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	<title>Zentralrat der Muslime in Deutschland &#8211; Salam  Plan</title>
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	<title>Zentralrat der Muslime in Deutschland &#8211; Salam  Plan</title>
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		<title>Mitarbeiterin vom Dönerladen in Halle: „Der Täter hat nichts gesagt. Es war wahllos“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Maria Torrens]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Oct 2019 09:59:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<category><![CDATA[Anschlag]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine Mitarbeiterin vom angegriffenen Dönerbistro in Halle kam am Laden gerade an als der mutmasslicher Täter sich von der Polizei hinter seinem Auto versteckte. Sie erzählt Salam Plan wie er  kein Wort gesagt hat und findet keinen offensichtlichen Motiv. Er hat gezielt auf einen Stammkunden geschossen, hat aber verzichtet abzudrücken als er die Waffe zu einem Mitarbeiter gerichtet hat. Er war einer der beiden Opfer, nach dem Versuch in die naheliegenden Synagoge reinzugehen. &#62;&#62;&#62; Folgen Sie Salam Plan &#8211; &#8222;Journalismus gegen Hass&#8220; auf Twitter und Facebook . Mehr Inhalte auf Englisch und Spanisch&#60;&#60;&#60; Sie war nicht da als die Schüsse angefangen haben. Ein Mitarbeiter hat sie angerufen und sie ist dorthin mit dem Auto „gerast“, erzählt sie ein Tag danach...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Mitarbeiterin vom angegriffenen Dönerbistro in <strong>Halle</strong> kam am Laden gerade an als der mutmasslicher Täter sich von der Polizei hinter seinem Auto versteckte. Sie erzählt <a href="http://salamplan.com"><span style="color: #008000;">Salam Plan</span></a> wie er  kein Wort gesagt hat und findet keinen offensichtlichen Motiv. Er hat gezielt auf einen Stammkunden geschossen, hat aber verzichtet abzudrücken als er die Waffe zu einem Mitarbeiter gerichtet hat. Er war einer der beiden Opfer, nach dem Versuch in die naheliegenden Synagoge reinzugehen.<span id="more-4671"></span></p>
<h4 style="text-align: center;"><span style="color: #008000;"><em>&gt;&gt;&gt; Folgen Sie Salam Plan &#8211; &#8222;Journalismus gegen Hass&#8220; auf <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://twitter.com/SalamPlan">Twitter</a></span> und <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://www.facebook.com/SalamPlanCommunity">Facebook</a></span> . Mehr Inhalte auf Englisch und Spanisch&lt;&lt;&lt;</em></span></h4>
<p>Sie war nicht da als die Schüsse angefangen haben. Ein Mitarbeiter hat sie angerufen und sie ist dorthin mit dem Auto „gerast“, erzählt sie ein Tag danach am Telefon. Als sie parkte, versuchte der Täter gerade von der Polizei zu fliehen. <strong>„Ich war 15-20 Meter hinter ihm (&#8230;) Ich konnte da nichts machen. (&#8230;) Ich habe überlegt ob ich nicht Vollgas gebe und an ihm ziele. Den Gedanken habe ich aber dann verworfen“</strong>. Die Polizei war schon da und der Mann schoss gegen die Agenten.</p>
<p>Als der angebliche Mörder weggefahren war, von der Polizei gefolgt, ging sie in den Dönerbistro rein. Da hat sie die „Mitarbeiter vort Ort in den Arm genommen und getröstet“. <strong>Den verunglückten Kunden hat sie versucht zu helfen</strong>, „der Notruf war schon am Apparat“. Aber man konnte nichts mehr für ihn tun: er war schon tot, ein <strong>Stammkunde in seinen dreissigern</strong>, erzählt diese Mitarbeiterin, die lieber Anonym bleiben will. Sie schätzt der Krankenwagen ist erst nach 20 Minuten angekommen, die Polizei war nur einige Minuten früher bei ihnen im Geschäft.</p>
<p>Zum Glück hat die Fensterscheibe des Ladens ein doppeltes Glas, fügt sie dazu. „Ich wusste auch gar nicht womit wir es hier zu tun haben. Ich dachte erstmal, dass es irgendwie Stress gibt. Eigentlich ist normalerweise alles friedlich und dadurch, dass keiner von uns verletzt wurde, dachte ich: ‚Ok, es ist zielgerichtet auf diese Person‘“.</p>
<p>Erst später hat sie erfahren, dass der Täter versucht hatte mit Schüssen, Molotovcocktails und Granaten in die <strong>naheliegenden Synagoge</strong> einzutreten und dass er auch <strong>eine Frau neben dem jüdischen Friedhof getötet</strong> hatte.</p>
<p>Bundesinnenminister <strong>Horst Seehofer</strong> hat den Angriff, der mit einem Versuch in die naheliegenden Synagoge begann, als <strong>„zumindest antisemitisch“</strong> bezeichnet und die Generalstaatsanwaltschaft behandelt die Ermittlungen unter dem Verdacht eines <strong>rechtsextremen Motiv</strong>. Einige Augenzeugen behaupten der Täter, ein 27 jähriger Deutscher nach Medienangaben, hätte auch Hassaussagen gegen Juden gemacht. Der Vorsitzende des Zentralrat der Muslime in Deutschland, Ayman Mazyek, zeigte gestern seine „Solidarität mit unseren jüdischen Geschwistern“.</p>
<p>Ihre Mitarbeiter haben ihr erzählt, <strong>der Täter hätte auch „nichts gesagt“</strong> bevor sie ankam, obwohl sie darauf hinweist, dass es vielleicht auch mit der persönlichen Wahrnehmung war während sie unter Schock leideten. <strong>Der Angriff im Bistro passt für sie aber nicht ganz zur Beschreibung eines „antisemitischen“ oder rassistischen Amocklaufs</strong>: dem deutschen Opfer im Laden könnte man keine Konfession an äusserlichen Details erkennen können und ihre unverletzte Mitarbeiter seien „südlicher Abstammung“, erklärt sie. „Er hat auch eine Waffe meinem Mitarbeiter gehalten, er hat aber nicht abgedrückt (&#8230;). <strong>Es war einfach wahllos</strong>“.</p>
<p>Der Dönerbistro bleibt im Moment geschlossen, während die Ermittlungen weiterlaufen. Die Mitarbeiter wurden nicht verletzt, aber brauchen auch Zeit um sich vom Schock zu erholen.</p>
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		<title>Bombendrohungen gegen deutsche Moscheen</title>
		<link>https://salamplan.com/de/terrorismus/bombendrohungen-gegen-deutsche-moscheen/20190711</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Maria Torrens]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Jul 2019 10:16:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<category><![CDATA[Bertelsmann Stiftung]]></category>
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		<category><![CDATA[Islamfeindlichkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mindestens vier Moscheen haben in nur zwei Tagen Bombendrohungen per E-Mail erhalten. Alle Drohungen stellten sich als falsch heraus. Es ist nicht das erste Mal, und der Zentralrat der Muslime in Deutschland warnt, dies sei nur &#8222;die Spitze des Eisbergs&#8220;. &#62;&#62;&#62; Folgen Sie Salam Plan &#8211; &#8222;Journalismus gegen Hass&#8220; auf Twitter und Facebook ! Mehr Inhalte auf Englisch und Spanisch&#60;&#60;&#60; Die erste bekanntgemachte Bombendrohung ging am Dienstag ein. Es passierte in der größten Moschee Deutschlands, in Köln. Der Tempel wurde geräumt, nachdem die drohende E-Mail erhalten wurde. Polizei und Spürhunde durchsuchten die Moschee und sperrten die umringende Strassen auf der Suche nach einem Sprengstoff ab, fanden aber nichts. Am Donnerstag waren die Sicherheitskräfte erneut in zwei Moscheen in München und...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Mindestens vier Moscheen haben in nur zwei Tagen Bombendrohungen per E-Mail erhalten. Alle Drohungen stellten sich als falsch heraus. Es ist nicht das erste Mal, und der Zentralrat der Muslime in Deutschland warnt, dies sei nur &#8222;die Spitze des Eisbergs&#8220;.<span id="more-4365"></span></p>
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<p>Die erste bekanntgemachte Bombendrohung ging am Dienstag ein. Es passierte <strong>in der größten Moschee Deutschlands, in Köln</strong>. Der Tempel wurde geräumt, nachdem die drohende E-Mail erhalten wurde. Polizei und Spürhunde durchsuchten die Moschee und sperrten die umringende Strassen auf der Suche nach einem Sprengstoff ab, fanden aber nichts.</p>
<p>Am Donnerstag waren die Sicherheitskräfte erneut in zwei Moscheen in <strong>München</strong> und eine weitere im saarländischen <strong>Iserlohn</strong> im Einsatz. Dort hatte man auch die Bombendrohungen per E-Mail erhalten. In diesen Fällen wurde ebenfalls nichts gefunden.</p>
<p>Die Post zu den beiden Münchener Tempeln war identisch, nach Angaben der Polizei. Derzeit überprüft der Bundesschutz den möglichen Zusammenhang zwischen <strong>E-Mails</strong> gegen die verschiedenen Moscheen und deren Autor oder Autoren.</p>
<h2><span style="color: #008000;">Weitere Moscheen bedroht</span></h2>
<p>Der <strong>Zentralrat der Muslime (ZMD)</strong> zeigte sich wegen diesen „erneuten” Bombendrohungen „zutiefst besorgt&#8220;. Der ZMD informierte, dass es mehr Moscheen und auch Mitglieder des Rates gibt bedroht wurden und die Sicherheitsbehörden darüber alarmiert worden sind. Diese Drohungen seien aber „aus ermittlungstaktischen Gründen” nicht öffentlich.</p>
<p><strong>„Dies ist eine neue Dimension der militant-extremistischen Muslimfeindlichkeit”</strong>, sagte der Präsident des Zentralrats der Muslime, <strong>Aiman A. Mazyek</strong>. Er dankte der Polizei für ihre „schnelle” Reaktion und forderte die Politiker auf „durch Solidarität den Zusammenhalt unserer Gesellschaft entschieden zu stützen”.</p>
<h2><span style="color: #008000;">Jeder Zweite sieht den Islam als Bedrohung</span></h2>
<p>Eine am Donnerstag veröffentlichte <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/themen/aktuelle-meldungen/2019/juli/religioese-toleranz-weit-verbreitet-aber-der-islam-wird-nicht-einbezogen/">Studie</a></span> der <strong>Bertelsmann Stiftung</strong> ergab, dass jeder Zweite in Deutschland den Islam als Bedrohung empfindet und nur ein Drittel glaubt, dass er die Gesellschaft bereichert, während die meisten Befragten andere Religionen -Christentum und Judentum, Buddhismus oder Hinduismus- doch als Bereicherung betrachten.</p>
<p>Trotzdem stellt die Studie fest, dass diese Daten nicht unbedingt eine weit verbreitete Islamfeindlichkeit widerspiegeln, sondern vielmehr eine große <strong>„Skepsis”</strong> gegenüber dem Islam, so die Leiterin der Studie, <strong>Yasemin El-Menouar</strong>. „Offenbar sehen viele Menschen den Islam derzeit weniger als Religion, sondern vor allem als politische Ideologie an und nehmen ihn deswegen von der religiösen Toleranz aus”, argumentiert sie.</p>
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<div id="ts-alignment-view-idtgt" class="ts-alignment-view ms-font-m ts-alignment-view-tgt ts-ltr-left-zero" tabindex="0" aria-hidden="false">
<div role="label">Sie erklärt, dass viele der Befragten, die den Islam als Bedrohung betrachten, ihre &#8222;Vorbehalte&#8220; gegenüber der muslimischen Religion gezeigt haben, „leiten daraus aber keine politischen Forderungen oder antidemokratische Sichtweisen ab”. Die Studie behauptet so, dass eigentlich <strong>13% der Befragten „deutlich islamfeindliche Sicht” zeigen</strong>, eine niedrigere Anzahl als nur zwei Jahre davor, als es 20% waren.</div>
<div role="label"></div>
<div role="label">Was die<strong> vom Bundesinnenministerium als islamfeinliche registrierten Straftaten</strong> betrifft, so stiegen diese von 1.075 Straftaten im Jahre 2017 auf <strong>910 im Jahr 2018</strong> runter, obwohl rassistische Delikte -bei denen es nach Meinung internationaler OSZE-Experten auch islamophobische Straftaten geben könnte- auf das gleiche Niveau wie Antisemitismus gestiegen sind.</div>
</div>
<div role="label">
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		<item>
		<title>Marwa El Sherbini, 10 Jahre seit dem ersten islamfeindlich motivierten Mordes in Deutschland</title>
		<link>https://salamplan.com/de/islamfeindlichkeit/marwa-sherbini-10-jahre-seit-dem-ersten-islamfeindlich-motivierten-mordes-in-deutschland/20190701</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Maria Torrens]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Jul 2019 21:41:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Islamfeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Christchurch]]></category>
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		<category><![CDATA[Farid Ahmed]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Marwa El Sherbini war eine 32-jährige Apothekerin in Dresden, die am 1. Juli 2009 ermordet wurde als sie vor Gericht trat um als Zeugin gegen einem Angeklagten auszusagen, der sie beschimpft hatte weil sie einen muslimischen Koptuch trug. Er wiederholte diese schriftlich vor dem Amstrichter und stach sie 18 Mal zu Tode. &#62;&#62;&#62; Folgen Sie Salam Plan &#8211; &#8222;Journalismus gegen Hass&#8220; auf Twitter und Facebook &#60;&#60;&#60; Der Morderer tat dies vor dem Richter selber in den Räumigkeiten des Landesgerichts Dresden, wo auch ihr Mann und ihr damals drei-jähriger Sohn anwesend waren. Sie war im dritten Monat einer neuen Schwangerschaft. Das Landgericht beurteilte ihn zu lebenslanger Haft wegen ein fremdenfeindliches -sie kam aus Ägypten- und islamophobisches Mordes. Seit dem, gilt sie...</p>
<p>La entrada <a rel="nofollow" href="https://salamplan.com/de/islamfeindlichkeit/marwa-sherbini-10-jahre-seit-dem-ersten-islamfeindlich-motivierten-mordes-in-deutschland/20190701">Marwa El Sherbini, 10 Jahre seit dem ersten islamfeindlich motivierten Mordes in Deutschland</a> se publicó primero en <a rel="nofollow" href="https://salamplan.com/de">Salam  Plan</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Marwa El Sherbini</strong> war eine 32-jährige Apothekerin in Dresden, die am <strong>1. Juli 2009</strong> ermordet wurde als sie vor Gericht trat um als Zeugin gegen einem Angeklagten auszusagen, der sie beschimpft hatte weil sie einen muslimischen Koptuch trug. Er wiederholte diese schriftlich vor dem Amstrichter und <strong>stach sie 18 Mal zu Tode.</strong><span id="more-4255"></span></p>
<h4 style="text-align: center;"><span style="color: #008000;"><em>&gt;&gt;&gt; Folgen Sie Salam Plan &#8211; &#8222;Journalismus gegen Hass&#8220; auf <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://twitter.com/SalamPlan">Twitter</a></span> und <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://www.facebook.com/SalamPlanCommunity">Facebook</a></span> &lt;&lt;&lt;</em></span></h4>
<p><strong>Der Morderer tat dies vor dem Richter</strong> selber in den Räumigkeiten des Landesgerichts Dresden, wo auch ihr Mann und ihr damals drei-jähriger Sohn anwesend waren. Sie war im dritten Monat einer neuen Schwangerschaft. Das Landgericht beurteilte ihn zu lebenslanger Haft wegen ein fremdenfeindliches -sie kam aus Ägypten- und islamophobisches Mordes. Seit dem, gilt sie als erstes <span class="css-901oao css-16my406 r-1qd0xha r-ad9z0x r-bcqeeo r-qvutc0">Opfer eines klar islamfeindlich motivierten Mordes in Deutschland und deswegen ist der 1. Juli der <strong>Tag gegen Islam- und Muslimfeindlichkeit</strong> bundesweit.</span></p>
<p>Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) vergibt erstmals anlässlich des 10. Jahrestags des islamfeindlichen Mordes an Marwa El-Sherbini den „Internationalen <strong>Marwa El-Sherbini-Preis</strong> für Zivilcourage“ an zwei Akteuren, <strong>Mevlüde Genç aus Deutschland und Farid Ahmed aus Neuseeland</strong>. „Den PreisträgerInnen [ist] nicht nur gemeinsam , dass sie durch antimuslimischen Rassismus und Hass ihnen geliebte Menschen verloren haben, sondern vor allem, dass sie diesem Rassismus und Hass mit Versöhnung und Zusammenhalt in ihren jeweiligen Gesellschaften geantwortet haben“, hat der ZMD in einer Pressemitteilung hervogehoben.</p>
<p>Die damals 50-Jährige <strong>Mevlüde Genç</strong> verlor zwei Töchter, zwei Enkelinnen und eine Nichte bei einem Brandanschlag am 29. Mai 1993 auf ihr Haus in <strong>Solingen</strong>. Es stellte sich heraus, die Täter hatten Verbindungen mit der rechtsextremen Szene. Die deutsche Familie aus türkischer Herkunft war muslimisch, und die Morde werden deswegen auch heutzutage von mehreren Akteuren für islamfeindlich gehalten.</p>
<p>Die Frau von <strong>Farid Ahmed</strong> wurde beim Terroranschlag in <strong>Christchurch (Neuseeland)</strong> am 15. März dieses Jahres ermordet, neben anderen 50 Personen. Sie hatte geholfen Frauen und Kinder in Sicherheit ausserhalb der attackierten Moschee zu bringen und wurde erschossen als sie zurückging um ihren Mann, im Rollstuhl, zu helfen. „Ich vergebe den Mörder meiner Frau. Ich wünschte, ich könnte ihn umarmen“, waren <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://salamplan.com/en/terrorism/new-zealand-attack-survivor-i-forgive-the-person-who-killed-my-wife-i-wish-i-could-give-him-hug/20190318">seine Worte</a></span> danach.</p>
<p>Im Jahre 2018 gab es <strong>910 islamfeindliche Straftaten in Deutschland</strong>, die offiziell als solche vom Bundesministerium des Innern unter den <a href="https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/downloads/DE/veroeffentlichungen/2019/pmk-2018-hasskriminalitaet.pdf;jsessionid=EDE173FE24A0F4A20D69CCB6F6E039C4.1_cid373?__blob=publicationFile&amp;v=3"><span style="color: #0000ff;">Daten der Hasskriminalität</span></a> registriert wurden. „<span class="css-901oao css-16my406 r-1qd0xha r-ad9z0x r-bcqeeo r-qvutc0">Wir sind EINE Gesellschaft &amp; zu uns gehören rund fünf Millionen Menschen muslimischen Glaubens“, sagte an diesem 1. Juli die Regierungsabteilung für Integration im <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://twitter.com/IntegrationBund/status/1145655071381905408">Twitter</a></span>. </span></p>
<h4 style="text-align: center;"><span style="color: #008000;"><em>&gt;&gt;&gt; Folgen Sie Salam Plan &#8211; &#8222;Journalismus gegen Hass&#8220; auf <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://twitter.com/SalamPlan">Twitter</a></span> und <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://www.facebook.com/SalamPlanCommunity">Facebook</a></span> &lt;&lt;&lt;</em></span></h4>
<p>La entrada <a rel="nofollow" href="https://salamplan.com/de/islamfeindlichkeit/marwa-sherbini-10-jahre-seit-dem-ersten-islamfeindlich-motivierten-mordes-in-deutschland/20190701">Marwa El Sherbini, 10 Jahre seit dem ersten islamfeindlich motivierten Mordes in Deutschland</a> se publicó primero en <a rel="nofollow" href="https://salamplan.com/de">Salam  Plan</a>.</p>
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		<title>Seehofer sagt jetzt: „Muslime gehören selbstverständlich zu Deutschland&#8220;</title>
		<link>https://salamplan.com/de/islamfeindlichkeit/seehofer-sagt-jetzt-muslime-gehoeren-selbstverstaendlich-zu-deutschland/20181128</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Maria Torrens]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Nov 2018 21:47:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Islamfeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Aiman Mazyek]]></category>
		<category><![CDATA[CSU]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Islam Konferenz (DIK)]]></category>
		<category><![CDATA[Ercan Karakoyun]]></category>
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		<category><![CDATA[House of One]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralrat der Muslime in Deutschland]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bundesinnenminister Horst Seehofer betonte dies in der Deutschen Islam Konferenz (DIK) die zwischen diesen Mittwoch und Donnerstag stattfindet. Nur vor acht Monaten hatte er genau das Gegenteil behauptet.„Eines habe ich allerdings immer sehr deutlich betont: Die hier lebenden Muslime gehören selbstverständlich zu Deutschland. Muslime haben selbstverständlich die gleichen Rechte und die gleichen Pflichten wie alle Bürger dieses Landes. Daran kann es doch gar keinen vernünftigen Zweifel geben&#8220;, sagte Seehofer zur Eröffnung der DIK. „Muslime haben selbstverständlich die gleichen Rechte und die gleichen Pflichten wie alle Bürger dieses Landes. Daran kann es doch gar keinen vernünftigen Zweifel geben&#8220; Der CSU- Politiker hatte im März dieses Jahres der Bild Zeitung noch gesagt: „Muslime gehören nicht zu Deutschland&#8220;. Vor Jahrzenten gibt es in...</p>
<p>La entrada <a rel="nofollow" href="https://salamplan.com/de/islamfeindlichkeit/seehofer-sagt-jetzt-muslime-gehoeren-selbstverstaendlich-zu-deutschland/20181128">Seehofer sagt jetzt: „Muslime gehören selbstverständlich zu Deutschland&#8220;</a> se publicó primero en <a rel="nofollow" href="https://salamplan.com/de">Salam  Plan</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Bundesinnenminister Horst Seehofer betonte dies in der <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="http://www.deutsche-islam-konferenz.de/DIK/DE/Startseite/startseite-node.html"><strong>Deutschen Islam Konferenz (DIK)</strong></a></span> die zwischen diesen Mittwoch und Donnerstag stattfindet. Nur vor acht Monaten hatte er genau das Gegenteil behauptet.<span id="more-2561"></span>„Eines habe ich allerdings immer sehr deutlich betont: Die hier lebenden Muslime gehören selbstverständlich zu Deutschland. Muslime haben selbstverständlich die gleichen Rechte und die gleichen Pflichten wie alle Bürger dieses Landes. Daran kann es doch gar keinen vernünftigen Zweifel geben&#8220;, sagte Seehofer zur <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/reden/DE/2018/11/rede-dik-20181128.html;jsessionid=889A723C62EC66DD34E4408AAA6A54D5.2_cid287">Eröffnung der DIK</a></span>.</p>
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<h4><span style="color: #008000;">„<em>Muslime haben selbstverständlich die gleichen Rechte und die gleichen Pflichten wie alle Bürger dieses Landes. Daran kann es doch gar keinen vernünftigen Zweifel geben&#8220;</em></span></h4>
</blockquote>
<p>Der CSU- Politiker hatte im März dieses Jahres der <em>Bild</em> Zeitung noch gesagt: „Muslime gehören nicht zu Deutschland&#8220;. Vor Jahrzenten gibt es in Deutschland eine zahlreiche muslimische Bevölkerung und viele von ihnen sind deutsche Staatsbürger.</p>
<p>2015 gab es zwischen 4,4 und 4,7 Millionen <strong>Muslime in Deutschland und deutsche Muslime</strong>, laut einer Umfrage des Bundesministerium für Migration. Viele von ihnen sind Türken oder aus türkischer Stammung, da sie der grössten Minderheitsgruppe in Deutschland zugehören: 2,8 Mio Einwohner, von denen fast die Hälfte Deutsche sind. Eine Studie des amerikanischen <strong>Pew Research Center</strong> von 2016 zeigte es gäbe rund um die 5 Mio muslimische Einwohner.</p>
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<h4><em><span style="color: #008000;">&#8222;Zu schnell werden Integrationsprobleme oder Konflikte im Zusammenleben mit neu Zugewanderten dem Islam insgesamt zugerechnet.</span> <span style="color: #008000;">Sorgfältige Differenzierung ist aber dringend notwendig&#8220;</span></em></h4>
</blockquote>
<p>„Es sind aber nicht nur die reinen Zahlen: Zu schnell werden Integrationsprobleme oder Konflikte im Zusammenleben mit neu Zugewanderten dem Islam insgesamt zugerechnet. Auch schwere Straftaten, die von einzelnen Zuwandern begangen worden sind, werden zum Teil sehr undifferenziert thematisiert&#8220;, argumentierte Seehofer. Er fügte hinzu: „Sorgfältige Differenzierung ist aber dringend notwendig: Zwischen den Taten Einzelner, die mit allen Mitteln des Rechtsstaates verfolgt werden müssen, und der weit überwiegenden Mehrzahl der Muslime in unserem Land&#8220;.</p>
<p>Der Vorsitzende des <strong>Zentralrates der Muslime in Deutschland (ZMD), Aiman Mazyek</strong>, betonte im Interview mit <em>Bayern 2- Radio Welt</em>: „Wir sind ein Teil dieser Gesellschaft und wir lassen uns nicht von den Ewiggestrigen, von Extremisten, übrigens auch muslimischen Extremisten, auseinander dividieren&#8220;. Mazyek nahm am öffentlichen Auftakt Podium der DIK Teil.</p>
<h4 style="text-align: center;"><em><span style="color: #008000;">&gt;&gt;&gt; Folgen Sie Salam Plan- &#8218;Journalismus gegen Hass&#8216;- auf  <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://twitter.com/salamplan">Twitter</a></span> oder <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://www.facebook.com/SalamPlanCommunity/">Facebook</a></span> &lt;&lt;&lt;</span></em></h4>
<p>Die Regierung sei „<strong>nicht Vormund, sondern Brückenbauer&#8220;</strong>, betonte Bundesinnenminister und rief sogleich die Muslimischen Gemeinden dazu auf ausländische Finanzierung und Einfluss zu verzichten. Etwa 970 Imame in Deutschland werden von der Türkei bezahlt, laut einer Reportage von Welt am Sonntag.</p>
<p>Der extraoffizielle Sprecher der <strong>Gülenbewegung</strong> in Deutschland, <strong>Ercan Karakoyun</strong>, betonte diese Woche während einer Reise nach Madrid, dass „der lange Arm Erdogans&#8220; und seine „Hexenjagd&#8220; nach dem Putschversuch bis Deutschland angekommen sei. Folger dieser Bewegung, die als „Terroristen&#8220; vom türkischen Präsidenten bezeichnet werden, <strong>dürften nicht in mehr als 1.000 Moschen zum Gebet gehen</strong>. Sie leiden auch an Boykottaufrufe oder Erpressung, so Karakoyun, ein Deutscher türkischer Herkunft. 60% der Türken in Deutschland (1,5 Mio) haben in der letzten Präsidentschaftswahl Recep Tayyip Erdogan gewählt.</p>
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<h4><span style="color: #008000;">&#8222;<em>Deutschlands Muslime müssen nicht nur Organisation und Finanzierung ihrer Gemeinden selbst in die Hand nehmen, sondern auch die Ausbildung von Imamen an ihre Bedürfnisse anpassen&#8220;</em></span></h4>
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<p>Seehofer sprach in der DIK über einer <strong>notwendigen Ersetzung der „ausländische(n) Einflussnahme</strong> (&#8230;): Deutschlands Muslime müssen nicht nur Organisation und Finanzierung ihrer Gemeinden selbst in die Hand nehmen, sondern auch die Ausbildung von Imamen an ihre Bedürfnisse anpassen&#8220;. Der <strong>Haushalt für 2019 hat einen Förderansat für „Moschen zur Integration&#8220;</strong> verabschiedet, unter dem Motto „Öffnen, Vernetzen, Kooperieren&#8220;, betonte Seehofer.</p>
<h2><span style="color: #008000;">Zentralrat der Muslime: „Höchste Zeit selbst aktiv zu werden&#8220;</span></h2>
<p>„Ich glaube, es ist höchste Zeit, dass die Muslime in Deutschland selbst aktiv werden. Nach dem Vorbild des jüdischen Zukunftskongresses könnte man einen islamischen Zukunftskongress organisieren&#8220;, hatte <strong>Mazyek</strong> schon am Tag davor in einem anderen Interview mit der <em>Neuen Osnabrücker Zeitung</em> signalisiert.</p>
<p>Ein ökumenischer Tempel für Juden, Muslime und Christen wird zurzeit auf dem Petriplatz von Berlin erbaut. Der „<strong>House of One&#8220;</strong> soll zum interreligiösen aber auch zu intrareligiösen Dialog dienen, und habe vor Kurzem 10 Mio Euro vom deutschen Staat dazu erhalten. Diese kommen zu anderen 8 Mio dazu, die per Crowdfunding eingesammelt worden waren um unabhängig zu bleiben, erklärte Karakoyun vom Arco Forum in Madrid eingeladen. Die Gülenbewegung ist im Moment der muslimische Bestandteil dieses Projektes.</p>
<p>Zur Frage ob auch Befürworter Erdogans willkommen sein, lächelte er und behauptete: „<strong>Wir versuchen das Haus jeden zu öffnen</strong>, das ist ein zentraler Bestandteil der Karta des Hauses. Das heisst, wir wollen Shiiten einbinden, Aleviten, afrikanische Muslime, deutsche Muslime einbinden. Wir wollen auch andere Religionen miteinbinden&#8220;.</p>
<p>Was der DIK betrifft, hat Seehofer darauf am Mittwoch hingewiesen, dass die Konferenz von nun an auch muslimischen Vertretern und Aktivisten offen steht, die nicht unbedingt einer großen Organisation angehören und auch christliche und jüdische Sprecher in die Debatten einbezogen werden.</p>
<h4 style="text-align: center;"><span style="color: #008000;"><em>&gt;&gt;&gt; Folgen Sie Salam Plan- &#8218;Journalismus gegen Hass&#8216;- auf  <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://twitter.com/salamplan">Twitter</a></span> oder <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://www.facebook.com/SalamPlanCommunity/">Facebook</a></span> &lt;&lt;&lt;</em></span></h4>
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		<title>Muslimin und Feministin? Diese Frauen zeigen, dass es möglich ist</title>
		<link>https://salamplan.com/de/islamfeindlichkeit/muslimin-und-feministin-diese-frauen-zeigen-dass-moeglich-ist/20180308</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Maria Torrens]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Mar 2018 21:03:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Islamfeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Aktionsbündnis Muslimischer Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Faeeza Vaid]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Amparo Sánchez ist Unternehmerin. Gabriele Boos-Niazy ist Sozialwissenschaftlerin. Nessrin E. Bensaid ist Rechtsanwältin und Journalistin. Fatima Tahiri schreibt ihre Doktorarbeit. Faeeza Vaid ist die Generaldirektorin einer NGO. Sie sind alle muslimische Frauen. Keine ist unterwürfig. Und alle fordern Gleichberechtigung mit Männern &#8230; und mit den anderen Frauen. Als Amparo Sánchez das Kopftuch bei der Arbeit aufgeben musste, um nicht in Arbeitslosigkeit zu geraten, begann sie, eine Lösung zu planen, um nicht auf sich selbst verzichten zu müssen. „Ich musste wählen: entweder meinen Hidschab ausziehen oder arbeiten&#8220;, erzählt sie Salam Plan. Heute ist es nicht mehr nötig: Sie ist Unternehmerin und hat ihr eigenes Restaurant in Valencia (Spanien). Sie ist auch Präsidentin der Bürgerplattform gegen Islamophobie in dem Land (Plataforma Ciudadana...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Amparo Sánchez ist Unternehmerin. Gabriele Boos-Niazy ist Sozialwissenschaftlerin. Nessrin E. Bensaid ist Rechtsanwältin und Journalistin. Fatima Tahiri schreibt ihre Doktorarbeit. Faeeza Vaid ist die Generaldirektorin einer NGO. Sie sind alle muslimische Frauen. Keine ist unterwürfig. Und alle fordern Gleichberechtigung mit Männern &#8230; und mit den anderen Frauen.<span id="more-664"></span></p>
<p>Als <strong>Amparo Sánchez </strong>das Kopftuch bei der Arbeit aufgeben musste, um nicht in Arbeitslosigkeit zu geraten, begann sie, eine Lösung zu planen, um nicht auf sich selbst verzichten zu müssen. „Ich musste wählen: entweder meinen Hidschab ausziehen oder arbeiten&#8220;, erzählt sie <a href="http://salamplan.com/de">Salam Plan</a>. Heute ist es nicht mehr nötig: Sie ist Unternehmerin und hat ihr eigenes Restaurant in Valencia (Spanien).</p>
<p>Sie ist auch Präsidentin der Bürgerplattform gegen Islamophobie in dem Land (<a href="http://plataformaciudadanacontralaislamofobia.org/">Plataforma Ciudadana Contra la Islamofobia</a>) und bittet am 8. März um die gleichen Rechte wie andere Frauen, wie zum Beispiel das Ende des Lohngefälles. Aber sie weist darauf hin, dass sie als Muslimin gezwungen ist, zusätzliche Ansprüche im Zusammenhang mit der sogenannten <strong>„Gender-Islamophobie&#8220;</strong> zu stellen: „Wenn Frauen im Allgemeinen die Chancenungleichheit gegenüber Männern leiden, da leiden muslimische Frauen mehr daran, und wenn sie Hidschab tragen, sogar mehr.&#8220;</p>
<p>Die Vorsitzende des <a href="http://www.muslimische-frauen.de">Aktionsbündnisses muslimischer Frauen</a> in Deutschland, <strong>Gabriele Boos-Niazy</strong>, bedauert, dass für sie und ihre Kolleginnen im Verband heute -der Weltfrauentag– „ein Tag wie jeder andere&#8220; ist, an dem sie sich der Arbeit gegen die Diskriminierung von muslimischen Frauen widmen, „insbesondere von denjenigen, die ein Kopftuch tragen und trotzdem den gleichen Wunsch haben, wie die meisten Frauen: beruflich erfolgreich zu sein und nach ihren Fähigkeiten und nicht nach ihrem Aussehen beurteilt zu werden“. Sie betont: „Leider können wir nicht auf eine vergleichbare Erfolgsgeschichte zurückblicken, wie sie die deutsche Frauenbewegung vorzuweisen hat“.</p>
<p><strong>Faeeza Vaid </strong>ist Generaldirektorin des <a href="http://www.mwnuk.co.uk/">Muslim Women&#8217;s Network UK</a>. Sie ging bereits letzten Sonntag in London auf die Straße, als die große britische feministische Demonstration organisiert wurde. Sie war eine der Frauen, die eine <a href="https://www.stylist.co.uk/visible-women/faeeza-vaid-womens-rights-muslim-womens-network-islam-feminism-march4women/193530">Rede</a> auf der Bühne hielt und erklärte, dass sie „marschiere, weil so viele aufgrund ihres Geschlechts, ihrer Rasse, ihrer Religion, ihres Alters und ihrer Sexualität Diskriminierung und sexuelle Gewalt erfahren.&#8220;</p>
<h2><span style="color: #800080;">Die Gleichheit der Frauen im Islam</span></h2>
<p>Für Dolors Bramon, eine nicht-muslimische Islamologin, ist es auch klar, dass der bekennende Islam überhaupt nicht im Widerspruch zur Forderung nach Gleichheit zwischen Frauen und Männern steht. „Offensichtlich&#8220; sind Feminismus und Islam vereinbar, sagt sie. Darüber hinaus &#8222;wurden die ersten Regelungen, die Frauen förderten, im Grundbuch des Islam geboren&#8220;, behauptet die Autorin von <em>Ser mujer y musulmana</em> (Eine muslimische Frau sein), Ediciones Bellaterra. Sie gibt zu, dass „das die Theorie ist&#8220; und die Praxis von der Interpretation eines jeden abhängt: „Danach ist jeder Moslem, besonders männliche Muslime, dafür verantwortlich , nicht zu erkennen, was im Koran feministisch ist.&#8220;</p>
<p>Bramon glaubt, dass der Islam „<strong>absolute Gleichheit vom religiösen Sichtpunkt her etabliert</strong>: Frauen haben das Recht auf Leben -früher hatten sie es nicht-, Frauen können erben -frühe wurden sie vererbt- Frauen haben das Recht auf eine Mitgift und ohne sie es gibt keine Ehe, der Brauch der Polygamie (vor dem Islam) wird praktisch aufgehoben, weil der Koran von Polygamie spricht, aber dann sagt, dass es unmöglich ist, die Anforderungen zu erfüllen&#8230;&#8220;</p>
<blockquote><p><span style="color: #800080;"><em>&#8222;Die ersten Regelungen, die Frauen förderten, wurden im Grundbuch des Islam geboren. Danach ist jeder Moslem, besonders männliche Muslime, dafür verantwortlich, nicht zu erkennen, was im Koran feministisch ist&#8220;</em></span></p></blockquote>
<p>Fátima Tahiri schreibt ihre Doktorarbeit an der Autónoma Universität von Madrid (UAM) über „die Entwicklung von Religiosität und religiösen Überzeugungen junger Muslime in Spanien: der Fall von Jugendlichen marokkanischer Herkunft&#8220;. Sie ist auch Muslimin und Feministin und hat keinen Zweifel daran, dass <strong>der Glaube, dass die muslimische Frau unterdrückt ist, „sehr weit von der Realität&#8220;</strong> sei. Sie erklärt, dass in der Geschichte „der Islam eine Rettung für Frauen darstellt, die im vorislamischen Arabien als Objekte betrachtet wurden und mit dem Islam unabhängige politische Individuen mit dem Recht auf freie Ehe, Eigentum, Erbschaft, Scheidung und Partizipation, unter Anderem, geworden sind.&#8220;</p>
<p>Einer von Sánchez Rosells Lieblingszitaten über die Gleichheit von Frauen und Männern besagt, dass „<strong>die gläubigen Männer und die gläubigen Frauen sind einer des anderen Freund/Alliierte&#8220; (Koran 9:71)</strong>. Sie erinnert auch daran, dass „es Frauen gab, die Macht hatten, sowohl während des Lebens des Propheten Muhammad als auch mit den ersten Kalifen. Was passiert ist, ist dass später das Patriarchat stärker wurde als diese Lehren und all das in einigen Ländern absorbiert hat.&#8220;</p>
<h2><span style="color: #800080;">Patriarchat im islamischen Konservatismus</span></h2>
<p><strong>María Dolores Algora</strong>, Professorin für Zeitgeschichte an der katholischen Universität CEU-San Pablo in Madrid und Spezialistin für die arabisch-islamische Welt, erklärt, dass in Ländern, in denen die Scharia (oder das islamische Recht) regiert, aus einer konservativen Perspektive von Männern interpretiert werden. „Die arabische Gesellschaft ist eine solche, die dem Modell des Patriarchats, einem konfessionellen System mit einem radikalen Gebrauch der Scharia, wo Frauen wie minderjährige Menschen behandelt werden, enorm unterworfen ist&#8220;, bedauert sie. Bevor der sogenannte &#8222;Arabischer Frühling&#8220; ausbrach, war sie überzeugt, dass die Revolution in dieser Region von den Frauen ausgehen würde.</p>
<p><strong>Sonia Moreno</strong>, seit acht Jahren Auslandskorrespondentin für mehrere Medien in Rabat (<strong>Marokko</strong>), erklärt, dass sie für diesen 8. März „keine Pressemitteilung einer Demonstration auf dem Tisch hat&#8220;, weil es keine muslimischen feministischen Vereine als solche im Land gibt. Es gibt jedoch einige marokkanische Feministinnen, die trotz der Strafgesetze des alawitischen Königreichs Protestaktionen ab und zu durchführen, wie Springbrunnen der Strasse rot zu malen, um wegen der Gewalt gegen Frauen zu protestieren. Es gibt auch Frauen in <strong>Iran</strong>, die gegen die Unterdrückung des Ajatollah-Regimes demonstrieren, indem sie den Hidschab ausziehen, weil sie dort gezwungen sind, ihn zu tragen&#8230;</p>
<p>In <strong>Europa</strong> behaupten auch einige muslimische Frauen, Opfer diese Macho-Lektüre des islamischen Glaubens zu sein. Und in einigen Fällen leiden sie auf ungeahntem Niveau daran. „Zwangsverheiratung, <em>Ehrengewalt</em> und weibliche Genitalverstümmelung passieren Frauen im Vereinigten Königreich. Wir wissen das, weil wir Anrufe bei der Helpline des (britischen) muslimischen Frauennetzwerks erhalten&#8220;, erklärte Vaid in ihrer Rede des 4. März.</p>
<h2><span style="color: #800080;">Das Kopftuch, eine anhaltende Kontroverse</span></h2>
<p>„In Bezug auf kopftuchtragende Frauen müssen wir leider Rückschritte konstatieren. Viele muslimische Frauen haben ihre ‚Bringschuld‘, nämlich sich zu bilden, beglichen und erwarten jetzt selbstverständlich, dass sie am <strong>Arbeitsmarkt</strong> entsprechend teilhaben können“, sagt Boos-Niazy. „Doch wir mussten feststellen, dass es Widerstände hervorruft, sobald diese Frauen in Berufsbereichen auftauchen, die gesellschaftlich anerkannter sind als der klassische Reinigungssektor – um das einmal nett zu formulieren. Ist das der Fall, dauert es nicht lange, bis im Namen der Neutralität oder aus anderen vorgeschobenen Gründen nach gesetzlichen Kopftuchverboten gerufen wird“.</p>
<p>Die Sprecherin des Aktionsbündnisses muslimischer Frauen in Deutschland bedauert weiterhin: „Wenn die Frauen dann klagen, wird ihnen nicht etwa zu ihrem Mut und Einsatz für ihre Rechte gratuliert, wie man das bei jeder anderen Frau, die sich gegen Diskriminierung wehrt, tun würde, sondern ihnen wird entweder unterstellt, sie seien <strong>Marionetten</strong> in den Händen von muslimischen Männern, also Opfer, oder sie seien selbst Täterinnen, weil sie politische Motive verfolgten“.</p>
<p>In diesem Sinne, sagte der <a href="http://www.zentralrat.de"><strong>Zentralrat der Muslime in Deutschland</strong></a> in einer Pressemitteilung „es (sei) ein schier falsches Zeichen (zum Weltfrauentag), einer deutschen muslimischen Bürgerin, die mit Bestzeugnis sich anschickt eine juristische Karriere in Augsburg zu machen, das Kopftuch im Gerichtssaal zu verwehren“.</p>
<p>„So wird ein normales Glaubensmerkmal unter Vorwand der Neutralitätsachtung erst zum Politikum und zur Voreingenommenheit gemacht, das Selbstbestimmungsrecht der muslimischen Frau mit Füssen getreten, die Einschränkung ihrer Berufswahl einfach so hingenommen und zudem unsere im Grundgesetz verankerte Religionsfreiheit eingeschränkt&#8220;, sagte die Stellvertretende Vorsitzende des Zentralrates, <strong>Nurhan Soykan</strong> in Köln.</p>
<p>Die Diskriminierung wegen des Hidschabs läuft aber auch in die entgegengesetzte Richtung: „Ich fühle mich von muslimischen Männern stärker diskriminiert als von Nicht-Muslimen&#8220;, gibt die Anwältin für Hassverbrechen, Nessrin E. Bensaid, zu. Obwohl diese Madriderin betont, dass dies nur ab und zu geschieht. „Ich bin eine Muslimin, aber ich trage keinen Hidschab. Religion scheint mir eine Frage der Privatsphäre zu sein und es ist schockierend für die Menschen, dass ich eine praktizierende Muslimin bin, aber keinen Hidschab trage. Das hat mich dazu geführt anekdotische Konflikte mit muslimischen Männern zu haben.&#8220;</p>
<p>Sie erkennt, dass die konservativsten Muslime „Angst bekommen&#8220;, wenn sie sie mit dem, was sie „das ganze Paket&#8220; nennt, treffen: Frau, Muslimin, Feministin und Anwältin. „Ihre Welt bricht zusammen: Sie haben noch mehr Angst&#8220;, sagt sie sarkastisch. Sie betont jedoch schnell, dass &#8222;wir diejenigen unterscheiden müssen, die sich kulturell als Muslime betrachten, von denen ich Ablehnung erfahren habe. Mit den echten muslimischen Männern und den echten muslimischen Frauen hatte ich immer eine außergewöhnliche gute Beziehung.&#8220;</p>
<p>„Die Männer, die unterdrücken, tun dies aufgrund eines <strong>kulturellen Zusammenhangs</strong>. Im Koran werden Männer gebeten, so bescheiden zu sein wie Frauen&#8220;, versichert Bensaid. Tahiri stimmt dem zu: &#8222;Ich fühle mich vom Islam nicht herabgesetzt. Ich fühle mich von einer patriarchalischen und frauenfeindlichen Interpretation davon herabgesetzt, die manchmal von einigen weisen Männern und von einigen politischen Regimen gemacht wurde.&#8220;</p>
<p>„Wir brauchen im Deutschland der Vielfalt im Jahre 2018 weder Kopftuchverbotszwänge noch einen Zwang das Kopftuch zu tragen. Wir sind ein freies Land und das sollte auch so bleiben&#8220;, sagte Soykan zum gennanten Fall der Augsburgerin.</p>
<h2><span style="color: #800080;">Fördert der Islam das Schlagen von Frauen?</span></h2>
<p>Bensaid lacht, als sie nach einem <strong>umstrittenen Vers im Koran</strong> gefragt wird, in dem &#8211; je nachdem, welche Übersetzung gelesen wird &#8211; Gott gesagt hätte, dass die Männer „Autorität&#8220; über die Frauen haben und sogar ermutigt werden, sie körperlich zu misshandeln. Sie hält dies für eine Fehlinterpretation.</p>
<p>„Die Männer stehen den Frauen in Verantwortung vor/haben Autorität über/beraten sie (<em>qawwamuna ala)</em>, weil Gott die einen vor den anderen ausgezeichnet hat und weil sie von ihrem Vermögen hingeben. Darum sind tugendhafte Frauen die Gehorsamen und diejenigen, die (ihrer Gatten) Geheimnisse mit Allahs Hilfe wahren. Und jene, deren Widerspenstigkeit ihr befürchtet: ermahnt sie, meidet sie im Ehebett und schlagt sie <em>(daraba)</em>!&#8220;, Koran 4:34.</p>
<p>Zunächst sollte angemerkt werden, dass Muslime immer die arabische Version des Korans bevorzugen, da es sich um die ursprüngliche Version handelt und sie verstehen, dass es sich um Worte handelt, die direkt von Gott kommen und dazu nicht immer eine angemessene Übersetzung finden. So empfinden Sánchez und Bensaid diesen Absatz. In der Tat hat dieses Zitat des Korans mehrere Versionen in Deutsch, wie gezeigt und noch mehr. Die Anwältin erklärt, dass „<strong>daraba</strong>&#8220; im Arabischen verschiedene Bedeutungen hat und unter ihnen, neben dem Schlagen, zum Beispiel auch Sex hat.</p>
<p>Was Bramons Sichtweise angeht, erklärt sie in ihrem Buch detalliert, dass das, was einige als „Autorität&#8220; übersetzen, andere als „Verantwortung&#8220;, „begleiten&#8220; oder „beraten&#8220; verstehen. Was die Übersetzung des „Schlagens&#8220; angeht, so die Islamologin, kann man das nicht anders verstehen, da dies die am weitesten verbreitete Bedeutung für das arabische Wort „daraba&#8220; ist. Trotzdem weist sie darauf hin, dass es viele Hadithen gibt (in der Sunna, dem anderen heiligen Text des Islam, der das Leben des Propheten Muhammad erzählt), die „die Misshandlung von Frauen kritisieren&#8220; und argumentieren, dass der <strong>Prophet des Islams sagte, dass der beste Muslim derjenige sei, der die Frauen gut behandelt</strong>.</p>
<p>„Der Koran wurde im mittelalterlichen Arabisch geschrieben. Dies, zusätzlich zu all der patriarchalen Kontamination, bedeutet, dass es unter sehr falschen Sichtpunkten interpretiert wird&#8220;, argumentiert Sánchez. &#8222;Eine der Forderungen, die wir haben -Muslimische Männer und Frauen- ist, dass wir all das überprüfen müssen. Was man nicht tun kann, ist mit einer Erklärung des Korans zu arbeiten, die vor mehr als tausend Jahren gestellt wurde.&#8220;</p>
<p>Für Boos-Niazy ist es wichtig, darauf hinzuweisen, dass „<strong>diese Vorurteile eine Funktion erfüllen</strong>: Sie sind der einfachste und bequemste Weg, auf dem sich bestimmte Gruppen selbst vergewissern können, dass sie ‚das richtige‘ Leben führen und andere das falsche. Das erspart ihnen, ihr Selbstbild in Frage zu stellen“, meint sie.</p>
<h2><span style="color: #800080;">Feminismus kann auch einen Hidschab tragen</span></h2>
<p>„Ich bin hier, weil meine Religion mich dazu motiviert, (&#8230;) für Gerechtigkeit und Frieden zu kämpfen&#8220;, sagte Vaiz den Londoner Demonstranten. Sie rief dazu auf, &#8222;eine Bewegung aufzubauen, die schwarze Feministinnen, Feministinnen der Arbeiterklasse und von den Religionen inspirierte Feministinnen einbezieht. Ich sage nur, entweder wir kämpfen für alle oder wir fallen alle&#8220;.</p>
<p>Ein Anspruch, dem alle befragten muslimischen Frauen zustimmen. Tahiri glaubt, dass auch muslimische Frauen vom Machismus anderer Frauen betroffen sind, „wie es beim Verbot des Hidschabs in Frankreich der Fall war, das von französischen Feministinnen unterstützt wurde.&#8220; Die Forscherin glaubt, dass <strong>einige Frauen andere Frauen auf diese Weise als &#8222;kulturell minderwertig&#8220; betrachten</strong>.</p>
<blockquote><p><em><span style="color: #800080;">„Der westliche Feminismus schaut muslimische Feministinnen und Feministinnen aus anderen Ländern mit ihrer violetten feministischen Brille so zu, als wollten sie sie retten. Aber sie brauchen nicht gerettet zu werden&#8220;</span></em></p></blockquote>
<p>Sowohl Tahiri -die den islamischen Kopftuch trägt- als auch Bensaid -die das nicht trägt- denken, dass der Hidschab als Unterdrückung in einer Gesellschaft widersprüchlich ist, in der „Minishorts getragen werden, wo die Hosentaschen länger sind als die Hose selbst&#8220;. Bensaid erinnert daran, dass <strong>FEMEN-Aktivisten</strong> „Freiheit mit ihren Körpern beanspruchen können und wir nicht dasselbe zum Beispiel mit dem Hidschab machen können.&#8220;</p>
<p>Boos-Niazy, die Vorsitzende des Aktionsbündnisses muslimischer Frauen in Deutschland, erklärt: „In unserer Beratungspraxis hat sich gezeigt, dass nicht-muslimische Männer z.B. mit dem Kopftuch weit weniger Probleme haben, als nicht-muslimische Frauen eines bestimmten Alters und Hintergrundes, die gleich um die Errungenschaften ihres jahrzehntelangen feministischen Kampfes fürchten, sobald sie einer Frau mit Kopftuch Rechte zugestehen sollen&#8220;. <strong>Sie wirft der Haltung einiger nicht-muslimischen Frauen vor, „im Namen der Freiheit anderen Frauen, die eine andere Wahl treffen, Freiheitsrechte zu beschneiden</strong>; dies basiert auf einem Menschenbild -‚ich weiß besser, was für dich gut ist, als du selbst&#8216;-, das wir längst hinter uns gelassen haben sollten“.</p>
<p>Die Expertin für Hassverbrechen, Bensaid, fasst diesen Appell an andere Feministinnen zusammen: „Europa und der westliche Feminismus schauen muslimische Feministinnen und Feministinnen aus anderen Ländern mit ihrer violetten feministischen Brille so zu, als wollten sie sie retten. Aber sie brauchen nicht gerettet zu werden.&#8220;</p>
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