:03:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Islamfeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Aktionsbündnis Muslimischer Frauen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Amparo Sánchez ist Unternehmerin. Gabriele Boos-Niazy ist Sozialwissenschaftlerin. Nessrin E. Bensaid ist Rechtsanwältin und Journalistin. Fatima Tahiri schreibt ihre Doktorarbeit. Faeeza Vaid ist die Generaldirektorin einer NGO. Sie sind alle muslimische Frauen. Keine ist unterwürfig. Und alle fordern Gleichberechtigung mit Männern &#8230; und mit den anderen Frauen. Als Amparo Sánchez das Kopftuch bei der Arbeit aufgeben musste, um nicht in Arbeitslosigkeit zu geraten, begann sie, eine Lösung zu planen, um nicht auf sich selbst verzichten zu müssen. „Ich musste wählen: entweder meinen Hidschab ausziehen oder arbeiten&#8220;, erzählt sie Salam Plan. Heute ist es nicht mehr nötig: Sie ist Unternehmerin und hat ihr eigenes Restaurant in Valencia (Spanien). Sie ist auch Präsidentin der Bürgerplattform gegen Islamophobie in dem Land (Plataforma Ciudadana...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Amparo Sánchez ist Unternehmerin. Gabriele Boos-Niazy ist Sozialwissenschaftlerin. Nessrin E. Bensaid ist Rechtsanwältin und Journalistin. Fatima Tahiri schreibt ihre Doktorarbeit. Faeeza Vaid ist die Generaldirektorin einer NGO. Sie sind alle muslimische Frauen. Keine ist unterwürfig. Und alle fordern Gleichberechtigung mit Männern &#8230; und mit den anderen Frauen.<span id="more-664"></span></p>
<p>Als <strong>Amparo Sánchez </strong>das Kopftuch bei der Arbeit aufgeben musste, um nicht in Arbeitslosigkeit zu geraten, begann sie, eine Lösung zu planen, um nicht auf sich selbst verzichten zu müssen. „Ich musste wählen: entweder meinen Hidschab ausziehen oder arbeiten&#8220;, erzählt sie <a href="http://salamplan.com/de">Salam Plan</a>. Heute ist es nicht mehr nötig: Sie ist Unternehmerin und hat ihr eigenes Restaurant in Valencia (Spanien).</p>
<p>Sie ist auch Präsidentin der Bürgerplattform gegen Islamophobie in dem Land (<a href="http://plataformaciudadanacontralaislamofobia.org/">Plataforma Ciudadana Contra la Islamofobia</a>) und bittet am 8. März um die gleichen Rechte wie andere Frauen, wie zum Beispiel das Ende des Lohngefälles. Aber sie weist darauf hin, dass sie als Muslimin gezwungen ist, zusätzliche Ansprüche im Zusammenhang mit der sogenannten <strong>„Gender-Islamophobie&#8220;</strong> zu stellen: „Wenn Frauen im Allgemeinen die Chancenungleichheit gegenüber Männern leiden, da leiden muslimische Frauen mehr daran, und wenn sie Hidschab tragen, sogar mehr.&#8220;</p>
<p>Die Vorsitzende des <a href="http://www.muslimische-frauen.de">Aktionsbündnisses muslimischer Frauen</a> in Deutschland, <strong>Gabriele Boos-Niazy</strong>, bedauert, dass für sie und ihre Kolleginnen im Verband heute -der Weltfrauentag– „ein Tag wie jeder andere&#8220; ist, an dem sie sich der Arbeit gegen die Diskriminierung von muslimischen Frauen widmen, „insbesondere von denjenigen, die ein Kopftuch tragen und trotzdem den gleichen Wunsch haben, wie die meisten Frauen: beruflich erfolgreich zu sein und nach ihren Fähigkeiten und nicht nach ihrem Aussehen beurteilt zu werden“. Sie betont: „Leider können wir nicht auf eine vergleichbare Erfolgsgeschichte zurückblicken, wie sie die deutsche Frauenbewegung vorzuweisen hat“.</p>
<p><strong>Faeeza Vaid </strong>ist Generaldirektorin des <a href="http://www.mwnuk.co.uk/">Muslim Women&#8217;s Network UK</a>. Sie ging bereits letzten Sonntag in London auf die Straße, als die große britische feministische Demonstration organisiert wurde. Sie war eine der Frauen, die eine <a href="https://www.stylist.co.uk/visible-women/faeeza-vaid-womens-rights-muslim-womens-network-islam-feminism-march4women/193530">Rede</a> auf der Bühne hielt und erklärte, dass sie „marschiere, weil so viele aufgrund ihres Geschlechts, ihrer Rasse, ihrer Religion, ihres Alters und ihrer Sexualität Diskriminierung und sexuelle Gewalt erfahren.&#8220;</p>
<h2><span style="color: #800080;">Die Gleichheit der Frauen im Islam</span></h2>
<p>Für Dolors Bramon, eine nicht-muslimische Islamologin, ist es auch klar, dass der bekennende Islam überhaupt nicht im Widerspruch zur Forderung nach Gleichheit zwischen Frauen und Männern steht. „Offensichtlich&#8220; sind Feminismus und Islam vereinbar, sagt sie. Darüber hinaus &#8222;wurden die ersten Regelungen, die Frauen förderten, im Grundbuch des Islam geboren&#8220;, behauptet die Autorin von <em>Ser mujer y musulmana</em> (Eine muslimische Frau sein), Ediciones Bellaterra. Sie gibt zu, dass „das die Theorie ist&#8220; und die Praxis von der Interpretation eines jeden abhängt: „Danach ist jeder Moslem, besonders männliche Muslime, dafür verantwortlich , nicht zu erkennen, was im Koran feministisch ist.&#8220;</p>
<p>Bramon glaubt, dass der Islam „<strong>absolute Gleichheit vom religiösen Sichtpunkt her etabliert</strong>: Frauen haben das Recht auf Leben -früher hatten sie es nicht-, Frauen können erben -frühe wurden sie vererbt- Frauen haben das Recht auf eine Mitgift und ohne sie es gibt keine Ehe, der Brauch der Polygamie (vor dem Islam) wird praktisch aufgehoben, weil der Koran von Polygamie spricht, aber dann sagt, dass es unmöglich ist, die Anforderungen zu erfüllen&#8230;&#8220;</p>
<blockquote><p><span style="color: #800080;"><em>&#8222;Die ersten Regelungen, die Frauen förderten, wurden im Grundbuch des Islam geboren. Danach ist jeder Moslem, besonders männliche Muslime, dafür verantwortlich, nicht zu erkennen, was im Koran feministisch ist&#8220;</em></span></p></blockquote>
<p>Fátima Tahiri schreibt ihre Doktorarbeit an der Autónoma Universität von Madrid (UAM) über „die Entwicklung von Religiosität und religiösen Überzeugungen junger Muslime in Spanien: der Fall von Jugendlichen marokkanischer Herkunft&#8220;. Sie ist auch Muslimin und Feministin und hat keinen Zweifel daran, dass <strong>der Glaube, dass die muslimische Frau unterdrückt ist, „sehr weit von der Realität&#8220;</strong> sei. Sie erklärt, dass in der Geschichte „der Islam eine Rettung für Frauen darstellt, die im vorislamischen Arabien als Objekte betrachtet wurden und mit dem Islam unabhängige politische Individuen mit dem Recht auf freie Ehe, Eigentum, Erbschaft, Scheidung und Partizipation, unter Anderem, geworden sind.&#8220;</p>
<p>Einer von Sánchez Rosells Lieblingszitaten über die Gleichheit von Frauen und Männern besagt, dass „<strong>die gläubigen Männer und die gläubigen Frauen sind einer des anderen Freund/Alliierte&#8220; (Koran 9:71)</strong>. Sie erinnert auch daran, dass „es Frauen gab, die Macht hatten, sowohl während des Lebens des Propheten Muhammad als auch mit den ersten Kalifen. Was passiert ist, ist dass später das Patriarchat stärker wurde als diese Lehren und all das in einigen Ländern absorbiert hat.&#8220;</p>
<h2><span style="color: #800080;">Patriarchat im islamischen Konservatismus</span></h2>
<p><strong>María Dolores Algora</strong>, Professorin für Zeitgeschichte an der katholischen Universität CEU-San Pablo in Madrid und Spezialistin für die arabisch-islamische Welt, erklärt, dass in Ländern, in denen die Scharia (oder das islamische Recht) regiert, aus einer konservativen Perspektive von Männern interpretiert werden. „Die arabische Gesellschaft ist eine solche, die dem Modell des Patriarchats, einem konfessionellen System mit einem radikalen Gebrauch der Scharia, wo Frauen wie minderjährige Menschen behandelt werden, enorm unterworfen ist&#8220;, bedauert sie. Bevor der sogenannte &#8222;Arabischer Frühling&#8220; ausbrach, war sie überzeugt, dass die Revolution in dieser Region von den Frauen ausgehen würde.</p>
<p><strong>Sonia Moreno</strong>, seit acht Jahren Auslandskorrespondentin für mehrere Medien in Rabat (<strong>Marokko</strong>), erklärt, dass sie für diesen 8. März „keine Pressemitteilung einer Demonstration auf dem Tisch hat&#8220;, weil es keine muslimischen feministischen Vereine als solche im Land gibt. Es gibt jedoch einige marokkanische Feministinnen, die trotz der Strafgesetze des alawitischen Königreichs Protestaktionen ab und zu durchführen, wie Springbrunnen der Strasse rot zu malen, um wegen der Gewalt gegen Frauen zu protestieren. Es gibt auch Frauen in <strong>Iran</strong>, die gegen die Unterdrückung des Ajatollah-Regimes demonstrieren, indem sie den Hidschab ausziehen, weil sie dort gezwungen sind, ihn zu tragen&#8230;</p>
<p>In <strong>Europa</strong> behaupten auch einige muslimische Frauen, Opfer diese Macho-Lektüre des islamischen Glaubens zu sein. Und in einigen Fällen leiden sie auf ungeahntem Niveau daran. „Zwangsverheiratung, <em>Ehrengewalt</em> und weibliche Genitalverstümmelung passieren Frauen im Vereinigten Königreich. Wir wissen das, weil wir Anrufe bei der Helpline des (britischen) muslimischen Frauennetzwerks erhalten&#8220;, erklärte Vaid in ihrer Rede des 4. März.</p>
<h2><span style="color: #800080;">Das Kopftuch, eine anhaltende Kontroverse</span></h2>
<p>„In Bezug auf kopftuchtragende Frauen müssen wir leider Rückschritte konstatieren. Viele muslimische Frauen haben ihre ‚Bringschuld‘, nämlich sich zu bilden, beglichen und erwarten jetzt selbstverständlich, dass sie am <strong>Arbeitsmarkt</strong> entsprechend teilhaben können“, sagt Boos-Niazy. „Doch wir mussten feststellen, dass es Widerstände hervorruft, sobald diese Frauen in Berufsbereichen auftauchen, die gesellschaftlich anerkannter sind als der klassische Reinigungssektor – um das einmal nett zu formulieren. Ist das der Fall, dauert es nicht lange, bis im Namen der Neutralität oder aus anderen vorgeschobenen Gründen nach gesetzlichen Kopftuchverboten gerufen wird“.</p>
<p>Die Sprecherin des Aktionsbündnisses muslimischer Frauen in Deutschland bedauert weiterhin: „Wenn die Frauen dann klagen, wird ihnen nicht etwa zu ihrem Mut und Einsatz für ihre Rechte gratuliert, wie man das bei jeder anderen Frau, die sich gegen Diskriminierung wehrt, tun würde, sondern ihnen wird entweder unterstellt, sie seien <strong>Marionetten</strong> in den Händen von muslimischen Männern, also Opfer, oder sie seien selbst Täterinnen, weil sie politische Motive verfolgten“.</p>
<p>In diesem Sinne, sagte der <a href="http://www.zentralrat.de"><strong>Zentralrat der Muslime in Deutschland</strong></a> in einer Pressemitteilung „es (sei) ein schier falsches Zeichen (zum Weltfrauentag), einer deutschen muslimischen Bürgerin, die mit Bestzeugnis sich anschickt eine juristische Karriere in Augsburg zu machen, das Kopftuch im Gerichtssaal zu verwehren“.</p>
<p>„So wird ein normales Glaubensmerkmal unter Vorwand der Neutralitätsachtung erst zum Politikum und zur Voreingenommenheit gemacht, das Selbstbestimmungsrecht der muslimischen Frau mit Füssen getreten, die Einschränkung ihrer Berufswahl einfach so hingenommen und zudem unsere im Grundgesetz verankerte Religionsfreiheit eingeschränkt&#8220;, sagte die Stellvertretende Vorsitzende des Zentralrates, <strong>Nurhan Soykan</strong> in Köln.</p>
<p>Die Diskriminierung wegen des Hidschabs läuft aber auch in die entgegengesetzte Richtung: „Ich fühle mich von muslimischen Männern stärker diskriminiert als von Nicht-Muslimen&#8220;, gibt die Anwältin für Hassverbrechen, Nessrin E. Bensaid, zu. Obwohl diese Madriderin betont, dass dies nur ab und zu geschieht. „Ich bin eine Muslimin, aber ich trage keinen Hidschab. Religion scheint mir eine Frage der Privatsphäre zu sein und es ist schockierend für die Menschen, dass ich eine praktizierende Muslimin bin, aber keinen Hidschab trage. Das hat mich dazu geführt anekdotische Konflikte mit muslimischen Männern zu haben.&#8220;</p>
<p>Sie erkennt, dass die konservativsten Muslime „Angst bekommen&#8220;, wenn sie sie mit dem, was sie „das ganze Paket&#8220; nennt, treffen: Frau, Muslimin, Feministin und Anwältin. „Ihre Welt bricht zusammen: Sie haben noch mehr Angst&#8220;, sagt sie sarkastisch. Sie betont jedoch schnell, dass &#8222;wir diejenigen unterscheiden müssen, die sich kulturell als Muslime betrachten, von denen ich Ablehnung erfahren habe. Mit den echten muslimischen Männern und den echten muslimischen Frauen hatte ich immer eine außergewöhnliche gute Beziehung.&#8220;</p>
<p>„Die Männer, die unterdrücken, tun dies aufgrund eines <strong>kulturellen Zusammenhangs</strong>. Im Koran werden Männer gebeten, so bescheiden zu sein wie Frauen&#8220;, versichert Bensaid. Tahiri stimmt dem zu: &#8222;Ich fühle mich vom Islam nicht herabgesetzt. Ich fühle mich von einer patriarchalischen und frauenfeindlichen Interpretation davon herabgesetzt, die manchmal von einigen weisen Männern und von einigen politischen Regimen gemacht wurde.&#8220;</p>
<p>„Wir brauchen im Deutschland der Vielfalt im Jahre 2018 weder Kopftuchverbotszwänge noch einen Zwang das Kopftuch zu tragen. Wir sind ein freies Land und das sollte auch so bleiben&#8220;, sagte Soykan zum gennanten Fall der Augsburgerin.</p>
<h2><span style="color: #800080;">Fördert der Islam das Schlagen von Frauen?</span></h2>
<p>Bensaid lacht, als sie nach einem <strong>umstrittenen Vers im Koran</strong> gefragt wird, in dem &#8211; je nachdem, welche Übersetzung gelesen wird &#8211; Gott gesagt hätte, dass die Männer „Autorität&#8220; über die Frauen haben und sogar ermutigt werden, sie körperlich zu misshandeln. Sie hält dies für eine Fehlinterpretation.</p>
<p>„Die Männer stehen den Frauen in Verantwortung vor/haben Autorität über/beraten sie (<em>qawwamuna ala)</em>, weil Gott die einen vor den anderen ausgezeichnet hat und weil sie von ihrem Vermögen hingeben. Darum sind tugendhafte Frauen die Gehorsamen und diejenigen, die (ihrer Gatten) Geheimnisse mit Allahs Hilfe wahren. Und jene, deren Widerspenstigkeit ihr befürchtet: ermahnt sie, meidet sie im Ehebett und schlagt sie <em>(daraba)</em>!&#8220;, Koran 4:34.</p>
<p>Zunächst sollte angemerkt werden, dass Muslime immer die arabische Version des Korans bevorzugen, da es sich um die ursprüngliche Version handelt und sie verstehen, dass es sich um Worte handelt, die direkt von Gott kommen und dazu nicht immer eine angemessene Übersetzung finden. So empfinden Sánchez und Bensaid diesen Absatz. In der Tat hat dieses Zitat des Korans mehrere Versionen in Deutsch, wie gezeigt und noch mehr. Die Anwältin erklärt, dass „<strong>daraba</strong>&#8220; im Arabischen verschiedene Bedeutungen hat und unter ihnen, neben dem Schlagen, zum Beispiel auch Sex hat.</p>
<p>Was Bramons Sichtweise angeht, erklärt sie in ihrem Buch detalliert, dass das, was einige als „Autorität&#8220; übersetzen, andere als „Verantwortung&#8220;, „begleiten&#8220; oder „beraten&#8220; verstehen. Was die Übersetzung des „Schlagens&#8220; angeht, so die Islamologin, kann man das nicht anders verstehen, da dies die am weitesten verbreitete Bedeutung für das arabische Wort „daraba&#8220; ist. Trotzdem weist sie darauf hin, dass es viele Hadithen gibt (in der Sunna, dem anderen heiligen Text des Islam, der das Leben des Propheten Muhammad erzählt), die „die Misshandlung von Frauen kritisieren&#8220; und argumentieren, dass der <strong>Prophet des Islams sagte, dass der beste Muslim derjenige sei, der die Frauen gut behandelt</strong>.</p>
<p>„Der Koran wurde im mittelalterlichen Arabisch geschrieben. Dies, zusätzlich zu all der patriarchalen Kontamination, bedeutet, dass es unter sehr falschen Sichtpunkten interpretiert wird&#8220;, argumentiert Sánchez. &#8222;Eine der Forderungen, die wir haben -Muslimische Männer und Frauen- ist, dass wir all das überprüfen müssen. Was man nicht tun kann, ist mit einer Erklärung des Korans zu arbeiten, die vor mehr als tausend Jahren gestellt wurde.&#8220;</p>
<p>Für Boos-Niazy ist es wichtig, darauf hinzuweisen, dass „<strong>diese Vorurteile eine Funktion erfüllen</strong>: Sie sind der einfachste und bequemste Weg, auf dem sich bestimmte Gruppen selbst vergewissern können, dass sie ‚das richtige‘ Leben führen und andere das falsche. Das erspart ihnen, ihr Selbstbild in Frage zu stellen“, meint sie.</p>
<h2><span style="color: #800080;">Feminismus kann auch einen Hidschab tragen</span></h2>
<p>„Ich bin hier, weil meine Religion mich dazu motiviert, (&#8230;) für Gerechtigkeit und Frieden zu kämpfen&#8220;, sagte Vaiz den Londoner Demonstranten. Sie rief dazu auf, &#8222;eine Bewegung aufzubauen, die schwarze Feministinnen, Feministinnen der Arbeiterklasse und von den Religionen inspirierte Feministinnen einbezieht. Ich sage nur, entweder wir kämpfen für alle oder wir fallen alle&#8220;.</p>
<p>Ein Anspruch, dem alle befragten muslimischen Frauen zustimmen. Tahiri glaubt, dass auch muslimische Frauen vom Machismus anderer Frauen betroffen sind, „wie es beim Verbot des Hidschabs in Frankreich der Fall war, das von französischen Feministinnen unterstützt wurde.&#8220; Die Forscherin glaubt, dass <strong>einige Frauen andere Frauen auf diese Weise als &#8222;kulturell minderwertig&#8220; betrachten</strong>.</p>
<blockquote><p><em><span style="color: #800080;">„Der westliche Feminismus schaut muslimische Feministinnen und Feministinnen aus anderen Ländern mit ihrer violetten feministischen Brille so zu, als wollten sie sie retten. Aber sie brauchen nicht gerettet zu werden&#8220;</span></em></p></blockquote>
<p>Sowohl Tahiri -die den islamischen Kopftuch trägt- als auch Bensaid -die das nicht trägt- denken, dass der Hidschab als Unterdrückung in einer Gesellschaft widersprüchlich ist, in der „Minishorts getragen werden, wo die Hosentaschen länger sind als die Hose selbst&#8220;. Bensaid erinnert daran, dass <strong>FEMEN-Aktivisten</strong> „Freiheit mit ihren Körpern beanspruchen können und wir nicht dasselbe zum Beispiel mit dem Hidschab machen können.&#8220;</p>
<p>Boos-Niazy, die Vorsitzende des Aktionsbündnisses muslimischer Frauen in Deutschland, erklärt: „In unserer Beratungspraxis hat sich gezeigt, dass nicht-muslimische Männer z.B. mit dem Kopftuch weit weniger Probleme haben, als nicht-muslimische Frauen eines bestimmten Alters und Hintergrundes, die gleich um die Errungenschaften ihres jahrzehntelangen feministischen Kampfes fürchten, sobald sie einer Frau mit Kopftuch Rechte zugestehen sollen&#8220;. <strong>Sie wirft der Haltung einiger nicht-muslimischen Frauen vor, „im Namen der Freiheit anderen Frauen, die eine andere Wahl treffen, Freiheitsrechte zu beschneiden</strong>; dies basiert auf einem Menschenbild -‚ich weiß besser, was für dich gut ist, als du selbst&#8216;-, das wir längst hinter uns gelassen haben sollten“.</p>
<p>Die Expertin für Hassverbrechen, Bensaid, fasst diesen Appell an andere Feministinnen zusammen: „Europa und der westliche Feminismus schauen muslimische Feministinnen und Feministinnen aus anderen Ländern mit ihrer violetten feministischen Brille so zu, als wollten sie sie retten. Aber sie brauchen nicht gerettet zu werden.&#8220;</p>
<p><span style="color: #000080;"><em>** Da Sie hier sind &#8230; möchten wir Sie um einen kleinen Gefallen bitten. Teilen Sie die Arbeit von <span style="color: #008000;"><a style="color: #008000;" href="http://salamplan.com">Salam Plan</a></span> weiter, damit immer mehr Menschen unseren <strong>Journalismus gegen Hass</strong> kennenlernen. Salam Plan arbeitet ohne Propaganda, ohne Sensationsgier. Sie können uns auch auf <span style="color: #008000;"><a style="color: #008000;" href="https://twitter.com/salamplan">Twitter</a></span> oder <span style="color: #008000;"><a style="color: #008000;" href="https://www.facebook.com/SalamPlanCommunity/">Facebook</a></span> folgen. DANKE!</em></span></p>
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		<title>Das erste Baby des Jahres in Wien wird zum staatlichen Thema&#8230; weil es Muslim ist</title>
		<link>https://salamplan.com/de/islamfeindlichkeit/das-erste-baby-des-jahres-in-wien-wird-zum-staatlichen-thema-weil-es-muslim-ist/20180111</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Maria Torrens]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Jan 2018 20:25:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Islamfeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Alexander Van der Bellen]]></category>
		<category><![CDATA[Cáritas]]></category>
		<category><![CDATA[Christoph Schönborn]]></category>
		<category><![CDATA[Heinz-Christian Strache]]></category>
		<category><![CDATA[Islam]]></category>
		<category><![CDATA[Islamophobie]]></category>
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		<category><![CDATA[Muslime]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Asel war das erste Baby des Jahres in Wien. Der Hass gegen ihr und ihren Eltern in den sozialen Netzwerken stieg so schnell, dass sogar der Bundespräsident Österreichs und der Kardinal der Hauptstadt für sie öffentlich eintreten mussten. Der Bundeskanzler aber hält Abstand. Das Baby wurde um 00:47 Uhr am 1. Januar 2018 in der österreichischen Hauptstadt geboren, maß 51 Centimeter und wog 3.460 Gramm, berichteten lokale Medien, die die Nachrichten mit einem Bild von ihr mit ihren Eltern veröffentlichten. Die glückliche Mutter, Naime, posierte mit einem Kopftuch, ohne zu vermuten, was auf sie zukam, wie sie in einem späteren Interview auf OE24 erkannte. Zusammen mit den guten Wünschen für die Familie begannen sich feindselige Kommentare gegen die Familie in...</p>
<p>La entrada <a rel="nofollow" href="https://salamplan.com/de/islamfeindlichkeit/das-erste-baby-des-jahres-in-wien-wird-zum-staatlichen-thema-weil-es-muslim-ist/20180111">Das erste Baby des Jahres in Wien wird zum staatlichen Thema&#8230; weil es Muslim ist</a> se publicó primero en <a rel="nofollow" href="https://salamplan.com/de">Salam  Plan</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Asel war das erste Baby des Jahres in Wien. Der Hass gegen ihr und ihren Eltern in den sozialen Netzwerken stieg so schnell, dass sogar der Bundespräsident Österreichs und der Kardinal der Hauptstadt für sie öffentlich eintreten mussten. Der Bundeskanzler aber hält Abstand.<span id="more-521"></span></p>
<p>Das Baby wurde um 00:47 Uhr am 1. Januar 2018 in der österreichischen Hauptstadt geboren, maß 51 Centimeter und wog 3.460 Gramm, berichteten lokale Medien, die die Nachrichten mit einem Bild von ihr mit ihren Eltern veröffentlichten. Die glückliche Mutter, Naime, posierte mit einem <strong>Kopftuch</strong>, ohne zu vermuten, was auf sie zukam, wie sie in einem späteren <a href="http://www.oe24.at/oesterreich/chronik/Baby-Hassopfer-Jetzt-spricht-die-Mutter/315618243">Interview</a> auf OE24 erkannte.</p>
<p>Zusammen mit den guten Wünschen für die Familie begannen sich feindselige Kommentare gegen die Familie in den sozialen Netzwerken anzusammeln, weil sie Muslime sind. &#8222;Hat diese Frau Krebs oder warum trägt sie ein Kopftuch?&#8220; oder &#8222;der nächste Terrorist ist geboren&#8220; sind ein Beispiel für die <strong>Hassbotschaften</strong>, die laut den österreichischen Medien hinterlassen wurden. <a href="https://www.facebook.com/heute/posts/10155945256599402"><em>Heute</em></a> musste einen Kommentar auf ihrem Facebook-Account schreiben, um die Beleidigungen zu stoppen.</p>
<p style="text-align: center;"><strong><span style="color: #008000;">[Sie könnten auch an diesem Artikel interessiert sein:<em> <a href="https://salamplan.com/en/terrorism/islam-qa-the-true-meaning-of-jihad-and-how-isis-so-called-islamic-state-fails-to-accomplish-it-step-by-step/20171014">Die echte Bedeutung von ,Jihad&#8216; und warum die Terroristen sie nicht ausüben</a></em>]</span></strong></p>
<p><strong>Caritas</strong> Generalsekretär Österreichs, <strong>Klaus Schwertner</strong>, reagierte als erste öffentliche Person auf die Welle der Beleidigungen. Er veröffentlichte einen Post auf Facebook, um Asel willkommen zu heißen und einen virtuellen <em>Blumenregen</em> für die Familie unter dem <em>Hashtag</em> <a href="https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10155602315744807&amp;set=a.76312384806.77224.745609806&amp;type=3&amp;theater"><strong>#flowerrain</strong></a> vorzuschlagen. Das soziale Netzwerk löschte es, was schnell wieder korrigiert werden musste nachdem Schwertner das an die Öffentlichkeit brachte.</p>
<div align="center"><iframe style="border: none; overflow: hidden;" src="https://www.facebook.com/plugins/post.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2Fklaus.schwertner%2Fposts%2F10155606708529807&amp;width=500" width="500" height="760" frameborder="0" scrolling="no"></iframe></div>
<p>Andere pazifistische Organisationen und Juristen haben auch Beleidigungen aus religiösen Gründen angeprangert. Der <strong>Kardinal von Wien, Christoph Schönborn</strong>, ist auch zur Verteidigung der kleinen Asel und ihrer Eltern öffentlich vorgekommen. &#8222;Jedes Kind ist ein Zeichen der Hoffnung! Herzlich willkommen und Gottes Segen, liebe Asel&#8220;, veröffentlichte er auf seiner Facebookseite am 6. Januar.</p>
<div align="center"><iframe style="border: none; overflow: hidden;" src="https://www.facebook.com/plugins/post.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2FKardinalWien%2Fposts%2F1662231980503127&amp;width=500" width="500" height="429" frameborder="0" scrolling="no"></iframe></div>
<p>Selbst der Bundespräsident, <strong>Alexander Van der Bellen</strong> (Die Grünen), wollte seine Position in demselben sozialen Netzwerk deutlich machen, wo viele die muslimische Familie angegriffen haben: &#8222;&#8218;Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.&#8216; Zuversicht und Zusammenhalt sind größer als Hass und Hetze. Herzlich willkommen, liebe Asel!&#8220;, schrieb er.</p>
<div align="center"><iframe style="border: none; overflow: hidden;" src="https://www.facebook.com/plugins/post.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2Falexandervanderbellen%2Fposts%2F1787209537990747&amp;width=500" width="500" height="441" frameborder="0" scrolling="no"></iframe></div>
<p>In Österreich wurde gerade die Koalitionsregierung unter dem Bundeskanzler <strong>Sebastian Kurz </strong>(ÖVP), der sich mit dem ultrakonservativen <strong>Heinz-Christian Strache</strong> (FPÖ) abgesprochen hat, verabschiedet. Obwohl das Alarm international wegen der Rückkehr der ultrakonservativen an die Macht explodierten (sie hatten bereits zuvor an einer Regierungskoalition teilgenommen), sind die islamophobischen Ideen von Strache nicht so weit von der von Kurz entfernt, <a href="https://salamplan.com/de/islamophobie/oesterreich-nationalratswahl-parlamentswahl-was-die-spitzenkandidaten-ueber-islam-meinen-kurz-strache-kern/20171015">wie Salam Plan vor Kurzem darauf hinwies</a>. In der Tat ist keiner von beiden bisher öffentlich für Asel und ihre Familie eingetreten.</p>
<p>Trotz der starken Beleidigungen und Hassäusserungen versicherte Naime OE24, dass weder sie noch ihr Ehemann, Alper, traurig waren, sondern dass sie auf ihre Tochter konzentriert waren. Sie waren aber sehr dankbar für die tausenden Beglückwünsche und liebe Worte die sie dank dem <a href="https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10155602315744807&amp;set=a.76312384806.77224.745609806&amp;type=3&amp;theater">#flowerrain</a> erhalten haben.</p>
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		<title>Erste Barbie mit Hidschab in 2018 erhältlich</title>
		<link>https://salamplan.com/de/islamfeindlichkeit/erste-barbie-mit-hidschab-in-2018-erhaeltlich/20171115</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Maria Torrens]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Nov 2017 08:54:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Islamfeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Barbie]]></category>
		<category><![CDATA[Hidschab]]></category>
		<category><![CDATA[Ibtihaj Muhammad]]></category>
		<category><![CDATA[Islam]]></category>
		<category><![CDATA[Kopftuch]]></category>
		<category><![CDATA[Mattel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ibtihaj Muhammad war die erste Muslimin, die die USA bei den Olympischen Spielen mit Kopftuch vertrat. Es passierte in Rio de Janeiro in 2016 und sie gewann eine Bronzemedaille zusammen mit ihrem Fechter Team. Nun hat sich die Barbie-Firma Mattel bei ihr inspirieren lassen und ihre erste Puppe mit Hidschab präsentiert. &#8222;In meiner Kindheit, hatte ich nicht viele Puppenoptionen, die wie ich aussahen&#8220;, erinnerte sich Ibtihaj Muhammad in einem Video für die Vorstellung dieser neuen Barbie-Version. &#8222;Das ist so ein großer Moment, nicht nur für mich, sondern für kleine Mädchen weltweit&#8220;, versicherte sie. Puppen mit Hidschab sind in Ländern mit einer großen muslimischen Bevölkerung nicht ungewöhnlich, aber Barbie hatte diese Option bisher nicht angeboten. Puppen mit Hidschab sind in Ländern...</p>
<p>La entrada <a rel="nofollow" href="https://salamplan.com/de/islamfeindlichkeit/erste-barbie-mit-hidschab-in-2018-erhaeltlich/20171115">Erste Barbie mit Hidschab in 2018 erhältlich</a> se publicó primero en <a rel="nofollow" href="https://salamplan.com/de">Salam  Plan</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ibtihaj Muhammad war die erste Muslimin, die die USA bei den Olympischen Spielen mit Kopftuch vertrat. Es passierte in Rio de Janeiro in 2016 und sie gewann eine Bronzemedaille zusammen mit ihrem Fechter Team. Nun hat sich die Barbie-Firma Mattel bei ihr inspirieren lassen und ihre erste Puppe mit Hidschab präsentiert.<span id="more-432"></span></p>
<p>&#8222;In meiner Kindheit, hatte ich nicht viele Puppenoptionen, die wie ich aussahen&#8220;, erinnerte sich <strong>Ibtihaj Muhammad</strong> in einem <a href="https://www.youtube.com/watch?v=yK-t1j-Xumc">Video</a> für die Vorstellung dieser neuen <strong>Barbie</strong>-Version. &#8222;Das ist so ein großer Moment, nicht nur für mich, sondern für kleine Mädchen weltweit&#8220;, versicherte sie. Puppen mit Hidschab sind in Ländern mit einer großen muslimischen Bevölkerung nicht ungewöhnlich, aber Barbie hatte diese Option bisher nicht angeboten.</p>
<blockquote><p><span style="color: #008000;">Puppen mit Hidschab sind in Ländern mit einer großen muslimischen Bevölkerung nicht ungewöhnlich, aber Barbie hatte diese Option bisher nicht angeboten.</span></p></blockquote>
<p>Die Puppe wurde am vergangenen Montag offiziell bei einer Glamour Magazin-Gala präsentiert, die den &#8222;Frauen des Jahres&#8220; gewidmet ist, aber es wird nicht vor 2018 sein, dass sie auf den Markt kommt. &#8222;Wenn ich an meine eigene Erfahrung als muslimisches Mädchen in London denke, <strong>(da) gab es Leute, die mich fühlen liessen, ich gehöre nicht dazu</strong>&#8230; Für all die Leute, die nicht an mich geglaubt haben, ist dieses Barbie-Mädchen jetzt&#8220;, sagte Muhammad.</p>
<p><strong>&#8222;Ibtihaj inspiriert Frauen und Mädchen überall, Grenzen zu überschreiten&#8220;</strong>, sagte Mattel im Instagram Account der Puppe.</p>
<div align="center">
<blockquote class="instagram-media" style="background: #FFF; border: 0; border-radius: 3px; box-shadow: 0 0 1px 0 rgba(0,0,0,0.5),0 1px 10px 0 rgba(0,0,0,0.15); margin: 1px; max-width: 658px; padding: 0; width: calc(100% - 2px);" data-instgrm-captioned="" data-instgrm-version="7">
<div style="padding: 8px;">
<div style="background: #F8F8F8; line-height: 0; margin-top: 40px; padding: 62.5% 0; text-align: center; width: 100%;"></div>
<p style="margin: 8px 0 0 0; padding: 0 4px;"><a style="color: #000; font-family: Arial,sans-serif; font-size: 14px; font-style: normal; font-weight: normal; line-height: 17px; text-decoration: none; word-wrap: break-word;" href="https://www.instagram.com/p/BbcW30QD8Q7/" target="_blank" rel="noopener">We are so excited to honor @IbtihajMuhammad with a one-of-a-kind #Barbie doll! Ibtihaj continues to inspire women and girls everywhere to break boundaries. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/13.0.0/72x72/1f93a.png" alt="🤺" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> #Shero #YouCanBeAnything #GlamourWOTY</a></p>
<p style="color: #c9c8cd; font-family: Arial,sans-serif; font-size: 14px; line-height: 17px; margin-bottom: 0; margin-top: 8px; overflow: hidden; padding: 8px 0 7px; text-align: center; text-overflow: ellipsis; white-space: nowrap;">Una publicación compartida de Barbie (@barbie) el <time style="font-family: Arial,sans-serif; font-size: 14px; line-height: 17px;" datetime="2017-11-13T17:02:29+00:00">13 de Nov de 2017 a la(s) 9:02 PST</time></p>
</div>
</blockquote>
<p><script async defer src="//platform.instagram.com/en_US/embeds.js"></script></p>
</div>
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		<title>Österreich Wahl: Was die Spitzenkandidaten über den Islam meinen- Kurzs Ansichten sind nicht so weit enfernt von Straches</title>
		<link>https://salamplan.com/de/islamfeindlichkeit/oesterreich-nationalratswahl-parlamentswahl-was-die-spitzenkandidaten-ueber-islam-meinen-kurz-strache-kern/20171015</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Maria Torrens]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Oct 2017 10:47:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Islamfeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Asylbewerber]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Kern]]></category>
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		<category><![CDATA[SPÖ]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In der Wahl Österreichs vom 15. Oktober befürworten die meisten Wähler eine schwarz-blaue Koalition von der konservativen ÖVP mit der rechtspopulistischen FPÖ. Die Äusserungen zum Islam von Strache sind seit langem bekannt, nicht so sehr aber die vom Aussen- und Integrationsminister Kurz. Sebastian Kurz (Österreichische Volkspartei, ÖVP), der laut allen Umfragen die Wahl gewinnen wird, hat eine einzige Hauptbedingung für eine Zusammenarbeit mit Heinz-Christian Strache (Freiheitliche Partei Österreichs, FPÖ) in der Regierung angesagt, und die hat nichts mit mehr Offenheit zur Rolle des Islams in Österreich zu tun: die ‚Freiheitlichen‘ sollten die Europäische Union und dem Euro unterstützen. Was die Muslime und Zuwanderer oder Asylbewerber angeht, haben beide Spitzenkandidaten dieser Parteien für umstrittene Aussagen gesorgt. Bundeskanzler und Spitzenkandidat der Sozialdemokratischen Partei...</p>
<p>La entrada <a rel="nofollow" href="https://salamplan.com/de/islamfeindlichkeit/oesterreich-nationalratswahl-parlamentswahl-was-die-spitzenkandidaten-ueber-islam-meinen-kurz-strache-kern/20171015">Österreich Wahl: Was die Spitzenkandidaten über den Islam meinen- Kurzs Ansichten sind nicht so weit enfernt von Straches</a> se publicó primero en <a rel="nofollow" href="https://salamplan.com/de">Salam  Plan</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In der <strong>Wahl Österreichs</strong> vom 15. Oktober befürworten die meisten Wähler eine schwarz-blaue Koalition von der konservativen ÖVP mit der rechtspopulistischen FPÖ. Die Äusserungen zum Islam von Strache sind seit langem bekannt, nicht so sehr aber die vom Aussen- und Integrationsminister Kurz.<span id="more-215"></span></p>
<p><strong>Sebastian Kurz (Österreichische Volkspartei, ÖVP)</strong>, der laut allen Umfragen die Wahl gewinnen wird, hat eine einzige Hauptbedingung für eine Zusammenarbeit mit <strong>Heinz-Christian Strache (Freiheitliche Partei Österreichs, FPÖ)</strong> in der Regierung angesagt, und die hat nichts mit mehr Offenheit zur Rolle des Islams in Österreich zu tun: die ‚Freiheitlichen‘ sollten die Europäische Union und dem Euro unterstützen. Was die Muslime und Zuwanderer oder Asylbewerber angeht, haben beide Spitzenkandidaten dieser Parteien für umstrittene Aussagen gesorgt.</p>
<p>Bundeskanzler und Spitzenkandidat der <strong>Sozialdemokratischen Partei Österreichs (SPÖ) Christian Kern</strong> -an zweiter oder dritter Stelle in den Umfragen- hat die rote Linie für eine Koalition mit der FPÖ auch an einem ,Ja‘ für die EU bedingt, aber sie ebenfalls um einen Kompromiss gegen ,Faschismus‘ und für die „Gleichstellung“ gefragt, wie die Zeitung <a href="https://www.merkur.de/politik/wahl-in-oesterreich-2017-will-fpoe-eine-koalition-mit-oevp-oder-spoe-zr-8770660.html"><em>Merkur</em></a> daran erinnert. Kern blieb aber auch nicht immer ausserhalb der Kontroverse bezüglich der Zuwanderung; doch mehr bezüglich des Islams. Dies ist eine Zusammenfassung deren Meinungen in diesem Zusammenhang:</p>
<blockquote><p><span style="color: #008000;"><strong>KURZ (ÖVP): „Die muslimische Gemeinde und Islam sind ein Teil Europas“ aber man muss die Islamkindergärten schliessen und die Migration „massiv reduzieren“</strong></span></p></blockquote>
<p>Kurzs <a href="https://www.sebastian-kurz.at/programm/artikel">Wahlprogramm</a> steht für „Nulltoleranz gegenüber dem politischen Islam“ und „Respekt und Vielfalt, aber keine falsche Toleranz gegenüber Religionen zeigen“. Das Programm behauptet „der politische Islam ist eine Kombination aus religiösem Fundamentalismus und politischem Extremismus und als solcher Nährboden für Gewalt und Terrorismus. Er hat das Ziel, unsere Werte und Lebensweisen zu untergraben und Parallelgesellschaften aufzubauen. Das müssen wir mit allen Mitteln verhindern”.</p>
<p>Politischer Islam, was das ÖVP Programm auch als „totalitäres System“ bezeichnet, hat aber sehr viele verschiedene Sichten und nicht alle können für extrem gehalten werden, noch weniger als gewaltig. So wird zum Beispiel heutzutage die Arbeit für den Übergang zur Demokratie in Tunesien weltweit gepriesen, wobei diese unter einer Koalistionsregierung die auch Islamisten miteinbeschliesst, geführt wird. Andererseits, hat der Nahostexperte des Think Tanks Real Instituto Elcano, Haizam Amirah Fernández, in seiner <a href="https://twitter.com/HaizamAmirah/status/898440241547067392">Twitter-Account</a> nach dem Anschlag in Barcelona darauf hingewiesen das es sogar unter den Salafisten (dem konservativsten Zweig des Islams) nicht in allen Fällen eine intolerante Haltung gefordert wird.</p>
<p>2015 sorgte die <strong>Reform des Islamgesetzes</strong> was Österreich schon seit Anfangs des vorigen Jahrhunderts hatte für Umstrittenheit unter der muslimischen Gemeinde. Das neue Gesetz, was unter der Leitung vom Aussen- und Integrationsminister durchgeführt wurde, begrenzte die Finanzierung der Moscheen vom Ausland, etablierte die meisten Imame sollten in Österreich gebildet werden und Deutsch solle die Sprache des Gebets in den Tempeln sein, wie die Medien damals berichteten. Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ) zeigte Besorgnis für Diskriminierung, da das Gesetz alle Muslime unter Generalverdacht stelle, informierte <em><a href="https://www.welt.de/politik/ausland/article137832244/Oesterreich-beschliesst-ein-eigenes-Islamgesetz.html">Die Welt</a></em>. Generell war aber diese Organisation doch für so eine Regelung.</p>
<p>„Es ist wichtig klar zu sagen, dass die <strong>muslimische Gemeinde und Islam ein Teil Europas sind</strong> und es ist notwendig für die muslimischen Gemeinden einen klaren legalen Status zu haben&#8230; Sonst werden sich viele Muslime von unseren Gesellschaften ausgeschlossen fühlen“, behauptete Kurz damals in einem Interview im britischen <em><a href="https://www.theguardian.com/world/2015/mar/08/austria-foreign-minister-islam-funding-law-restricting">The Guardian</a></em>.</p>
<p>In den letzten Monaten hat der Aussen- und Integrationsminister für drei umstrittene Studien bezüglich des Islams gesorgt. Eine über islamische Kindergärten, eine über die Moscheen und eine andere über Muslime in Österreich generell.</p>
<p>Nach der ersten, meinte er die <strong>islamische Kindergärten</strong> <strong>sollten schliessen</strong>. Auf die Frage in einem <a href="https://kurier.at/politik/inland/sebastian-kurz-im-kurier-gespraech-islamische-kindergaerten-abschaffen/271.008.503">Kurier Event</a> ob diese Zentren abgeschafft werden sollten, antwortete Kurz: &#8222;Natürlich. Es braucht sie nicht. Es soll keine islamischen Kindergärten geben.&#8220; Seiner Meinung nach sorgen diese nicht für Integration, teilweise wegen schlechtem Deutsch-Niveau der Erzieher. „Um den interreligiösen Dialog zu fördern, soll ein Beirat der anerkannten Kirchen und Religionsgemeinschaften eingerichtet werden“, fügt ÖVPs Wahlprogramm dazu.</p>
<p>Das Ministerium veröffentlichte auch eine <strong>Moschee Studie</strong> <strong>die 16 von insgesamt 400 Tempeln nach möglichen radikalen Lehren untersuchte</strong>. „Nur zwei der ausgewählten Moscheen unterstützen die Integration in die österreichische Gesellschaft und fordern diese auch ein. In mehr als einem Drittel der untersuchten Gebetshäuser werde der Integration entgegengewirkt, insbesondere in türkischen Moscheen seien fundamentalistische Tendenzen zu erkennen, vielfach werde dort ein offener Nationalismus gepredigt“, informierte <em><a href="http://derstandard.at/2000065166197/Kurz-will-Aufloesung-von-Moscheen-bei-Verstoss-gegen-Islamgesetz">Der Standard</a></em>.</p>
<p>Diese Schlussfolgerungen der Studie und von Kurz sorgten für Kritik, da wie ihre zwei Autoren selber im <em>Standard</em> behaupteten, die Forschung zu klein war um deren Ergebnisse für repräsentativ halten zu können. Dennoch sagte Kurz: &#8222;Man darf nicht wegsehen, wenn es Kultusgemeinden gibt, die sich nicht an das Islamgesetz halten.&#8220; Es gibt auch Islamexperten in Europa die eine Kontrolle der Moscheenfinanzierung befürworten, wie Amirah Fernández. Nach dem Terroranschlag in Barcelona öffnete sich die Debatte in Spanien und er warnte vor dem Geld derjenige Salafisten „die Intoleranz fördern“ was an einigen Moscheen und Predigern überwiesen wird.</p>
<p>Ausserdem, wurden laut der <em><a href="https://cms.falter.at/falter/2017/07/04/frisiersalon-kurz/">Falter</a></em> Zeitung Korrekturen zu den Endergebnissen der Moschee Studie hinzugefügt die die Resultate zuspitzten. So nannte sie zum Beispiel einen Paragraphen wo der Religionswissenschaftler Ednan Aslan feststellte, dass Eltern ihre Kinder in Islamkindergärten „selbstständig, respektvoll und liebevoll erzogen&#8220; haben wollten. Dies wurde, so Falter, zur Formulierung geändert: Die Eltern wollen ihre Kinder „vor dem moralischen Einfluss der Mehrheitsgesellschaft schützen&#8220;. Aslan zeigte sich zuerst überrascht als er diese Änderungen vom Falter mitgeteilt kriegte, äusserte sich aber einige Tage danach wieder und sagte alle Behauptungen der Studie seien korrekt. Jetzt hat er Falter angeklagt.</p>
<p>Die dritte Studie die vom Minister angeordnet wurde und im August bekannt gegeben wurde, <strong>befragte mehr als 1.000 Muslime (von 700.000 Muslimen die heute in Österreich wohnen)</strong>: „Flüchtlinge, die eben erst kamen, ebenso wie Türken, die schon Jahrzehnte im Land sind, Bosnier oder Tschetschenen“, wie <em><a href="http://www.oe24.at/oesterreich/politik/Kurz-schockt-mit-Islam-Studie/294580416">OE24</a></em> beschrieb. So stellte man fest 40% der Türken könnten verstehen, dass ein Vater sich dem Handschlag mit einer Lehrerin seines Kindes weigert. Ein Drittel der Flüchtlinge und der Türken befürworten die gewaltsame Verteidigung der Familienehre, obwohl ein Ehrenmord von nur 10% unterstützt wurde. 25% der befragten Flüchtlingen findet, dass neben dem österreichischen Recht auch islamisches gelten sollte, aber nicht als einzige Rechtsgrundlage.</p>
<p>Sebastian Kurz argumentierte demnach im Interview mit OE24: „Es zeigt sich klar, dass wir besonders große Probleme bei der Wertehaltung der Tschetschenen und auch der Afghanen haben. Ich fühle mich durch die Studie in meiner Linie bestätigt, die Migration aus anderen Kulturkreisen, insbesondere von bildungsfernen Schichten, massiv zu reduzieren“. Er bestand auch auf die Schliessung der islamische Kindergärten: „Wir brauchen konsequente Frühförderung für die Kinder statt der Islamkindergärten“.</p>
<p>Andererseits will Kurz laut seinem Wahlprogramm eine <strong>„Mindestsicherung light“</strong> für Asylberechtigte einführen, die die Leistungen für diese Personen zu maximal 560 Euro pro Einzelperson reduzieren. Wenn in den ersten fünf Jahren die Flüchtlinge mindestens 12 Monate vollzeitig arbeiten, werden sie das Recht für dieselbe Mindestsicherung wie alle Österreicher haben.</p>
<blockquote><p><strong><span style="color: #008000;">Strache: „Die Islamisierung gehört gestoppt (&#8230;). Wir brauchen Nullzuwanderung“</span></strong></p></blockquote>
<p>„Asylwerber und Asylberechtigte sollen in der Grundversorgung bleiben, für Asylwerber will die FPÖ keine Arbeitserlaubnis,“ erläutert das <a href="https://www.fpoe.at/themen/wahlprogramm-2017/">Wahlprogramm</a> der FPÖ, was an erster Stelle das Kapitel „Unsere Grenzen sichern- Österreich ist kein Einwanderungsland“ stellt. Im Kapitel zur „Sicherung“ behaupten die „Freiheitlichen“, dass „im Zuge der illegalen Massen- migration, des Zustromes an Wirtschaftsﬂüchtlingen und Scheinasylanten, verstärkt seit September 2015, hat Österreich ein massives Problem mit der Ausländerkriminalität, das sich auch in völlig neuen Bedrohungsszenarien wie dem islamischen Terrorismus zeigt“.</p>
<p>Im Gegenteil zu Kurzs Aussage Islam gehöre zu Europa, hat Strache oft behauptet <strong>„Islam gehört nicht zu Österreich“</strong> und hat von der <strong>„Bedrohung Europas durch die Islamisierung“</strong> eine spezifische <a href="https://www.facebook.com/HCStrache/videos/10152922218068591/">Rede in 2015</a> gehalten bei der er vom holländischen anti-Muslimen Geert Wilders begleitet wurde. In einem seiner Wahlplakate steht er auch Kurzsaussage entgegen und behauptet: „Die Islamisierung gehört gestoppt&#8220;. In einer <a href="https://kurier.at/chronik/wien/spitzenkandidaten-beziehen-stellung-zum-islam/289.067.501">Kurierumfrage</a> an den Spitzenkandidaten über ihre Stellung zum Islam, behauptete die FPÖ jedoch, dass die muslimische Mitbürger doch zu Österreich gehören.</p>
<p>Im Zusammenhang mit der europäischen Flüchtlingsquote, sagte Strache im Bundesparteitag von März: &#8222;Wir brauchen eine Nullzuwanderung, sogar eine Minuszuwanderung, wenn es um Straffällige geht,&#8220; wie die <a href="http://www.krone.at/557250"><em>Kronen Zeitung</em></a> informierte.</p>
<p>Strache befürwortet die äussere Finanzierung islamischer Einrichtungen zu stoppen und das Islam auf Deutsch gezeigt werden soll. Er besteht auf einem Kopftuchverbot an öffentlichen Ämtern und Erziehungszentren; es reiche nicht mit dem schon existierenden Vollverschleierungsverbot (Burka und Niqab), der ausserdem -seiner Meinung nach- nicht wirklich im Gang gesetzt worden sei, informierte <em><a href="http://diepresse.com/home/innenpolitik/5227837/FPOeChef-Strache-verschaerft-Gangart-gegen-Islam">Die Presse</a></em>. Moscheen, islamische Kindergärten und Vereine dienen, seiner Meinung nach, zur Radikalisierung von Muslimen.</p>
<p><strong>„Nicht jeder Moslem ist ein Terrorist“</strong>, gab der Politiker in einer Veranstaltung seiner Partei diesen Oktober zu. Und fügte gleich hinzu „aber fast jeder Terrorist in den letzten Jahren quer durch Europa war leider ein radikaler Islamist“, eine Behauptung die die Fakten seit 2015 bestätigen. An dem Jahr machte er aber schon eine ähnliche Aussage in seiner <a href="https://www.facebook.com/HCStrache/posts/10153501944008591">Facebook-Account</a>, wo er aber anstatt von Europa von der ganzen Welt und von den letzten 20 Jahren redete. Damals endete er den Satz mit „war leider ein radikaler Moslem“. Jetzt scheint er sein Diskurs moderiert zu haben und in diesem Fall versuchte er Religion vom politischem Islam zu unterscheiden um politisch korrekter zu klingen.</p>
<p>Strache warnt aber zugleich über die „Islamisierung Europas“ und hält <strong>„islamischen Terror als Folge einer hemmungslose Zuwanderung“</strong>. Was er aber nicht erwähnt ist, dass die meisten Terroranschlägen seit 2015 von europäischen Bürgern ausgeübt wurden, die nicht unter den Asylbewerbern gerade angekommen waren (einige doch). Ausserdem stellt er islamisch und islamistisch gleich, wobei islamisch religiös ist und islamistisch zum politischen Unfeld -also auch zur gewaltigen politischen Fehlinterpretation der Dschihad, wie <a href="https://salamplan.com/en/terrorism/islam-qa-the-true-meaning-of-jihad-and-how-isis-so-called-islamic-state-fails-to-accomplish-it-step-by-step/20171014">SalamPlan</a> demonstriert hat- gehört.</p>
<blockquote><p><strong><span style="color: #008000;">SPÖ Kern: „Selbstverständlich“ gehört Islam zu Österreich aber das Islamgesetz ist nötig</span></strong></p></blockquote>
<p>Für ihn gehört Islam „selbsverständlich“ zu Österreich, laut der erwähnten <a href="https://kurier.at/chronik/wien/spitzenkandidaten-beziehen-stellung-zum-islam/289.067.501">Kurierumfrage</a> an den Spitzenkandidaten der Wahlen 2017. Kern ist im Prinzip gegen ein generalisiertes <strong>Kopftuchverbot</strong> im Land, da er dies für diskriminierend hält, doch Kern er befürwortet ein „Neutralitätsgebot für Polizistinnen, Richterinnen und Staatsanwältinnen“.</p>
<p>Die <strong>Reform des Islamgesetzes</strong> wurde während der präsenten Koalitionsregierung SPÖ-ÖVP in Gange gebracht. Deshalb unterstütz Kern sie auch und beharrt -sowie Kurz- darauf, dass sie in Zusammenarbeit mit der IGGiÖ geschrieben wurde.</p>
<p>Was den Zuwanderern und Asylbewerber die durch das Mittelmeer an Europa ankommen, steht Kern auf einer ähnlichen Ebene wie die EU in der Maltakonferenz von Februar entschloss: <strong>mehr Zusammenarbeit mit afrikanischen Ländern</strong> um dort Asylzentren zu verschaffen. Kern hat auf Niger hingewiesen, die EU auf Lybien -wo es aber keine stabile Regierung existiert.</p>
<p>Was dem Wahlprogramm der SPÖ konkret angeht, steht zwischen den <a href="https://spoe.at/sites/default/files/eckpunkte_spoe_wahlprogramm.pdf">„Eckpunkten“ der Partei</a> keiner über Islam und wenn es um Sicherheit geht ist die Rede über „mehr PolizistInnen). Es existiert doch ein Punkt unter dem Titel <strong>„Integration beginnt gestern“</strong>. Da klärt die regierende SPÖ sie stehe für „klare Zuständigkeiten bei Asylverfahren und im Integrationsprozess“, was eine „Beschleunigung der Asylverfahren“ entspreche, sowie ebenfalls „eine Behörde, vom Asylantrag bis hin zur Integrationsbegleitung oder zur Rückführung“.</p>
<p>Die neue Regierung die von der <strong>Wahl in Österreich an diesem 15. Oktober 2017</strong> entstehen wird, wird mit aller Sicherheit eine Koalition benötigen die mindestens eine dieser drei Parteien miteinbezieht. Sowohl SPÖ wie ÖVP haben sich für eine Zusammenarbeit mit der FPÖ offen gehalten.</p>
<p>La entrada <a rel="nofollow" href="https://salamplan.com/de/islamfeindlichkeit/oesterreich-nationalratswahl-parlamentswahl-was-die-spitzenkandidaten-ueber-islam-meinen-kurz-strache-kern/20171015">Österreich Wahl: Was die Spitzenkandidaten über den Islam meinen- Kurzs Ansichten sind nicht so weit enfernt von Straches</a> se publicó primero en <a rel="nofollow" href="https://salamplan.com/de">Salam  Plan</a>.</p>
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