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	<title>Islamophobie &#8211; Salam  Plan</title>
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	<description>Journalismus gegen Hass</description>
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	<title>Islamophobie &#8211; Salam  Plan</title>
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		<title>47% der Muslime in Deutschland sind Deutsche</title>
		<link>https://salamplan.com/de/islamfeindlichkeit/47-der-muslime-in-deutschland-sind-deutsche/20210429</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Maria Torrens]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Apr 2021 11:20:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Islamfeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Islam Konferenz (DIK)]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die debattierte „Integration“ der Muslime in Deutschland hängt kaum von der Religion ab, sonder eher von Faktoren wie die soziale Situation, so eine Studie vom Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge. In Deutschland leben zwischen 5,3 und 5,6 Millionen muslimische Bürger, was etwa dem 6,5% der totalen Bevölkerung entspricht. 47% davon, sind Deutsche. Muslimische Religionsangehörige mit einem sogennanten „Migrationshintergrund“ aus der Türkei bilden mit 2,5 Millionen Personen weiterhin die größte Herkunftsgruppe, stellen mit einem Anteil von 45% aber nicht mehr die „absolute Mehrheit“. Dies habe sich mit der Ankunft von Flüchtlingen aus Ländern im Krieg, wie Syrien, um das Jahr 2015 herum geändert, nach den Angaben der Studie „Muslimisches Leben in Deutchland“ im Auftrag der Deutschen Islam Konferenz (DIK). Seit 2015,...</p>
<p>La entrada <a rel="nofollow" href="https://salamplan.com/de/islamfeindlichkeit/47-der-muslime-in-deutschland-sind-deutsche/20210429">47% der Muslime in Deutschland sind Deutsche</a> se publicó primero en <a rel="nofollow" href="https://salamplan.com/de">Salam  Plan</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Die debattierte „Integration“ der Muslime in Deutschland hängt kaum von der Religion ab, sonder eher von Faktoren wie die soziale Situation, so eine Studie vom <strong>Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge</strong>.</p>



<span id="more-6675"></span>



<p>In Deutschland leben zwischen 5,3 und 5,6 Millionen muslimische Bürger, was etwa dem <strong>6,5% der totalen Bevölkerung</strong> entspricht. 47% davon, sind Deutsche.</p>



<p>Muslimische Religionsangehörige mit einem sogennanten <strong>„Migrationshintergrund“ aus der Türkei</strong> bilden mit 2,5 Millionen Personen weiterhin die größte Herkunftsgruppe, stellen mit einem Anteil von 45% aber nicht mehr die „absolute Mehrheit“. Dies habe sich mit der Ankunft von Flüchtlingen aus Ländern im Krieg, wie Syrien, um das Jahr 2015 herum geändert, nach den Angaben der Studie „Muslimisches Leben in Deutchland“ im Auftrag der <strong>Deutschen Islam Konferenz</strong> <strong>(DIK)</strong>. Seit 2015, ist die muslimische Bevölkerung um 900.000 Personen gestiegen, obwohl seit 2017 sich dies kaum verändert hat.</p>



<p>„Die Analysen zeigen zudem, dass der Einfluss der Religion auf die Integration häufig überschätzt wird. Aspekte wie die Aufenthaltsdauer, Migrationsgründe oder die soziale Lage prägen den Integrationsprozess in einem weitaus größeren Ausmaß als die Religionszugehörigkeit“,<em> </em>signalisierte <strong>Hans-Eckhard Sommer</strong>, Präsident des <strong>Bundesamts für Migration und Flüchtlinge</strong> <strong>(BAMF)</strong> während der Vostellung der Studie am Mittwoch.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-style-large"><p>„Der Einfluss der Religion auf die Integration häufig überschätzt wird. Aspekte wie die Aufenthaltsdauer, Migrationsgründe oder die soziale Lage prägen den Integrationsprozess in einem weitaus größeren Ausmaß“</p><cite>Hans-Eckhard Sommer, Bundesamt für Migration und Flüchtlinge</cite></blockquote>



<p>Es wurden mehr als 4.500 Personen im Alter ab 16 Jahren befragt, sowohl Zugewanderte aus 23 verschiedenen muslimisch geprägten Herkunftsregionen als auch deren in Deutschland geborene Nachkommen. Die Anzahl an deutsche Muslime ohne den sogenannten „Migrationshintergrund“ sei so klein, dass sie statistisch in der Studie miteinzubeziehen nicht aussagekräftig gewesen wäre, hat die Forscherin <strong>Anja Stichs</strong> <a href="https://salamplan.com" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Salam Plan</a> erklärt.</p>



<p>Was der <strong>Sprache </strong>angeht, fühlen sich 70% der muslimische Bürger sicher oder sehr sicher mit ihren Kentnissen. Die Studie weist auch darauf hin, dass zwei Drittel deutsche Freunde haben; bei denen es nicht der Fall ist, wünschten sie es sich aber doch.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-style-large"><p>„Muslimische Religionsangehörige unterscheiden sich in denen von uns untersuchten Aspekten so gut wie überhaupt nicht von sonstigen Religionsangehörigen“</p><cite>Anja Stichs, Forscherin BAMF</cite></blockquote>



<p>Der Glauben wird im Alltag unterschiedlich erlebt: <strong>39% betet täglich, 25% betet nie</strong>. Andererseits, sind die Personen die zugewandert sind generell religiöser, egal ob muslimisch, christlich oder Angehörgiger anderer Religionen. 20% der Personen mit Migrationsgrund in den Ländern von muslimischer Mehrheit, folgen nicht dem Islam sondern einen anderen Glauben oder gar keinen.</p>



<p>Die Studie hat auch nach dem Kopftuch gefragt. <strong>„Ob ein Kopftuch getragen wird, hängt stark vom Alter ab”</strong>, so Stichs. 30% der muslimische Bürgerinnen tragen ihn. Am meisten, sind es die Frauen die älter als 66 sind. In dem Fall, tragen 62% von ihnen den Kopftuch. Zwischen dem Alter von 26 und 65 Jahren, tragen ihn etwa 41%. Ein 26% trägt den Kopftuch zwischen den 16. und 25. Lebensjahr. Was den Mädchen betrifft, trägt 0,9% von den kleineren als 10 Jahren den Kopftuch. 11,5% der Mädchen von 11 bis 15 Jahren tragen den Kopftuch.</p>



<p>Forscherin <strong>Anja Stichs</strong> stellte fest: „Muslimische Religionsangehörige unterscheiden sich in denen von uns untersuchten Aspekten so gut wie überhaupt nicht von sonstigen Religionsangehörigen aus den gleichen Herkunftsländern“.</p>



<p class="has-text-color" style="color:#028f2c"><strong>ES INTERESSIERT IHNEN VIELLEICHT AUCH:</strong></p>



<ul><li><a href="https://salamplan.com/de/wie-du/drei-religionen-eine-gemeinde-auch-offen-fuer-atheisten-das-ist-die-naechste-revolution-in-berlin-house-of-one/20190518" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Drei Religionen, eine Gemeinde (auch offen für Atheisten): das ist die nächste Revolution in Berlin</a></li><li><a href="https://salamplan.com/de/islamfeindlichkeit/die-imamin-die-eine-moschee-in-berlin-gruendete-und-unter-morddrohungen-lebt-seyran-ates-ibn-rushd-goethe/20190527">Die Imamin die eine Moschee in Berlin gründete und unter Morddrohungen lebt</a></li></ul>



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			</item>
		<item>
		<title>So feiern Europäische Muslime den Ramadan: viel mehr als fasten</title>
		<link>https://salamplan.com/de/abc-des-islams/so-feiern-europaeische-muslime-den-ramadan-viel-mehr-als-fasten/20180613</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Maria Torrens]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Jun 2018 21:54:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[ABC des Islams]]></category>
		<category><![CDATA[Asif Arif]]></category>
		<category><![CDATA[Ceuta]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Von Großbritannien bis Spanien erzählen europäische Bürger, wie sie ihren heiligen Monat feiern. Elisa will ihren Nachnamen in dieser Geschichte lieber nicht veröffentlichen lassen. Vor sieben Jahren konvertierte sie zum Islam und betrachtet es als &#8222;eine zusätzliche Herausforderung&#8220; eine Muslimin spanischer Eltern zu sein, &#8222;weil es nicht üblich ist&#8220;. &#8222;Das Klischee ist auf beiden Seiten sehr präsent: sowohl auf muslimischer als auch auf nichtmuslimischer Seite&#8220;, sagt die 39-jährige Lehrerin. Festliche Dekoration füllt in diesen Tagen die Straßen der Länder mit muslimischer Mehrheit, denn Ramadan ist &#8211; vor allem &#8211; eine Feier, eine die am Moment erinnern soll wann laut dem Islam der Koran Mohammed offenbart wurde. In der Tat, am Ende dieses Mondmonats &#8211; was an diesem Donnerstag gefeiert wird-...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Von Großbritannien bis Spanien erzählen europäische Bürger, wie sie ihren heiligen Monat feiern.</p>
<p><span id="more-1311"></span></p>
<p>Elisa will ihren Nachnamen in dieser Geschichte lieber nicht veröffentlichen lassen. Vor sieben Jahren konvertierte sie zum Islam und betrachtet es als &#8222;eine zusätzliche Herausforderung&#8220; eine Muslimin spanischer Eltern zu sein, &#8222;weil es nicht üblich ist&#8220;. <strong>&#8222;Das Klischee ist auf beiden Seiten sehr präsent: sowohl auf muslimischer als auch auf nichtmuslimischer Seite&#8220;</strong>, sagt die 39-jährige Lehrerin.</p>
<p>Festliche Dekoration füllt in diesen Tagen die Straßen der Länder mit muslimischer Mehrheit, denn Ramadan ist &#8211; vor allem &#8211; eine Feier, eine die am Moment erinnern soll wann laut dem Islam der Koran Mohammed offenbart wurde. In der Tat, am Ende dieses Mondmonats &#8211; was an diesem Donnerstag gefeiert wird- findet <strong>eine Bescherung bei der <em>Eid al-Fitr</em>-Feier</strong> statt.</p>
<p>In Europa ist es jedoch schwierig, einen Ort zu finden, an dem öffentliche Orte für <a href="http://www.pewresearch.org/fact-tank/2017/11/29/5-facts-about-the-muslim-population-in-europe/">5% ihrer Bevölkerung</a> irgendein Feierzeichen für diesen Monat zeigen. Eine dieser Ecken befindet sich in <strong>Ceuta (Spanien)</strong>. In den Straßen dieser Stadt wird eine <a href="https://elfarodeceuta.es/encendido-luces-ramadan-ceuta-noche-miercoles/">spezielle Straßenbeleuchtung</a> installiert, um der muslimischen Bevölkerung den Ramadan zu beglückwünschen.</p>
<p>Die Anwältin und Stadträtin aus Ceuta, <strong>Fatima Hamed Hossain</strong> (40), sagt, dass sie die Atmosphäre in ihrer Stadt zu dieser Jahreszeit am liebsten mag. &#8222;Glücklicherweise fördert die Tatsache, dass fast die Hälfte der Spanier hier im Ramadan fasten, Interaktion, Koexistenz und gegenseitiges Kennenlernen&#8220;.</p>
<blockquote><p><span style="color: #008000;"><em>&#8222;Der Gemeinschaftsgeist gefällt mir am Ramadan am besten. Es ist wie ein monatelanges Festival &#8222;</em></span></p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #008000;">&#8211; Tez Ilyas, Komiker</span></p>
</blockquote>
<p>Der &#8222;Gemeinschaftsgeist&#8220; ist es auch, was der britische Stand-up-Comedian <strong>Tez Ilyas</strong> (35) am Ramadan am meisten mag. &#8222;Es ist wie ein monatelanges Festival&#8220;, lächelt er. Obwohl dieser Monat der jetzt endet den Nichtmuslimen normalerweise als Fastenmonat bekannt ist, ist für die Muslime, mit denen <a href="http://salamplan.com/de">Salam Plan</a> gesprochen hat, dieser Aspekt am wenigsten wichtig.</p>
<p>Muslimische Gemeinschaften organisieren Aktivitäten wie eine Fußballtournier oder lange Spaziergänge in der spanischen Stadt Melilla. Sie treffen sich oft auch bei <strong>gemeinsamen Abendessen zur Feier des <em>Iftar</em>, wenn sie bei Sonnenuntergang das Fasten brechen</strong>. Manchmal sind diese Treffen sogar interreligiös, um den Dialog zu fördern, wie sie Arco Forum und Casa Turca (&#8222;Türkisches Haus&#8220;) seit sechs Jahren in Madrid organisieren. Oder wie &#8222;The Big Iftar&#8220;, das diese Woche zum ersten Mal im britischen Parlament stattfand.</p>
<p>Das ist so, weil Ramadan auch &#8222;Momente des Austauschs und der Brüderlichkeit&#8220; teilen soll, erklärt <strong>Iaad Ben Diah</strong> (26). Er stammt aus <strong>Toulouse</strong> (Frankreich), lebt aber seit drei Jahren in Paris. Er studiert für einen Doktor in Mathematik und leitet den <strong>Verband der Muslimischen Studenten Frankreichs (EMF)</strong>. Er versichert, dass er weder in seiner Stadt noch in der französischen Hauptstadt jemals ein Problem hatte, den Ramadan zu feiern, trotz der wachsenden Islamophobie und der vielen Unterstützer, die <strong>Marine Le Pen</strong> im Land erntet.</p>
<blockquote><p><span style="color: #008000;"><em>&#8222;Ich lebe sehr gut als französischer Staatsbürger muslimischen Glaubens. Frau Le Pen hat wirklich keinen Einfluss auf mein tägliches Privatleben&#8220;</em></span></p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #008000;">&#8212; Iaad Ben Diah, Verband der Muslimischen Studenten Frankreichs</span></p>
</blockquote>
<p>&#8222;Da ist das Frankreich der Medien und das Frankreich vor Ort. Ich lebe sehr gut als französischer Staatsbürger muslimischen Glaubens (&#8230;). Frankreich ist ein Land der Freiheit und Toleranz, in dem jeder seinen Glauben und seine religiösen Feste mit aller Ruhe erleben kann &#8222;, argumentiert er. &#8222;Frau Le Pen hat wirklich keinen Einfluss auf mein tägliches Privatleben&#8220;.</p>
<p><strong>Asif Arif</strong> (30), ein Pariser Anwalt und regelmäßiger Mitarbeiter verschiedener französischer Medien, stimmt zu: &#8222;Nicht jeder in der <em>Außenwelt</em> versteht den Geist des Ramadans. Der schwierigste Teil ist auch der Medienstreit um den Islam. Aber wir leben in Frankreich, einem freien Land, in dem die Menschen einander respektieren und verstehen, dass wir zusammen leben müssen. &#8220;</p>
<h2><span style="color: #008000;">Ein flexibler Arbeitszeitplan wird geschätzt, nichts mehr wird benötigt</span></h2>
<p>Tez ist ein Komiker, der sich über seine eigenen Umstände als britischer Muslim und die Vorurteile gegenüber denen, die sich zum Islam bekennen, lustig macht. &#8222;Für diejenigen unter Ihnen, die nicht so viel über uns wissen, könnten Sie uns aus solchen Hass-Fernsehshows wie die Nachrichten erkennen&#8220;, sagte er <a href="https://www.facebook.com/tezilyas/videos/1562748963753713/">in einer seiner Shows</a> auf der BBC.</p>
<p>Aber er erwähnt keine schlechten Erfahrungen, wenn er Salam Plans Fragen über Ramadan in Großbritannien beantwortet, bei der Arbeit auch nicht. &#8222;Meiner Erfahrung nach, sind Arbeitgeber in der Regel sehr hilfsbereit&#8220;, sagt er. Seiner Meinung nach sollte es mit einem flexiblen Zeitplan für diesen Monat ausreichen.</p>
<p>&#8222;Ich würde später anfangen und eine kürzere Mittagspause zum Make-up machen; und vielleicht ein bisschen Gewissenhaftigkeit in Bezug auf Essen und Wasser in der Nähe von Schreibtischen haben&#8220;, schlägt er vor.</p>
<p>Die Anwältin von Ceuta, Fatima, hat in diesen Tagen Schwierigkeiten, auf den Wecker zu achten und nutzt deshalb die Mittagszeit, um ein <strong>&#8222;kleines Nickerchen&#8220;</strong> zu machen. Sie nimmt auch &#8222;kaum&#8220; Schwierigkeiten in ihrem Arbeitsumfeld für Muslime wahr um ihren Monat gemeinsamer Spiritualität zu feiern. Fatima arbeitet selbstständig und kann sich selbst organisieren, hat aber auch für Angestellte Arbeiter keine Probleme festgestellt.</p>
<blockquote><p><em><span style="color: #008000;">&#8222;Was in der Regel in verschiedenen Unternehmen geschieht, sind Schichtwechsel, Ferienzeiten usw., um anderen Kollegen die Arbeit zu erleichtern. Das gleiche geschieht zu Weihnachten &#8222;</span></em></p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #008000;">&#8212; Fatima H. ​​Hossain, Rechtsanwältin und Stadträtin</span></p>
</blockquote>
<p>&#8222;Was in der Regel in verschiedenen Unternehmen geschieht, sind Schichtwechsel, Ferienzeiten etc., um anderen Kollegen die Arbeit zu erleichtern. Dasselbe geschieht zum Beispiel zu Weihnachten, wo diejenigen die nicht feiern, versuchen unsere Kollegen zu decken, die das tun &#8222;, erklärt sie.</p>
<p>Elisa stimmt zu, dass ihr üblicher Zeitplan der Hauptunterschied während des Ramadan ist. &#8222;Wir stehen früh auf, also versuche ich mich nachmittags ein bisschen auszuruhen, da es auch viele Stunden Licht gibt.&#8220; Als Lehrerin erlaubt es ihre Arbeit nicht, irgendetwas an ihrem Zeitplan zu ändern, aber sie kann dies in einem anderen praktischen Aspekt ausgleichen: ​​&#8220;Ich muss viel reden und ich kann meine Kehle nicht auffrischen, wie ich es normalerweise tue, also muss ich vermeiden, mich zu verschleißen&#8220;.</p>
<blockquote><p><em><span style="color: #008000;">&#8222;Neugierige und unvoreingenommene Gespräche sind eine Bereicherung und helfen, neue Perspektiven kennenzulernen, ganz gleich ob man am Ende gleicher Meinung ist oder nicht&#8220;</span></em></p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #008000;">&#8212; Naima Niazy, wissenschaftliche Postdoc Mitarbeiterin</span></p>
</blockquote>
<p>In <strong>Deutschland</strong> kann es <strong>Naima Niazy</strong> (28) nicht anders, als sich über dem Kommentar eines Kollegens zu ärgern, der jedes Jahr erneut fragt, ob das Fasten auch nicht trinken zulässt. Diese Frage und die in verschiedenen Stadien der Penetranz zur Schau gestelltes Unverständnis ist so häufig, das man manchmal das Bedürfnis hat, sich einfach ein T-Shirt zu drucken &#8222;Ja, auch nicht trinken&#8220;, gibt sie zu.</p>
<p>Diese wissenschaftliche Postdoc Mitarbeiterin im Fachbereich Molekulare Biomedizin räumt gleichzeitig ein, dass sie <strong>am Ramadan in Deutschland am besten das Interesse von Nicht-Muslimen mag</strong>: &#8222;Menschen, die selbst keinen persönlichen Bezug zu Ramadan haben, sich entsprechende Informationen merken und berücksichtigen, einfach weil sie mich mögen (&#8230;). Neugierige und unvoreingenommene Gespräche sind eine Bereicherung und helfen, neue Perspektiven kennenzulernen, ganz gleich ob man am Ende gleicher Meinung ist oder nicht&#8220;.</p>
<blockquote><p><span style="color: #008000;"><em>&#8222;Mein Fasten sollte meine Mitarbeiter oder mein Universitätsleben überhaupt nicht bedingen&#8220;</em></span></p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #008000;">&#8212; Iaad Ben Diah, Verband der Muslimischen Studenten Frankreichs</span></p>
</blockquote>
<p>Iaad, der Vertreter der muslimischen Studenten Frankreichs, versichert, dass &#8222;diejenigen, die während des Ramadan fasten, ein völlig normales Leben führen. Mein Fasten sollte meine Mitarbeiter oder mein Universitätsleben überhaupt nicht bedingen&#8220;.</p>
<p>Asif, der Pariser Anwalt, sagt, dass er an diesem Monat immer versucht bei der Arbeit &#8222;ruhiger&#8220; zu sein und &#8222;die Nerven zu mildern&#8220;; dies sei Teil des &#8222;Versuchs, sich im Ramadan zu mehr Spiritualität zu entwickeln&#8220;.</p>
<h2><span style="color: #008000;">Kein Ärger und andere Top-Ziele im Ramadan</span></h2>
<p>&#8222;Ich genieße tatsächlich den Hunger und den Durst. Es erinnert mich daran, wie glücklich ich bin, dass ich in einem Teil der Welt lebe, in dem ich generell essen kann, was ich will wann immer ich will&#8220;, behauptet Tez, der Brite. &#8222;Es ist eine wirklich besondere Zeit, in der jeder in die gleiche Richtung zielt, um ein besserer Mensch zu sein.&#8220;</p>
<p>Elisa betont, dass &#8222;<strong>Fasten eine ganze Einstellung mit sich bringt</strong>, die über das Beenden von Essen und Trinken hinausgeht&#8220;. Dazu gehört zum Beispiel, &#8222;sich nicht ärgern zu lassen oder schlecht zu reden; es ist immer so, aber während dieser Zeit, mit noch mehr&#8220;, sagt die Spanierin.</p>
<p>Diese positive Einstellung hindert Naima daran, ihren Wunsch zu erfüllen, das erwähnte T-Shirt auszudrucken. Sie glaubt, dass dieser andere Aspekt des Ramadans oft nicht die notwendige Bedeutung erlangt: <strong>weder wütend zu werden, noch andere zu belästigen oder &#8222;unsinnigen Diskussionen&#8220;</strong> zu führen. &#8222;Jeder sagt mal Dinge, die nicht besonders nett sind oder macht Bemerkungen, die unnötig gewesen wären, tauscht mit Kollegen den neusten Tratsch aus. Das geht irgendwann im Alltag in Gewohnheit über und bringt ja auch keinen um, sodass es etwas ist, das man sich immer wieder bewusst machen und an dem man bewusst arbeiten muss&#8220;, meint sie.</p>
<p><div id="attachment_1320" style="width: 1034px" class="wp-caption aligncenter"><img aria-describedby="caption-attachment-1320" loading="lazy" class="wp-image-1320 size-large" src="https://salamplan.com/wp-content/uploads/2018/06/Iftar-interreligioso-e-intercultural-en-Madrid-3-1024x682.jpg" alt="" width="1024" height="682" srcset="https://salamplan.com/wp-content/uploads/2018/06/Iftar-interreligioso-e-intercultural-en-Madrid-3-1024x682.jpg 1024w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2018/06/Iftar-interreligioso-e-intercultural-en-Madrid-3-300x200.jpg 300w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2018/06/Iftar-interreligioso-e-intercultural-en-Madrid-3-768x511.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><p id="caption-attachment-1320" class="wp-caption-text">Interreligiöser Iftar von Arco Forum in Madrid im Juni 2018. © Salam Plan</p></div></p>
<p>Ein weiterer Grundsatz am Ramadan ist es, den Bedürftigen zu helfen. Der britische Komiker sagt, &#8222;es ist auch ein Monat, in dem wir wirklich an Wohltätigkeit denken: wir Muslime buddeln in diesem Monat wirklich tief in unsere Taschen, um denen mit weniger Glück als uns zu helfen.&#8220; Naima weist darauf hin, dass Nächstenliebe auch darin bestehen kann, Bekannten oder Nachbarn zu helfen, oder &#8222;einfach Anderen ein Lächeln zu schenken&#8220;.</p>
<p>Asif glaubt, dass dies der unbekannteste Aspekt des Ramadans unter den Nicht-Muslimen ist. Er erklärt auch, dass es nicht nur darum geht, materielle Aspekte mit anderen zu teilen. Es gehe auch darum zu <strong>&#8222;debattieren und gemeinsam besser werden&#8220;</strong>. Für ihn hat dieser Monat eine wichtige &#8222;Dimension der Freiheit, Wahl und Altruismus&#8220;.</p>
<h2><span style="color: #008000;">Es ist keine Folter, aber dies fällt am schwersten</span></h2>
<p>&#8222;Ramadan ist kein unüberwindbarer Test, der darin besteht, auf Essen und Trinken zu verzichten&#8220;, betont Iaad. Es dient dazu, &#8222;sich mit dem Wesentlichen (&#8230;), der Frömmigkeit&#8220; gegenüber Gott zu verbinden. Deswegen geht er jede Nacht in die Moschee und der Tag endet gewöhnlich gegen 1 Uhr nachts, sagt er lächelnd.</p>
<p>Die wenigen Stunden Schlaf sind ein Aspekt, der von den Muslimen wiederholt wird, die an dieser Geschichte teilnehmen; genauso viel oder mehr als der Mangel an Essen und Trinken während des Tages. Und wenn der Ramadan im Sommer fällt, <strong>verlangen die kurzen europäischen Nächte manchmal ein 19 Stunden langes Fasten</strong>, betont Tez.</p>
<p>&#8222;Das nächtliche Gebet (<em>Tarawee</em>) in der Moschee&#8220; ist das Schwerste für ihn. Im Laufe des Monats der jetzt endet, betet der Imam den gesamten Koran in der Gemeinde. Es ist anstrengend und dauert jede Nacht etwa eine Stunde&#8220;, erklärt er. Am nächsten Tag müssen die muslimischen Gläubigen aufstehen, bevor die ersten Sonnenstrahlen erscheinen, so dass sie noch essen können und das erste der fünf Gebete des Tages erfüllen. <strong>Manche Leute gehen wieder ins Bett, andere fühlen sich zu satt zum Schlafen</strong>.</p>
<h4 style="text-align: center;"><em><span style="color: #008000;">&gt;&gt;&gt; Vielleicht möchten Sie auch lesen: <a href="https://salamplan.com/de/islamophobie/muslimin-und-feministin-diese-frauen-zeigen-dass-moeglich-ist/20180308">Muslimin und Feministin? Diese Frauen zeigen, dass es möglich ist</a> &lt;&lt;&lt;</span></em></h4>
<p>Die Einsamkeit während des Abendessens ist für Naima diese Tage am schwierigsten, da es normalerweise eine Zeit ist, gesellig zu feiern, entweder mit der Familie oder mit anderen Menschen. Sie wohn alleine, und obwohl sie gesteht, dass sie sich mit anderen Gläubigen in einer Moschee zum <em>Iftar</em> treffen könnte, will sie es nicht tun. Die Familie fehlt ihr.</p>
<p>Für Elisa, die spanische Lehrerin, ist das Schwierigste Teil über den Ramadan in Europa zu feiern, dass &#8222;der übliche Arbeits- und Gesellschaftskalender fortgeht und manchmal nicht einfach zu kombinieren ist&#8220;. <strong>Gleichzeitig betont sie aber, dass sie diesen Monat &#8222;mit viel Freiheit genießt&#8220;</strong>. Sie fügt hinzu: Ramadan &#8222;erzeugt eine immense Freude; er ist keine Folter. &#8220;</p>
<p>Für alle diese europäischen Bürger ist der Ramadan eine Gelegenheit, mehr Zeit für ihren Glauben und ihre Beziehung zu Gott zu verwenden; ebenfalls sich zu bemühen, ein besserer Mensch zu werden und mehr Zeit gemeinschaftlich zu verbringen. Die Essenz scheint sich nicht so sehr von der Bedeutung christlicher Feste wie Ostern oder Weihnachten zu unterscheiden. Muslime glauben übrigens auch an Jesus als &#8222;Gesandten&#8220; Gottes.</p>
<p><span style="color: #000080;"><em>** Da Sie hier sind &#8230; möchten wir Sie um einen kleinen Gefallen bitten. Teilen Sie die Arbeit von <span style="color: #008000;"><a style="color: #008000;" href="http://salamplan.com">Salam Plan</a></span> weiter, damit immer mehr Menschen unseren <span style="color: #008000;"><a style="color: #008000;" href="https://salamplan.com/de/ueber-uns">Journalismus gegen Hass</a> </span>kennenlernen. Salam Plan arbeitet ohne Propaganda, ohne Sensationsgier. Sie können uns auch auf <span style="color: #008000;"><a style="color: #008000;" href="https://twitter.com/salamplan">Twitter</a></span> oder <span style="color: #008000;"><a style="color: #008000;" href="https://www.facebook.com/SalamPlanCommunity/">Facebook</a></span> folgen. DANKE!</em></span></p>
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		<title>Muslimin und Feministin? Diese Frauen zeigen, dass es möglich ist</title>
		<link>https://salamplan.com/de/islamfeindlichkeit/muslimin-und-feministin-diese-frauen-zeigen-dass-moeglich-ist/20180308</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Maria Torrens]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Mar 2018 21:03:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Islamfeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Aktionsbündnis Muslimischer Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Faeeza Vaid]]></category>
		<category><![CDATA[Femen]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen im Islam]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Amparo Sánchez ist Unternehmerin. Gabriele Boos-Niazy ist Sozialwissenschaftlerin. Nessrin E. Bensaid ist Rechtsanwältin und Journalistin. Fatima Tahiri schreibt ihre Doktorarbeit. Faeeza Vaid ist die Generaldirektorin einer NGO. Sie sind alle muslimische Frauen. Keine ist unterwürfig. Und alle fordern Gleichberechtigung mit Männern &#8230; und mit den anderen Frauen. Als Amparo Sánchez das Kopftuch bei der Arbeit aufgeben musste, um nicht in Arbeitslosigkeit zu geraten, begann sie, eine Lösung zu planen, um nicht auf sich selbst verzichten zu müssen. „Ich musste wählen: entweder meinen Hidschab ausziehen oder arbeiten&#8220;, erzählt sie Salam Plan. Heute ist es nicht mehr nötig: Sie ist Unternehmerin und hat ihr eigenes Restaurant in Valencia (Spanien). Sie ist auch Präsidentin der Bürgerplattform gegen Islamophobie in dem Land (Plataforma Ciudadana...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Amparo Sánchez ist Unternehmerin. Gabriele Boos-Niazy ist Sozialwissenschaftlerin. Nessrin E. Bensaid ist Rechtsanwältin und Journalistin. Fatima Tahiri schreibt ihre Doktorarbeit. Faeeza Vaid ist die Generaldirektorin einer NGO. Sie sind alle muslimische Frauen. Keine ist unterwürfig. Und alle fordern Gleichberechtigung mit Männern &#8230; und mit den anderen Frauen.<span id="more-664"></span></p>
<p>Als <strong>Amparo Sánchez </strong>das Kopftuch bei der Arbeit aufgeben musste, um nicht in Arbeitslosigkeit zu geraten, begann sie, eine Lösung zu planen, um nicht auf sich selbst verzichten zu müssen. „Ich musste wählen: entweder meinen Hidschab ausziehen oder arbeiten&#8220;, erzählt sie <a href="http://salamplan.com/de">Salam Plan</a>. Heute ist es nicht mehr nötig: Sie ist Unternehmerin und hat ihr eigenes Restaurant in Valencia (Spanien).</p>
<p>Sie ist auch Präsidentin der Bürgerplattform gegen Islamophobie in dem Land (<a href="http://plataformaciudadanacontralaislamofobia.org/">Plataforma Ciudadana Contra la Islamofobia</a>) und bittet am 8. März um die gleichen Rechte wie andere Frauen, wie zum Beispiel das Ende des Lohngefälles. Aber sie weist darauf hin, dass sie als Muslimin gezwungen ist, zusätzliche Ansprüche im Zusammenhang mit der sogenannten <strong>„Gender-Islamophobie&#8220;</strong> zu stellen: „Wenn Frauen im Allgemeinen die Chancenungleichheit gegenüber Männern leiden, da leiden muslimische Frauen mehr daran, und wenn sie Hidschab tragen, sogar mehr.&#8220;</p>
<p>Die Vorsitzende des <a href="http://www.muslimische-frauen.de">Aktionsbündnisses muslimischer Frauen</a> in Deutschland, <strong>Gabriele Boos-Niazy</strong>, bedauert, dass für sie und ihre Kolleginnen im Verband heute -der Weltfrauentag– „ein Tag wie jeder andere&#8220; ist, an dem sie sich der Arbeit gegen die Diskriminierung von muslimischen Frauen widmen, „insbesondere von denjenigen, die ein Kopftuch tragen und trotzdem den gleichen Wunsch haben, wie die meisten Frauen: beruflich erfolgreich zu sein und nach ihren Fähigkeiten und nicht nach ihrem Aussehen beurteilt zu werden“. Sie betont: „Leider können wir nicht auf eine vergleichbare Erfolgsgeschichte zurückblicken, wie sie die deutsche Frauenbewegung vorzuweisen hat“.</p>
<p><strong>Faeeza Vaid </strong>ist Generaldirektorin des <a href="http://www.mwnuk.co.uk/">Muslim Women&#8217;s Network UK</a>. Sie ging bereits letzten Sonntag in London auf die Straße, als die große britische feministische Demonstration organisiert wurde. Sie war eine der Frauen, die eine <a href="https://www.stylist.co.uk/visible-women/faeeza-vaid-womens-rights-muslim-womens-network-islam-feminism-march4women/193530">Rede</a> auf der Bühne hielt und erklärte, dass sie „marschiere, weil so viele aufgrund ihres Geschlechts, ihrer Rasse, ihrer Religion, ihres Alters und ihrer Sexualität Diskriminierung und sexuelle Gewalt erfahren.&#8220;</p>
<h2><span style="color: #800080;">Die Gleichheit der Frauen im Islam</span></h2>
<p>Für Dolors Bramon, eine nicht-muslimische Islamologin, ist es auch klar, dass der bekennende Islam überhaupt nicht im Widerspruch zur Forderung nach Gleichheit zwischen Frauen und Männern steht. „Offensichtlich&#8220; sind Feminismus und Islam vereinbar, sagt sie. Darüber hinaus &#8222;wurden die ersten Regelungen, die Frauen förderten, im Grundbuch des Islam geboren&#8220;, behauptet die Autorin von <em>Ser mujer y musulmana</em> (Eine muslimische Frau sein), Ediciones Bellaterra. Sie gibt zu, dass „das die Theorie ist&#8220; und die Praxis von der Interpretation eines jeden abhängt: „Danach ist jeder Moslem, besonders männliche Muslime, dafür verantwortlich , nicht zu erkennen, was im Koran feministisch ist.&#8220;</p>
<p>Bramon glaubt, dass der Islam „<strong>absolute Gleichheit vom religiösen Sichtpunkt her etabliert</strong>: Frauen haben das Recht auf Leben -früher hatten sie es nicht-, Frauen können erben -frühe wurden sie vererbt- Frauen haben das Recht auf eine Mitgift und ohne sie es gibt keine Ehe, der Brauch der Polygamie (vor dem Islam) wird praktisch aufgehoben, weil der Koran von Polygamie spricht, aber dann sagt, dass es unmöglich ist, die Anforderungen zu erfüllen&#8230;&#8220;</p>
<blockquote><p><span style="color: #800080;"><em>&#8222;Die ersten Regelungen, die Frauen förderten, wurden im Grundbuch des Islam geboren. Danach ist jeder Moslem, besonders männliche Muslime, dafür verantwortlich, nicht zu erkennen, was im Koran feministisch ist&#8220;</em></span></p></blockquote>
<p>Fátima Tahiri schreibt ihre Doktorarbeit an der Autónoma Universität von Madrid (UAM) über „die Entwicklung von Religiosität und religiösen Überzeugungen junger Muslime in Spanien: der Fall von Jugendlichen marokkanischer Herkunft&#8220;. Sie ist auch Muslimin und Feministin und hat keinen Zweifel daran, dass <strong>der Glaube, dass die muslimische Frau unterdrückt ist, „sehr weit von der Realität&#8220;</strong> sei. Sie erklärt, dass in der Geschichte „der Islam eine Rettung für Frauen darstellt, die im vorislamischen Arabien als Objekte betrachtet wurden und mit dem Islam unabhängige politische Individuen mit dem Recht auf freie Ehe, Eigentum, Erbschaft, Scheidung und Partizipation, unter Anderem, geworden sind.&#8220;</p>
<p>Einer von Sánchez Rosells Lieblingszitaten über die Gleichheit von Frauen und Männern besagt, dass „<strong>die gläubigen Männer und die gläubigen Frauen sind einer des anderen Freund/Alliierte&#8220; (Koran 9:71)</strong>. Sie erinnert auch daran, dass „es Frauen gab, die Macht hatten, sowohl während des Lebens des Propheten Muhammad als auch mit den ersten Kalifen. Was passiert ist, ist dass später das Patriarchat stärker wurde als diese Lehren und all das in einigen Ländern absorbiert hat.&#8220;</p>
<h2><span style="color: #800080;">Patriarchat im islamischen Konservatismus</span></h2>
<p><strong>María Dolores Algora</strong>, Professorin für Zeitgeschichte an der katholischen Universität CEU-San Pablo in Madrid und Spezialistin für die arabisch-islamische Welt, erklärt, dass in Ländern, in denen die Scharia (oder das islamische Recht) regiert, aus einer konservativen Perspektive von Männern interpretiert werden. „Die arabische Gesellschaft ist eine solche, die dem Modell des Patriarchats, einem konfessionellen System mit einem radikalen Gebrauch der Scharia, wo Frauen wie minderjährige Menschen behandelt werden, enorm unterworfen ist&#8220;, bedauert sie. Bevor der sogenannte &#8222;Arabischer Frühling&#8220; ausbrach, war sie überzeugt, dass die Revolution in dieser Region von den Frauen ausgehen würde.</p>
<p><strong>Sonia Moreno</strong>, seit acht Jahren Auslandskorrespondentin für mehrere Medien in Rabat (<strong>Marokko</strong>), erklärt, dass sie für diesen 8. März „keine Pressemitteilung einer Demonstration auf dem Tisch hat&#8220;, weil es keine muslimischen feministischen Vereine als solche im Land gibt. Es gibt jedoch einige marokkanische Feministinnen, die trotz der Strafgesetze des alawitischen Königreichs Protestaktionen ab und zu durchführen, wie Springbrunnen der Strasse rot zu malen, um wegen der Gewalt gegen Frauen zu protestieren. Es gibt auch Frauen in <strong>Iran</strong>, die gegen die Unterdrückung des Ajatollah-Regimes demonstrieren, indem sie den Hidschab ausziehen, weil sie dort gezwungen sind, ihn zu tragen&#8230;</p>
<p>In <strong>Europa</strong> behaupten auch einige muslimische Frauen, Opfer diese Macho-Lektüre des islamischen Glaubens zu sein. Und in einigen Fällen leiden sie auf ungeahntem Niveau daran. „Zwangsverheiratung, <em>Ehrengewalt</em> und weibliche Genitalverstümmelung passieren Frauen im Vereinigten Königreich. Wir wissen das, weil wir Anrufe bei der Helpline des (britischen) muslimischen Frauennetzwerks erhalten&#8220;, erklärte Vaid in ihrer Rede des 4. März.</p>
<h2><span style="color: #800080;">Das Kopftuch, eine anhaltende Kontroverse</span></h2>
<p>„In Bezug auf kopftuchtragende Frauen müssen wir leider Rückschritte konstatieren. Viele muslimische Frauen haben ihre ‚Bringschuld‘, nämlich sich zu bilden, beglichen und erwarten jetzt selbstverständlich, dass sie am <strong>Arbeitsmarkt</strong> entsprechend teilhaben können“, sagt Boos-Niazy. „Doch wir mussten feststellen, dass es Widerstände hervorruft, sobald diese Frauen in Berufsbereichen auftauchen, die gesellschaftlich anerkannter sind als der klassische Reinigungssektor – um das einmal nett zu formulieren. Ist das der Fall, dauert es nicht lange, bis im Namen der Neutralität oder aus anderen vorgeschobenen Gründen nach gesetzlichen Kopftuchverboten gerufen wird“.</p>
<p>Die Sprecherin des Aktionsbündnisses muslimischer Frauen in Deutschland bedauert weiterhin: „Wenn die Frauen dann klagen, wird ihnen nicht etwa zu ihrem Mut und Einsatz für ihre Rechte gratuliert, wie man das bei jeder anderen Frau, die sich gegen Diskriminierung wehrt, tun würde, sondern ihnen wird entweder unterstellt, sie seien <strong>Marionetten</strong> in den Händen von muslimischen Männern, also Opfer, oder sie seien selbst Täterinnen, weil sie politische Motive verfolgten“.</p>
<p>In diesem Sinne, sagte der <a href="http://www.zentralrat.de"><strong>Zentralrat der Muslime in Deutschland</strong></a> in einer Pressemitteilung „es (sei) ein schier falsches Zeichen (zum Weltfrauentag), einer deutschen muslimischen Bürgerin, die mit Bestzeugnis sich anschickt eine juristische Karriere in Augsburg zu machen, das Kopftuch im Gerichtssaal zu verwehren“.</p>
<p>„So wird ein normales Glaubensmerkmal unter Vorwand der Neutralitätsachtung erst zum Politikum und zur Voreingenommenheit gemacht, das Selbstbestimmungsrecht der muslimischen Frau mit Füssen getreten, die Einschränkung ihrer Berufswahl einfach so hingenommen und zudem unsere im Grundgesetz verankerte Religionsfreiheit eingeschränkt&#8220;, sagte die Stellvertretende Vorsitzende des Zentralrates, <strong>Nurhan Soykan</strong> in Köln.</p>
<p>Die Diskriminierung wegen des Hidschabs läuft aber auch in die entgegengesetzte Richtung: „Ich fühle mich von muslimischen Männern stärker diskriminiert als von Nicht-Muslimen&#8220;, gibt die Anwältin für Hassverbrechen, Nessrin E. Bensaid, zu. Obwohl diese Madriderin betont, dass dies nur ab und zu geschieht. „Ich bin eine Muslimin, aber ich trage keinen Hidschab. Religion scheint mir eine Frage der Privatsphäre zu sein und es ist schockierend für die Menschen, dass ich eine praktizierende Muslimin bin, aber keinen Hidschab trage. Das hat mich dazu geführt anekdotische Konflikte mit muslimischen Männern zu haben.&#8220;</p>
<p>Sie erkennt, dass die konservativsten Muslime „Angst bekommen&#8220;, wenn sie sie mit dem, was sie „das ganze Paket&#8220; nennt, treffen: Frau, Muslimin, Feministin und Anwältin. „Ihre Welt bricht zusammen: Sie haben noch mehr Angst&#8220;, sagt sie sarkastisch. Sie betont jedoch schnell, dass &#8222;wir diejenigen unterscheiden müssen, die sich kulturell als Muslime betrachten, von denen ich Ablehnung erfahren habe. Mit den echten muslimischen Männern und den echten muslimischen Frauen hatte ich immer eine außergewöhnliche gute Beziehung.&#8220;</p>
<p>„Die Männer, die unterdrücken, tun dies aufgrund eines <strong>kulturellen Zusammenhangs</strong>. Im Koran werden Männer gebeten, so bescheiden zu sein wie Frauen&#8220;, versichert Bensaid. Tahiri stimmt dem zu: &#8222;Ich fühle mich vom Islam nicht herabgesetzt. Ich fühle mich von einer patriarchalischen und frauenfeindlichen Interpretation davon herabgesetzt, die manchmal von einigen weisen Männern und von einigen politischen Regimen gemacht wurde.&#8220;</p>
<p>„Wir brauchen im Deutschland der Vielfalt im Jahre 2018 weder Kopftuchverbotszwänge noch einen Zwang das Kopftuch zu tragen. Wir sind ein freies Land und das sollte auch so bleiben&#8220;, sagte Soykan zum gennanten Fall der Augsburgerin.</p>
<h2><span style="color: #800080;">Fördert der Islam das Schlagen von Frauen?</span></h2>
<p>Bensaid lacht, als sie nach einem <strong>umstrittenen Vers im Koran</strong> gefragt wird, in dem &#8211; je nachdem, welche Übersetzung gelesen wird &#8211; Gott gesagt hätte, dass die Männer „Autorität&#8220; über die Frauen haben und sogar ermutigt werden, sie körperlich zu misshandeln. Sie hält dies für eine Fehlinterpretation.</p>
<p>„Die Männer stehen den Frauen in Verantwortung vor/haben Autorität über/beraten sie (<em>qawwamuna ala)</em>, weil Gott die einen vor den anderen ausgezeichnet hat und weil sie von ihrem Vermögen hingeben. Darum sind tugendhafte Frauen die Gehorsamen und diejenigen, die (ihrer Gatten) Geheimnisse mit Allahs Hilfe wahren. Und jene, deren Widerspenstigkeit ihr befürchtet: ermahnt sie, meidet sie im Ehebett und schlagt sie <em>(daraba)</em>!&#8220;, Koran 4:34.</p>
<p>Zunächst sollte angemerkt werden, dass Muslime immer die arabische Version des Korans bevorzugen, da es sich um die ursprüngliche Version handelt und sie verstehen, dass es sich um Worte handelt, die direkt von Gott kommen und dazu nicht immer eine angemessene Übersetzung finden. So empfinden Sánchez und Bensaid diesen Absatz. In der Tat hat dieses Zitat des Korans mehrere Versionen in Deutsch, wie gezeigt und noch mehr. Die Anwältin erklärt, dass „<strong>daraba</strong>&#8220; im Arabischen verschiedene Bedeutungen hat und unter ihnen, neben dem Schlagen, zum Beispiel auch Sex hat.</p>
<p>Was Bramons Sichtweise angeht, erklärt sie in ihrem Buch detalliert, dass das, was einige als „Autorität&#8220; übersetzen, andere als „Verantwortung&#8220;, „begleiten&#8220; oder „beraten&#8220; verstehen. Was die Übersetzung des „Schlagens&#8220; angeht, so die Islamologin, kann man das nicht anders verstehen, da dies die am weitesten verbreitete Bedeutung für das arabische Wort „daraba&#8220; ist. Trotzdem weist sie darauf hin, dass es viele Hadithen gibt (in der Sunna, dem anderen heiligen Text des Islam, der das Leben des Propheten Muhammad erzählt), die „die Misshandlung von Frauen kritisieren&#8220; und argumentieren, dass der <strong>Prophet des Islams sagte, dass der beste Muslim derjenige sei, der die Frauen gut behandelt</strong>.</p>
<p>„Der Koran wurde im mittelalterlichen Arabisch geschrieben. Dies, zusätzlich zu all der patriarchalen Kontamination, bedeutet, dass es unter sehr falschen Sichtpunkten interpretiert wird&#8220;, argumentiert Sánchez. &#8222;Eine der Forderungen, die wir haben -Muslimische Männer und Frauen- ist, dass wir all das überprüfen müssen. Was man nicht tun kann, ist mit einer Erklärung des Korans zu arbeiten, die vor mehr als tausend Jahren gestellt wurde.&#8220;</p>
<p>Für Boos-Niazy ist es wichtig, darauf hinzuweisen, dass „<strong>diese Vorurteile eine Funktion erfüllen</strong>: Sie sind der einfachste und bequemste Weg, auf dem sich bestimmte Gruppen selbst vergewissern können, dass sie ‚das richtige‘ Leben führen und andere das falsche. Das erspart ihnen, ihr Selbstbild in Frage zu stellen“, meint sie.</p>
<h2><span style="color: #800080;">Feminismus kann auch einen Hidschab tragen</span></h2>
<p>„Ich bin hier, weil meine Religion mich dazu motiviert, (&#8230;) für Gerechtigkeit und Frieden zu kämpfen&#8220;, sagte Vaiz den Londoner Demonstranten. Sie rief dazu auf, &#8222;eine Bewegung aufzubauen, die schwarze Feministinnen, Feministinnen der Arbeiterklasse und von den Religionen inspirierte Feministinnen einbezieht. Ich sage nur, entweder wir kämpfen für alle oder wir fallen alle&#8220;.</p>
<p>Ein Anspruch, dem alle befragten muslimischen Frauen zustimmen. Tahiri glaubt, dass auch muslimische Frauen vom Machismus anderer Frauen betroffen sind, „wie es beim Verbot des Hidschabs in Frankreich der Fall war, das von französischen Feministinnen unterstützt wurde.&#8220; Die Forscherin glaubt, dass <strong>einige Frauen andere Frauen auf diese Weise als &#8222;kulturell minderwertig&#8220; betrachten</strong>.</p>
<blockquote><p><em><span style="color: #800080;">„Der westliche Feminismus schaut muslimische Feministinnen und Feministinnen aus anderen Ländern mit ihrer violetten feministischen Brille so zu, als wollten sie sie retten. Aber sie brauchen nicht gerettet zu werden&#8220;</span></em></p></blockquote>
<p>Sowohl Tahiri -die den islamischen Kopftuch trägt- als auch Bensaid -die das nicht trägt- denken, dass der Hidschab als Unterdrückung in einer Gesellschaft widersprüchlich ist, in der „Minishorts getragen werden, wo die Hosentaschen länger sind als die Hose selbst&#8220;. Bensaid erinnert daran, dass <strong>FEMEN-Aktivisten</strong> „Freiheit mit ihren Körpern beanspruchen können und wir nicht dasselbe zum Beispiel mit dem Hidschab machen können.&#8220;</p>
<p>Boos-Niazy, die Vorsitzende des Aktionsbündnisses muslimischer Frauen in Deutschland, erklärt: „In unserer Beratungspraxis hat sich gezeigt, dass nicht-muslimische Männer z.B. mit dem Kopftuch weit weniger Probleme haben, als nicht-muslimische Frauen eines bestimmten Alters und Hintergrundes, die gleich um die Errungenschaften ihres jahrzehntelangen feministischen Kampfes fürchten, sobald sie einer Frau mit Kopftuch Rechte zugestehen sollen&#8220;. <strong>Sie wirft der Haltung einiger nicht-muslimischen Frauen vor, „im Namen der Freiheit anderen Frauen, die eine andere Wahl treffen, Freiheitsrechte zu beschneiden</strong>; dies basiert auf einem Menschenbild -‚ich weiß besser, was für dich gut ist, als du selbst&#8216;-, das wir längst hinter uns gelassen haben sollten“.</p>
<p>Die Expertin für Hassverbrechen, Bensaid, fasst diesen Appell an andere Feministinnen zusammen: „Europa und der westliche Feminismus schauen muslimische Feministinnen und Feministinnen aus anderen Ländern mit ihrer violetten feministischen Brille so zu, als wollten sie sie retten. Aber sie brauchen nicht gerettet zu werden.&#8220;</p>
<p><span style="color: #000080;"><em>** Da Sie hier sind &#8230; möchten wir Sie um einen kleinen Gefallen bitten. Teilen Sie die Arbeit von <span style="color: #008000;"><a style="color: #008000;" href="http://salamplan.com">Salam Plan</a></span> weiter, damit immer mehr Menschen unseren <strong>Journalismus gegen Hass</strong> kennenlernen. Salam Plan arbeitet ohne Propaganda, ohne Sensationsgier. Sie können uns auch auf <span style="color: #008000;"><a style="color: #008000;" href="https://twitter.com/salamplan">Twitter</a></span> oder <span style="color: #008000;"><a style="color: #008000;" href="https://www.facebook.com/SalamPlanCommunity/">Facebook</a></span> folgen. DANKE!</em></span></p>
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		<title>Das erste Baby des Jahres in Wien wird zum staatlichen Thema&#8230; weil es Muslim ist</title>
		<link>https://salamplan.com/de/islamfeindlichkeit/das-erste-baby-des-jahres-in-wien-wird-zum-staatlichen-thema-weil-es-muslim-ist/20180111</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Maria Torrens]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Jan 2018 20:25:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Islamfeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Alexander Van der Bellen]]></category>
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		<category><![CDATA[Christoph Schönborn]]></category>
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		<category><![CDATA[Islam]]></category>
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		<category><![CDATA[Klaus Schwertner]]></category>
		<category><![CDATA[Kopftuch]]></category>
		<category><![CDATA[Muslime]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Sebastian Kurz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Asel war das erste Baby des Jahres in Wien. Der Hass gegen ihr und ihren Eltern in den sozialen Netzwerken stieg so schnell, dass sogar der Bundespräsident Österreichs und der Kardinal der Hauptstadt für sie öffentlich eintreten mussten. Der Bundeskanzler aber hält Abstand. Das Baby wurde um 00:47 Uhr am 1. Januar 2018 in der österreichischen Hauptstadt geboren, maß 51 Centimeter und wog 3.460 Gramm, berichteten lokale Medien, die die Nachrichten mit einem Bild von ihr mit ihren Eltern veröffentlichten. Die glückliche Mutter, Naime, posierte mit einem Kopftuch, ohne zu vermuten, was auf sie zukam, wie sie in einem späteren Interview auf OE24 erkannte. Zusammen mit den guten Wünschen für die Familie begannen sich feindselige Kommentare gegen die Familie in...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Asel war das erste Baby des Jahres in Wien. Der Hass gegen ihr und ihren Eltern in den sozialen Netzwerken stieg so schnell, dass sogar der Bundespräsident Österreichs und der Kardinal der Hauptstadt für sie öffentlich eintreten mussten. Der Bundeskanzler aber hält Abstand.<span id="more-521"></span></p>
<p>Das Baby wurde um 00:47 Uhr am 1. Januar 2018 in der österreichischen Hauptstadt geboren, maß 51 Centimeter und wog 3.460 Gramm, berichteten lokale Medien, die die Nachrichten mit einem Bild von ihr mit ihren Eltern veröffentlichten. Die glückliche Mutter, Naime, posierte mit einem <strong>Kopftuch</strong>, ohne zu vermuten, was auf sie zukam, wie sie in einem späteren <a href="http://www.oe24.at/oesterreich/chronik/Baby-Hassopfer-Jetzt-spricht-die-Mutter/315618243">Interview</a> auf OE24 erkannte.</p>
<p>Zusammen mit den guten Wünschen für die Familie begannen sich feindselige Kommentare gegen die Familie in den sozialen Netzwerken anzusammeln, weil sie Muslime sind. &#8222;Hat diese Frau Krebs oder warum trägt sie ein Kopftuch?&#8220; oder &#8222;der nächste Terrorist ist geboren&#8220; sind ein Beispiel für die <strong>Hassbotschaften</strong>, die laut den österreichischen Medien hinterlassen wurden. <a href="https://www.facebook.com/heute/posts/10155945256599402"><em>Heute</em></a> musste einen Kommentar auf ihrem Facebook-Account schreiben, um die Beleidigungen zu stoppen.</p>
<p style="text-align: center;"><strong><span style="color: #008000;">[Sie könnten auch an diesem Artikel interessiert sein:<em> <a href="https://salamplan.com/en/terrorism/islam-qa-the-true-meaning-of-jihad-and-how-isis-so-called-islamic-state-fails-to-accomplish-it-step-by-step/20171014">Die echte Bedeutung von ,Jihad&#8216; und warum die Terroristen sie nicht ausüben</a></em>]</span></strong></p>
<p><strong>Caritas</strong> Generalsekretär Österreichs, <strong>Klaus Schwertner</strong>, reagierte als erste öffentliche Person auf die Welle der Beleidigungen. Er veröffentlichte einen Post auf Facebook, um Asel willkommen zu heißen und einen virtuellen <em>Blumenregen</em> für die Familie unter dem <em>Hashtag</em> <a href="https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10155602315744807&amp;set=a.76312384806.77224.745609806&amp;type=3&amp;theater"><strong>#flowerrain</strong></a> vorzuschlagen. Das soziale Netzwerk löschte es, was schnell wieder korrigiert werden musste nachdem Schwertner das an die Öffentlichkeit brachte.</p>
<div align="center"><iframe style="border: none; overflow: hidden;" src="https://www.facebook.com/plugins/post.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2Fklaus.schwertner%2Fposts%2F10155606708529807&amp;width=500" width="500" height="760" frameborder="0" scrolling="no"></iframe></div>
<p>Andere pazifistische Organisationen und Juristen haben auch Beleidigungen aus religiösen Gründen angeprangert. Der <strong>Kardinal von Wien, Christoph Schönborn</strong>, ist auch zur Verteidigung der kleinen Asel und ihrer Eltern öffentlich vorgekommen. &#8222;Jedes Kind ist ein Zeichen der Hoffnung! Herzlich willkommen und Gottes Segen, liebe Asel&#8220;, veröffentlichte er auf seiner Facebookseite am 6. Januar.</p>
<div align="center"><iframe style="border: none; overflow: hidden;" src="https://www.facebook.com/plugins/post.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2FKardinalWien%2Fposts%2F1662231980503127&amp;width=500" width="500" height="429" frameborder="0" scrolling="no"></iframe></div>
<p>Selbst der Bundespräsident, <strong>Alexander Van der Bellen</strong> (Die Grünen), wollte seine Position in demselben sozialen Netzwerk deutlich machen, wo viele die muslimische Familie angegriffen haben: &#8222;&#8218;Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.&#8216; Zuversicht und Zusammenhalt sind größer als Hass und Hetze. Herzlich willkommen, liebe Asel!&#8220;, schrieb er.</p>
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<p>In Österreich wurde gerade die Koalitionsregierung unter dem Bundeskanzler <strong>Sebastian Kurz </strong>(ÖVP), der sich mit dem ultrakonservativen <strong>Heinz-Christian Strache</strong> (FPÖ) abgesprochen hat, verabschiedet. Obwohl das Alarm international wegen der Rückkehr der ultrakonservativen an die Macht explodierten (sie hatten bereits zuvor an einer Regierungskoalition teilgenommen), sind die islamophobischen Ideen von Strache nicht so weit von der von Kurz entfernt, <a href="https://salamplan.com/de/islamophobie/oesterreich-nationalratswahl-parlamentswahl-was-die-spitzenkandidaten-ueber-islam-meinen-kurz-strache-kern/20171015">wie Salam Plan vor Kurzem darauf hinwies</a>. In der Tat ist keiner von beiden bisher öffentlich für Asel und ihre Familie eingetreten.</p>
<p>Trotz der starken Beleidigungen und Hassäusserungen versicherte Naime OE24, dass weder sie noch ihr Ehemann, Alper, traurig waren, sondern dass sie auf ihre Tochter konzentriert waren. Sie waren aber sehr dankbar für die tausenden Beglückwünsche und liebe Worte die sie dank dem <a href="https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10155602315744807&amp;set=a.76312384806.77224.745609806&amp;type=3&amp;theater">#flowerrain</a> erhalten haben.</p>
<p>La entrada <a rel="nofollow" href="https://salamplan.com/de/islamfeindlichkeit/das-erste-baby-des-jahres-in-wien-wird-zum-staatlichen-thema-weil-es-muslim-ist/20180111">Das erste Baby des Jahres in Wien wird zum staatlichen Thema&#8230; weil es Muslim ist</a> se publicó primero en <a rel="nofollow" href="https://salamplan.com/de">Salam  Plan</a>.</p>
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		<title>Österreich Wahl: Was die Spitzenkandidaten über den Islam meinen- Kurzs Ansichten sind nicht so weit enfernt von Straches</title>
		<link>https://salamplan.com/de/islamfeindlichkeit/oesterreich-nationalratswahl-parlamentswahl-was-die-spitzenkandidaten-ueber-islam-meinen-kurz-strache-kern/20171015</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Maria Torrens]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Oct 2017 10:47:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Islamfeindlichkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In der Wahl Österreichs vom 15. Oktober befürworten die meisten Wähler eine schwarz-blaue Koalition von der konservativen ÖVP mit der rechtspopulistischen FPÖ. Die Äusserungen zum Islam von Strache sind seit langem bekannt, nicht so sehr aber die vom Aussen- und Integrationsminister Kurz. Sebastian Kurz (Österreichische Volkspartei, ÖVP), der laut allen Umfragen die Wahl gewinnen wird, hat eine einzige Hauptbedingung für eine Zusammenarbeit mit Heinz-Christian Strache (Freiheitliche Partei Österreichs, FPÖ) in der Regierung angesagt, und die hat nichts mit mehr Offenheit zur Rolle des Islams in Österreich zu tun: die ‚Freiheitlichen‘ sollten die Europäische Union und dem Euro unterstützen. Was die Muslime und Zuwanderer oder Asylbewerber angeht, haben beide Spitzenkandidaten dieser Parteien für umstrittene Aussagen gesorgt. Bundeskanzler und Spitzenkandidat der Sozialdemokratischen Partei...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>In der <strong>Wahl Österreichs</strong> vom 15. Oktober befürworten die meisten Wähler eine schwarz-blaue Koalition von der konservativen ÖVP mit der rechtspopulistischen FPÖ. Die Äusserungen zum Islam von Strache sind seit langem bekannt, nicht so sehr aber die vom Aussen- und Integrationsminister Kurz.<span id="more-215"></span></p>
<p><strong>Sebastian Kurz (Österreichische Volkspartei, ÖVP)</strong>, der laut allen Umfragen die Wahl gewinnen wird, hat eine einzige Hauptbedingung für eine Zusammenarbeit mit <strong>Heinz-Christian Strache (Freiheitliche Partei Österreichs, FPÖ)</strong> in der Regierung angesagt, und die hat nichts mit mehr Offenheit zur Rolle des Islams in Österreich zu tun: die ‚Freiheitlichen‘ sollten die Europäische Union und dem Euro unterstützen. Was die Muslime und Zuwanderer oder Asylbewerber angeht, haben beide Spitzenkandidaten dieser Parteien für umstrittene Aussagen gesorgt.</p>
<p>Bundeskanzler und Spitzenkandidat der <strong>Sozialdemokratischen Partei Österreichs (SPÖ) Christian Kern</strong> -an zweiter oder dritter Stelle in den Umfragen- hat die rote Linie für eine Koalition mit der FPÖ auch an einem ,Ja‘ für die EU bedingt, aber sie ebenfalls um einen Kompromiss gegen ,Faschismus‘ und für die „Gleichstellung“ gefragt, wie die Zeitung <a href="https://www.merkur.de/politik/wahl-in-oesterreich-2017-will-fpoe-eine-koalition-mit-oevp-oder-spoe-zr-8770660.html"><em>Merkur</em></a> daran erinnert. Kern blieb aber auch nicht immer ausserhalb der Kontroverse bezüglich der Zuwanderung; doch mehr bezüglich des Islams. Dies ist eine Zusammenfassung deren Meinungen in diesem Zusammenhang:</p>
<blockquote><p><span style="color: #008000;"><strong>KURZ (ÖVP): „Die muslimische Gemeinde und Islam sind ein Teil Europas“ aber man muss die Islamkindergärten schliessen und die Migration „massiv reduzieren“</strong></span></p></blockquote>
<p>Kurzs <a href="https://www.sebastian-kurz.at/programm/artikel">Wahlprogramm</a> steht für „Nulltoleranz gegenüber dem politischen Islam“ und „Respekt und Vielfalt, aber keine falsche Toleranz gegenüber Religionen zeigen“. Das Programm behauptet „der politische Islam ist eine Kombination aus religiösem Fundamentalismus und politischem Extremismus und als solcher Nährboden für Gewalt und Terrorismus. Er hat das Ziel, unsere Werte und Lebensweisen zu untergraben und Parallelgesellschaften aufzubauen. Das müssen wir mit allen Mitteln verhindern”.</p>
<p>Politischer Islam, was das ÖVP Programm auch als „totalitäres System“ bezeichnet, hat aber sehr viele verschiedene Sichten und nicht alle können für extrem gehalten werden, noch weniger als gewaltig. So wird zum Beispiel heutzutage die Arbeit für den Übergang zur Demokratie in Tunesien weltweit gepriesen, wobei diese unter einer Koalistionsregierung die auch Islamisten miteinbeschliesst, geführt wird. Andererseits, hat der Nahostexperte des Think Tanks Real Instituto Elcano, Haizam Amirah Fernández, in seiner <a href="https://twitter.com/HaizamAmirah/status/898440241547067392">Twitter-Account</a> nach dem Anschlag in Barcelona darauf hingewiesen das es sogar unter den Salafisten (dem konservativsten Zweig des Islams) nicht in allen Fällen eine intolerante Haltung gefordert wird.</p>
<p>2015 sorgte die <strong>Reform des Islamgesetzes</strong> was Österreich schon seit Anfangs des vorigen Jahrhunderts hatte für Umstrittenheit unter der muslimischen Gemeinde. Das neue Gesetz, was unter der Leitung vom Aussen- und Integrationsminister durchgeführt wurde, begrenzte die Finanzierung der Moscheen vom Ausland, etablierte die meisten Imame sollten in Österreich gebildet werden und Deutsch solle die Sprache des Gebets in den Tempeln sein, wie die Medien damals berichteten. Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ) zeigte Besorgnis für Diskriminierung, da das Gesetz alle Muslime unter Generalverdacht stelle, informierte <em><a href="https://www.welt.de/politik/ausland/article137832244/Oesterreich-beschliesst-ein-eigenes-Islamgesetz.html">Die Welt</a></em>. Generell war aber diese Organisation doch für so eine Regelung.</p>
<p>„Es ist wichtig klar zu sagen, dass die <strong>muslimische Gemeinde und Islam ein Teil Europas sind</strong> und es ist notwendig für die muslimischen Gemeinden einen klaren legalen Status zu haben&#8230; Sonst werden sich viele Muslime von unseren Gesellschaften ausgeschlossen fühlen“, behauptete Kurz damals in einem Interview im britischen <em><a href="https://www.theguardian.com/world/2015/mar/08/austria-foreign-minister-islam-funding-law-restricting">The Guardian</a></em>.</p>
<p>In den letzten Monaten hat der Aussen- und Integrationsminister für drei umstrittene Studien bezüglich des Islams gesorgt. Eine über islamische Kindergärten, eine über die Moscheen und eine andere über Muslime in Österreich generell.</p>
<p>Nach der ersten, meinte er die <strong>islamische Kindergärten</strong> <strong>sollten schliessen</strong>. Auf die Frage in einem <a href="https://kurier.at/politik/inland/sebastian-kurz-im-kurier-gespraech-islamische-kindergaerten-abschaffen/271.008.503">Kurier Event</a> ob diese Zentren abgeschafft werden sollten, antwortete Kurz: &#8222;Natürlich. Es braucht sie nicht. Es soll keine islamischen Kindergärten geben.&#8220; Seiner Meinung nach sorgen diese nicht für Integration, teilweise wegen schlechtem Deutsch-Niveau der Erzieher. „Um den interreligiösen Dialog zu fördern, soll ein Beirat der anerkannten Kirchen und Religionsgemeinschaften eingerichtet werden“, fügt ÖVPs Wahlprogramm dazu.</p>
<p>Das Ministerium veröffentlichte auch eine <strong>Moschee Studie</strong> <strong>die 16 von insgesamt 400 Tempeln nach möglichen radikalen Lehren untersuchte</strong>. „Nur zwei der ausgewählten Moscheen unterstützen die Integration in die österreichische Gesellschaft und fordern diese auch ein. In mehr als einem Drittel der untersuchten Gebetshäuser werde der Integration entgegengewirkt, insbesondere in türkischen Moscheen seien fundamentalistische Tendenzen zu erkennen, vielfach werde dort ein offener Nationalismus gepredigt“, informierte <em><a href="http://derstandard.at/2000065166197/Kurz-will-Aufloesung-von-Moscheen-bei-Verstoss-gegen-Islamgesetz">Der Standard</a></em>.</p>
<p>Diese Schlussfolgerungen der Studie und von Kurz sorgten für Kritik, da wie ihre zwei Autoren selber im <em>Standard</em> behaupteten, die Forschung zu klein war um deren Ergebnisse für repräsentativ halten zu können. Dennoch sagte Kurz: &#8222;Man darf nicht wegsehen, wenn es Kultusgemeinden gibt, die sich nicht an das Islamgesetz halten.&#8220; Es gibt auch Islamexperten in Europa die eine Kontrolle der Moscheenfinanzierung befürworten, wie Amirah Fernández. Nach dem Terroranschlag in Barcelona öffnete sich die Debatte in Spanien und er warnte vor dem Geld derjenige Salafisten „die Intoleranz fördern“ was an einigen Moscheen und Predigern überwiesen wird.</p>
<p>Ausserdem, wurden laut der <em><a href="https://cms.falter.at/falter/2017/07/04/frisiersalon-kurz/">Falter</a></em> Zeitung Korrekturen zu den Endergebnissen der Moschee Studie hinzugefügt die die Resultate zuspitzten. So nannte sie zum Beispiel einen Paragraphen wo der Religionswissenschaftler Ednan Aslan feststellte, dass Eltern ihre Kinder in Islamkindergärten „selbstständig, respektvoll und liebevoll erzogen&#8220; haben wollten. Dies wurde, so Falter, zur Formulierung geändert: Die Eltern wollen ihre Kinder „vor dem moralischen Einfluss der Mehrheitsgesellschaft schützen&#8220;. Aslan zeigte sich zuerst überrascht als er diese Änderungen vom Falter mitgeteilt kriegte, äusserte sich aber einige Tage danach wieder und sagte alle Behauptungen der Studie seien korrekt. Jetzt hat er Falter angeklagt.</p>
<p>Die dritte Studie die vom Minister angeordnet wurde und im August bekannt gegeben wurde, <strong>befragte mehr als 1.000 Muslime (von 700.000 Muslimen die heute in Österreich wohnen)</strong>: „Flüchtlinge, die eben erst kamen, ebenso wie Türken, die schon Jahrzehnte im Land sind, Bosnier oder Tschetschenen“, wie <em><a href="http://www.oe24.at/oesterreich/politik/Kurz-schockt-mit-Islam-Studie/294580416">OE24</a></em> beschrieb. So stellte man fest 40% der Türken könnten verstehen, dass ein Vater sich dem Handschlag mit einer Lehrerin seines Kindes weigert. Ein Drittel der Flüchtlinge und der Türken befürworten die gewaltsame Verteidigung der Familienehre, obwohl ein Ehrenmord von nur 10% unterstützt wurde. 25% der befragten Flüchtlingen findet, dass neben dem österreichischen Recht auch islamisches gelten sollte, aber nicht als einzige Rechtsgrundlage.</p>
<p>Sebastian Kurz argumentierte demnach im Interview mit OE24: „Es zeigt sich klar, dass wir besonders große Probleme bei der Wertehaltung der Tschetschenen und auch der Afghanen haben. Ich fühle mich durch die Studie in meiner Linie bestätigt, die Migration aus anderen Kulturkreisen, insbesondere von bildungsfernen Schichten, massiv zu reduzieren“. Er bestand auch auf die Schliessung der islamische Kindergärten: „Wir brauchen konsequente Frühförderung für die Kinder statt der Islamkindergärten“.</p>
<p>Andererseits will Kurz laut seinem Wahlprogramm eine <strong>„Mindestsicherung light“</strong> für Asylberechtigte einführen, die die Leistungen für diese Personen zu maximal 560 Euro pro Einzelperson reduzieren. Wenn in den ersten fünf Jahren die Flüchtlinge mindestens 12 Monate vollzeitig arbeiten, werden sie das Recht für dieselbe Mindestsicherung wie alle Österreicher haben.</p>
<blockquote><p><strong><span style="color: #008000;">Strache: „Die Islamisierung gehört gestoppt (&#8230;). Wir brauchen Nullzuwanderung“</span></strong></p></blockquote>
<p>„Asylwerber und Asylberechtigte sollen in der Grundversorgung bleiben, für Asylwerber will die FPÖ keine Arbeitserlaubnis,“ erläutert das <a href="https://www.fpoe.at/themen/wahlprogramm-2017/">Wahlprogramm</a> der FPÖ, was an erster Stelle das Kapitel „Unsere Grenzen sichern- Österreich ist kein Einwanderungsland“ stellt. Im Kapitel zur „Sicherung“ behaupten die „Freiheitlichen“, dass „im Zuge der illegalen Massen- migration, des Zustromes an Wirtschaftsﬂüchtlingen und Scheinasylanten, verstärkt seit September 2015, hat Österreich ein massives Problem mit der Ausländerkriminalität, das sich auch in völlig neuen Bedrohungsszenarien wie dem islamischen Terrorismus zeigt“.</p>
<p>Im Gegenteil zu Kurzs Aussage Islam gehöre zu Europa, hat Strache oft behauptet <strong>„Islam gehört nicht zu Österreich“</strong> und hat von der <strong>„Bedrohung Europas durch die Islamisierung“</strong> eine spezifische <a href="https://www.facebook.com/HCStrache/videos/10152922218068591/">Rede in 2015</a> gehalten bei der er vom holländischen anti-Muslimen Geert Wilders begleitet wurde. In einem seiner Wahlplakate steht er auch Kurzsaussage entgegen und behauptet: „Die Islamisierung gehört gestoppt&#8220;. In einer <a href="https://kurier.at/chronik/wien/spitzenkandidaten-beziehen-stellung-zum-islam/289.067.501">Kurierumfrage</a> an den Spitzenkandidaten über ihre Stellung zum Islam, behauptete die FPÖ jedoch, dass die muslimische Mitbürger doch zu Österreich gehören.</p>
<p>Im Zusammenhang mit der europäischen Flüchtlingsquote, sagte Strache im Bundesparteitag von März: &#8222;Wir brauchen eine Nullzuwanderung, sogar eine Minuszuwanderung, wenn es um Straffällige geht,&#8220; wie die <a href="http://www.krone.at/557250"><em>Kronen Zeitung</em></a> informierte.</p>
<p>Strache befürwortet die äussere Finanzierung islamischer Einrichtungen zu stoppen und das Islam auf Deutsch gezeigt werden soll. Er besteht auf einem Kopftuchverbot an öffentlichen Ämtern und Erziehungszentren; es reiche nicht mit dem schon existierenden Vollverschleierungsverbot (Burka und Niqab), der ausserdem -seiner Meinung nach- nicht wirklich im Gang gesetzt worden sei, informierte <em><a href="http://diepresse.com/home/innenpolitik/5227837/FPOeChef-Strache-verschaerft-Gangart-gegen-Islam">Die Presse</a></em>. Moscheen, islamische Kindergärten und Vereine dienen, seiner Meinung nach, zur Radikalisierung von Muslimen.</p>
<p><strong>„Nicht jeder Moslem ist ein Terrorist“</strong>, gab der Politiker in einer Veranstaltung seiner Partei diesen Oktober zu. Und fügte gleich hinzu „aber fast jeder Terrorist in den letzten Jahren quer durch Europa war leider ein radikaler Islamist“, eine Behauptung die die Fakten seit 2015 bestätigen. An dem Jahr machte er aber schon eine ähnliche Aussage in seiner <a href="https://www.facebook.com/HCStrache/posts/10153501944008591">Facebook-Account</a>, wo er aber anstatt von Europa von der ganzen Welt und von den letzten 20 Jahren redete. Damals endete er den Satz mit „war leider ein radikaler Moslem“. Jetzt scheint er sein Diskurs moderiert zu haben und in diesem Fall versuchte er Religion vom politischem Islam zu unterscheiden um politisch korrekter zu klingen.</p>
<p>Strache warnt aber zugleich über die „Islamisierung Europas“ und hält <strong>„islamischen Terror als Folge einer hemmungslose Zuwanderung“</strong>. Was er aber nicht erwähnt ist, dass die meisten Terroranschlägen seit 2015 von europäischen Bürgern ausgeübt wurden, die nicht unter den Asylbewerbern gerade angekommen waren (einige doch). Ausserdem stellt er islamisch und islamistisch gleich, wobei islamisch religiös ist und islamistisch zum politischen Unfeld -also auch zur gewaltigen politischen Fehlinterpretation der Dschihad, wie <a href="https://salamplan.com/en/terrorism/islam-qa-the-true-meaning-of-jihad-and-how-isis-so-called-islamic-state-fails-to-accomplish-it-step-by-step/20171014">SalamPlan</a> demonstriert hat- gehört.</p>
<blockquote><p><strong><span style="color: #008000;">SPÖ Kern: „Selbstverständlich“ gehört Islam zu Österreich aber das Islamgesetz ist nötig</span></strong></p></blockquote>
<p>Für ihn gehört Islam „selbsverständlich“ zu Österreich, laut der erwähnten <a href="https://kurier.at/chronik/wien/spitzenkandidaten-beziehen-stellung-zum-islam/289.067.501">Kurierumfrage</a> an den Spitzenkandidaten der Wahlen 2017. Kern ist im Prinzip gegen ein generalisiertes <strong>Kopftuchverbot</strong> im Land, da er dies für diskriminierend hält, doch Kern er befürwortet ein „Neutralitätsgebot für Polizistinnen, Richterinnen und Staatsanwältinnen“.</p>
<p>Die <strong>Reform des Islamgesetzes</strong> wurde während der präsenten Koalitionsregierung SPÖ-ÖVP in Gange gebracht. Deshalb unterstütz Kern sie auch und beharrt -sowie Kurz- darauf, dass sie in Zusammenarbeit mit der IGGiÖ geschrieben wurde.</p>
<p>Was den Zuwanderern und Asylbewerber die durch das Mittelmeer an Europa ankommen, steht Kern auf einer ähnlichen Ebene wie die EU in der Maltakonferenz von Februar entschloss: <strong>mehr Zusammenarbeit mit afrikanischen Ländern</strong> um dort Asylzentren zu verschaffen. Kern hat auf Niger hingewiesen, die EU auf Lybien -wo es aber keine stabile Regierung existiert.</p>
<p>Was dem Wahlprogramm der SPÖ konkret angeht, steht zwischen den <a href="https://spoe.at/sites/default/files/eckpunkte_spoe_wahlprogramm.pdf">„Eckpunkten“ der Partei</a> keiner über Islam und wenn es um Sicherheit geht ist die Rede über „mehr PolizistInnen). Es existiert doch ein Punkt unter dem Titel <strong>„Integration beginnt gestern“</strong>. Da klärt die regierende SPÖ sie stehe für „klare Zuständigkeiten bei Asylverfahren und im Integrationsprozess“, was eine „Beschleunigung der Asylverfahren“ entspreche, sowie ebenfalls „eine Behörde, vom Asylantrag bis hin zur Integrationsbegleitung oder zur Rückführung“.</p>
<p>Die neue Regierung die von der <strong>Wahl in Österreich an diesem 15. Oktober 2017</strong> entstehen wird, wird mit aller Sicherheit eine Koalition benötigen die mindestens eine dieser drei Parteien miteinbezieht. Sowohl SPÖ wie ÖVP haben sich für eine Zusammenarbeit mit der FPÖ offen gehalten.</p>
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		<title>Der syrische Flüchtling mit Merkel-Selfie: „Man muss mehr die Grenzen kontrollieren&#8220;</title>
		<link>https://salamplan.com/de/fluechtlinge/der-syrische-fluechtling-mit-merkel-selfie-man-muss-mehr-die-grenzen-kontrollieren/20171001</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Maria Torrens]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Oct 2017 10:37:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Flüchtlinge]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Anas Modamani ist traurig über das gute Ergebnis von der AfD in der Bundestagswahl, aber er fühlt sich nicht beängstigt. Andererseits bittet er um Wachsamkeit gegenüber einigen Asylsuchenden, die seiner Meinung nach die Flüchtlingskrise ungerecht ausnutzen. An der Wand seines Raumes in Berlin hat Modamani das Selfie aufgehängt, das er mit Angela Merkel kurz nach seiner Ankunft in Deutschland im August 2015 gemacht hat. Die Begegnung mit der Kanzlerin war für ihn „eine ganz grosse Erfahrung&#8220;, wie im Telefongespräch Salamplan.com erzählt. Damals war er 18 Jahre alt und war dem Krieg in Syrien entflohen. Er hatte noch in seiner Heimatstadt von Darayya (ein Vorort von Damaskus) sein Abitur abgeschlossen und hätte dort gerne an der Universität studiert. Aber der Weg...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Anas Modamani ist traurig über das gute Ergebnis von der AfD in der Bundestagswahl, aber er fühlt sich nicht beängstigt. Andererseits bittet er um Wachsamkeit gegenüber einigen Asylsuchenden, die seiner Meinung nach die Flüchtlingskrise ungerecht ausnutzen.</strong><span id="more-171"></span></p>
<p>An der Wand seines Raumes in Berlin hat Modamani das Selfie aufgehängt, das er mit <strong>Angela Merkel</strong> kurz nach seiner Ankunft in Deutschland im August 2015 gemacht hat. Die Begegnung mit der Kanzlerin war für ihn „eine ganz grosse Erfahrung&#8220;, wie im Telefongespräch Salamplan.com erzählt. Damals war er 18 Jahre alt und war dem Krieg in Syrien entflohen. Er hatte noch in seiner Heimatstadt von Darayya (ein Vorort von <strong>Damaskus</strong>) sein Abitur abgeschlossen und hätte dort gerne an der Universität studiert. Aber der Weg dorthin war lang und gefährlich, behauptet er. Als das Haus, in dem er mit seinen Eltern und Geschwistern wohnte, durch die Bombenanschläge zum Schutt verurteilt wurde, entschied er sich dafür zu fliehen.</p>
<p>Er kam nach einem kurzen Aufenthalt in der Türkei in Deutschland an, nicht ohne davor sein Leben in der Ägäis riskiert zu haben und die sogenannte „Balkanroute&#8220; zusammen mit vielen anderen Asylsuchenden überwunden zu haben. Aber das Selfie mit Frau Merkel spielte ihm einen schlechten und unerwarteten Streich: einige Leute benutzten das Bild um zu behaupten, dass er ein Terrorist war. Heute ist klar, dass es einfach nur Fake News waren und Modamani brachte <strong>Facebook</strong> sogar vor Gericht, weil er das Unternehmen für die Verbreitung der falschen Information für verantwortlich hielt. Er verlor den Fall im März dieses Jahres, obwohl zwei Monate davor &#8211; und nur ein paar Tage nachdem es bekannt wurde, dass der Flüchtling Facebook verklagen hatte- versprach Mark Zuckerbergs Firma, gegen falsche Nachrichten in Deutschland zu kämpfen.</p>
<blockquote><p><em><span style="color: #008000;">Es ist sehr, sehr Schade, dass die AfD schon im Bundestag (vertreten) ist, mit 13%. Aber Angst habe ich nicht</span></em></p></blockquote>
<p>Modamani erwartete nicht, dass <strong>Alternative für Deutschland</strong> „so viele“ Sitze (94 von 709) im Parlament mit 13% der Stimmen erhalten würde. Trotz der schlechten Erfahrungen mit Bedrohungen in seinem Facebook-Konto fühlte er sich in Deutschland willkommen, auch jetzt. „Na ja, das ist sehr, sehr Schade, dass sie schon im Bundestag sind, mit 13%. Das ist schon ganz viel. Ich fühle mich ganz schlecht. Ich hab‘ nie gedacht, dass AfD schon ganz viel (Unterstützung) hat“, gesteht er mit einer guten Aussprache am Telefon. Hat er Angst? „Angst, also&#8230; eigentlich nein“. Er erklärt, dass er sich sehr gut integriert fühlt, als Kassierer in einem McDonalds arbeitet und sich an der Humboldt Universität angemeldet hat, um sein Informatikstudium nächsten Wintersemester anzufangen. „Ich habe viele Freundschaften in Berlin angebaut: ganz, ganz viele Araber (die in Deutschland geboren wurden aber von Irak, Jordan&#8230; stammen), mit Deutschen, bei meinem Arbeitgeber auch&#8230;“</p>
<p>Die AfD betonte während ihrer Kampagne, dass die deutsche Sprache der Schlüssel wäre, um die nationale Identität zu versichern; allein im Jahre 2015 kamen mehr als eine Million Asylsuchende nach offiziellen Angaben der deutschen Behörden im Land an. Modamani, der jetzt 20 Jahre alt ist, interessiert sich dafür sich zu integrieren und hat bereits das Niveau B2 der deutschen Sprache erreicht. Dies bedeutet, dass er mit den Muttersprachlern ohne große Schwierigkeiten ein Gespräch führen kann, so die Definition des <strong>Goethe Instituts</strong>. In dieser Woche verzögerte er das Interview mit Salamplan.com, weil er für einen Leveltest lernen musste, um sich für ein Stipendium zu bewerben. In diesem Interview fällt sein reicher Wortschatz auf, was einige grammatikalische Fehler im Hintergrund lässt.</p>
<blockquote><p><em><span style="color: #008000;">Natürlich gibt es viele extremistische Leute, wie Daesh (ISIS), aber wenn du ein Muslim in deinem Herzen bist, stellst du keine Probleme</span></em></p></blockquote>
<p>Sätze wie „Islam passt nicht zu unserer Küche“ oder „Burkas? Wir steh’n auf Bikinis“ auf den Plakaten der AfD wollten während der Wahlkampagne zeigen, dass Islam und Demokratie nicht zusammen passen. Damit ist Modamani auf keinen Fall einverstanden und betont er habe wegen seines Glaubens als Muslim in Deutschland kein Problem bekommen. „Es gibt natürlich sehr viele extremistische Leute, wie <strong>Daesh</strong> (der sogennante „Islamischer Staat“), aber wenn man Muslim zu Hause, im Gedanken, im Herzen ist, muss man das nicht allen zeigen, also macht es keine Probleme, kein Stress. Das Wort <strong>Islam</strong> heisst Frieden, und ich habe auch den <strong>Q’ran</strong> gelesen: er sagt man muss immer friedlich, höflich, nett sein&#8220;, meint der syrische Flüchtling.</p>
<p>Er spricht in keinem Moment mit Groll; er erwähnt im Gegenteil, dass er sich durch diese Vision von Alternative für Deutschland und deren Unterstützer sich „wirklich traurig&#8220; fühlt. „Wegen ganz viele falsche Nachrichten, haben sie jetzt die schlimmsten Bilder des Islams über ganz Deutschland (verbreitet). Das finde ich sehr Schade. Und sie passen Islam mit Terrorismus ein (SIC), aber nein. Diese Terroristen haben vielleicht einen behinderten Kopf, sie sind dumme Leute. Sie sind keine richtige Muslime“.</p>
<blockquote><p><em><span style="color: #008000;">Mein bester Freund Mounir wurde ins Gefängnis in Syrien gebracht. Wir haben seit Langem keine Information und wissen nicht ob er noch am Leben ist</span></em></p></blockquote>
<p>Er erinnert sich daran, dass er vor dem Krieg mit Kindern – egal ob Muslim oder christlich- in seiner Schule von Darayya gespielt hat. Sie gingen oft in den Park, obwohl er damals auch seinem Vater bei der Arbeit half, Motoren zu reparieren. Mit dem Krieg kamen die Bombenanschläge, die nicht nur sein Haus zerstörten, sondern auch drei Onkel von Modamani töteten. „Wir haben keine Waffe genommen, nichts&#8220;, sagt er. Er denkt oft an seinen besten Freund Mounir, der vor langer Zeit ins Gefängnis in Syrien gebracht wurde. „Wir haben seit sehr Langem keine Information (von ihm und wissen nicht) ob lebt oder nicht“, erklärt er über diesen Fall, der an die tausenden von Fällen erinnert über die Amnesty International berichtet hat (<a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/syrien-das-foltergefaengnis-von-sednaja-a-1108315.html">Syrische Foltergefängnisse</a>, August 2016, <a href="https://www.amnesty.org/en/press-releases/2017/02/syria-investigation-uncovers-governments-secret-campaign-of-mass-hangings-and-extermination-at-saydnaya-prison/">Massive Erhängen und Vernichtung</a>, Februar 2017).</p>
<p><div id="attachment_172" style="width: 1034px" class="wp-caption aligncenter"><img aria-describedby="caption-attachment-172" loading="lazy" class="wp-image-172 size-large" src="https://salamplan.com/wp-content/uploads/2017/10/IMG-20170927-WA0010-1024x682.jpg" alt="" width="1024" height="682" srcset="https://salamplan.com/wp-content/uploads/2017/10/IMG-20170927-WA0010-1024x682.jpg 1024w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2017/10/IMG-20170927-WA0010-300x200.jpg 300w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2017/10/IMG-20170927-WA0010-768x511.jpg 768w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2017/10/IMG-20170927-WA0010.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><p id="caption-attachment-172" class="wp-caption-text">Anas Modamani posiert am heutigen Symbol für den Fall der Berliner Mauer. Urheberrecht: A. Modamani</p></div></p>
<p>In dieser Woche hätten die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union nach einer zweijährigen Frist 180.000 Flüchtlinge umsiedeln müssen, aber sie haben nur 25% davon erreicht. Modamani ist der Auffassung, dass die Lösung darin besteht, die Asylanträge in den Zwischenländern zu kontrollieren und dann eine sichere Passage für diejenigen zu schaffen, die eine Genehmigung erhalten.</p>
<p>Gleichzeitig ist er für die Verschärfung der Kontrolle über die deutschen Grenzen, genau wie die AfD will (obwohl die Partei auch vom Aufbau von Zäunen im Schengen-Raum spricht). Nicht nur das. Modamani besteht auch darauf vorsichtig mit einigen Flüchtlingen und Migranten zu sein, die seiner Meinung nach die Flüchtlingskrise ungerecht ausnutzen.</p>
<blockquote><p><em><span style="color: #008000;">Wir Flüchtlinge wollen nur in Frieden leben, wir wollen auch arbeiten. (Aber) man muss die Grenzen in Deutschland mehr kontrollieren</span></em></p></blockquote>
<p>„Mehr Grenzen kontrollieren&#8230; ich bin auch damit. Hier in Berlin gibt es sehr viele Leute die 6 Jahre hier sind und nix machen und bekommen nur Geld von Hartz IV und (vom) Jobcenter. Ich bin dagegen. Arbeit gibt’s in Deutschland, ganz viel Arbeit. Man braucht nicht so viel Erfahrung, man kann sich bewerben, man bekommt die Stelle. Aber sie wollen nicht arbeiten, finde ich“. Er klärt, dass er seit einem Jahr arbeitet und etwa 1.200 Euro im Monat verdient hat, obwohl er auch eine Ergänzung aus dem Staat erhalten hat, als das Gehalt niedriger war.</p>
<p>Dieser Syrer -dem kein Asyl gewährt wurde, sondern einen vorübergehenden Schutz- ist der Meinung, dass eine größere Kontrolle nicht nur für die Sicherheit oder die Sozialhilfe notwendig ist, sondern auch als Instrument zur Bekämpfung von Angst und Hass gegen den Islam in Europa. „Die deutsche Polizei muss wissen woher jeder Mensch kommt, was macht er in Deutschland, hat er Arbeit, gelernt, was macht er jeden Tag&#8230;“.</p>
<blockquote><p><span style="color: #008000;"><em>Ich habe keinen besonderen Traum, (sondern wünsche mir) ein ganz normales Leben: einen Job mit einem besseren Lohn zu finden, um Geld an meine Familie zu schicken, eine große Wohnung, heiraten&#8230;</em></span></p></blockquote>
<p>Gleichzeitig warnt er deutsche Staatsbürger vor falschen Nachrichten im Internet und bittet sie direkt mit Flüchtlingen Kontakt zu halten um die Wahrheit zu kennen. So werden sie entdecken, meint Modamani, dass sie alle „nur in Frieden leben (möchten), wir wollen auch arbeiten“.</p>
<p>Obwohl sich dieser 20-Jährige in seiner Berliner Umgebung integriert fühlt, vermisst er seine Familie sehr: „Ich fühle mich nicht zu Hause hier, immer Ausländer. Ausland bleibt immer Ausland“. Dennoch hat er „überhaupt nicht“ die Absicht, nach Syrien zurückzukehren, wenn der Krieg vorbei ist. „Ich habe hier viel (auf)gebaut: Arbeit, Studium &#8230; und vielleicht wird es dann besser, dann fühle ich mich zu Hause, aber später“. Anas Modamani erzählt, dass er nicht „einen besonderen Traum (hat, sondern sich) ein ganz normales Leben“ erwünscht: einen Job mit einem besseren Lohn zu finden, um Geld an seine Familie zu schicken, eine große Wohnung, heiraten&#8230; Im Moment, ist er aber glücklich, sein Studium in ein paar Monaten zu beginnen und gleichzeitig weiter im McDonald’s zu arbeiten.</p>
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